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Wartungskosten, Haltbarkeit Frontantrieb vs. 4x4

Skoda Superb 3 (3V)
Themenstarteram 19. März 2021 um 22:50

Hallo,

wenn man die Wartungsanforderungen/Kosten Frontantrieb mit 4x4 vergleicht: welche Unterschiede gibt es da?

Wie sieht es mit der Haltbarkeit der zusätzlichen 4x4-Komponenten aus?

Danke schon mal im Voraus.

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25 Antworten

Ich bin 4,5 Jahre einen Superb mit 150 Diesel-PS, DSG und Frontantrieb gefahren. Ökonomisch ist diese Kombination immer noch unschlagbar und reicht durchaus aus.

Seit Dezember letzten Jahres fahre ich nun 4x4 mit dem 200PS Diesel. Was soll ich sagen: Der Motor macht kaum einen Unterschied, aber das massive Mehr an Traktion in jedem Fall - selbst hier im Flachland. Früher bin ich bei Nasser Fahrbahn - gerade beim Anfahren - durchaus öfter mal gerutscht. Dann kommt man manchmal einfach nicht so schnell vom Fleck, wie man es besser sollte. Mit Allrad ist das kein Thema mehr. Ich empfinde das 4x4 daher sicherheitstechnisch als massiven Zugewinn - bei Schnee und Glätte sowieso. Mit den aufkommenden Elektroautos wird man 4x4 in Zukunft sowieso vermehrt sehen. Fahren wird dadurch meiner Meinung nach einfach sicherer - für alle.

Das mit dem flotten Anfahren vorallem bei DSG ist absolut nachvollziebar. Das ist mit Allrad genial und macht Laune.

Ebenfalls beim Anfahren auf unbefestigtem Umtergrund und/oder mit Anhänger.

Die Begründung mit der Sicherheit finde ich aber nicht gut! Wenn man so schnell vom Fleck kommen MUSS dann würde ich mir ernste Gedanken über den Fahrstil machen, da empfehle ich grundsätzlich entspannter (1x mehr warten) und dadurch noch viel sicherer zu fahren. Bei Schnee&Eis das Gleiche: Klar macht der Allrad eine bessere/stabilere Figur und dadurch fährt man entspannter/beruhigter...aber man sollte immer im Hinterkopf behalten: Das funktioniert alles nur bis zur nächsten glatten Kurve oder bis zur nächsten Bremsung. Da hat der Allrad dann keine Vorteile mehr und die Physik schlägt voll zu.

Es ist also eher eine tükische Sicherheit, das Auto ist dadurch nicht grundsätzlich sicherer. Ich würde eher sagen der Allrad bietet versierten Fahrern mehr Optionen: Er vergrößert die nutzbare Traktion in dem der Bereich zwischen Schlupf und Abfliegen deutlich geschmälert wird.

Das "Sicherheitsargument" finde ich ebenfalls unpassend. Wenn die Traktion eines 2WD nicht reicht um in eine Lücke zu rutschen, dann ist die Lücke zu klein - mit "Sicherheit" hat das nichts zu tun, sondern mit dem Gegenteil! Das ist eine Gefährdung aller Beteiligten wenn man so fährt! Ob mit oder ohne Allrad.

Für den Allrad spricht für mich klar der Fahrspaß. Es macht einfach Spaß wenn der Wagen über alle Vier anschiebt. Ich mag es auch einfach mal aus dem Stand voll drauf zu treten und das Drehmoment des TDI zu spüren. Klar ist der 2.0TDI keine Rakete aber 400nm sind schon "nett". Wenn es dann mal etwas rutschig ist, kommt selbst beim absolut defensiv abgestimmten Superb mal das Heck - das vermittelt zumindest das Feeling vom Wolf im Schafspelz und macht einfach Spaß :-)

Dazu kommt für mich das "gute Gefühl" in Situationen, wo Traktion einfach wichtig ist. Eine matschige Wiese/Weg, ein steiler Anstieg auf lockerem Untergrund, verschneite Straßen (mit oder ohne Anstieg) und und und.

Natürlich sind solche Situationen nicht alltäglich aber sie kommen (bei mir zumindest) vor und dann ist der Allrad einfach Gold wert. (Damit meine ich ausdrücklich nicht, dass Allrad dann immer zwingend erforderlich wäre.)

Und dann gibt es noch (aber das ist wirklich seltenst der Fall) Situationen, wo man mit einem FWD gar nicht hin (oder los) gefahren wäre. Aber das sind wirklich Ausnahmesituationen und meistens hätte man sich mit einem FWD gar nicht in die Lage gebracht.

 

Was die Wirtschaftlichkeit angeht ist der Allrad hingegen ein ganz klares Minusgeschäft!

