VW - Kundenabzocke (Bordbuch bei ReImport)
Heyho zusammen,
ich möcht mal meinem Unmut etwas Luft machen, weil ich so langsam genervt bin von "Volks"wagens Kundenservice bin.
Zur Sache:
Meine Mutter hat sich einen ReImport Polo aus Tschechien gekauft. Super Gerät, nur leider ist das Bordbuch auf Tschechisch. Also, 0800-Volkswagen angerufen: "Wir geben die nicht mehr raus, da müssen Sie zum nächsten VW Händler fahren".
Na gut, früher gabs die Dinger mal umsonst zugeschickt, aber wo kriegt man heute noch was geschenkt. Also frohen Mutes beim freundlichen angerufen, da kam dann der Schock: "Für ein Serviceheft und Bedienungsanleitung 150€, Radio gibts keine Anleitung" Also anderen VW Händler angerufen, gleiche Aussage.
Letztenendlich hab ich dann bei Ebay alles für 65€ bekommen.
Den Preis find ich angemessen, aber 150€ nur für 2 Heftchen? Ich muss echt sagen, ganz schwach.
An die unter euch mit nem EU ReImport, wie habt ihr das gemacht?
Gruß
Beste Antwort im Thema
Ich möchte euch echt nicht auf den Schlips treten, aber meiner Meinung nach ist das einfach "Pech". Es sollte einem eigentlich klar sein, dass bei einem Re-Import nicht unbedingt ein deutsches Handbuch bei ist. Aber wie schon gesagt wurde: Dafür ist er auch einfach ein bisschen billiger. Wen das zu sehr stört, dass er das Teil teuer kaufen muss und dabei trotzdem noch günstiger bei wegkommt, als für einen deutschen Wagen, der sollte vielleicht erst gar nicht bestellen.
Das ist für mich das gleiche wie die tausend Beschwerden über den Kundenservice von Internetvermittlern. Irgendwo muss ja der günstigere Preis herkommen.
Also:
1. Gleich richtig informieren und die 165€ gleich bei Bestellung einplanen
oder 2. gleich einen deutschen Wagen kaufen
oder 3. sich über sich selbst ärgern, dass man vorher nicht daran gedacht hat
aber nicht 4. sich über die Händler beschweren, die darin einfach "riesen" Umsatz sehen den Leuten von 3. das Geld aus der tasche zu ziehen.
In diesem Sinne..... "Happy zerreißing"......
89 Antworten
Ich hole nun diesen alten thread auch nochmal aus der Versenkung, da ich 2011 dieses Problem noch nicht hatte, aber eben jetzt. Ich fahre einen Golf VI, Re-Import aus Dänemark. Mein VW-Händler hat mir beim Kauf kostenlos ein deutschsprachiges Bordbuch besorgt. Zwar kein Originaldruck, jedoch eine sehr ordentlich gemachte, gebundene (übersetzte?) Kopie im Originalformat. Wen es interessiert: Digitale Bedienungsanleitungen kann man sich (mittlerweile) unter www.vw-bordbuch.de unter Angabe der Fahrzeug-Identnummer herunterladen. Gilt aber nur für deutsche Fahrzeuge. Um Infos für Reimport-Fahrzeuge zu erhalten, kann man aber eine beglaubigte Kopie (Beglaubigungen macht u.A. die Polizei oder die Zulassungsstelle) an VW Deutschland schicken. Zumindest erhält man dann eine sog. Ausstattungsliste, welche alle im Fahrzeug verbauten Komponenten - auch Sonderausstattungen - beinhaltet. Da im Ausland produzierte Fahrzeuge oft erheblich von der deutschen Fahrzeugkonfiguration abweichende Ausstattungen haben, ist das lt. VW Deutschland nicht anders möglich (bzw. denen ist der Aufwand zu hoch, den Kunden diesen Service (auch noch) an zu bieten).
Gibt es bei EU-Reimporten eigentlich momentan gravierende Abweichungen in der Mindestausstattung, z. B. bei der Sicherheit?
Habe neulich mal eine Dokumentation gesehen über eine Werkstatt (ich glaub das war in Bremerhaven), die importierte Fahrzeuge erstmal auf den "deutschen technischen Stand" bringt. Ok, da kamen die Autos auch aus der Nicht-EU - aber dennoch finde ich die Überlegung ganz interessant.
Werden EU-Reimporte eigentlich ohne Probleme (will sagen größere technische Umbauten) in D zugelassen? Ansonsten frisst einem ja das "auf den Stand bringen" die Ersparnis völlig auf.
