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Verkehrsunfall - Dashcam hinten - Anwalt wechseln?

Themenstarteram 7. September 2019 um 15:47

Hi,

hatte vor ein paar Wochen einen Verkehrsunfall, ich nahm die Ausfahrt von Süden und der Unfallverursacher die Ausfahrt von Norden, die Ausfahrt wird am ende zu einer 4 Spurigen Straße, wenn man von Norden kommt, hat man 3 Spuren zur Auswahl, 2 Linksabbiegerspuren und eine rechte.

Ich hab nur eine Spur zur Auswahl, die ganze rechte Spur die dafür ist um rechts abzubiegen.

Sprich, am Ende der Straße gibt es 2 Linksabbiegerspuren und 2 Rechtsabbiegerspuren.

Hoffe Ihr könnt folgen?

Der Unfallverursacher befand sich vor mir links, er wollte auch nach rechts abbiegen und hätte auf seiner linken Rechtsabbiegerspur blieben können, ich wollte am ende der Straße links abbiegen, soweit kam es aber nicht.

Der Unfallverursacher zog nach einer durchgezogenen Linie plötzlich auf die ganz rechte Spur und fuhr mir in die vordere linke Seite.

Am Unfalltag hat er gesagt "okay meine Schuld dies das, Polizei unnötig" und hat mir seine Papiere gegeben so wie auch die Daten seiner Versicherung.

Jetzt sagt meine Anwältin das seine Versicherung behauptet das ich ihm aufgefahren bin weil ich ja links abbiegen wollte & meine Reifenspuren an seiner Stoßstange kleben.

Warum meine Reifenspuren an seiner Stoßstange kleben ist ganz einfach, als er auf meine Spur gekommen ist, habe ich eine Vollbremsung gemacht und versucht auf meiner Spur zu bleiben während es schon gekracht hat, denke ich müsste gegengelenkt haben um nicht noch mit der rechten Seite gegen Bordstein etc zu kommen - Das ist auch nicht das Problem.

Ich habe 1 Tag vorher meine vordere Dashcam verkauft, Pech für mich, meine hintere aber war aktiv und hat aufgezeichnet & dort sieht man das ich meine Spur nicht verlasse und es plötzlich zum Unfall kommt.

Es kracht & seine Radabdeckung fliegt erstmal weg & dann hört die Aufzeichnung auch auf.

Mehr an Aufzeichnungen habe ich leider nicht, weder sein Gesicht noch sein Auto noch sein Kennzeichen auf der Aufzeichnung - Nur Datum & Uhrzeit ist hinterlegt.

Anwältin sagt das dieser nicht zu gebrauchen ist und das Gericht 50/50 entscheiden wird, womit ich natürlich nicht zufrieden bin.

Zeugen gibt es nicht, mein Kind (1 Jahr) war dabei - Das er als Zeuge nicht zählt weiß ich :)

Soll ich einfach sagen "ja okay gut ist halt so" und Pech gehabt?

Kann man den Anwalt wechseln? Eine der sich vielleicht mehr traut?

Vielleicht mit meiner Versicherung sprechen wo mein Fahrzeug versichert ist? Oder mit der Versicherung wo ich eine RSV habe?

Ist die Aufzeichnung wirklich unwichtig? Datum und Uhrzeit ist sind Original und nichts bearbeitet oder so - Denke der Hersteller könnte das auch irgendwie bestätigen wenn dass das Problem sein sollte.

Bitte um Rat.

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60 Antworten
Themenstarteram 8. September 2019 um 0:18

Zitat:

@manvo schrieb am 8. September 2019 um 00:16:46 Uhr:

So weit so gut;)

Ein Auto was etwas vor dir fährt, kann dir nicht in die Seite fahren! Also du mit deiner vorderen "Stoßstange"auf höhe seiner hinteren "Stoßstange".

Ich bin da ganz genau, der evtl. Richter übrigens auch!

Ja.. hab ich gemerkt das du da ganz genau bist :D Alles gut - Ist auch richtig so.

Quasi Toter-Winkel.

