Warum ist Opel nicht zu einem Top Premiumhersteller aufgestiegen?

Opel Senator B

Hallo!

Versteht mich jetzt nicht falsch, ich will die Marke Opel nicht schlechtmachen, im Gegenteil, aber interessieren würde es mich schon.

Und zwar wenn man bedenkt, daß Opel in den 70ern wunderschöne große Luxuslimos und Coupes al la Admiral und Diplomat mit großen Sechs- und Achtzylindern hergestellt hat, ist da später irgendwie nicht mehr so sehr viel übriggeblieben. Und irgendwie sehe ich den Senator nicht mehr so als richtige Oberklasse Limosine an.
Das Zeug dazu, große Autos zu bauen, die in Konkurenz zur S-Klasse und 7er stehen könnten hätten sie doch sicher gehabt.

Audi hatte in dieser Zeit zb. noch keinen richtig großen Luxuswagen im Angebot und schaut mal, wo die jetzt stehen.

Klar hatten sie in der Vergangenheit auch Pech, zb. Lopez (hieß der so?), der am Astra gespart hat bis zum gehtnichtmehr, wo sie noch heute dran zu knappern haben. Mitn Kadett E gings ja schon los, obwohl er im Vergleich zum 2er Golf eine erheblich modernere Karosserieform hatte.

(Mal so ne kleine Frage am Rande, ist Astra F eigentlich nicht Quatsch? Es kann doch bestenfalls nen Kadett F geben, oder nen Astra A, nicht?)

Was meint ihr?

33 Antworten

Zitat:

Original geschrieben von Rotherbach


Moin,

Damit hättest Du ein gewichtiges Problem. Die Plattform des Holden Commodore ist technisch veraltet. Du würdest auf diese Weise ein Fahrzeug auf den Markt bringen, das in seiner Entwicklung auf dem Stand des Omega B ist. Um in ein solches Fahrzeug die notwendigen Goodies zu verbauen bedarf es eines großen technischen Aufwandes und relativ viel Geld.

Sicherlich benötigt Opel in absehbarer Zeit ein Modell, welches in Anspruch und Größe den Omega ersetzt. Aber das Auto muss zwingend zeitgemäß sein.

MFG Kester

Die Plattform vom aktuellen Commodore ist nichtmal ein Jahr alt!!! Also nix da, mit veraltet!!!!

Zitat:

Original geschrieben von Rotherbach


Damit hättest Du ein gewichtiges Problem. Die Plattform des Holden Commodore ist technisch veraltet. Du würdest auf diese Weise ein Fahrzeug auf den Markt bringen, das in seiner Entwicklung auf dem Stand des Omega B ist. Um in ein solches Fahrzeug die notwendigen Goodies zu verbauen bedarf es eines großen technischen Aufwandes und relativ viel Geld.

Richtig, Q-le@tigra. Wie ich auch

hier

schon geschrieben habe, ist der aktuelle Commodore ein hochmodernes, absolut konkurrenzfähiges und sehr interessantes Fahrzeug – nicht mehr zu vergleichen mit den ewigen Omega-Neuaufgüssen der bisherigen Baureihen.

Gruß, cpt

Haben die nicht schon wieder ein neues großes Modell gezeigt? Sollte glaube Kapitän heißen.

Zitat:

Original geschrieben von Exxon-Valdez 1


Haben die nicht schon wieder ein neues großes Modell gezeigt? Sollte glaube Kapitän heißen.

Nicht alles glauben was aus ge

BILD

eten Kreisen stammt 😉 (AUTOBILD; BILD & Co.)

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Zitat:

Original geschrieben von Rotherbach


Sicherlich benötigt Opel in absehbarer Zeit ein Modell, welches in Anspruch und Größe den Omega ersetzt. Aber das Auto muss zwingend zeitgemäß sein.

Richtig und wieder fein mit heckantrieb. Für leute die viel mit Anhänger fahren ist es das beste.

Mein Vater hat von 91 bis gut 04 nen Omega A. Nun fährt er nen Omega B. Warum es wieder ein Omega geworden ist?? Ganz eindeutig, das Preis-leistungsverhältnis und der für ihn so wichtige Heckantrieb. Er schwört ja da drauf. Und ein anderes Auto ohne Heckantrieb kommt für ihn nicht in frage. Viel bleibt da ja nicht.

Es werden in meinen Augen viele so denken. Also sollte opel vielleicht mal wieder dran denken einen Wagen zu bauen der in die richtung des Omegas geht.

Nur soviel von mir.

MFG Sebastian^

Zitat:

Original geschrieben von Rotherbach


Moin,

Historisch gesehen ... war Opel ursprünglich mal die Marke der Aufsteiger und kam im Image direkt nach Mercedes Benz und war eigentlich "Premiumhersteller".
[...]