Kann ja sein, dass ein Fahrzeug für den z. B. niederländischen oder tschechischen Markt ganz andere Anforderungen erfüllen muss - und der Hersteller länderspezifisch baut (liest man ja in den Handbüchern: "länderspezifische Ausführung XYZ"😉.
EU-Importe sind m.W. Bauart-zugelassen für die gesamte EU, also auch für Deutschland. Trotzdem kann es Unterschiede in der Ausstattung geben, hat aber nichts mit irgendwelchen Zulassungs-Kriterien zu tun.
Ein Umbau ist also nicht erforderlich. Man braucht lediglich die entsprechenden Papiere, z.B. COC.
Das einzige wo ich mir evtl. Änderungen vorstellen könnte (z.B. Beleuchtung) wären Rechtslenker aus England.
Bei Nicht-EU-Importen kann das allerdings ganz anders sein.
Hallo zusammen,
habe dieses Problem auch gehabt mit einem VW-Reimort aus Frankreich, omit alles in französisch.
FIN = Fahrzeugidentifikationsmöglichkeit (im Fahrzeugschein z.b. WVWZZZ1......................)
Möglichkeiten für Betriebsanleitungen in deutsch wie folgt:
1. Auf VW-Internetseite "Betriebsanleitungen" auswählen und über die FIN-Eingabe versuchen. Es kann jedoch passieren das dann ein Hinweis kommt, dass es sich um ein Reimport-Fahrzeug handelt und man keinen Zugang erhält. Dann erneut versuchen und die letzte Zahl der FIN (ändern und höher oder tiefer eingeben). Solange bis es klappt........ dann hat man zwar nicht seine eigene Anleitung mit den Original-FIN-Einträgen, aber ein baugleiches deutsches Fahrzeug. Da es nur darum geht Zugriff zu erlangen um sich Betriebsanleitungen in PDF-Format runter zu laden, finde ich diesen Trick völlig ausreichend.
2. Ich ließ mir in meiner Werkstatt mal auf sehr freundliches Nachfragen ein Angebot unterbreiten und betellte wie folgt alles in deutsch und mit meinen Original-FIN-Einträgen auch die des Datenträgers im Service-Heft:
a.) Service-Heft = 9,80 EUR
b.) Betriebsanleitung-Fahrzeug = 25,- EUR
c.) Bedienungsanleitung Radio- / Navigation = 9,- EUR
Ich fand das mir dies der Preis wert war.
Ich hoffe das mein Beitrag zukünftig anderen weiter hilft.
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Hallo zusammen,
habe dieses Problem auch gehabt mit einem VW-Reimort aus Frankreich, somit alles in französisch.
FIN = Fahrzeugidentifikationsnummer (im Fahrzeugschein z.b. WVWZZZ1......................)
Möglichkeiten für Betriebsanleitungen in deutsch wie folgt:
1. Auf VW-Internetseite "Betriebsanleitungen" auswählen und über die FIN-Eingabe versuchen. Es kann jedoch passieren das dann ein Hinweis kommt, dass es sich um ein Reimport-Fahrzeug handelt und man keinen Zugang erhält. Dann erneut versuchen und die letzte Zahl der FIN (ändern und höher oder tiefer eingeben). Solange bis es klappt........ dann hat man zwar nicht seine eigene Anleitung mit den Original-FIN-Einträgen, aber ein baugleiches deutsches Fahrzeug. Da es nur darum geht Zugriff zu erlangen um sich Betriebsanleitungen in PDF-Format runter zu laden, finde ich diesen Trick völlig ausreichend.
2. Ich ließ mir in meiner Werkstatt mal auf sehr freundliches Nachfragen ein Angebot unterbreiten und betellte wie folgt alles in deutsch und mit meinen Original-FIN-Einträgen, auch die des Datenträgers im Service-Heft:
a.) Service-Heft = 9,80 EUR
b.) Betriebsanleitung-Fahrzeug = 25,- EUR
c.) Bedienungsanleitung Radio- / Navigation = 9,- EUR
Ich fand das mir dies der Preis wert war.
Ich hoffe das mein Beitrag zukünftig anderen weiter hilft.
Wenn ein Autohersteller dem Kunden Steine in den Weg legt, so ist das ein Verstoß gegen die EU-Handelsmaxime und kann mit Strafen im Millionenbereich geahndet werden! EU Bürger haben das Recht, ja sollen geradezu im Binnenmarkt einkaufen um dadurch den Markt noch effektiver hin zu einem 'Billiger' zu bewegen. Das ist eine der Hauptideen der EU!!
Von daher ist es ein Verstoß gegen EU-Recht, wenn VW so viel Geld für eine deutsche Anleitung verlangt! Wende dich an einen EU-Abgeordneten dein Wahl - die werden dir gerne helfen!