Das Video belegt zumindest einmal dass du in deiner Sur warst. Schaut man es sich verlangsamt an kann man gut erkennen das der schon angesprochene Schlenker durch den Aufprall kam. Insofern würde ich den Abwalt das Video als Beweismittel einreichen lassen.

Was dabei rauskommt weis man nicht, besitzen wir doch alle keine Glaskugel

Hallo!

Zitat:

@manvo schrieb am 8. September 2019 um 00:16:46 Uhr:

So weit so gut;)

Ein Auto welches etwas vor dir auf der linken Spur fährt, kann dir nicht in die Seite fahren! Also du mit deiner vorderen "Stoßstange"auf höhe seiner hinteren "Stoßstange". Letzten Endes hast du ihn gerammt - auch wenn der Spurwechsel nicht korrekt war.

Die ganzen Spuren vorher spielen keine Rolle.

Ich bin da ganz genau, der evtl. Richter übrigens auch!

.............."Er war vor mir links, ich war mit meiner Front höhe seiner Heckstoßstange ".................

Ich denke, wenn der betreffende Richter an dem Tag nicht gerade mit dem falschen Bein aufgestanden sein sollte, würde er sich spätestens nach der Skizze mit der Beschreibung des TE zufriedengeben. Angesichts dessen, dass seine womöglich langjährige Berufserfahrung ihn gelehrt haben dürfte, gegenüber Aussagen von Laien nicht päpstlicher als der Papst sein zu müssen. Da kann es schon mal passieren, dass die Begrifflichkeiten nicht ganz fachlich korrekt gewählt werden. Deswegen "schlechte Laune" zu bekommen, obwohl dann eine Skizze gut veranschaulicht was gemeint war, spräche in meinen Augen nicht unbedingt für den Richter.

Trifft die restliche Beschreibung zu, der TE war nicht schneller als der Unfallgegener und mit seiner Front schon (fast) auf gleicher Höhe mit dessen Heck; der TE hat seine Spur nicht verlassen, der Unfallgegner hingegen plötzlich schon und sogar ohne dies irgendwie anzuzeigen, gab es für den TE praktisch keinerlei Reaktionsmöglichkeit um den Unfall noch zu verhindern.

Die Dashcam-Aufnahme bestätigt dies, soweit man das in diesem Fall überhaupt sagen kann (der Unfallgegener ist ja leider zu keinem Zeitpunkt zu sehen). Ich würde also gegenüber meinem Anwalt darauf bestehen, dass entweder die Aufnahme berücksichtigt wird oder man mir plausibel begründet, welche Gründe dagegen sprechen.

Gruß

.SD

Weis der Unfallgegner schon das es vor Gericht geht weil manche kniggen dan ein vor allem wenn sie mitbekommen das eine Aufnahme vorhanden ist er muss ja nicht gleich wissen das die nur von hinten filmt

Zitat:

@Bressco schrieb am 7. September 2019 um 23:11:08 Uhr:

Was? Wo hab ich da bitte ein Spurwechsel gemacht?

Ich bleib die ganze Zeit auf meiner Spur wie man sehen kann und plötzlich kracht es?

Der Thread nimmt mal wieder einen typischen Verlauf. Warte noch 20 oder 30 Posts ab und dir wird 100 prozentig bewiesen, dass du die alleinige Schuld trägst. Und natürlich der Hinweis, künftig doch besser die öffentlichen Verkehrsmittel zu verwenden.

Also ich kann keinen Spurwechsel auf dem Video sehen meiner Meinung war der unfall auf deiner Spur

Aus dem Video schlussfolgere ich, das du beim Abfahren (2:30) mittig der Spur fährst und dann auf der Zusammenführung beider Abfahrten sehr weit links auf deiner Spur fährst.

Hier wurde ja schon erwähnt, das es so aussieht, als ob du selbst schon sanft nach links ziehst.

Du schneidest den Rechtsbogen, der ohne Markierung ist und ziehst dann am Ende dessen, schon ziemlich weit nach links rüber. Es wirkt schon so, das du noch vor dem Ende der durchgezogenen Linie mit den linken Reifen mindestens schon auf der Linie bist. Du fährst da ordentlich "Ideallinie".

