Verkehrsunfalll mit [vorsätzlicher] fahrlässiger Körperverletzung !!!
Hallo,
nach einem Auffahrunfall, ist mir ein Fragebogen von der Polizei ins Postfach geflattert.
Betreff : Ordungswidriegkeit und Anzeige wegen vorsätzlicher fahrlässiger Körperverletzung.
Da der Unfallgegner im Nackenbereich etwas schmerzen hatte.
Jetzt muss man beschreiben wie der Unfall von statten ging.
Muss man hier bei der Aussage etwas wichtiges beachten ? Oder einfach so niederschreiben wie es passierte ?
Der Unfall passierte wie folgt :
Ich bin die Öffentliche Musterstraße hinter dem Fahrzeug von Herrn Mustermann mit genügend Abstand gefahren.
Plötzlich hat Herr Mustermann ohne einer vorwarnung sprich ein rechtzeitiges Blinken nach Links um in eine sehr enge Parkbucht bzw. Paralellstraße abzubiegen stark gebremst. ( Auf diesem Pakrplatz kann man Parken, oder einfach den weg abzukürzen um auf die gegenüberliegende Straße zu kommen. Sonst muss man ca. 300 Meter weiter an der Ampel Links abbiegen. Herr Mustermann wollte hier die Abkürzung nutzen. )
Durch das plötzliche und starke Bremsen von Herrn Mustermann um nach links Abzubiegen, hat meine Vollbremsung nicht mehr ausgereiht. Somit war ein Auffahrunfall nicht mehr zu verhindern. Nach dem ich aus meinem Fahrzeug ausgestiegen bin , hat Herr Mustermann gesagt, dass er mich leider nicht gesehen hat.
Somit hat Herr Mustermann aus meiner Sicht eine Gefahrensitutation herbeigerufen, die nicht hätte passieren dürfen. Das starke Bremsen war unnötig, da man paar Hundert Meter weiter an der Ampel abbiegen kann.
Mir sagte natürlich die Polizei vor Ort folgendes: Wer Auffährt hat Schuld. Aber was ist mit der Situation , dass der Unfallgegner herr Mustermann eine Gefährdung herbeigerufen hat ?
Ich kann doch nicht mal einfach so auf einer normalen Starße fast bis zum Stillstand bremsen und dann noch recht haben oder ? Es war einfach ein unnötiges Bremsen.
Hab ihr eine Idee was man am besten machen soll ?
Beste Antwort im Thema
Zitat:
Original geschrieben von AlexH25
Hab ihr eine Idee was man am besten machen soll ?
Mehr Abstand halten?
123 Antworten
Ich glaube dir schon das es dich ärgert wenn ein Ortskundiger recht stark bremst weil er gepennt hat und noch schnell abbiegen will. Aber dafür sollte genau der Sicherheitsabstand da sein egal ob Blinker oder nicht, wenn du nachweisen kannst das der absichtlich ohne Grund stark bremst sieht es anders aus, allerdings wirst du immer mit Schuld sein.
Zitat:
Original geschrieben von AlexH25
Er hätte nicht 100 Meter vorher Bremen müssen. Ein rechtzeitiges Blinker setzen hätte gereicht.
Den hättest Du eh nicht gesehen, denn da Du ja genug Abstand hattest, hast Du ja gepennt.🙂😉
Das war wirklich Hilfe, Alex - du solltest dein Fahrverhalten mal überdenken.
Dein Unfallgegner macht etwas mehr Kohle (weil er sich auskennt).
Den Unfall hast du aber verursacht, es war deine Schuld - steh dazu!
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Würde man meine erste Frage genau lesen,, würde man verstehen, dass ich nicht was ausdenken möchte oder erfinden.
Natürlich ist das mit Ärger verbunden und Frust, aber mir geht mehr um das Thema Anzeige.
Wenn ich das so der Polizei schreibe ohne einen Anwalt zu beantragen, was kann da passieren ?
Machen die mir eine Geldstrafe und wie Hoch kann diese ausfallen ? Möchte ungern irgendwo mit Körperverletzung registriert sein.
Es kann doch gar nicht Vorsatz sein, oder haste gebrüllt "ich baller dir jetzt hinten rein wenn du so weiter fährst"?
Wenn da wirklich "Vorsätzlich" steht würde ich auf jeden Fall ein Anwalt einschalten.