Der Importeur muß eine Anleitung und ein Service-Check-Heft auf deutsch beilegen - gratis. Sonst ist das Auto mangelhaft!
Zitat:
Wenn ich einen Gegenstand kaufe, der für ein anderes Bestimmungsland hergestellt wurde, dann rechne ich damit, dass die Bedienungsanleitung eventuell nur in der Sprache des ursprünglichen Bestimmungslandes vorliegt und ich mich u.U. selbst um eine deutschsprachige Bedienungsanleitung bemühen muss - es sei denn, es ist vertraglich ein deutsches Handbuch vom Verkäufer zugesichert worden.
Viele Grüße
Verdinand.
Das ist eben ein schönes Beispiel für Gerede "ungetrübt" von jeglichem juridischem Wissen! S. mein Beitrag oben!!
ganz einfach,
für 28 € nur das Bordbuch auf D gekauft...
Weil das Heft für die Service mit dem ersten Stempel bleibt...
Zitat:
@Till Wollheim schrieb am 12. Juli 2016 um 16:03:57 Uhr
"Das ist eben ein schönes Beispiel für Gerede "ungetrübt" von jeglichem juridischem Wissen! S. mein Beitrag oben!!"
Zitat Ende.
Welches Institut vermittelt dieses Wissen?
Gruss, Werner
sollte bei einem neuen Fahrzeug eigentlich kein Thema mehr sein:
http://www.vw-bordbuch.de/welcome?lang=de-DE
FIN eingeben und "gut ist"
Ansonsten sind die paar € für die gedruckte Bedienungsanleitung in der gewünschten Sprache halt mit der Ersparnis vom Re-Import gegen zu rechnen. Motto: TANSTAAFL
Zitat:
@Till Wollheim schrieb am 12. Juli 2016 um 15:54:54 Uhr:
... so ist das ein Verstoß gegen die EU-Handelsmaxime und kann mit Strafen im Millionenbereich geahndet werden! ...Wende dich an einen EU-Abgeordneten dein Wahl - die werden dir gerne helfen!Der Importeur muß eine Anleitung und ein Service-Check-Heft auf deutsch beilegen - gratis. Sonst ist das Auto mangelhaft!
Äh,
was genau ist denn diese "EU-Handelsmaxime"??
Wo kann man die nachlesen?
Und wo um alles in der Welt findet man einen "EU-Abgeordneten", der einem bei sowas hilft??
Im voraus vielen Dank.
Katharin a
Manchmal verstehe ich die Menschen nicht - da kaufen sie sich einen Gebrauchsgegenstand im Wert von zig Tausend € und einer Wertverfallsrate in den Hunderten € pro Monat zum "Schnäppchenpreis" (mehrere Tausend € Rabatt!) und regen sich über ca 30 bis 50 € "Zusatzkosten" für etwas Papier auf?
Hallo? - Das entspricht etwa den Kosten einer Tankfüllung!
Seid ihr wirklich derart knapp bei Kasse? (mein Beileid!) - Oder sollte es eventuell gar um das Heiligtum "Prinzip" gehen? (dann mein schlichter Rat: Get your life back!)
P.S. Wie lange arbeitet eigentlich ein Anwalt in D für 50 €? - Nur so, um ein "Gefühl" für die "Einklagbarkeit" der deutschen Anleitung im Wert von 30 bis 50€ zu erhalten...
P.P.S.: Falls ihr definitiv eine deutsche Anleitung wollt, kauft in Deutschland, Österreich oder der Schweiz und verzichtet auf Re-Import Fahrzeuge aus anderen Ländern - andernfalls rechnet halt einfach die paar lumpigen Kröten ins Schnäppchen mit ein - manchmal ist das Leben ganz einfach, aber man (frau?) kann es sich auch selber beliebig schwer machen.
falsche Antwort! Wie ich schon oben schrieb, ist es die Idee des europäischen Marktes, daß man geradezu in anderen Ländern einkaufen soll um den Markt zu beleben. Und damit dies funktioniert, darf dieses nicht durch fremdsprachige Anleitungen (als Beispiel) behindert werden. Daher muß VW diese zum normalen Preis - der bei einem Golf bei 2 € liegt - liefern!
Wenn die europäische Idee so wichtig ist, beherrsche doch einfach die gängigen Weltsprachen, wie Französisch oder Englisch oder Spanisch. Dann klappts auch mit der Anleitung.
Ist es aber nicht Aufgabe des Händlers, die deutschsprachige Anleitung zu liefern und nicht die Aufgabe des Herstellers? Also müßte man sich mit dem Importeur herumschlagen und nicht mit VW.