Was mir auch noch aufgefallen ist, das du offenbar hupst, statt zu bremsen. Zumindest ist direkt vor dem "Bums" eine kurzes Hupen zu hören. Hättest also wahrscheinlich den Unfall noch vermeiden können. Sprich, du reagierst zwar auf seinen plötzlichen Spurwechsel, halt nur mit dem falschen Mittel. Zudem dann noch dieses sehr weite Linksfahren, was noch weniger seitlichen Platz zw. beiden Fahrzeugen bedeutet.

Was mich dann auch noch verwundert.

Du musst zwei Spuren nach lnks rüber, hast aber direkt vor dir ein Fahrzeug eine Spur weiter links, wirst aber nicht langsamer, um mit etwas mehr Abstand zu ihm die Spur zu wechseln.

 

Ach ja, in der Kurve sind, nach deiner Angabe, 60 erlaubt.

Betrachtet man mal, wieviel Zeit vergeht, von einem Leitpfosten zum anderen, und zwar vor dem Rechtsbogen und dann noch mal im Bereich der Zusammenführung beider Abfahrten, wo ja die Pfosten bestimmt wieder ihre 50m Abstand haben sollten, fällt auf, das du scheinbar nicht wirklich langsamer wirst und unmittelbar vor dem Crash eventuell gar noch etwas schneller bist, als vor dem Rechtsbogen. Dies könnte auch der Grund für deine "Ideallinie" sein.

Den leichten Linksbogen bei der Zusammenführung fährst du fast geradeaus, nachdem du den Rechtsbogen zuvor geschnitten hast. Schneidest also auch diesen.

Und das sieht für mich keinesfalls danach aus, ...

Zitat:

Kurz vorm Aufprall dann wohl nicht mehr sooo mittig wie sonst & das kann nach einer "langen" Kurve wo 60 erlaubt ist vielleicht mal vorkommen das man nicht immer mittig auf seiner Spur fährt.

..., sondern stark nach Gewohnheit.

 

Was das Video beweist, das du nicht nach links rübergezogen hast.

Was es aber aufzeigt, das du offenbar zu schnell bist und es nicht so ernst mit dem Spurhalten nimmst. Letzteres resultiert mit Sicherheit aus dem ersten Aspekt.

Und zu guter letzt zeigt es auch, das du offenbar noch eine Möglichkeit zum Reagieren hattest, halt nur die falsche wählst, nämlich in dem du auf die Hupe, statt auf's Bremspedal drückst.

Man könnte auch annehmen, du wolltest an den anderen noch rechts vorbei, bevor du dann deine zwei Spuren nach links wechselst.

Themenstarteram 8. September 2019 um 10:39

Youtube verschlechtert die Qualität der Videos, auf der Originalen Aufnahme kann ich beide Kennzeichen erkennen - Gern würde ich mit dem Audi-Fahrer sprechen.

Der Passat-Fahrer war ein bisschen weiter weg, ob er das gesehen hat weiß ich nicht.

Hab ich da irgendwelche Chancen?

Schau ob die Polizei den Autofahrer ermitteln kann und befragen kann

Themenstarteram 8. September 2019 um 10:49

@Rainer_EHST Deine Denkweise ist so gesehen auch verständlich, nur ist das in den Moment alles aber nicht "passiert" wie man im nachhinein in Ruhe darüber reden kann.

Durch die Kurve ist es wohl dazu gekommen das ich weiter links auf meiner Spur bin als sonst - Dennoch habe ich diese nicht verlassen - Bis zur Ampel ist das noch ein bisschen weshalb es erstmal kein Grund gab zu bremsen, nicht mal die anderen Fahrzeuge die an mir vorbeifahren werden langsamer.

Wie gesagt kam ich grad aus der Kurve und muss selber auf meine Sicherheit achten in dem ich gucke ob vielleicht Fahrzeuge durch die Kurve in meinem Toten-Winkel sein könnten, es hätte auch der Passat-Fahrer gewesen sein können der in meinem "Toten-Winkel" ist, ich hatte vor die Spur zu wechseln und das vor dem Unfallverursacher ohne diesen rechts überholen zu wollen, während ich auch auf mein Rückspiegel etc geachtet habe zog dieser plötzlich rüber. Wie gesagt ist das schon ein großer unterschied ob all das grad passiert oder man sich das alles am Rechner erneut anschauen kann.

