Verunglückte, selbst beschleunigende XC40

Volvo C40

In den norwegischen Medien wird der XC40 heiß diskutiert, da es mehrere Fälle von selbst beschleunigenden und teilweise verunglückten XC40 gibt, ein Unfall mit Todesfall. Ein Rückruf in 2022 sollte das Problem lösen.

https://www.nrk.no/.../...sker-flere-biler-for-teknisk-feil-1.17083193
(Google Translate kann das automatisch übersetzen)

Traditionell sind ja solche Fälle, wie bei Toyota, Tesla und anderen, am Ende doch Nutzerfehler. Wiederholte Fehler und deren Resultat sind unabhängig von der Ursache dennoch immer tragisch.

Wird das Problem auch in Deutschland diskutiert? Ist man da schon weiter bei der öffentlich bekannten Ursachenfindung?

Lieb Gruß
Oli

59 Antworten

Jetzt wird Volvo in den USA vor's Gericht gezogen. Zu Recht. Pun intended.

https://www.nrk.no/stor-oslo/dodsulykken-i-parkeringshuset-til-sandvika-storsenter_-volvo-saksokes-for-samme-bilmodell-1.17528313

Lieb Gruß

Oli

Der Fall bleibt rätselhaft - auf dem Fahrersitz soll niemand gesessen haben, sagen die Vertreter der Opfer.

Das geht beim Recharge aber nicht. Der geht sofort aus, wenn auf dem Fahrersitz niemand sitzt. Und den definitiv vorhandenen Fahrersitzsensor negieren sie? Seltsam.

Trotzdem sind es inzwischen zu viele Fälle. Irgendetwas mag da durchaus im Argen sein.

Zitat:

"Hinweis auf „Schwesterauto“

Die US-Klage wirft Volvo zudem vor, von dem Problem schon lange gewusst zu haben. Unter anderem wird darauf hingewiesen, dass auch der Polestar 2, der die gleiche Software nutzt wie der Volvo XC40 Recharge, ähnliche und gravierende Probleme mit dem Antriebsstrang hatte.

Der Klageschrift zufolge hat Volvo kurz nach der Markteinführung des Automodells mehrere Beschwerden erhalten. „Volvo hat es versäumt, die Verbraucher über das Ausmaß und die Schwere des Mangels zu informieren und stellt stattdessen weiterhin die Sicherheit und Zuverlässigkeit seiner Fahrzeuge falsch dar.“ Das schreiben sie in der Klage, die auf Classaction.org veröffentlicht ist.

Eigene Untersuchungen

Im November letzten Jahres wurde bekannt, dass die norwegische Straßenverwaltung keine Anzeichen eines technischen Defekts am Unfallwagen aus Sandvika festgestellt hatte. In ihrem Bericht kamen sie zu dem Schluss, dass das Gaspedal etwa drei Sekunden vor der Kollision zu 100 Prozent betätigt war."

Es handelte sich um einen 2022er. "Kurz nach der Markteinführung" war 2020.

Alles sehr misteriös.

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Zitat:
@gseum schrieb am 16. August 2025 um 10:32:39 Uhr:
Der Fall bleibt rätselhaft - auf dem Fahrersitz soll niemand gesessen haben, sagen die Vertreter der Opfer.
Das geht beim Recharge aber nicht. Der geht sofort aus, wenn auf dem Fahrersitz niemand sitzt. Und den definitiv vorhandenen Fahrersitzsensor negieren sie? Seltsam.
Trotzdem sind es inzwischen zu viele Fälle. Irgendetwas mag da durchaus im Argen sein.

Ja, da gibt es ne Menge Unklarheiten. Es ist auch schwer vorstellbar, dass ein nicht unbedingt geschmeidiger, über 60 Jahre alter Mann, das Gaspedal überhaupt vom Passagiersitz 100% drücken kann, schon gar nicht für drei Sekunden.

Lieb Gruß

Oli

Falls du mit Passagiersitz den Fahrersitz meinst: Wer von da das Gaspedal keine drei Sekunden voll durchdrücken kann, der sollte besser gar nicht fahren.

