Warum Elektrofahrzeuge?
Anlässlich einer Veranstaltung in Kempten zur Eröffnung der eE-Tour Allgäu wurde die Frage aufgeworfen warum Elektromobilität attraktiv ist. Von den vielen richtigen Antworten von Energieknappheit über Unabhängigkeit von den OPEC-Staaten bis hin zu Klima- und Umweltschutzgründen kann sich jeder die für ihn/sie passende heraussuchen. Für meine Empfindung wurde aber ein sehr wichtiges Argument nicht genannt:
Elektrisch fahren macht einfach einen Wahnsinns-Spass!!!!
Beste Antwort im Thema
Anlässlich einer Veranstaltung in Kempten zur Eröffnung der eE-Tour Allgäu wurde die Frage aufgeworfen warum Elektromobilität attraktiv ist. Von den vielen richtigen Antworten von Energieknappheit über Unabhängigkeit von den OPEC-Staaten bis hin zu Klima- und Umweltschutzgründen kann sich jeder die für ihn/sie passende heraussuchen. Für meine Empfindung wurde aber ein sehr wichtiges Argument nicht genannt:
Elektrisch fahren macht einfach einen Wahnsinns-Spass!!!!
102 Antworten
Es liegt doch auf der Hand daß 1kW Windkraftkeistung übers Jahr nicht annähernd soviel Strom wie 1kW installierte AKW Leistung produziert. Das steht doch außer Frage. Das Windrad-kW kommt bestenfalls auf 40% des AKW-Stromertrages je installiertes kW. Warum? Der Wind bläst nun mal nicht immer und nicht immer doll.
Genauso einfach, aber eben einfach bescheuert ist SRAM´s Annahme, daß je kW Windkraft eben ca. 0,4 kW konventionelles oder AKW bereitgestelt werden MUSS
Sorry, SRAM, wenn ich dir jetzt zu nahe trete, aber das ist eine KRANKE Annahme, hat mit Physik nichts, aber auch gar nicht zu tun, das ist ENERGIEDEMAGOGIE.
Nur weil die Stromatologen diesen Mist vorbeten und 100x wiederholen, wird es nicht wahrer!
Diese Aussage ist nur dann zutreffend für den einzigen Fall, daß DE genauso krank weitermacht wie bisher. Derzeit HOFFTman, daß der Öko-Strom irgendwie EEG-Vorfahrt im Netz hat, was praktisch zwar geht, aber keine Antwort darauf gibt, was passiert, wenn EEG-Strom nicht zur Verfügung steht.
Da muß eben "irgendwie" anderer (konventioneller oder Atom-) Strom her. Deswegen die Rechnung der "Backup-Kraftwerke"
Im EEG ist der Netzumbau mit entsprechenden Speicherkapazitäten nicht vorgesehen, demzufolge liegt hier die Vergewaltigung unseres Stroms, die Perversion jeder Rechnung, sicher nicht in der Rechnung und in der Tatsache, daß Windstrom heute schon quasi der billigste ist.
Heute können fast alle Hausanbieter mit etwas Pflaumenmuß in der Birne sog. Null-Energiehäuser herstellen - das hat man mit EEG-Vergütungen erstmal gar nichts zu tun, sondern lediglich mit der Energiebilanz und der Verteilung dieser Energie (offene Speicherfrage).
Ich hoffe nur, daß die neue Regierung einen gangbaren Weg beschreitet, der derzeitigen spreche ich grundsätzliche physikalische Kenntnisse ab - muß am Beruf der Chefin liegen 😉
Um die sachen auf seite 1 nochmal aufzugreifen:
15.000€ für einen akku satz, stimmt ist teuer, aber dazu muß man erst mal vergleichen was das beim auto heißt:
Einsparung bei Öl, Zündkerzen, Kfz steuer, Kfz versicherung, TÜV, diverse filter usw. bedeutet, daß beim kundendienst nur noch die bremsen und die funktionsfähigkeit geprüft wird außerdem fallen keilriemen, zahnriemen und auspuff weg, die auch innerhalb von 10 einiges kosten, alles in allem werden es bestimmt an die 3-4.000€ sein.