Wer weiß was dein Unfallgegner zu Protokoll gegeben hab.
Man könnte auch einfach dort anrufen, wo der Bescheid herkommt (Polizei/Ordnungsamt/etc.), damit der "Schreiberling" überprüft, ob er sich verschrieben hat.
Nicht viel zum Thema sagen, nur dass ein Autounfall passiert ist und ob das so stimmen kann.
Würde ich jetzt jedenfalls machen... denn für eine höfliche Frage (man kann vielleicht noch dazu sagen, dass die Formulierung einen doch etwas verunsichert) kann einem keiner was, bilde ich mir ein, ohne Gewähr.
Zitat:
Original geschrieben von hk_do
Wo kommt denn der Vorwurf des Vorsatzes her?
Bei Verletzten wird der Vorwurf erstmal in den Raum gestellt, bis er bewiesen ist. Einfach nur Amtsdeutsch. Hierbei werden aber die Richter entscheiden, ob man vorsätzlich gehandelt hat um die Verletzungen beizufügen (vermutlich unwahrscheinlich) oder die Verletzungen aufgrund des Unfalls entstanden sind. Dann wars halt nur ein Unfall, jedoch muss die Versicherung für die Behandlung aufkommen bzw. Schmerzensgeld leisten. Dafür ist man ja auch versichert.
Wäre jeder Unfall ein Vorsatz, gäbe es vermutlich viele vorbestrafte Körperverletzer
Zitat:
Original geschrieben von AlexH25
Würde man meine erste Frage genau lesen,, würde man verstehen, dass ich nicht was ausdenken möchte oder erfinden.
Natürlich ist das mit Ärger verbunden und Frust, aber mir geht mehr um das Thema Anzeige.Wenn ich das so der Polizei schreibe ohne einen Anwalt zu beantragen, was kann da passieren ?
Machen die mir eine Geldstrafe und wie Hoch kann diese ausfallen ? Möchte ungern irgendwo mit Körperverletzung registriert sein.
Schalte einen Anwalt ein, auch wenn er Dein Geld kostet. Nur er kann Akteneinsicht erwirken und Deine Aussage korrekt formulieren. Ist Dir ja schon in mehreren Kommentaren angeraten worden!
ICHgehe auch davon aus, dass Du zu wenig Abstand gehalten hast. Ist aber nur
meine ganz persönliche Meinungaufgrund Deiner Schilderung.
Zitat:
Original geschrieben von 1a2b3c
Es kann doch gar nicht Vorsatz sein, oder haste gebrüllt "ich baller dir jetzt hinten rein wenn du so weiter fährst"?
Vorsatz könnte schon bewusstes zu dichtes Auffahren sein, man sollte die event. Folgen von zu dichtem auffahren kennen, richtig, ein Auffahrunfall, und man sollte die Folgen eines Auffahrunfalls kennen, bei bewusstem zu dichten Auffahren nimmt man billigend in Kauf das man einen anderen Menschen verletzen könnte.
Man muss bei Dränglern unterscheiden, es gibt Drängler die wissen es nicht besser, bilden sich ein ihr Abstand wäre ok, und es gibt Drängler die wissen es, wissen das sie im Notfall keine Chance haben, machen aber trotsdem.
Da der TE angibt er hatte genug Abstand gehört er wohl zu den Unwissenden, es wäre also kein Vorsatz.
Aber das gilt es jetzt professionell zu ermitteln. Gespräch, Vorgeschichte........
Zitat:
Original geschrieben von Diedicke1300
Vorsatz könnte schon bewusstes zu dichtes Auffahren sein, man sollte die event. Folgen von zu dichtem auffahren kennen,
Das wäre allerhöchstens grob fahrlässig. Hat aber mit Vorsatz nichts zu tun.
Man geht zumindest davon aus, dass es kaum einen Verkehrsteilnehmer gibt, welcher mit voller Absicht einem anderen reinfährt. Es sei denn, es handelt sich um Versicherungsbetrug( Stichwort Autobumser). Hier wäre es tatsächlich Vorsatz.
