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W220 320 CDI Injektor ausbauen

Mercedes S-Klasse W220
Themenstarteram 22. Februar 2018 um 18:49

Hallo liebe Sternfreunde.

 

Habe meinen "Dickerchen" ja zur Generalüberholung abgemeldet und in der Garage stehen. Liegen genug kleinere und größere Arbeiten an.

 

Jetzt wollte ich den Injektor Zylinder 6 ausbauen und neu abdichten. Den Kupferring besorgt und frisch ans Werk gegangen.

Den ganzen Kohlenruß gelöst, abgesaugt und alles sauber geblasen. Kabel, Kraftstoffzufuhr, Leckleitung und die Spannklammer entfernt.

Also, der OP Bereich ist aufgeräumt und sauber.

Nur der Injektor muckt sich kein bisschen. Kann dran ziehen und rupfen, hebeln und drücken, aber das Dingen rührt sich keinen Millimeter.

 

Wie bekomme ich den denn nun raus?

Und vor allem, ohne was kaputt zu machen.

Gibt es sonst noch was zu beachten?

 

Würde mich über Tips und Tricks freuen und sage schon einmal Danke im voraus.

 

Gruß

Stephan

Beste Antwort im Thema
Themenstarteram 20. April 2018 um 9:47

Update zum Beitrag :-)

Hallo Sternenfreunde. Wollte mich dann mal mit dem weiteren Ergebnis hier melden und den Beitrag updaten.

Dank eurer ganzen Tips und Anmerkungen zu dem Thema habe ich mich noch einmal hingesetzt und alles versucht logisch anzugehen.

Naja, was soll ich sagen, der Wagen lief ja bevor ich den alten Injektor raus geschlagen hatte. Also liegt für mich die Vermutung sehr nahe das es in erster Linie auch daran liegen könnte. Und das mit dem Rail-Druck und der Leckmenge erschien mir dann auch noch recht plausibel.

Also habe ich mal geschaut was man so für Teile bekommen kann, und habe mir einen generalüberholten Injektor über die Bucht besorgt. Injektor, Dehnschraube und Dichtring für unter 100 Euronen zzgl. Rücksendung des alten Injektors zwecks Tauschteile.

Alten Injektor gegen den "neuen" ausgetauscht, alles wieder vernünftig montiert und Fahrzeug gestartet.

Nach anfänglichem starken ruckeln, so als wenn der Motor nur auf 3 oder 4 Zylinder läuft, nach wenigen Sekunden wieder in einen vernünftigen Gleichlauf gewechselt. Ich denke das ruckeln kam von Luft in der Leitung welche natürlich einige Aussetzer erzeugt hat.

Fazit: Injektor abdichten funktioniert nicht so einfach da die Dinger doch recht schwer auszubauen und ohne den entsprechenden Auszieher eher nicht raus zu bekommen sind. Beim Ausschlagen womöglich besser nur die "Kralle" benutzen um nicht das Magnetventil öffnen zu müssen. Ich vermute hierdurch hat es sich bei mir verabschiedet wodurch ich den neuen Injektor gebraucht habe.

Und ansonsten bin ich froh darüber das ich diese Baustelle auch schon wieder geschlossen habe :-)

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Guggst du... ;)

Injektor ausbauen

Mit Injektor Reiniger der Firma ProTec habe ich wirklich gute Erfahrungen. Das Fluid kühlt so stark, dass es Koksrückstände ablöst. Schön einwirken lassen und bei Bedarf wiederholen.

Dazu habe ich mit einer Wasserpumpenzange am Injektor hin und her gedreht, und so ging dieser wunderbar heraus.

Es gibt auch verschiedene Ziehwerkzeuge. Aber damit wendet man doch viel rohe Gewalt an und kann durchaus etwas am Injektor kaputt machen.

Ich habe den ausgebauten Injektor dann 30min in ein Glas mit der ProTec Lösung gestellt, auch über die Öffnung oben die "Innereien" befüllt soweit das ging. Logisch, da ist elektromagnetisch ein Verschluss.

Auf Youtube gibt es viele Videos, wie man das mit einer elektrischen Ansteuerung auch selbst reinigen kann und den Injektor durchblasen. https://www.youtube.com/watch?v=7aT4S1lIBAY So gut wie richtig generalüberholte Injektoren von der Fachfirma bekommt man das so nicht hin. Ist auch klar.

Themenstarteram 22. Februar 2018 um 19:29

Ok, Danke für den Link.

Mhhh ... das sieht ja eigentlich recht einfach aus, wenn es denn klappt.

Also würde das für mich bedeuten, erst einmal alle anderen Baustellen abarbeiten, den Injektor erst einmal auch wieder zusammensetzen, und dann nochmal daran gehen.

Zur Zeit ist nämlich noch einiges demontiert so das der Motor nicht läuft.

Gibt es eventuell noch andere Tips?

Themenstarteram 22. Februar 2018 um 19:35

@romanusko

 

Danke für die Info.

Gibt es den Reiniger normal im Zubehör oder muss man den bestellen?