Und schon allein der sprit (diesel derzeit 1,25€/liter) mit minimalen,
6 liter/100km bei 15.000km im jahr sind schon7,50€/100km und damit etwa 1125€ also 11.250€ in 10 jahren und zusammen mit der einsparung von etwa 200-250€ kfz steuer, die wegfallende AU alle 4 jahre, dem nicht gekauften öl, zündkerzen, dem nicht durchgerosteten aspuff, der alleine einmal schon gerne 500€ ausmacht, kommt man leicht auf die 15.000€ die ein akku kostet, wobei da die preise noch fallen werden.
Aber man darf auch nicht vergessen, daß statt sprit strom benötigt wird, der vielleicht 3-4€/100km ausmacht (renault twingo electic von MesDea ~16kWh/100km von kunden bestätigte werksangabe).
Ich bin der meinung daß die elektrofahrzeuge, inzwischen das gleiche auf dauer kosten wie die normalen fahrzeuge, der einzige haken, aber das ist überzeugungssache, ist die nonstop reichweite, die schnelle aufladung und die höchstgeschwindigkeit.
Und damit ist ein e auto definitiv ein guter zweitwagen, oder auch erstwagen für leute die das möchten und damit zurecht kommen, daß es immer welche gibt die rumnörgeln ist mir klar, ich könnte auch von einem authersteller verlangen wollen, daß ich ein auto für 10.000€ haben will, das mindesten 200km/h schafft und zugleich 9 sitzplätze hat, oder meinetwegen nen 2 tonnen anhänger eine steigung von mindestens 10% ohne geschwindigkeits verlust ziehen kann.
Das wäre auch möglich aber ein so spezieller wunsch, daß die nicht darauf eingehen wollen.
Ich vergleiche es mal mit der Astronomie:
Man kann schwer von nem 70/500 teleskop erwarten daß man die ringe des saturn zählen kann. Was aber gut möglich ist, ist schöne bilder vom mond zu machen, und es ist sehr handlich und einfach aufzubauen.
Also steht da die mobilität und die handhabung gegen die maximalen möglichkeiten und die ausbeute.
In bayern sagt man zu etwas das alles kann: Eierlegendewollmilchsau
und ist so schwer zu finden wie der Wolpertinger.
Pumpspeicherwerke sind im Gegensatz zum weit verbreiteten Glauben ganz und garnicht preisgünstig, nach Schweizer Studien etwa 980 €/kW.
Nun ist das kW aber nicht immer einsetzbar, wie leicht einsehbar, wäre der maximale Ausnutzungsgrad 50% (100% Leistung, die Hälfte des Tages pumpen, die andere Hälfte turbinen). Da wären wir dann schon bei den 1.800 €/kw.
In Realita ist der Nutzungsgrad allerdings noch deutlich niedriger und liegt um die 25%, da weder die volle Pump- noch die volle Turbinenleistung bei der täglichen Lastkurve immer und zu jedem Zeitpunkt erforderlich ist. Damit muß man dann mit einem spezifischen Invest für ein Schattenkraftwerk auf Basis Pumpspeicher von ca. 3.600 €/kw rechnen.
Selbst die Deutsche Gesellschaft für Solarenergie sieht das so:
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/27/27163/1.html (weiterführendes im Link)
Darin wird für 23 MW Leistung von Wind, Solar und Biogas das Pumpspeicherwerk Goldisthal (!) zur Pufferung benötigt. Dieses hat 600 Mio.€ gekostet (discount-Preis wegen der Vorleistungen der DDR). Den Machern der Studie ist völlig entgangen, was das bedeutet.
Es ist eine Sache für alternative Energien zu sein. Es ist aber dumm, die Realitäten zu leugnen.
Gruß SRAM
Zitat:
Original geschrieben von SRAM
Darin wird für 23 MW Leistung von Wind, Solar und Biogas das Pumpspeicherwerk Goldisthal (!) zur Pufferung benötigt. Dieses hat 600 Mio.€ gekostet (discount-Preis wegen der Vorleistungen der DDR). Den Machern der Studie ist völlig entgangen, was das bedeutet.
