Warum haben Turbodiesel einen höheren Einspritzdruck als Sauger

VW Amarok 2H

Moin,
mal eine Frage allgemeiner Art, warum haben die Turbodiesel eigentlich immer einen höheren DÖD als Sauger?
Mein logische Erklärung wäre, dass man in der selben Zeit mehr Dieseldurchsatz braucht, was eben bei höherem Druck besser geht.
Oder: die größere Menge will in der selben Zeit fein zerstäubt werden, das geht bei hohem Druck besser.

Gruß
Mattze

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Zitat:

@jw61 schrieb am 24. Februar 2024 um 00:07:25 Uhr:


Gebt mal konkrete Beispiele für DI-Sauger.

Mazda CX-5

Golf 3 SDI 😁

Zitat:

@jw61 schrieb am 24. Februar 2024 um 00:07:25 Uhr:


Gebt mal konkrete Beispiele für DI-Sauger.

Sehr lustig, Du verwechselst Begriffe und wir sollen Beispiele liefern. Nun denn:
1951: Gutbrod und Goliath
1954: Mercedes SL Flügeltüren

BMW N43/N53

Andere wurden schon genannt.

Aber was haben die Beispiele mit den Begriffen „Sauger“ und „Direkteinspritzer“ zu tun?
Der erste beschreibt die Luftzufuhr, der andere die Kraftstoffzufuhr. Und die haben nichts miteinander zu tun.

Sorry, meine Einlassung bezog sich auf Benzindirekteinspritzer (NICHT Saugrohreinspritzer)...hatte überlesen, das der TE von (Turbo)diesel sprach.

Aber auch zu Dieselmotoren kann man viel bei Basshuysen nachlesen...saubere Verbrennung = weniger Verkokung...und auch da ist der Einspritzdruck und nicht der Ladedruck der entscheidende Faktor.

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Deswegen hat der Volkswagen Saugdiesel SDI mit Direkter Einspritzung auch 2000 Bar Einspritzdruck, auch wenn mancher Common Rail Turbo weniger hat. Aber im Gegensatz zu PD hat Common Rail andere Vorteile, welche den Nachteil des geringeren Einspritzdruckes mehr wie ausgleichen.
Wie schon geschrieben hat der Turbo mehr Einspritzdruck bei gleichen Düsen. Man hätte auch die Düsenlöcher vergrößern können oder 6 statt 5 Löcher, um die höhere Menge bei gleichem Druck im gleichen Zeitfenster reinzubekommen.

Das hängt doch alles von der Einspritzstrategie ab,diese ist Herstellervariabel und muss nicht unbedingt nur vom Einspritzdruck abhängig sein.
Mache haben Voreinspritzung um die Menge reinzukriegen, andere ändern die Düsenanzahl /Düsengrösse.
Wichtig ist nur, das der vorhandene Einspritzdruck so gut wie möglich genutzt werden kann.
Wenn dem allgemein so ist das ein Turbomotor mehr Einspritzdruck braucht ,wofür es hier noch keine Bestätigung für gibt,dann wird es wohl daran liegen das der Ladedruck ausgeglichen werden muss um ein zündfähiges Gemisch bereit stellen zu können.
Bei 3-4 Bar Einspritzdruck und gegnerische ca.1,5 Bar Ladedruck, denke ich mal, kann sich das schon in der Gemischaufbereitung bemerkbar machen.

Vielleicht sollten wir uns mal darauf einigen, ob wir über Diesel- oder Benzinmotoren schreiben. Und beim Benziner dann noch, ob Sauger oder aufgeladen.

PD hatte damals einen höheren Einspritzdruck, ja.
Inzwischen sind die CR-Systeme aber deutlich oberhalb dessen, was die damaligen PD-Systeme konnten.
Und Voreinspritzungen haben sicher nichts damit zu tun, eine bestimmte Kraftstoffmenge eingespritzt zu bekommen...
Nun, es ging ja ursprünglich um Dieselmotoren. Diese wiederum sind immer mit innerer Gemischbildung.
Wer den Diesel mit äußerer Gemischbildung ans Laufen kriegt, dem muss für 5 Jahre in Folge der Nobelpreis verliehen werden. An sowas arbeitet man schon seit 50 Jahren und kriegt es nicht hin.

Richtig, die Ausgangsbasis waren Dieselmotoren.
Im PKW-Bereich sind die Saug-Diesel schon seit längerem ausgestorben, insofern erübrigt sich die Fragestellung des Threads.

Da auch heutige (relativ) leistungsschwache Turbo-Diesel-Motoren mit hohen Einspritzdrücken betrieben werden, ist es offensichtlich, dass nicht die absolute Menge der Kraftstoffeinbringung das entscheidende Kriterium ist.

Das Zauberwort lautet Schadstoffe im Abgas, insbesondere Ruß. Je höher der Einspritzdruck, desto feiner können die Kraftstofftröpfchen gehalten werden. Und diese verbrennen rußärmer als große Tropfen.

Das höherer Einspritzdruck zur Schadstoffreduzierung beiträgt, ist richtig. Gilt aber für Sauger und Turbomotoren.

Es hat auch niemand das Gegenteil behauptet.

Richtig, wollte nur auf die Eingangsfrage hinweisen. Turbodiesel haben höheren Einspritzdruck als Saugdiesel, warum??
Dabei wäre auch noch zu beachten, daß heute fast keine Saugdiesel mehr neu produziert werden und dadurch neuere Konzepte/Entwicklungen natürlich nicht beim Saugdiesel zu finden sind.

Ich sehe keinen offensichtlichen Grund, warum ein TDI ggü. dem SDI, um jetzt mal die Bezeichnungen von VW zu benutzen, unbedingt einen höheren Einspritzdruck haben müsste.
Beide liegen wohl etwa auf dem gleichen Niveau was den Bedarf für die jeweilige Abgasnorm angeht. Höherer Einspritzdruck führt nicht nur zu Vorteilen bei den Partikelemissionen, sondern - wenn auch in geringerem Umfang - auch bei den Stickoxiden.

Er musste (damals, als das noch irgendwen interessiert hat) zwar nicht, aber er konnte. Und weil es in mancherlei Hinsicht von Vorteil ist, hat man das auch gemacht.

Inzwischen wäre es wohl ein ziemlich abenteuerlicher Versuch, mit einem Saugdiesel aktuelle Abgasnormen überhaupt noch erfüllt zu kriegen --- von den kaum mehr vermittelbaren Leistungsdaten mal ganz abgesehen. Daher stellt sich die Frage einfach nicht mehr.

Zitat:

@EdeKrachenberg schrieb am 24. Februar 2024 um 21:48:57 Uhr:


Wer den Diesel mit äußerer Gemischbildung ans Laufen kriegt, dem muss für 5 Jahre in Folge der Nobelpreis verliehen werden.

Mit 73 Jahren Verspätung also der Nobelpreis für Herrn Lohmann?

Und dann gibt es noch die homogene Kompressionszündung, die nach Art des zu tankenden Kraftstoffs sowohl Otto als auch Diesel sein kann.

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