 

Sauber und den kompletten Koks :-) habe ich soweit alles weg, kriecht der auch in die Ritzen?

Ich kann nur sagen...ganz...ganz vorsichtig. Reißt du was ab, sind gleich mal so 250.- Euro flöten. Gibt ja nicht umsonst Spezialwerkzeug..... Auszieher für genau sowas. Geht ruckzuck beim Rumwürgen mit Zange etc.....und zack.....im Eimer ist er. Ist ein bekannter Ärger bei den Benzern..... gut, bei Anderen wohl auch. :-)

250 Euro werden wohl nicht reichen. Wenn Du so einen Injektor abreißt, kannst Du als nächstes gleich den Kopf runterbauen um an die Baustelle dranzukommen oder irgendwelche Reste aus dem Zylinder rauszuholen.

Folgekosten davon: ganz viele neue Dichtungen, neue Steuerkette und viele Stunden Arbeit.

Wenn abgerissene Teile nicht aus dem Zylinder entfernt werden: Ventil- und Turboladerschaden.

Übrigens nutzen sich die Injektor-Bohrungen in den Düsen mit der Zeit ab. Da hilfts auch nicht, wenn man noch so tolles Zeug mit Bestromung und was auch immer da durchpumpt, irgendwann müssen die Düsen-Einsätze einfach mal neu.

Ich hab den ProTec Reiniger online bestellt. Keine Ahnung ob man den auch im Handel kaufen kann, war mir zu mühseelig überall nachzufragen.

Der Reiniger kriecht wirklich in alle Ritzen und sprengt die Verkokungen gut ab. Bei hartnäckigen Resten kann man auch mechanisch etwas nachhelfen.

Gibt auch noch andere Hersteller. Mir wurde von einem Dieselspezialisten das Produkt empfohlen und ich kann nur sagen, top.

Kennst Du den Ausziehhammer? Gibt zwei Sorten. Mit dem einen greift man unter den Injektor. Den anderen schraubt man drauf. Mit dem Schlaggerät zieht man festsitzende Injektoren raus. Angeblich soll nix dabei passieren.

Es empfielt sich, die Bohrung plan mit einem Fräser von Resten zu säubern. Erst dann den neuen dickeren Kupferring einlegen. Auch dafür gibt es YT Videos. Alle mal anschauen, denn manchmal ist nicht jeder Handgriff optimal. Aus der Menge der Infos kann man aber den korrekten Ablauf erkennen... Immer acht geben, dass keine Späne in die Öffnung fallen können. Mit Ausblasen bekommt man die nicht immer raus und hat dann größere Schäden beim Hub des Zylinders.

Themenstarteram 23. Februar 2018 um 19:33

Ok, so habe ich es dann auch gemacht. Gestern abend mal in Netz gestöbert und den ProTec online bestellt. Kommt dann wohl erst am Montag, aber ich habe ja Zeit :-)

 

Möchte mich dann auch noch mal bei allen für die guten Ratschläge, Tips und Links bedanken.

Ich werde berichten wie es weiter geht :-)

 

Tja, und nicht wundern. Werde bestimmt noch den ein oder anderen Beitrag zu anderen Themen erstellen. Gibt noch genug zu tun bis der Wagen spätestens zum Sommer wieder auf der Strasse gleitet.

 

Gruß

Stephan

Themenstarteram 6. April 2018 um 19:26

Hallo ihr Sternenfreunde.

Jetzt brauche ich aber mal richtige Profitips.

 

Was bisher geschah.

Habe mir den ProTec Injektorlöser besorgt, aber das hat nichts gebracht. Also gleich mal richtig gemacht und den passenden Auszieher bestellt. Injektor ausgeschlagen, alles vernünftig sauber gemacht und penibelst drauf geachtet das ja kein Dreck rein kommt.

Neuen Kupferring und Dehnschraube besorgt, alles ordentlich zusammen geschraubt und Injektor nach Vorgabe mit 7Nm +90°+90° angezogen.

Restliche Teile wie Kabel und Leitungen befestigt usw.

 

Tja, und jetzt wollte ich den "Dicken" nach gut einem halben Jahr wieder zum Leben erwecken.

Batterie per Erhaltungsladung war auch soweit in Ordnung. Vorsichtshalber noch per Zweitfahrzeug unterstützend Saft gegeben. Naja, er orgelt und orgelt und orgelt. ... aber er springt nicht an :-/

Kraftstoff sollte ankommen, da ich mal versuchshalber die Leitung zum Injektor gelockert habe und da kommt auch das Zeugs raus.

Per Carsoft -Diagnose finde ich keinen wirklichen Fehler. Ja, er sagt das 3 Glühkerzen wohl defekt seien, aber es ist in der Garage ja auch nicht wirklich kalt. Und heute haben wir ja sogar fast frühlingshafte Temperaturen.

 

Also, woran kann es liegen das er nicht anspringt?

- doch die Glühkerzen?

- mangelnde Batteriespannung (nach all dem orgeln zeigt er im Klimamenü inzwischen unter 10V beim orgeln an, aber das war am Anfang garantiert mehr)

- Kann er durch das orgeln "absaufen" und startet deswegen nicht mehr?