Es ist eine Sache für alternative Energien zu sein. Es ist aber dumm, die Realitäten zu leugnen.
Gruß SRAM
Da sind wir mit den Speicherkapazitäten auf derselben Seite. Nur bei der Frage WELCHE, da liegen wir konträr. Du versuchst andauernd, die derzeitige schwachsinnige Situation auszubauen, ich versuche sie, zu beseitigen!
Warum in aller Welt wird für BIOGAS ein Pumpspeicherwerk als Backup gebraucht???
Biogas
ISTschon ein Backup, technisch gesehen. Es ist leicht speicherbar (Allein DE könnte mit den derzeitigen Speichern 60Tage ohne Gasimport auskommen). Nur wenn der Bauer den Generator anschmeißen kann, wie er lustig ist, ist das völlig schizophren, dann kann er auch die Kuhpupse unverbrannt gegen Bezahlung in die Athmosphäre verblasen, der Unterschied ist auch nicht mehr groß.
Dasist die Realität, die derzeit wegen offensichtlicher Dummheit geleugnet wird.
Lösung des gordischen Knotens
1. Also: Einspeisevergütung ab 2012 für Biogas/BHKW nur noch zu 8ct/kWh, zu Lastzeiten dann z.B. zu 16ct. Was glaubst du, wie schnell dann jedes BHKW oder Biogaskraftwerk eine Netzansteuerung bekommt!
2. Netzgesteuerte Ladegeräte (Akkus etc.)
Privatstrom für 20ct (wie bisher), Netz-Ladestrom für 14ct. Was meinst du, wie viele Ladegeräte auf Netzansteuerung gebaut werden würden ?
Vorteile:
a) erhebliche Netzentlastung
b) Stop der sinnlosen Vergeudung von Backup-Energie (Biogaskraftwerk)
c) Netzlastgesteuerte Aufladung von Akkus (und evl. privaten Großverbrauchern wie Backofen, Spülmaschine, Wasserspeicher-Legionellenheizung)
d) Kostensenkung für den Verbraucher
e) Verbesserung der E-Auto-Gesamtkosten !
Versuch jetzt einer mal gegen einen dieser Punkte anzustinken!
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Stimmt: das Biogaskraftwerk kannst du dazu zwingen.
Aber was machst du mit Wind und Solar ? (Und das sind die Mengen !)
Und die Kosten für Akkupufferung des Netzes kannst du ja selber ausrechnen, dazu sag ich nur: unbezahlbar !
Gruß SRAM
Zitat:
Versuch jetzt einer mal gegen einen dieser Punkte anzustinken!
Ich lass mir doch nicht vorschreiben, wann ich meine Waschmaschine oder den Backofen anschmeisse!
Zitat:
Original geschrieben von batt_energy
Ich lass mir doch nicht vorschreiben, wann ich meine Waschmaschine oder den Backofen anschmeisse!Zitat:
Versuch jetzt einer mal gegen einen dieser Punkte anzustinken!
Na ja, die WM kann schon des Nachts laufen, der Backofen nicht 😉
Viel schlimmer sind doch diejenigen, die die Batterieen der EAutos bei Bedarf zur Netzstützung hernehmen wollen 🙁
Und alle quatschen es nach es ist zum verzweifeln, denn niemand bedenkt die Folgen für den Autobesitzer.
Grüße
Hellmuth
Ich finde einen gesteuerten Betrieb gewisser Verbraucher durchaus sinnvoll.
Geräte wie Tiefkühltruhe, Waschmaschine, Spülmaschine, Ladegeräte für E-Autos usw. also alle Geräte wo es meist nicht viel ausmacht, wenn sie über Nacht oder halt in bestimmten Zeitfenstern laufen können ähnlich wie Nachtspeicherheizungen über Rundsteuersignale zu Schwachlastzeiten betrieben werden.
Voraussetzung hierfür ist natürlich, dass das ganze über entsprechend billigeren Strom zu Schwachlastzeiten vergütet wird.
Allerdings müssen die Geräte sebstverständlich immer zur Verfügung stehen. Nur sollen sie halt bevorzugt zu Schwachlastzeiten in Betrieb sein.