Zitat:

@verkehrshindernis [url=https://www.motor-talk.de/.../...ten-anwalt-wechseln-t6696415.html?...]schrieb am 8. SUnd natürlich der Hinweis, künftig doch besser die öffentlichen Verkehrsmittel zu verwenden.

 

Es läuft teilweise wohl in diese Richtung.

:rolleyes:

Ich bin ja sehr weit davon entfernt ein Unfallsachverständiger zu sein, aber die Schilderung, Skizzen, Bilder und das Video des TE sind für mich schlüssig und plausibel, der TE war im toten Winkel des anderen Fahrers als dieser die Spur wechseln wollte,

Das sollte 100 : 0 für den TE ausgehen.

Anonsten gilt hier wohl auch , dass es mehr schlechte als gute Anwälte gibt.

Zitat:

nicht mal die anderen Fahrzeuge die an mir vorbeifahren werden langsamer.

Naja, der Abstand zum Audi hinter ist unmittelbar vor dem Crash fast viermal so lang, wie vor dem Rechtsbogen. Bei 2:08 ist er geschätzte 40m hinter dir, bei 2:42 sind es etwa 130m.

Und ich würde mal schon sagen, das sie dann, der Audi und Passat, spürbar langsamer an dir vorbeifahren, als du selbst zum Moment der Berührung drauf hattest.

Zitat:

@Rainer_EHST schrieb am 8. September 2019 um 10:38:40 Uhr:

Und zu guter letzt zeigt es auch, das du offenbar noch eine Möglichkeit zum Reagieren hattest, halt nur die falsche wählst, nämlich in dem du auf die Hupe, statt auf's Bremspedal drückst.

Das falsche reagieren kann man meiner Meinung nach vernachlässigen. Zwischen Hupen und dem Wums verging noch nicht mal eine Sekunde. Der Fehler begann bereits, als der TE sich im toten Winkel befunden hat. Dies ist etwas leichtsinnig, aber nicht verboten.

Zitat:

@Bressco schrieb am 8. September 2019 um 10:39:36 Uhr:

Hab ich da irgendwelche Chancen?

Ich würde zumindest nichts von der Absicht erwähnen, dass Du weiter vorne links abbiegen wolltest. Sag einfach, Du wolltest auf dieser Spur bleiben, dann sollte das eigentlich kein Problem sein.

Wenn der Unfallgegner behauptet, dass Du gesagt hast, dass Du weiter vorne links abbiegen wolltest, dann hat er sich wohl verhört.

Sollte meiner Meinung nach deine Chancen verbessern, denn damit ist er alleine für seinen Spurwechsel verantwortlich, der er so zu gestalten hat, dass er niemanden gefährdet.

Zitat:

@MvM schrieb am 8. September 2019 um 14:36:16 Uhr:

Zitat:

@Rainer_EHST schrieb am 8. September 2019 um 10:38:40 Uhr:

Und zu guter letzt zeigt es auch, das du offenbar noch eine Möglichkeit zum Reagieren hattest, halt nur die falsche wählst, nämlich in dem du auf die Hupe, statt auf's Bremspedal drückst.

Das falsche reagieren kann man meiner Meinung nach vernachlässigen. Zwischen Hupen und dem Wums verging noch nicht mal eine Sekunde. Der Fehler begann bereits, als der TE sich im toten Winkel befunden hat. Dies ist etwas leichtsinnig, aber nicht verboten.

Der Fehler war wohl eher, dass der Verursacher nicht bemerkt hat, dass sich ein Fahrzeug im toten Winkel aufhält. Schulterblick ist halt immer gut. Und dem TE hier Leichtsinn vorzuwerfen ist wohl etwas daneben. Erinnert mich an die schönen Heckaufkleber „Entschuldigung, dass ich so dicht vor ihnen herfahre“

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