 

Hilfe .... kann noch jemand nützliche Ratschläge verteilen, oder muss ich meinen Kleinen nach all der Mühe doch noch zum :-) schleppen?

 

Danke schon mal für Tips.

 

Gruß

Stephan

Solch Problem hatte ich auch.

1) Der Injektor wird ja elektrisch angesteuert. Wenn er undicht ist und Abgase abbläst wie es bei Dir war, leidet oft das Kabel oder das der Nachbarinjektoren. Prüf mal ob nun durch den Eingriff der Arbeiten dort ein Kabelbruch ist, ggf durchmessen. Dann springt er nicht an. Ich dachte, dass er dann wenigstens auf 5 Töpfen läuft, nein, er springt nicht an. Zumindest war das bei mir so. Den Kabelbruch repariert und dann ging's 1a. Weiß nicht ob das Steuergerät alle 6 Injektoren prüft und ggf den Motorstart blockiert.

2) Luft in den Leitungen sollte auch komplett leer sein. Wenn er so lange stand weiß man nicht welche Macken er noch hat. Gut möglich dass die durchsichtbaren Dieselleitungen zu alt sind und porös und nun Luft einziehen. Solch Dieselmotoren haben oft hohe Laufleistungen, was die Leitungen auch altern lässt. Zieht er irgendwo Luft, dann springt der Dicke auch nicht an. So ein Problem hatte ich auch schon. Neue Leitungen (alle wechseln) und dass Start-Problem ist weg.

Ist man zu zweit könnte man mal mit Starterspray probieren den Motor in Gang zu bekommen.

3) Gern wird auch vorn an der Dieselhochdruckpumpe der Dichtring porös. Stellt man erst fest, wenn man das Auto mal an einem steilen Gefälle abwärts abstellt und plötzlich eine Diesellage den Berg hinunter abtropft. Wieder Luft in der Leitung und wieder Startprobleme.

4) Nockenwellensensor, ein übliches Problem bei den Motoren, gleiches Phänomen mit dem Anspringen. Ist der Sensor ganz defekt, geht der Motor im Lauf sogar aus. Mir auch 2 mal passiert einmal an der Ampel (Hinterleute hupen dann) und einmal bei einer Bergabfahrt. Nach 10 min warten ging er wieder an. Aber in dem Zustand auch massive Startprobleme beim Kaltstart.

Diesel haben doch meist die Zusatzheizung drin. Diese mal laufen lassen und den Motor vorwärmen. Hilft auch ein wenig insbesondere bei beginnend defekten Sensor. Die Wärmeeinwirkung lässt dann ab und an doch Werte ans Steuergerät abgeben sodass der Motor anspringt.

Du merkst ich habe schon alles durch... Es kann vieles sein. Man muss den Fehler finden.

Themenstarteram 6. April 2018 um 21:00

@romanusko

 

Ups, das ist ja mal ne ganz schön lange Liste. Da muss ich mal schauen wie das der Reihe nach mal durcharbeiten kann.

Aber Danke ersteinmal für den Input.

 

Gibt es denn dafür auch Werte im SG bzw könnte jemand mit ner Stardiagnose den Fehler schneller finden?

Ist nur eine Überlegung, denn wenn ich erst alles tausche und rum mache, und hinterher ist es vielleicht doch noch was anderes, dann wäre das ein Haufen Arbeit für nix.

Ausserdem hätte ich ja mal so gar keine Ahnung wie ich die Kabel alle durchmessen sollte. Mechanische arbeiten sind ja kein Problem, aber bei der Elektrik hört es bei mir schnell auf :-/

Ich arbeite ohne dem Stardiagnose auf herkömmliche Schrauberweise. So wie Michael Manousakis immer sagt, was nützt dir im Busch Piep und Tick und was nicht alles? Schraubendreher und Hammer und der Motor muss wieder laufen. Ich weiß, ohne Stardiagnose manchmal komplizierter, manchmal einfacher. Weiß gar nicht, ob Luft in der Leitung von der Stardiagnose als Fehlermeldung ausgegeben wird. Aber nie wird sie die Ursache angeben, wo der Defekt liegt. Das muss ein Mechaniker selbst diagnostizieren. Das ist auch der Grund warum moderne Teiletauscher nur noch angro Teile wecheln, die Rechnung teuer wird aber das Auto immer noch nicht fährt. Genau daran.

Der Zuheizer beim 320 CDI läuft nur wenn der Motor läuft.

Also ich würde den schon auslesen lassen wenn möglich. Das Ding sollte Dir dann wenigstens verraten ob der Common-Rail-Druck beim Starten hoch genug wird oder ob er irgendwelche Injektoren als defekt deklariert.

Das Problem mit dem Nockenwellengeber hatte ich auch schon (eingerissen und dadurch mit Motoröl geflutet), aber dadurch hatte ich "nur" ein massives Kaltstartproblem (400 CDI), warm ist er wunderbar angesprungen und gelaufen. Der defekte Nockenwellensensor wurde beim Auslesen auch direkt angezeigt.

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