Noch viel mehr als für die Geräte in Privathaushalten gilt das natürlich für energieintesive Prozesse in der Industrie. Wo es möglich ist, speicherbare Energie wie Kälte, Wärme, Pressluft in Schwachlastzeiten zu erzeugen, sollte dies getan werden.
Voraussetzung hierfür ist natürlich das Vorhandensein entsprechender Speichertechnologien, die auch bezahlbar sein müssen.
BHKWs, Biogasanlagen usw. müssen in meinen Augen natürlich Lastabhängig geregelt werden. Allerdings setzt das ganz eine ganz anderen Netzinfrastruktur voraus.
Wenn eine vernünftige Priorisierung der Erzeuger realisiert wird, dass erst die erneuerbaren Energieen und dann die fossilen Energien ans Netz gehen und das ganze mit dem oben schon beschriebenen Lastabwurf kombiniert wird, dann lassen sich Schwankungen in der Energieerzeugung aus erneuerbaren Energieen kompensieren.
Als Backup-Kraftwerke muss man weg von Großkraftwerken und hin zu dezentraler Energieerzeugung in BHKWs, Gasturbinenkraftwerken usw.
Ein Großkraftwerk mit riesigem Kühlturm ist schlicht und ergreifend Energieverschwendung. Die Energie, die im Kühlturm weggekühlt wird muss wo immer es möglich ist, in industriellen Prozessen, Fernwärmenetzen oder was auch immer genutzt werden.
Das bedeutet natürlich erstmal Investitionskosten aber ich glaube kaum, dass man mit riesigen Kohlekraftwerken, die dann möglicherweise noch mit energieintensiven CCS-Anlagen ausgestattet werden, auf lange Sicht günstiger fährt.
Zumal der Betrieb mit schwankender Last bei Großkraftwerken zu erheblichen Problemen in der Haltbarkeit führt. Die sind hierzu einfach nicht ausgelegt.
Das gilt auch für AKWs. Die sind auch dafür ausgelegt, konstant mit Nennlast zu fahren. Ein Betrieb mit schwankender Last ist hier nur mit großen Einschränkungen möglich und wurde bisher auch kaum erprobt.
Irgendwo hier im Forum gabs dazu auch mal ne Quelle, die ich gerade nicht mehr finde.
Ein GuD-Kraftwerk hat hiermit keinerlei Probleme.
Zitat:
Original geschrieben von batt_energy
Ich lass mir doch nicht vorschreiben, wann ich meine Waschmaschine oder den Backofen anschmeisse!Zitat:
Versuch jetzt einer mal gegen einen dieser Punkte anzustinken!
Es gibt Leute, die können rechnen und nutzen das, wenn es was 20% billiger gibt.
Es gibt natürlich auch Leute, die an einer Tanke bewußt
vorbeifahren, die augenscheinlich 15ct/l billiger als andere ist "Ich laß mich doch nicht mit billigen Spritpreisen ködern" 😉
Aber mecker du noch mal über eine Spritpreiserhöhung oder Strompreiserhöhung !
Im Übrigen reden wir hier von Ladezyklen für E-Fahrzeuge, Wärmepumpenheizungen und "
EVENTUELL" private Großverbraucher wie WM, Trockner, Backofen
@SRAM
Beispiel: Gestern hatten wir Wind ohne Ende, die WKW sind auf Vollast gelaufen, heute absolute Flaute, aber saukalt. Welche WP-Heizung (EFH ca 5kW) hat aber schon einen 2000l Wärmepufferspeicher um den heutigen Flauten-Tag komplett zu überbrücken? Antwort : keine! Und genau hier liegt die Krux!
Ein großer Speicher ist unwirtschaftlich für den Endverbraucher, weil der Wärmepumpenstrompreis eh immer gleich ist, aber desser Erzeugung im Netz sehr unterschiedlich.
Kein Sub-Netz kann eben mal Verbraucher abschalten eher komplette Stadtteile lahmlegen, was ja wohl kaum das Ziel sein kann.
Je länger diese perverse Preispolitik aufrecht erhalten wird, desto mehr WP-Heizungen werden energetisch falsch geplant und gebaut, desto länger haben wir diese Engpässe und müssen für jedes Windrad Kraftwerkskapazität vorhalten.
