W221 Mopf S500 4MATIC Batterie lädt anscheinend nicht mehr - Verbraucher identifizieren
So langsam bringt mich die Kiste um den Verstand.
Vor zwei Tagen gemerkt, dass die Gurke unfassbar schlecht anspringt, also mal im (versteckten) Menü nach der Batteriespannung geschaut und siehe da, sieht irgendwie bescheiden aus.
Ich hab´ mal drei Bilder angehängt:
Bild 1: Zündung Stufe 1 - 12,1V erscheint mir hier schon grenzwertig
Bild 2: Zündung Stufe 2
Bild 3: Motor läuft - woher nimmt die Karre 30A ?
Gestern nach der Arbeit dann keinen Mucks mehr, Auto ging nicht mal mehr per Funk auf.
Ich hab im Auto n Startbooster liegen, aber auch der konnte nichts verrichten.
Da ich keine Diagnose habe ist meine Idee folgende:
Mit einem Spenderfahrzeug und Multimeter zum Auto fahren, erst mal schauen was die Batterie noch an Volt hat, damit man auch das mögliche Spenderfahrzeug nicht unnötig stark schwächt. Und dann wäre meine Idee (wenn die Kiste denn dann wieder aus eigener Kraft läuft) eine Sicherung nach der anderen zu ziehen und zu hoffen, dass sich die 30A nach unten korrigieren. Ich würde es erst mal mit den Verbrauchern wie Standheizung, Comand etc versuchen.
Irgendwo muss die Karre ja augenscheinlich Strom ziehen, anders kann ich mir die 12,1V fast nicht erklären. Die Batterie ist keine 8 Wochen alt, daran (sollte) es eigentlich nicht liegen (?)
Hat jemand sonst noch eine andere schlaue Idee?
134 Antworten
Es ist ne Bosch Batterie verbaut (S4 013, 12V, 95Ah, 800A)
Hmm und wie komm ich an die Sicherungen wenn die Türen bzw die Haube zu sind?
Zitat:
@Motortalker_Newbie schrieb am 18. Februar 2025 um 09:53:57 Uhr:
Hmm und wie komm ich an die Sicherungen wenn die Türen bzw die Haube zu sind?
Einfach lesen was man dir schreibt, ich bin mal weg.
Also Batterie vorhanden.
Hab ich nicht gefragt, sondern ob sie was taugt.
Wenn die schon paarmal tiefentladen ist, isses vermutlich fertig.
Kann man übrigens messen...
https://www.motor-talk.de/.../autobatterie-t8127057.html?...
Haube auf, Masse ab, starterkabel zwischen, Haube zu, halbe Stunde warten, messen, Ergebnis ablesen und nachdenken.
Moin,
die Anleitung ist bewusst so herum geschrieben:
1. Ruhestrom messen, um die Höhe und Art der Beeinträchtigung festzustellen
2. Eingrenzung
Wenn ein zeitweise (z. B. auch regelmäßig für begrenzte Zeit) auftretender hoher Strom die Batterie entleert werden vorzugsweise ein Strommesser an der Batterie und ein Spannungsmesser für die Messung Spannungsabfall Sicherungen gleichzeitig benötigt.
Wenn der Entladestrom sehr stark ist kann auch gut ein gleichstromfähiges Zangenamperemeter für die Anzeige genutzt werden.
Damit können auch nicht abgesicherte Zuführungen ohne Auftrennen auf hohen Stromfluss geprüft werden.
Wenn ohne Kenntnis der Beeinträchtigungsart an den Sicherungen geprüft wird kann der Fehler leicht übersehen werden oder er ist zur Messzeit gar nicht vorhanden.
Mit der Auslesung des Speichers Batteriesensor bekommt man eine verlässliche Aussage, sollte aber auslesen bevor die Batterie leer wird. So weit ich die Erläuterungen zur MB-Diagnose Ruhestrom verstanden habe überschreibt eine Unterspannungserkennung ggf. andere Einträge
Gruß
Pendlerrad
Ähnliche Themen
Zitat:
@Motortalker_Newbie schrieb am 18. Februar 2025 um 09:24:50 Uhr:
Dabei ist mir gestern noch aufgefallen, dass das Batteriekabel vom Minuspol so angekaut ist, dass werde ich schnellstmöglich ersetzten (müssen) - mit Glück hat das Kabel noch den halben Querschnitt (siehe Bild)
Hier scheint auch das Kabel des Batteriesensors beschädigt zu sein. Dann ist es kein Wunder, wenn das Ruhestromrelais nicht mehr funktioniert.
