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Wann Barkauf, wann Finanzierung?

Themenstarteram 13. Januar 2018 um 21:45

Hallo miteinander,

gibt es hier Leute, die sich ein Auto hätten in bar kaufen können und sich dennoch für eine Finanzierung entschieden haben?

Wenn man bspw. einen Kredit für 2-3% bekäme und dann die Kaufsumme über einige Monate stattdessen in einen ETF-Sparplan investieren würde, der 4-5% erwirtschaftet und den man längerfristig anlegen kann, dann wäre das durchaus sinnvoll, oder?

Ich bin diesbezüglich noch recht grün hinter den Ohren und lege aktuell etwa 15% monatlich für später weg/an. Und nun habe ich mich gefragt, ob ein Finanzierungskauf auf zwei Jahre nicht vielleicht sinnvoller ist.

Vielleicht hat ja der eine oder andere das auch so gemacht oder hat mal gerechnet. Zu was für Ergebnissen seid ihr gekommen, was sind eure Erfahrungen? Würde mich über ein paar Sichtweisen sehr freuen. :)

Beste Antwort im Thema

Barkauf - wenn ich das Geld rum liegen habe und nicht für was anderes brauche.

Warum sollte ich eine Finanzierung machen? Die Zinsen zahl ich aus versteuertem Einkommen, immer.

Das angelegte Geld bringt etwas mehr Zinsen, vielleicht und steuerpflichtig.

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Themenstarteram 14. Januar 2018 um 17:45

Danke für euren Input. Meine Anlage wäre dennoch längerfristig geplant gewesen, mit einer stetigen Spar-Rate und eben einem "Einmalinvest" aus den Autokosten. Und vermutlich wäre ich mit einem weiteren Teil ins digitale Casino gegangen. Vielleicht ist es doch am vernünftigsten, das aktuelle Auto erst zu verkaufen, noch weiter zu sparen und dann ein anderes zu holen.

Zitat:

@A346 schrieb am 14. Januar 2018 um 17:38:16 Uhr:

TE, klare Kante von mir. Wenn das Geld für einen Barkauf vorhanden ist, dann kaufe bar.

Eine ziemlich eindimensionale Sichtweise...

Besser: vergleiche, was dich das gewünschte Fahrzeug über die geplante Haltedauer bei Barzahlung, Finanzierung und Leasing kostet. Die Zeiten, da der Barzahler den größten Rabatt erhielt, sind lange vorbei. Wenn der Hersteller Finanzierung oder (meist) Leasing besonders subventioniert, kommt man damit oft am besten weg.

Es geht hier um eine Alternative, das vorhandene Kapital in Aktien oder sonst was an der Börse gewinnbringend anzulegen. Das hat mit Finanzierung oder Laesing nur sekundär zu tun.

Auf kurzfristige Gewinne zu spekulieren ist bei einem geplanten Autokauf sinnfrei. Also bar und gut ist.

Zitat:

@A346 schrieb am 14. Januar 2018 um 18:52:22 Uhr:

Es geht hier um eine Alternative, das vorhandene Kapital in Aktien oder sonst was an der Börse gewinnbringend anzulegen. Das hat mit Finanzierung oder Laesing nur sekundär zu tun.

Auf kurzfristige Gewinne zu spekulieren ist bei einem geplanten Autokauf sinnfrei. Also bar und gut ist.

Die Sichtweise ist etwas einfach. Wenn der Anlagehorizont zum Beispiel 20 Jahre beträgt und man in dieser Zeit sein Kapital ständig bindet, auch wenn es nur kurzfristig für 2 oder 5 Jahre ist, dann steht nach 20 Jahren einfach weniger im Buch.

Ob ich zum Beispiel (frei gegriffene Zahl zur Veranschaulichung) 50k bar bezahle und 10 Jahre lang 50k + Rendite neu anspare ergibt ein völlig anderes Ergebnis als wenn ich 50k sofort anlege (ggf. nit Zinseszins) und über 10 Jahre in Sumne 50k monatlich lease oder finanziere. Der Unterschied ist gewaltig.

Mit einer kleinen Renite von rd. 5-6% werden aus 50k rd. 100k.. beim Barkauf mit ansparen wohl eher nur um 70k minus neues Auto, bleiben noch 20k. Und weil der Anlagehrizont z.B. 20 Jahre betragt einfach alles mal 2 und fertig (stark vereinfacht). Ergibt zum Stichttag 20 Jahre rd. 100k (2 x Barkauf mit ansparen) zu 200k (Sofirtinvest mit mehrfach Leasing oder 2x Finanzierung).