Abgesehen davon, halte ich ASPEK für einen energetischen Abenteurer, siehe sein Beispiel: für 12MW Wind 5,5MW(P) Solar und 4,0MW Biogas ein 1.080MW Pumpspeicher vorzuhalten ist sinnlose Augenauswischerei. Das läuft der physikalisch jedoch machbaren Idee vom Kombikraftwerk eher zuwider.
Der kann sein eigenes Pumpspeicherwerk aufmachen: Eine Wasserschüssel auf dem Kopf tragen, was über einen Schlauch dann einen Dynamo treibt und in die Hose läuft. Wenns alle ist, macht er nen Kopfstand.
Zitat:
Es gibt Leute, die können rechnen und nutzen das, wenn es was 20% billiger gibt.
Komisch ist, dass die teure Tankstelle gleich neben der günstigeren auf der anderen Straßenseite auch ihren Sprit los wird...
Die, die rechnen können, scheinen leider in der Unterzahl.... Dazu kommt dann noch die Bequemlichkeit der Leute.
Vom IKT-Aufwand für "Smart Grids" ganz zu schweigen.
Hier sind die Tankstellen alle fast gleich teuer, max 2 Cent Differenz.
Sonntag nachmittag bis Montag vormittag 14 Cent.
Montag nachmittag 19 Cent.
Dienstag nachmittag 23 Cent. So bis Samstag nachmittag 😁
Das geht hier so seit Jahren. 10 Cent Differenz! Die Steuer ist wohl bei 80 Cent und konstant. Das heißt der Dieselpreis muss um 25% schwanken... das sind ganz einfach von der Regierung geduldete Verbrechen!
Im Ausland gibt es das nach m.I. nicht.
Zitat:
Noch viel mehr als für die Geräte in Privathaushalten gilt das natürlich für energieintesive Prozesse in der Industrie. Wo es möglich ist, speicherbare Energie wie Kälte, Wärme, Pressluft in Schwachlastzeiten zu erzeugen, sollte dies getan werden.
Voraussetzung hierfür ist natürlich das Vorhandensein entsprechender Speichertechnologien, die auch bezahlbar sein müssen.
Ich arbeite in der "energieintensiven" Industrie. Mit einem Wort: weder verfügbar/baubar, noch bezahlbar.
Zitat:
BHKWs, Biogasanlagen usw. müssen in meinen Augen natürlich Lastabhängig geregelt werden. Allerdings setzt das ganz eine ganz anderen Netzinfrastruktur voraus.
Nö, geht mit smart metering problemlos, wird schon gemacht und sogar als Dienstleistung angeboten. Allerdings zur Gewinnmaximierung der grünen Investoren im Rahmen des EEG genutzt und NICHT zur Netzkompensation.
Zitat:
Wenn eine vernünftige Priorisierung der Erzeuger realisiert wird, dass erst die erneuerbaren Energieen und dann die fossilen Energien ans Netz gehen und das ganze mit dem oben schon beschriebenen Lastabwurf kombiniert wird, dann lassen sich Schwankungen in der Energieerzeugung aus erneuerbaren Energieen kompensieren.
Aha, und wer entscheidet, welche Last abgeworfen wird ? Die Lackierstrasse von Daimler mit zweistelligen Millionenverlusten pro Jahr oder doch besser die Intensivstation des Krankenhauses Stuttgart Mitte (alternativ könnte ja auch der Intercity Stuttgart München auf 30 km/h downgegraded werden 😁).
Strom hat für jeden da zu sein, der dafür bezahlt. Alles andere ist Diktatur.
Zitat:
Als Backup-Kraftwerke muss man weg von Großkraftwerken und hin zu dezentraler Energieerzeugung in BHKWs, Gasturbinenkraftwerken usw.
....mit ca. dem vierfachen spezifischen Invest (BHKW). Prost Währungskrise !
Zitat:
Ein Großkraftwerk mit riesigem Kühlturm ist schlicht und ergreifend Energieverschwendung. Die Energie, die im Kühlturm weggekühlt wird muss wo immer es möglich ist, in industriellen Prozessen, Fernwärmenetzen oder was auch immer genutzt werden.