Das Massekabel gibt es übrigens als eine Einheit mit dem Batteriesensor und war zumindest für meinen W221 bei MB exorbitant teuer (>250 €) und am Ende doch nicht lieferbar.
Zitat:
@alberto_s schrieb am 18. Februar 2025 um 11:12:22 Uhr:
Hier scheint auch das Kabel des Batteriesensors beschädigt zu sein. Dann ist es kein Wunder, wenn das Ruhestromrelais nicht mehr funktioniert.Das Massekabel gibt es übrigens als eine Einheit mit dem Batteriesensor und war zumindest für meinen W221 bei MB exorbitant teuer (>250 €) und am Ende doch nicht lieferbar.
Tatsächlich war das gestern auch meine Vermutung, dass die zwei Strippen (vermutlich für den Batteriesensor) auch nicht mehr ganz frisch sind.
Übrigens bevor du da wild Sicherungen ziehst, mit nem Multimeter die spg ueber den Sicherungen messen, damit bringst du schonmal nix durcheinander.
Vorab koennte man mit dem zangenamperemeter durch messen des Stroms an der Zuleitung zu den Sicherungskaesten mal grob eingrenzen.
Vor Jahren habe ich hier mal ne Liste gepostet welche Sicherung bei welchem Strom welchen spgsabfall hat.
Find ich nicht mehr. ??
Wenn du eine hast, mess einfach eine mit gleicher staerke, dann Weisst bescheid.
Zitat:
@Rhanie schrieb am 18. Februar 2025 um 12:04:53 Uhr:
Übrigens bevor du da wild Sicherungen ziehst, mit nem Multimeter die spg ueber den Sicherungen messen, damit bringst du schonmal nix durcheinander.
...
Du hast meinen Beitrag vom 16.02.25 20:18 Uhr zwar gelobt, aber offensichtlich einen Teil überlesen.
Zitat:
Anleitung zur Ruhestrommessung und der nachfolgend möglichen Eingrenzung ungewollter Verbraucher an abgesicherten Stromkreisen über die Messung des Spannungsabfalls an den einzelnen Sicherungen in der Anlage.
Zitat Ende
Die Methode wird in der dort angefügten Anlage erläutert und wer sich für Details interessiert kann auch über den auf Seite 2 des Textes verlinkten youtube-Beitrag von "Schrauberblog" zu weiteren Details kommen. Im Video wird etwa ab Minute 2:30 eine Liste zum Umschlüsseln Spannungsabfall zu Strom behandelt.
Die Liste vom
https://www.schrauberblog.com/.../
habe ich um ein paar Hinweise dazu passende Daten aus einem MB-Dokument ergänzt.
Da es aber bei der Eingrenzung eher nicht um genauere Umrechnung des Spannungsabfalls in Strom gehen muss halte ich die Liste als Hilfmittel für weniger relevant
Wer das Thema vertiefen möchte kann dort viel Stoff finden.
Gruß
Pendlerrad
Hrmpf, dachte das war im anderen Fred.
Davon ab, bei so manchen kann es nicht Schaden etwas für Redundanz zu sorgen... 😉
ja, das sehe ich auch so.
Hier muss man sich bei einem Beitrag allerdings auch immer für eine Datei entscheiden, die Begrenzung ist nicht immer hilfreich.
Hier noch einmal die Anleitung zur Ruhestrommessung mit einfachem Multimeter und nachfolgende Eingrenzung ungewollter Verbraucher an abgesicherten Stromkreisen durch Messung des Spannungsabfalls an Sicherungen.
Im obigen Beitrag findet sich dann die Umsetzungsliste Spannungsabfall an Sicherungstyp zu ungefährem Strom.
Gruß
Pendlerrad
Ich weiß, manchmal ist es leider nicht ganz leicht sich mit einem geschriebenen Wort richtig zu verständigen. Ein Gespräch würde viele (mögliche Missverständnisse) sicher schnell aufklären.
Ich bin gestern so vorgegangen wie in dem Video vom Schrauberblog beschrieben. Multimeter auf V eingestellt und dann nach einer entsprechenden Ruhephase angefangen die Sicherungen nach und nach durchzumessen.
Da ich ja aber gelernt habe, dass eine geöffnete Tür oder auch Motorhaube das Ergebnis verfälscht, stehe ich hier gerade sprichwörtlich auf dem Schlauch. Mir fällt tatsächlich keine Lösung ein hier Sicherungen durchzumessen, wenn Türen und / oder Motorhaube geschlossen bleiben sollen.