Zitat:
@ampfer schrieb am 16. August 2025 um 21:42:09 Uhr:
Falls du mit Passagiersitz den Fahrersitz meinst: Wer von da das Gaspedal keine drei Sekunden voll durchdrücken kann, der sollte besser gar nicht fahren.

Der Fahrer ist nicht Passagier. Fällt mir aber gerade ein, dass das deutsche Wort wohl "Beifahrer" ist.

Lieb Gruß

Oli

Mich erinnert das ganze an den Audi 5000...

https://www.spiegel.de/politik/lehrstueck-audi-a-2b26abbf-0002-0001-0000-000008813350

Und ich hatte früher einen Audi 5000 und jetzt den fraglichen von XC40 recharge...

Sehr interessant. Damals kein technischer Defekt und angesichts der bisher bekannten Details in Sachen Volvo, wäre das Fehlverhalten des Fahrpersonals wohl auch in diesem Fall die Ursache.

Das ein XC40, ohne das jemand auf dem Fahrersitz Platz nimmt, nicht fahrbereit ist, lässt sich leicht nachprüfen. Sofern ich den Sitz entlaste, ist das Auto nicht mehr "an".

Tolles Beispiel, @pastafarian!

Die meisten Unfälle waren beim Anfahren passiert. Fahrer von Automatikwagen, die auf die Position »Drive« schalteten und den langsam anrollenden Wagen gewohnheitsgemäß mit einem Tritt auf die Bremse zum Stehen brachten, verwechselten offenbar die Pedale und gaben Gas. Nach dem Unfall waren die Fahrer allerdings überzeugt, die Bremse getreten zu haben.

Das Problem des XC40 kann ähnlich sein, also nicht mal wie die Fußmatten damals im Camry. Volvo scheint allerdings ein ganz ähnliches Problem zu haben mit der Vorgehensweise. Zwar wurden diese Fahrzeuge schon zurückgerufen und umprogrammiert, aber die Episoden passieren ja immer noch. Und warum nur mit diesem Modell? Es gab ja auch den ein oder anderen Tesla, wo vom Unfaller behauptet wurde, dass der Wagen alleine beschleunigte. Das wurde allerdings immer schnell und deutlich zurückgewiesen. Hier gibt es für den Fahrer-im-Beifahrersitz gar Augenzeugen.

Lieb Gruß

Oli

Zitat:@Gustaf_Larson schrieb am 17. August 2025 um 00:39:17 Uhr:
Das ein XC40, ohne das jemand auf dem Fahrersitz Platz nimmt, nicht fahrbereit ist, lässt sich leicht nachprüfen. Sofern ich den Sitz entlaste, ist das Auto nicht mehr "an".

Ist natürlich alles nur Spekulation, aber ggf. sind die skandinavischen Ausführungen ja anders programmiert und haben keine Sitzerkennung? Und falls das Fahrzeug tatsächlich selber Gas geben sollte, warum soll es dazu nicht auch den Motor selbsttätig auf "an" stellen können?

Wie ihr alle schon schreibt, ist es alles höchst seltsam.

Alle XC40 PE kommen aus Belgien und haben keinen Startknopf. Die Startprozedur ist reinsetzen, Bremse treten, den einen Gang einlegen und auf das Strompedal treten.

War ja auch nur ein möglicher Ansatz, der mir einfiel. Wenn das so ist, dass der elektrische XC40 immer nur so "gestartet" wird, fällt die mögliche Idee natürlich raus.

Und im übrigen ist es ja egal, an welchem Produktionsstandort ein Wagen zusammengeschustert wird. Wichtig ist für welchen Markt er vorgesehen ist und wohin er ausgeliefert wird. Das meinte ich mit "skandinavischen Ausführungen".

Nee. Bleibt beim Sitzsensor über alle Märkte (nur BEV).

VW bekommt da im Moment in den U.S.A. auch Prügel:

https://www.auto-motor-und-sport.de/verkehr/nach-unfaellen-id-4-fahrer-verklagen-vw-wegen-lenkrad-touchfeldern/

Ist ja ohnehin derzeit "In", die Schuld immer bei Anderen zu suchen.

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