Industrielle Prozesse kanst du ohne direkte Kopplung und speziell angepaßte Kraftwerke vergessen. Der Kühlturm führt bei 30 Grad ab und erreicht damit nochmals vom Wärmeniveau einer Fernwärmeleitung von 120°C einen beachtlichen, vom Wert her deutlich über der Fernwärme liegenden Wert in Elektrizität.
Zitat:
Das bedeutet natürlich erstmal Investitionskosten aber ich glaube kaum, dass man mit riesigen Kohlekraftwerken, die dann möglicherweise noch mit energieintensiven CCS-Anlagen ausgestattet werden, auf lange Sicht günstiger fährt.
Doch !
Zitat:
Zumal der Betrieb mit schwankender Last bei Großkraftwerken zu erheblichen Problemen in der Haltbarkeit führt. Die sind hierzu einfach nicht ausgelegt.
Je nach Kraftwerk und Bauart.........
Zitat:
Das gilt auch für AKWs. Die sind auch dafür ausgelegt, konstant mit Nennlast zu fahren. Ein Betrieb mit schwankender Last ist hier nur mit großen Einschränkungen möglich und wurde bisher auch kaum erprobt.
Quark, gerade die KKW sind am schnellsten, sowohl im absoluten wie relativen Lastgradienten.
Zitat:
Irgendwo hier im Forum gabs dazu auch mal ne Quelle, die ich gerade nicht mehr finde.
Stimmt. Die Quelle ist von mir und Du erinnerst dich offenbar sehr selektiv.
Zitat:
Ein GuD-Kraftwerk hat hiermit keinerlei Probleme.
Von wegen ! Gerade beim GuD zahlst du üermäßige Lastgradienten, die ein Siedewasserreaktor locker aus dem Ärmel schüttelt mit extremem Verschleiß.
Gruß SRAM
Die Geschichte mit dem Lastabwurf war nicht so zu verstehen, dass einfach irgendwo der Strom abgedreht wird. Das ist natürlich Blödsinn.
Ich meinte das so, dass über den Energiepreis Anreize geschaffen werden, gewisse Energieverbraucher mit abschaltbaren Tarifen zu betreiben wie es im Bereich der Gasversorgung schon immer (zumindest seit langer Zeit) gemacht wird.
Der Kunde kann dann ja selbst entscheiden, ob er seinen Verbraucher immer am Laufen haben muss, oder ob es sich eher rentiert, die Kiste vorwiegend zu Schwachlastzeiten zu betreiben.
Dass es Smart Metering gibt, ist mir klar. Nur wird das derzeit erstens nicht flächendeckend eingesetzt, zweitens ist das ganze kein bisschen genormt so dass jeder Energieversorger sein eigenes Süppchen kocht und drittens wird es, wie du ganz richtig festgestellt hast, derzeit wenn überhaupt dann nur zur Gewinnmaximierung eingesetzt, was auch nicht zielführend ist.
Die Modernisierung des Kraftwerksparks und der Aufbau der vielfach beschriebenen "intelligenten Netze" kostet Geld. Klar. Aber ich glaube kaum, dass es sich die Menschheit leisten kann, unverändert am derzeitigen Stand der Technik hängen zu bleiben.
Wir fahren ja auch alle Autos mit Kat obwohl wir davon nicht direkt was haben. Erst indirekt übers Klima. Und dafür bezahlen wir auch. So ein Kat wächst schließlich nicht am Baum.
Ich will es mal überspitzt formulieren: "Jeder" hat eine Gas- oder Ölheizung im Keller und einen Stromanschluß. Die Gasheizung erzeugt mittlerweile mit einem vernünftigen Wirkungsgrad Wärme.
Die Stromerzeugung passiert aufgrund der teilweise immernoch unterirdischen Wirkungsgrade der Kraftwerke mit einer gigantischen Energieverschwendung.
Hier muss nachhaltig gedacht werden. Neubauten von Industrieparks und Kraftwerken müssen möglichst nah beieinander geschehen, so dass eine Nutzung der Abwärme möglich ist.