- Anschaffungskosten

- ~0,5-1.0l/100km mehr Spritverbrauch (Im Stadtverkehr ists etwas mehr, auf Langstrecke etwas weniger)

- Wartungskosten (Ölwechsel Haldex-Kupplung)

- Steuer (wegen Schadstoffausstoß)

Einziger ökonomischer Vorteil des Allrad ist, dass der Reifenverschleiß insbesondere bei Drehmomentstarken Motoren signifikant reduziert ist! (Und das bezieht sich ausdrücklich nicht nur auf sportliche Fahrweise, denn "Schlupf" hat man auch, wenn die Räder nicht durchdrehen.

Dazu kommt die etwas geringere Zuladung aufgrund des etwas höheren, tatsächlichen Leergewichts. Dem Gegenüber steht aber die etwas höhere Anhängelast.

Unterm Strich:

Wer einfach ein Fahrzeug braucht, "braucht" definitiv keinen Allradantrieb.

Für denjenigen, der Autofahren auch mit etwas Emotionalem verbindet (einfach gerne und bewusst Auto fährt) oder auch im Alltag (wenn auch selten) in die Lage kommt, das ein Allrad nützlich ist und gleichzeitig die Mehrkosten eine eher untergeordnete Rolle spielen, ist AWD durchaus empfehlenswert.

Fakt ist:

Es gibt definitiv keine allgemeingültige Regel ab welcher Leistung ein Allrad zwingend ist und ob man AWD nun "braucht" oder nicht.

Jeder muss einfach Vor- und Nachteile (letzteres überwiegt objektiv betrachtet für die meisten Autofahrer) gegeneinander abwägen und dann eine Entscheidung treffen :-)

Zitat:

@Dr.OeTzi schrieb am 25. März 2021 um 11:23:48 Uhr:

 

Wer hingegen Autofahren etwas mit Emotionen verbinden (einfach gerne und bewusst Auto fährt) oder auch im Alltag (wenn auch selten) in die Lage kommt, das ein Allrad nützlich ist und gleichzeitig die Mehrkosten eine eher untergeordnete Rolle spielen, dann ist AWD durchaus empfehlenswert.

Fahre seit ca. 2000 mit 4 Jahren Unterbrechung nur Allrad. BMW, Subaru, Audi und jetzt Skoda.

Fühle mich jedesmal bestätigt, wenn ich z.B. bei Werkstattaufenthalten einen Ersatzwagen bekomme.

Letztens war es ein brandneuer T-Cross. Bei Schnee. Ein Jammer. Bin gefahren, als ob ich rohe Eier an Bord hätte, nachdem ich in der ersten Kurve unsanft daran erinnert wurde, dass der Frontantrieb trotz winzigem Benziner bei dem Wetter nicht so fährt, wie ich das gewöhnt bin.

 

ja - das stimmt - trotzdem muss man so ehrlich sein und anerkennen, dass man mit dem FWD unterm Strich meistens trotzdem "sicherer" ans Ziel kommt (weswegen sich FWD gegenüber allen anderen Antriebsformen übrigens auch durchgesetzt hat), denn:

a) verleitet der FWD in Extremsituationen weniger dazu die Grenzen der Physik zu überschreiten

b) neigt der FWD zum Untersteuern und erinnert den Fahrer somit sanfter an die Grenzen der Physik

c) Wo ich mit einem FWD hoch komme, komme ich definitiv (mit Bremsen) auch !sicher! wieder herunter

 

Was Du beschreibst ist also etwas "Emotionales" (das bessere "Gefühl") und weniger etwas real der Sicherheit tatsächlich zuträgliches.

Ich finde es sehr wichtig das zu unterscheiden :-)

Freilich hast Du recht, dass ich mit dem AWD den Berg besser hoch komme, auf schlechtem Untergrund "schneller" fahren kann und und und. Das alles ist der "Sicherheit" im Sinne des Wortes in der Realität nicht zuträglich -} Im Gegenteil!

So ehrlich müssen wir bei der Diskussion immer bleiben :-)

Zitat:

@Dr.OeTzi schrieb am 25. März 2021 um 11:48:25 Uhr:

 

Was Du beschreibst ist also etwas "Emotionales" (das bessere "Gefühl") und weniger etwas real der Sicherheit tatsächlich zuträgliches.

Das, was ich oben beschrieben hab, ist tatsächlich emotional, wobei das Kurvenfahren im Allrad bei jeder Witterung real anders ist als bei den Fahrzeugen, wo der halbe Antriebsstrang fehlt. :)

Diese Emotionen kommen auch nicht von ungefähr. Sie sind halt das Ergebnis vieler Winter im Landkreis Reutlingen ("... das Tor zur Schwäbischen Alb"). Mit Dankbarkeit denke ich zurück an die lieben Mitmenschen, die mich mit ihrem Allrad vom Straßenrand gezogen haben als ich noch keinen hatte. Und mit Befriedigung an die Gelegenheiten, wo ich meinerseits helfen konnte.