Ist alles etwas milchmädchenhaft verdeutlicht aber die Dimension.

Bei einem Gesamteinkommen von z.B. 700k in 20 Jahren (rd. 3.000 netto mtl.) machen 100k mehr oder weniger am Ende des Tages schon einen Unterschied. Und das alles ohne weitere/zusätzliche vermögensbildene Maßnahmen (Hauskauf und/oder weiteres Sparen), da es hier nur um das Kapital fürs Auto geht.

... wenn ich in der Lage wäre sicher und nach Steuern über längere Zeiträume 5-6% Rendite zu erwirtschaften, würde ich noch heute aufhören zu arbeiten ;)

Aber vermutlich bin ich nur zu doof.

XF-Coupe

Wer die nötige "Geduld" mitbringt für den sind 5-6% Rendite durchaus Realistisch und rel. Sicher möglich.

Zitat:

@asphyx89 schrieb am 14. Januar 2018 um 17:45:31 Uhr:

Vielleicht ist es doch am vernünftigsten, das aktuelle Auto erst zu verkaufen, noch weiter zu sparen und dann ein anderes zu holen.

Das sowieso. Gekauft ist meist schnell. Die Suche nach einem Käufer für deinen Gebrauchtwagen kann sich ziehen. Wenn der Verkaufserlös deutlich von deinen Erwartungen abweicht ("den konnte ich nur noch zu einem Spottpreis verkaufen"), dann musst du gewaltig Kohle nachschießen.

Aus meiner bisherigen Auto-Finanzierungs-Erfahrung kann ich dir folgende Tipps dringend anraten:

Hohe Anzahlung zum Kauf, keine Restrate vereinbaren!

Ich will es verdeutlichen: Wenn du am Ende der Finanzierung nach 24 Monaten noch z.B. 5.000 € bringen musst, woher nimmst du die? Du müsstest in diesem Beispiel pro Monat ca. 210€ zusätzlich sparen. Deswegen am besten gleich die Finanzierung so planen, dass die Anzahlung und die monatlichen Raten den Kaufpreis ergeben. Mit einer Restrate (egal in welcher Höhe) wird die Finanzierung zum Schluss zur Lotterie. Oder du musst die Restrate anschlussfinanzieren, was ich für nicht sinnvoll halte.

Zitat:

@grilli9 schrieb am 15. Januar 2018 um 08:55:42 Uhr:

Wer die nötige "Geduld" mitbringt für den sind 5-6% Rendite durchaus Realistisch und rel. Sicher möglich.

Meine Aussage war ja "sicher, nach Steuern"

Na, wenn das so einfach ist, wieso arbeitet man dann noch?

2 Mio zu 2% als Darlehen aufgenommen. Wenn man 5 - 6 % nach Steuern pro Jahr sicher machen kann, bleiben netto zwischen 60 und 80 k€ pro Jahr, davon kann man doch gut leben ... ;)

Bei einem so todsicheren Konzept, wird Dir jede Bank mit Freuden das Geld leihen ...

XF-Coupe

Zitat:

@XF-Coupe schrieb am 15. Januar 2018 um 11:13:04 Uhr:

Zitat:

@grilli9 schrieb am 15. Januar 2018 um 08:55:42 Uhr:

Wer die nötige "Geduld" mitbringt für den sind 5-6% Rendite durchaus Realistisch und rel. Sicher möglich.

Meine Aussage war ja "sicher, nach Steuern"

Na, wenn das so einfach ist, wieso arbeitet man dann noch?

2 Mio zu 2% als Darlehen aufgenommen. Wenn man 5 - 6 % nach Steuern pro Jahr sicher machen kann, bleiben netto zwischen 60 und 80 k€ pro Jahr, davon kann man doch gut leben ... ;)

Bei einem so todsicheren Konzept, wird Dir jede Bank mit Freuden das Geld leihen ...

XF-Coupe

Wenn Du über Sichheiten in Höhe von 2 Mio. verfügst kein Problem. Als Villenbesitzer (Wert 2 Mio.) könnte man sich schon die Frage stellen, ob die Villa das richtige Anlageobjekt ist. Gut vermietet sind vielleicht auch 5% drin. Macht 100k vor Steuern... und wäre ähnlich einer Anlage in Aktien nur eben eine andere Vermögensklasse. Resultat ist ähnlich.. oder die Villa verkaufen oder beleihen und die Einnahmen abtreten.