Zitat:
Original geschrieben von Gleiterfahrer
Das wäre allerhöchstens grob fahrlässig. Hat aber mit Vorsatz nichts zu tun.Zitat:
Original geschrieben von Diedicke1300
Vorsatz könnte schon bewusstes zu dichtes Auffahren sein, man sollte die event. Folgen von zu dichtem auffahren kennen,
Das mag leider so sein in unserer Kuscheltier Rechtssprechung.
Zitat:
Original geschrieben von AlexH25
Somit hat Herr Mustermann aus meiner Sicht eine Gefahrensitutation herbeigerufen, die nicht hätte passieren dürfen. Das starke Bremsen war unnötig, da man paar Hundert Meter weiter an der Ampel abbiegen kann.
Mir sagte natürlich die Polizei vor Ort folgendes : Wer Auffährt hat Schuld. Aber was ist mit der Situation , dass der Unfallgegner herr Mustermann eine Gefährdung herbeigerufen hat ?
Ich kann doch nicht mal einfach so auf einer normalen Starße fast bis zum Stillstand bremsen und dann noch recht haben oder ? Es war einfach ein unnötiges Bremsen.
Hab ihr eine Idee was man am besten machen soll ?
Doch kann er, es kann auch unvermittelt ein Kind auf die Straße rennen , am besten ist das du es einsiehst das du
1. nicht genügend Abstand hattest
2. deine Reakionszeit schlecht war.
3. Die Bremsen von deinem Smart einfach scheiße sind, kein Wunder bei den Fahrradreifen.
Zitat:
Original geschrieben von Pepperduster
Doch kann er, es kann auch unvermittelt ein Kind auf die Straße rennen , am besten ist das du es einsiehst das duZitat:
Original geschrieben von AlexH25
Somit hat Herr Mustermann aus meiner Sicht eine Gefahrensitutation herbeigerufen, die nicht hätte passieren dürfen. Das starke Bremsen war unnötig, da man paar Hundert Meter weiter an der Ampel abbiegen kann.
Mir sagte natürlich die Polizei vor Ort folgendes : Wer Auffährt hat Schuld. Aber was ist mit der Situation , dass der Unfallgegner herr Mustermann eine Gefährdung herbeigerufen hat ?
Ich kann doch nicht mal einfach so auf einer normalen Starße fast bis zum Stillstand bremsen und dann noch recht haben oder ? Es war einfach ein unnötiges Bremsen.
Hab ihr eine Idee was man am besten machen soll ?
1. nicht genügend Abstand hattest
2. deine Reakionszeit schlecht war.
3. Die Bremsen von deinem Smart einfach scheiße sind, kein Wunder bei den Fahrradreifen.
Und schon sind wir im Kindergarten angelangt.
Solche Dinge passieren, wünschen möchte ich es keinem, aber manche... die wissen es ohnehin immer besser und denen könnte sowas auch nie passieren...
Ich fuhr letztens auf einer zweispurigen Straße (innerorts), mich hatte gerade einer rechts überholt (der fuhr deutlich schneller als ich) und ich wollte auch nach rechts (weil ich etwas später rechts abbiegen wollte), mache also den Schulterblick, blinke rechts und fahr gerade rüber, da setzt der im letzten Moment noch "rechts schneller vor mir fahrende", der gerade rechts an mir vorbeigeschossen war, im selben Moment den Blinker und bremst.
Hat zwar noch gereicht, aber da schaust du erstmal und das wird knapp, egal wie viel Abstand du sonst hältst.
Zitat:
Original geschrieben von einsdreivier
Solche Dinge passieren, wünschen möchte ich es keinem, aber manche... die wissen es ohnehin immer besser und denen könnte sowas auch nie passieren...
Ich fuhr letztens auf einer zweispurigen Straße (innerorts), mich hatte gerade einer rechts überholt (der fuhr deutlich schneller als ich) und ich wollte auch nach rechts (weil ich etwas später rechts abbiegen wollte), mache also den Schulterblick, blinke rechts und fahr gerade rüber, da setzt der im letzten Moment noch "rechts schneller vor mir fahrende", der gerade rechts an mir vorbeigeschossen war, im selben Moment den Blinker und bremst.
Das ist irgendwie eine andere Situation, hat nicht wirklich etwas mit der Einhaltung des Sicherheitsabstands zu tun. Wer abstreitet das viele nicht im geringsten den erforderlichen Sicherheitsabstand einhalten ist entweder blind oder jemand von denen die es nicht besser wissen und können.