Ich stehe auch nicht an zu sagen, dass Allrad unerfahrene Fahrer dazu verleiten könnte, zu schnell und unvorsichtig zu sein, vor allem, wenn es dann wieder bergab geht. Das ändert nichts dran, dass der Grenz- und Gefahrenbereich ziemlich weit von dem anderer Antriebsarten entfernt ist. Und ja, Durchdrehen der leicht eingeschlagenen Vorderräder beim Anfahren zähle ich dazu. Klar, das kann man durch gaaanz sanftes Anfahren vermeiden. Oder man fährt halt Allrad. :)

 

 

Zitat:

@ingo1960 schrieb am 25. März 2021 um 16:20:26 Uhr:

Grenz- und Gefahrenbereich ziemlich weit von dem anderer Antriebsarten entfernt ist. Und ja, Durchdrehen der leicht eingeschlagenen Vorderräder beim Anfahren zähle ich dazu. Klar, das kann man durch gaaanz sanftes Anfahren vermeiden. Oder man fährt halt Allrad. :)

Wie gesagt, der Gefahrenbereich ist bei FWD und AWD der gleiche. Die kritische Geschwindigkeit bei der man abfliegt ist unabhängig vom Antriebskonzept, ebenso der Bremsweg.

Klar rutsch der FWD beim anfahren im Winter sehr schnell, evtl. auch mal kurz seitlich wenn die Straße schief ist. Das ist der Moment in dem sich der Durschnittsfahrer erschreckt und sein Auto als "unsicher" empfindet. Aber genau das bedeutet für mich Sicherheit: Das Auto zeigt deutlich "Hey, pass auf ist glatt". Mit dem AWD fährt man einfach los, fühlt sich sicher...und wundert sich dann warum das Bremsen so lange dauert.

Ich mische mich einmal ein.

Als Veranstaltungsleiter bei -zig Fahrsicherheitstrainings fuhren die Teilnehmer sowohl Allrad als auch Heckantrieb (MBs). Gelernt haben die Teilnehmer, dass Allrad beim Bremsweg überhaupt nichts bringt, allerdings die Traktion auf glatter Fahrbahn besser ist. Auch Handling-Übungen sind einfacher mit Allrad. Und es erfolgte immer wieder der HInweis "Def Bremsweg ist bei Allrad ist NICHT kürzer."

Wer normal fährt, selten bei schneebedeckter Fahrbahn unterwegs ist und keine hohen Anhängerlasten ziehen muss, kann gut auf Allrad verzichten. Höhere Kosten aufgrund einer größeren Anzahl von Verschleißteilen und ein höherer Spritverbrauch sprechen in einem solchen Fall eher dagegen.

Ich habe mir zwar einen Superb mit Allrad zugelegt, brauche diesen Antrieb aber wohl eher selten. Keine Entscheidung der Vernunft, sondern des "will ich haben.". Und als persönliche Ausrede habe ich dann, dass ich ja vielleicht einmal einen größeren Wohnwagenanhänger gewinne. :D:D

 

 

:)

Nur mal so als Gedankengang:

Der 150Ps-TDI hat eine andere Abstimmung des Turboladers.

D.h. im konkreten Fall - bis rund 2000UPM zeiht der schwächere TDI besser von unten raus, weil die Turbine schneller dreht.

Da man als Dieselfahrer bis rund 120kmh sowieso meistens unter 2000 Upm unterwegs ist und die höhere Leistung erst darüber relevant wird so "lohnt" sich die Investition kaum - außer man ist eiliger Vertreter auf der BAB-linke Spur.

Ja und der Allrad...

Der frisst eben auf Dauer wie bereits beschrieben ein paar Zehntel Liter; das summiert sich abgesehen von den zusätzlichen Wartungskosten ebenfalls. Macht den Wagen schwerer und lahmer.

Wenn es 5 Tage im Jahr so zugeschneit ist, dass man nicht mehr aus seinem Weg raus kommt, dann kann man immer noch ein Taxi rufen!

Kostet selbst auf Dauer gesehen wahrscheinlich weniger als den hochpreisigen 4x4 mit 190Ps zu fahren.

(ach ja, das DSG muss man mit dem Antrieb auch noch dazu bezahlen, weil es leider kein Schaltgetriebe mehr für die Motorisierung gebt...)

Muss sich der Themenstarter aber selber ausrechnen.

Wenn man um jeden Preis sparen will, könnte man auch statt des Superbs einen Octavia fahren. Da kann man noch mehr sparen als mit dem Verzicht auf 4x4...

Zitat:

@Dr.OeTzi schrieb am 25. März 2021 um 11:23:48 Uhr:

Das "Sicherheitsargument" finde ich ebenfalls unpassend. Wenn die Traktion eines 2WD nicht reicht um in eine Lücke zu rutschen, dann ist die Lücke zu klein - mit "Sicherheit" hat das nichts zu tun, sondern mit dem Gegenteil! Das ist eine Gefährdung aller Beteiligten wenn man so fährt! Ob mit oder ohne Allrad......

Sehr cool!

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