Sonst wird das mit den 2 Mio. von der Bank wohl eher nichts ;-) Man sagt nicht umsonst, dass die erste Million die schwerste ist.

am 15. Januar 2018 um 14:59

Zitat:

@asphyx89 schrieb am 14. Januar 2018 um 17:45:31 Uhr:

Meine Anlage wäre dennoch längerfristig geplant gewesen, mit einer stetigen Spar-Rate und eben einem "Einmalinvest" aus den Autokosten.

Ich würde hier nicht die Variante mit dem "Einmalinvest" machen. Kauf das Auto bar, anschließend ist entsprechend mehr Geld für die Spar-Rate da. Klar ist da etwas weniger Chance dabei, aber auch das Risiko ist klar minimiert. Spekulieren mit geliehenem Geld ist immer fraglich.

Er spekuliert nicht mit geliehenem Geld, wenn er z.B. 25k bar hat, sofort investiert und das Auto "ganz normal" finanziert oder least. Das ist immer noch etwas Anderes als wenn er für 25k ein Auto kauft und sich 25k zum spekulieren leiht. Der Unterschied ist nämlich der, dass bei einer "normalen Autofinanzierung" das Auto die Sicherheit stellt neben Bonität, die er sonst nicht vorweisen könnte, wenn er Bar bezahlt und sich danach 25k leihen wollte.

Was würde denn passieren, wenn er 25k in den Sand setzt... nichts, die Finanzierung für sein Auto läuft dann "ganz normal" weiter. Und wenn er arbeitslos wird oder sich die Verhältnisse ändern, dann verkauft er einfach das Auto.

Anders herum, er leiht sich 25k (falls Sicherheit vorhanden) und verliert alles an der Börse. Dann muss er die Sichheit einlösen oder den Kredit ewig weiter bezahlen. Im Schlimmsten Fall wird er arbeitslos und muss sein Auto verkaufen um den Kredit/Sicherheit zu bedienen.

Variante 2 scheint mir da etwas unübersichtlicher und anfälliger für Störungen/Unvorhersehbarkeiten, auch wenn es unter dem Strich das gleiche Ergebnis zu sein scheint.

am 15. Januar 2018 um 15:24

Zitat:

@KelleOne schrieb am 15. Januar 2018 um 15:20:58 Uhr:

Das ist immer noch etwas Anderes als wenn er für 25k ein Auto kauft und sich 25k zum spekulieren leiht.

Für mich ist das nur ein linke Tasche, rechte Tasche Taschenspielertrick. Werte und Verbindlichkeiten unterscheiden sich nämlich nicht im Geringsten.

Zitat:

@simfer schrieb am 15. Januar 2018 um 15:24:47 Uhr:

Zitat:

@KelleOne schrieb am 15. Januar 2018 um 15:20:58 Uhr:

Das ist immer noch etwas Anderes als wenn er für 25k ein Auto kauft und sich 25k zum spekulieren leiht.

Für mich ist das nur ein linke Tasche, rechte Tasche Taschenspielertrick. Werte und Verbindlichkeiten unterscheiden sich nämlich nicht im Geringsten.

Es unterscheiden sich aber die Sicherheiten und wie im Fall der Fälle alles miteinander verrechnet werden muss, vor allem wenn ich dazu noch unter Druck von Außen stehe und alles schnell abwickeln muss.

am 15. Januar 2018 um 15:46

In beiden Fällen kann er ein Auto verkaufen um den Kredit zu bedienen.

Dass die Banken ihm vielleicht gar nicht einfach so 25t€ zum spekulieren leihen, da sie dann kein direktes Zugriffsrecht aufs Fahrzeug haben ... das steht auf einem anderen Blatt.

Am Ende soll das jeder machen wie er möchte. Eine einfache Möglichkeit wäre zum Beispiel auf Dividendentitel mit jährlicher Ausschüttung zu setzen. Wenn der Kurs dann einbricht.. Pech.. oder zu langsam reagiert.. trotzdem erhalte ich weiterhin jährliche Dividendenausschüttungen, auch wenn der Kurs stark gefallen ist. Habe also nichts verloren, nur auf dem Papier. Wenn sich der Kurs nach z.B. 10 Jahren wieder erholt hat, dann habe ich trotzdem 10 Jahre z.B. 5% Dividende erhalten. Und eine Autofinanzierung/Leasing ist heute auch schon zum Standard geworden und nichts wovor man sich fürchten müsste. Meine Meinung....

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