Und nein, ich habe eben keine Möglichkeit das Fahrzeug "mal eben" mittels Xentry o.ä. Diagnose auslesen zu können. Zumal ja hier aktuell auch immer das Problem im Raum steht, dass das Fahrzeug eben manchmal gar nicht anspringt und somit eben nicht fahrbereit ist.
Und nein, eine andere Methode als die o.g. habe ich (noch) nicht angewendet.
Da kenn ich mich beim w221 nicht aus, man koennte versuchen die tueren auf zu zu stellen oder sich halt einsetzen und warten.
Für die Motorhaube gibt es einen Kontakt den man druecken kann.
Aber eigentlich alles wurscht, wenn die Batterie nach 6h leer ist, ist entweder die Batterie fertig oder die Lima hat einen weg, gibt nicht viel was nach zuendung aus soviel Strom zieht. Korrosion im msg waere noch eine Idee.
Wie bereits geschrieben teste die Batterie oder Messe den (gesamt) ruhestrom mit der Methode die ich oben genannt habe.
Zitat:
@Rhanie schrieb am 18. Februar 2025 um 13:33:28 Uhr:
Wie bereits geschrieben teste die Batterie oder Messe den (gesamt) ruhestrom mit der Methode die ich oben genannt habe.
Ruhestrom habe ich gestern bereits gemessen, der hat sich so bei rund 300mA eingependelt. wenn ich richtig informiert bin sollten hier max 50mA anliegen?
ja, 300 mA sind zu viel, sollten auch eingegrenzt werden, können aber auf fehlende "Ruhe" zurückgehen.
Wenn Teile der Elekktronik noch aktiv bleiben kann sich der Strom auf mehrere Sicherungen verteilen und das lässt sich dann nicht wirklich zuordnen.
Auch eingesteckte Geräte wie USB-Lader oder elektrische Fremdeinbauten können für Ruhestromanteile verantwortlich sein. Ein eingesteckter Bluetooth-Adapter genügt....
Ein gleichmäßiger Ruhestrom von 0,3A liefern aber keine Erklärung für eine Batterieentladung innerhalb weniger Stunden.
Selbst wenn die Batterie älter sein sollte und bei älterer, einfacher Ladespannungregelung nur etwa 80% der vorhandenen Restkapazität nutzbar sind oder die Batterie bei moderner Rekuperation über erhöhte Generatorleistung zur Unterstützung der Motorbremse auf den Zielwert 40% Ladung gesteuert wird sollten gern 20Ah drin sein. (ob der Wagen die Rekuperation hat weiß ich nicht)
0,3A x 24h macht etwa 7,2 Ah pro Tag. Damit sollten ohne Probleme zwei Tage Standzeit möglich sein.
Den Türverschluss muss man "vorspielen", auch bei Öffnung mit Bartschlüssel gibt es Türöffnungskontakte, die Türbewegung erfassen und höchstwahrscheinlich zusätzlich einen Kontakt, der die tatsächliche Stellung des Schlosses erfasst. Der Türkontakt muss überlistet werden und das Türschloss muss dann bei tatsächlich geöffneter Tür verschlossen sein. Bei Keyless Go muss der Schlüssel außer Reichweite sein.
Eine defekte Batterie kann einen hohen Selbst-Entlade-Strom haben, den kannst Du nicht messen. Die entleert sich dann selbst, wird auch im abgeklemmten Zustand nach kurzer Zeit leer.
Nach Unterschreiten einer Gesamtspannung von etwa 10,5V (gerechnet auf 6 gleichmäßige Zellen) beginnt ein chemischer Prozess, der die Batteriechemie nachhaltig stört. (Stichwort Sulfatierung) Je länger eine Batterie unter dieser Spannung bleibt desto größer ist der (bleibende) Schaden. Wenn die Batteriezellen nicht mehr gleichmäßig geladen sind beginnt die Schädigung bei entsprechend geringerer Gesamtspannung, die schlechteste Zelle wird dabei am stärksten geschädigt. Am Ende fällt diese Zelle ganz aus. Dann nimmt die Batterie insgesamt keine nennenswerte Lademenge mehr auf. Scheint eventuell voll, ist aber unbrauchbar.
Wie von @Pendlerrad geschrieben, am ruhestrom kanns nicht liegen, Tausch die Batterie, mit etwas Glück ist dann auch der ruhestrom i. O.
Wenn die Batterie schneller flach ist als die stgs schlafen gehen, zutzeln die dir halt noch an der restbatterie rum.