Guter Beitrag. Zur Negativliste wäre mir nur noch eingefallen, dass Opel auch bei der Dieselentwicklung den Anschluss verloren hatte, dank der Einschätzung dieser Technologie durch die GM-Führung. Durch das JV mit FIAT konnte hier aber überdurchschnittlich schnell wieder aufgeholt werden, weil sich glücklicherweise wenigstens auf dem Sektor mal nicht "zwei Kranke ins Bett" gelegt haben.

Und jetzt bauen wir immerhin den hubraumkleinsten Serien-4-Zyl-CR-Diesel der Welt.. 🙂

Zitat:

Original geschrieben von TheRealBlizzard


na das lockert sich ja mittlerweile zum Glück...

Aber nur im Ansatz, sicher nicht auf breiter Front. Das wird GM nicht riskieren, und das gibt der Markt vielleicht auch nicht mehr her wie z.B. bei Ford, als der Focus vor wenigen Jahren mal das weltweit(!) meistverkaufte Auto war. Andererseits wird diese Trennung z.B. rein europäischer und (Nord-/Süd-..)amerkanischer Modelle durch die Strategie der globalen Platformen künftig ohnehin abgeschafft.

Auch auf der Omega-B-Plattform könnte man nach wie vor ein absolut zeitgemäßes und modernes Auto bauen. Es müsste aber halt ne komplett neue Karosserie drauf. Aber nurw eil die Plattform alt ist bedeutetd as ja nicht, das sie nicht mehr Zeitgemäß ist. Entscheidend ist ja, wie sichd as Auto fährt udnw elche Eigenschaften es hat. Wenn die marktanforderungen mit der Plattform zu machen sind, warum nicht?
Die Straßenlage des Omega ist war einwandfrei und s hat spaß gemacht den wagen auch mal zu scheuchen, und der Komfort ist den meisten "modernen" Konstruktionen weit überlegen.
So, why not?

Weil es ein immenser Marketing-Nachteil wäre, wenn das weithin bekannt wird.
Nein, wenn man gegen E-Klasse, 5er und A6 auch nur den Hauch einer Chance haben will, darf Opel keine Kompromisse eingehen bei diesem Modell. Ohne eine zeitgemäße, neuentwickelte technische Basis inkl. innovativer Ausstattung wirds nicht gehn. Nur "viel Auto für wenig Geld" wie beim Omega reicht nicht, das hat die Geschichte gezeigt.

Zitat:

Original geschrieben von TheRealBlizzard


Auch auf der Omega-B-Plattform könnte man nach wie vor ein absolut zeitgemäßes und modernes Auto bauen...

Klar könnte man das, ABER: Kein Mensch lässt sich ~40.000 EUR für ein Auto aus der Tasche ziehen, dessen Plattform vor fast 15 Jahren entwickelt wurde. Das würde man auch in jedem Test nachlesen können.

PS: Der Omega B fährt sich wirklich traumhaft.

Hm. Ich sehe darin kein Problem. Klar gibt es die die immer die neuste Technik wollen, und ein auto mit 6-Lenker-hinterachse einem mit 5-Lenker-achse vorziehen, nur weil da eben ein lenker mehr ist. Aber würden die Opel fahren? Ichd enke Opel sollte erstmal gegen den Chrysler 300M und div. Skandinavier und Franzosen fahren. da wäre die "alte" Plattform kein nachteil. Volvo verkauft auch bis heute viele "alte" VW-Motoren! Stört sich auch keiner drann.
Und wenn ein neuer Omega 10.000€ günstiger ist als eine E-Klasse. So what?
Hängt viel vom marketing ab. Wenn man kolportiert man hätte aus kostengründen die alte Plattform genommen ist es aus. Wenn man davon spricht, die Stärken der vorhandenen Plattform durch gezielte weiterentwicklung gestärkt hätte...
Hat den Astra H auch net am Erfolg gestört.

Das Produkt muß einfach rcihtig plaziert werden. Ein schuß lässigkeit, gpart mit einem mächtigen Motorenmix aus dem GM-baukasten, auch mit großvolumigen maschinen, 3,9 V6 und V8. Der wagen dürfte sich keinen Lapsus leisten, aber, er sollte denke ich bewusst als gegenpart zu diesen ganzen Softlack-Elektronik-Diven bilden, die so zickig und empfindlich sind das sie nach 6 Jahren fertig wirken... abblätternder Softlack, keine neue Software usw. Vielelicht etwas pragmatischer und lässiger. Ein unkompliziertes Auto das verwöhnt und gut fährt.

