Viele Autobahnfahrten 1.2 16V schädlich?

Opel Tigra TwinTop

Hallo.

Ich fahre einen Corsa C 1.2 16V Njoy mit 76000km auf der Uhr.
Da ich nun jede Woche Sonntags ca. 120km nach Berlin und Freitags wieder
zurück in die Heimat fahre, mache ich mir um mein Motörchen ein wenig sorgen.

Aufgrund der kurzen Übersetzung läuft der Motor bei 120km/h schon bei
4000 U/min. Kann es sein, dass ab 4000 U/min (höchstes Drehmoment)
das Gemisch angereichert wird?

Nun finde ich 150km/h als optimale Reisegeschwindigkeit,
allerdings sind es dann schon 5000 U/min.

Ist das auf Dauer schädlich für den kleinen Motor?

Grüße

22 Antworten

Eine generelle Grenze, ab welcher angefettet wird, gibt es nicht. Manche Motoren fetten generell ab Volllast an (egal welche Drehzahl), manche erst bei Volllast und Erreichen einer Drehzahlschwelle. Autobahnbetrieb verursacht zwar hohe Drehzahlen, sind aber trotzdem schonender als Stadtbetrieb, da der Motor bei gleichmäßiger Last läuft und gut durchgewärmt ist.

Zitat:

Original geschrieben von bbbbbbbbbbbb


Eine generelle Grenze, ab welcher angefettet wird, gibt es nicht. Manche Motoren fetten generell ab Volllast an (egal welche Drehzahl), manche erst bei Volllast und Erreichen einer Drehzahlschwelle. Autobahnbetrieb verursacht zwar hohe Drehzahlen, sind aber trotzdem schonender als Stadtbetrieb, da der Motor bei gleichmäßiger Last läuft und gut durchgewärmt ist.

Man muss unterschieden zwischen Diesel, Ottosaugmotor mit konventioneller Saugrohreinspritzung und Ottomotoren mit Direkteinspritzung

Bei denen mit konventioneller Einspritzung wird in der Regel nur kurz vor Volllast und eben in der Warmlaufphase angefettet, denn Ottomotoren werden Quantitätsgeregelt. Also es wird hauptsächlich über die Drosselklappe der Gemischfluß reguliert, aber nicht die Zusammensetzung außer in den gennannten Bereichen. Alles andere macht keinen Sinn und führt zu übermäßigem Spritkonsum.

Beim Direkteinspritzer sieht dass anders aus, da variiert das Mischungsverhältnis stärker.

Dieselmotoren haben ebenfalls ein variierendes Gemisch. Hier handelt es sich um eine Qualitätssregelung, da der Motor nach Last regelt. Mit zunehmendem Druck aufs Gaspedal wird mehr Sprit beigemischt. Sieht man sehr gut wenn man ältere TDI´s sieht die zügig beschleunigen. Da sieht man dann die dicke Rußwolke.

Ich bezog mich auf den 1.2 16 V von Opel und dieser ist weder ein Direkteinspritzer - Ottomotor noch ein Dieselmotor. Und dass Otto - DI - Motoren vom Gemisch her stärker variieren, stimmt nicht generell. Es gibt DI mit Schichtladung (z.B. Mitsubishi GDI, VW/Audi FSI frühe Modelle, Mercedes CGI frühe Modelle, aktuelle BMW - Motoren ohne Aufladung, fast alle Modelle), die in der Tat sehr stark variieren. Sie laufen bei Teillast extrem mager. Alle anderen DI - Motoren (z.B. VW/Audi TSI, BMW - DI mit Aufladung, Ford ECO BOOST, Mercedes CGI mit Aufladung) laufen bei fast allen Betriebszuständen (außer Kaltstart, Warmlauf, Beschleunigung und Volllast) genauso mit Lambda 1 (14.7 Teile Luft auf einen Teil Kraftstoff) wie ein normaler Saugrohreinspritzer.

Aber wie gesagt, gleichmäßiger Autobahnbetrieb auf Langstrecke (solange nicht brutal Dauervollgas geheizt wird) ist für einen Motor der angenehmste Betriebsbereich, den er sich wünschen kann, wenn er denn könnte. 😉

Zitat:

Original geschrieben von bbbbbbbbbbbb


Ich bezog mich auf den 1.2 16 V von Opel und dieser ist weder ein Direkteinspritzer - Ottomotor noch ein Dieselmotor.

Da hab ich auch nix von gesagt 😉 Hab das nur mal der Vollständigkeit halber erwähnt.

Ich bezog mich bei den Otto DI´s nur auf nicht aufgeladene Motoren- hab ich aber vergessen zu erwähnen.

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Zitat:

Original geschrieben von Daniel´s Corsa


Hi!
Ich denke mal schädlich ist das hauptsächlich für deine Ohren....

DAS kann ich bestätigen.

Bin pro Woche 1.000 KM mit dem Corsa 1.2 (80 PS) unterwegs, mit dem Corsa eigentlich kein Problem (komfortable Sitze, genügend Platz für den Fahrer) - abgesehen von der Lautstärke bei Tempo > 100 KM/h (Da ich so viel fahre, wird der Wagen bald gegen einen Golf "getauscht", der hoffentlich leiser sein wird).

Zu Deiner Frage, ob viele Autobahnfahrten "schädlich" sind: Wohl kaum, Kurzstrecken sind bestimmt schädlicher, und was den Hubraum angeht: bei modernen Autos geht der Trend immer mehr zu weniger Hubraum (Ich vergleich das mal mit Motoren von Motorrädern, die bei wenig Hubraum viel mehr PS haben als Dein Corsa. Und die halten auch lange). Würde nur darauf achten, dass der Motor drehzahlmässig nicht in den roten Bereich kommt. Dies kann theoretisch bei längeren Bergabfahrten auf der Autobahn vorkommen, wenn man nicht aufpasst, liegt u.a. auch an der niedrigen Übersetzung (5. Gang) des 1.2er Corsa.

Zitat:

Original geschrieben von Daniel´s Corsa


Ich bezog mich bei den Otto DI´s nur auf nicht aufgeladene Motoren- hab ich aber vergessen zu erwähnen.

Es gibt aber auch nicht aufgeladene DI´s ohne Magerbetrieb, z.B. spätere VW - FSI oder DI von Renault.

Zitat:

Original geschrieben von bbbbbbbbbbbb



Zitat:

Original geschrieben von Daniel´s Corsa


Ich bezog mich bei den Otto DI´s nur auf nicht aufgeladene Motoren- hab ich aber vergessen zu erwähnen.
Es gibt aber auch nicht aufgeladene DI´s ohne Magerbetrieb, z.B. spätere VW - FSI oder DI von Renault.

Ist ja komisch, war mir bisher noch nicht bekannt. Wo ist dann der Sinn für eine teure Direkteinspritzung? Eigentlich bringt die ja gerade etwas, weil man das Gemisch variabel an die Bedingungen anpassen kann und im Teillastbereich schön mager fahren kann?

Zitat:

Original geschrieben von Daniel´s Corsa


Ist ja komisch, war mir bisher noch nicht bekannt. Wo ist dann der Sinn für eine teure Direkteinspritzung?

Der Sinn ist, dass man sich die teure Abgasnachbehandlung (Stickoxidreduktion per Speicherkatalysator) sparen kann. Der Verbrauchsvorteil dieser Motoren ist aber gegenüber einem Saugrohreinspritzer gering, entsteht überwiegend durch die höhere mögliche Verdichtung.

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