Über entsprechende Förderprogramme, die jetzt für Photovoltaik und Unsinn wie die Abwrackprämie rausgehauen werden, muss sich der Einbau von Micro-BHKWs wie z.B. der Dachs von Senertec oder ähnliches lohnen. Die Geräte können dann mit entsprechenden Soeichern so betrieben werden, dass sie zur Netzglättung eingesetzt werden.
Über Maßnahmen wie Betonkernaktivierung, PCM-Materialien usw. lassen sich zumindest im Büro- und Wohnungsbau erhebliche Speichermengen realisieren, so dass der Betrieb der Micro-BHKWs ohne Komforteinbußen möglich wird.
Dass es dabei nicht so sein darf, dass die Bude kalt bleibt nur weil gerade kein Strom benötigt wird, ist logisch.
Es gibt genug Verbraucher, bei denen ich nicht darauf angewiesen bin, dass sie immer zur Verfügung stehen. Wenn meine Waschmaschine über Nacht läuft und ich damit Geld spare - bitte, gerne. Das gleiche gilt für Spülmaschine und Trockner. Ich muß nur sagen können, dass ich zum höheren Normaltarif auch gerne jetzt sofort meine Wäsche waschen möchte. Hätte ich ein Elektroauto, dann hätte ich darin gerne eine Zeitschaltuhr wie bei einer Standheizung. Da stelle ich ein, ich will morgen früh um 6 Uhr losfahren. Wenn bis dahin eine Schwachlastphase kommt, wird in der mit entsprechend billigerem Strom geladen, wenn nicht, dann habe ich Pech gehabt und zu einer bestimmten Zeit wird halt mit "normalem" Strom geladen, so dass der Akku um 6 Uhr voll ist.
Das sind Sachen, da kommt es mit geringen bis garkeinen Komforteinbußen zu einer zeitlichen Verlagerung des Stromverbrauchs und das mit vertretbarem Aufwand.
Zitat:
Original geschrieben von blueeyeboy
...
Einsparung...bedeutet, daß beim kundendienst nur noch die bremsen und die funktionsfähigkeit geprüft wird...
Da man auf dem Motor bremsen kann, geht auch der Bremsenverschleiss zurück (=weniger Umweltbelastung durch Feinstaub). Das Fahren von E-Autos ähnelt gemäss einiger Erfahrungsberichte dem von motorisierten Seifenkisten, d.h. nach dem Beschleunigen gleiten sie mehr, oder weniger lange antriebslos dahin. Für normales Anhalten kann man die Rekuperation nutzen. Die mechanischen Bremsen werden eigentlich nur noch für Gefahrenbremsungen benötigt.
Zitat:
Original geschrieben von uwedgl
Da man auf dem Motor bremsen kann, geht auch der Bremsenverschleiss zurück (=weniger Umweltbelastung durch Feinstaub). Das Fahren von E-Autos ähnelt gemäss einiger Erfahrungsberichte dem von motorisierten Seifenkisten, d.h. nach dem Beschleunigen gleiten sie mehr, oder weniger lange antriebslos dahin. Für normales Anhalten kann man die Rekuperation nutzen. Die mechanischen Bremsen werden eigentlich nur noch für Gefahrenbremsungen benötigt.
Das kann ich so nicht unterschreiben bzw. wirklich nur für "Seifenkisten" so stehen lassen, denn eine E-Servopumpe (Lenkung) Vakuumpumpe (Bremsdruck) saugen sich schon mal mit dem Motorcontroller gern mal 20..70A (0,5-2kW) durchs Kabel, da bleibt die Rekuperationsenergie im wahrsten Sinne im Kabel stecken, die 16kWh /100km für einen Kleinwagen sind nicht zu hoch gegriffen.
Beim Bremsenverschleiß hast du natürlich recht, Rekuperation kann hier enorm die Reichweite verlängern. Extrembeispiel: siehe neuer Gotthardt-Basis-Tunnel im Erstfeld. Da wird der Energieverbrauch zwischen Höhe Wassen und Höhe Göschenen erheblich "negativ", für Autos eher illusorisch, allein im Stadtverkehr jedoch ein Punktebringer.