Zitat:

Original geschrieben von TheRealBlizzard


Auch auf der Omega-B-Plattform könnte man nach wie vor ein absolut zeitgemäßes und modernes Auto bauen. Es müsste aber halt ne komplett neue Karosserie drauf. Aber nurw eil die Plattform alt ist bedeutetd as ja nicht, das sie nicht mehr Zeitgemäß ist. Entscheidend ist ja, wie sichd as Auto fährt udnw elche Eigenschaften es hat. Wenn die marktanforderungen mit der Plattform zu machen sind, warum nicht?
Die Straßenlage des Omega ist war einwandfrei und s hat spaß gemacht den wagen auch mal zu scheuchen, und der Komfort ist den meisten "modernen" Konstruktionen weit überlegen.

Plattform beschreibt mehr als nur das Fahrwerk, das ist doch hoffentlich klar, oder?

Damit ist eigentlich ziemlich viel gemeint: Elektrik, Antrieb, Fahrwerk und alles was ich vergessen habe. Die Karosse ist nur ein kleiner Teil des Ganzen und kann innerhalb der Möglichkeiten ziemlich viele Formen annehmen. Aus dem Grund wird eine Plattform auch unter vielen Marken gebaut.

Unter die Überlegungen für eine (neue) Plattform fällt z.B. das gleiche oder bessere Fähigkeiten bei geringeren Kosten, geringerem Gewicht oder einfacheren Umgebungsbedingungen (Recyclingfähigkeit, Energiebilanz, Montage, Wartung) möglich sind. Teilweise werden Werkstoffe oder Technologien günstiger als ihre Vorgänger.

Wenn all diese Punkte den Stand von vor 17 Jahren haben, dann denkt man eher drüber nach ob es überhaupt noch jemanden gibt der das kauft oder ob das so gebaut werden darf. Ebenso muss das Auto auch aktuellen Ansprüchen (Sicherheit, Platz, Komfort) genügen, und ohne geänderte Ansprüche bräuchte man kein neues Fahrzeug, sondern entwickelt mal alle 20 Jahre eines. Dann kommt gleich das nächste Problem... Know-How wächst auch nicht auf Bäumen, sondern muss immer durchgängig gepflegt werden. Manche hätten zwar gern Know-How portionsweise in Tüten abgepackt und auf Nachfrage lagernd, aber das gibt es eben nicht. Das wird von Plattform zu Plattform aber idR mitgenommen.

IdR gibt es eine Plattform die voll entwickelt wird und vorzugsweise macht man dann einen Ableger mehr auf dieser Plattform als dafür eine eigene zu machen. So ist z.B. Meriva, Corsa C und Tigra TT der gleichen entsprungen, wie auch Astra H, Astra TT und Zafira B (bzw. Astra G und Zafira A) auf der gleichen basieren.

Also es ist leichter die Anlagen, Pläne etc. in Länder zu vergeben/verkaufen in denen die Ansprüche und Vorgaben kein Problem darstellen und entwickelt eine "neue" Plattform. Innerhalb GM funktioniert das auch, Brasilien oder Polen baute z.B. lange Zeit noch den Astra G für nahegelegene Märkte und kümmert sich um kleine Anpassungen. Die Anlagen der Omega-B Fertigung wurden zu Teilen nach Togliatti (Rußland) verkauft, zu Teilen haben sich Firmen aller Branchen das Equipment second hand erkauft.

MfG BlackTM
btw. der Astra H ist eine bzw. steht auf einer neuen Plattform.

Holla Leute,
habe bei Google eine interessante [URL=www.senatorman.de/opel_omega_a.htm ]Seite[/URL] gefunden.
Da gibt es aus Sicht des Verfassers auch eine Meinung zur Geschicht/Qualität von Opel, insbesoders zum Omega (war auch mal ein 8Zylinder geplant ist 3 Wochen vor Einführung zurückgezogen worden).
MfG, dackelbau1

Der Begriff Plattform kann ganz unterschiedlich belegt werden...
VW asst ihn sehr weit mit elektronik und allem...
Ich meinte jedoch nur die Bodengruppe. Ich bitte meinen Vorherigen Beitrag so zu verstehen.
Es wäre sinnvoller, besser udn Günstiger, Elektronische und mechanische Komponenten mit dem kommenden Vectra zu koppeln.
Die Omega-B-Bodengruppe bietet auch genügend reserven um evtl. noch etwas den Radstand zu verlängern.

Was auch getan wurde. Holden hat nämlich eine verlängerte Variante des Commodore rausgebracht die auf die Bezeichnungen Caprice und Statesman hören (siehe Anhang).
Sieht sogar dem guten alten Senator B ein bißchen ähnlich.

Gruß Oli

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