Verbrauch im Winter geringer ?

Opel Vectra C

Moin Leute,

ich beobachte zur Zeit ein sehr interessantes Phänomen.

Seit es kälter ist und ich die Winterreifen drauf habe, geht mein Spritverbrauch deutlich zurück.

Die letzte Tankfüllung war die erste seit langem, die unter 10 Liter/100 km lag, bei der derzeitigen Tankfüllung liegt der Verbrauch lt. BC bei 9,3 Liter.

Eigentlich dachte ich ja, daß der Verbrauch im Winter hochgeht, daher überrascht mich das jetzt doch ein wenig.

Die Reifen sind übrigens ähnlich groß, wie die Sommerreifen (215/55 zu 215/50), daran dürfte es also nicht liegen.

Kollege simmu meinte jetzt, daß im Winter der Sauerstoffgehalt höher ist und der Motor dadurch effizienter arbeiten könnte. Mir fehlt dazu allerdings das technische Knowhow.

Ist das jemandem auch schonmal aufgefallen ?

85 Antworten

Zitat:

Original geschrieben von kerberos


Nein, trifft bei mir nicht zu. Strecke ist immer die Gleiche

@winglet: Warum zitierst Du meinen gesamten Beitrag, ohne selbst was dazuzuschreiben ?

@ kerberos:

sche**** Technik, als ich veröffentlichen wollte, war alles wech. Habe jetzt aber alles korrigiert.

Gruß

Winglet

Zitat:

Original geschrieben von SoulOfDarkness


Was meintest Du mit "länger an oder kürzer an"? Entweder er ist an, oder er ist nicht an. Wenn er an ist, dann unter oben beschriebenen physikalischen Bedingungen/Folgen.

Hallo

Ich meine: Wenn der Kompressor länger an ist,dann kühlt er länger ,die Temp sinkt tiefer. Bei kürzerer Laufzeit sinkt die Temp weniger.Dabei ist die Arbeitsbelastung des Kompressors immer gleich. Ist es draussen sehr warm ,läuft er einfach länger,oder schaltet sich in kurzen Abständen an und aus. Bei kühlem Wetter in langen Abständen.

Wie beim Kühlschrank halt! Das ist meine persönliche Logik und nicht wissenschaftlich durchdacht ,also das was Frauen nicht können. Duck und wech!

Apropos Damen! Gibt es hier überhaupt welche
Casabinse ist wohl keine,oder 😁

Gruss Bernd

Der Klimakompressor läuft immer, solange die Temperatur nicht unter 4° sinkt. Der schaltet sich nicht selbständig aus oder ein.

Zitat:

Original geschrieben von kerberos


Der Klimakompressor läuft immer, solange die Temperatur nicht unter 4° sinkt. Der schaltet sich nicht selbständig aus oder ein.

Hallo

Dann wird die Temp nur durch zumischen warmer Luft eingestellt?? Dann ist es beim Kühlschrank anders 😉

Da war ich auf der falschen Fährte!

Gruss Bernd

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Zitat:

Original geschrieben von Bernd Gehrke


Wie beim Kühlschrank halt!

Ok. Ok. Du gehst davon aus, dass das System des Kühlschranks 1:1 übernommen wurde. Stimmt nur leider nicht ganz. Das Prinzip ist das selbe. Das ist korrekt. Allerdings bleibt, im Gegensatz zum Kühlschrank, der Kompressor beim Auto immer aktiv, solange er eingeschaltet wird - wie kerberos schon schrieb. Lediglich in einigen Sonderfällen (z.B. die beschriebene Abschaltung bei Vollgas-Beschleunigung) wird der Kompressor kurzzeitig von der Motorsteuerung abgeschaltet, um z.B. zusätzliche Kraftreserven "freizumachen". Im Normalbetrieb bleib der aber immer an. Die eingestellte Temperatur wird durch mischen von Kalt- und Warmluft gesteuert.

Hi,

ist bei mir auch so !
Sommerreifen: durchschnittl. Verbrauch -> 6.9 L 🙂
Winterreifen: durchschnittl. Verbrauch -> 6.1 L 😁
Hab seit dem Räderwechsel allerdings erst einmal getankt !

Tja, wenn der Verschleiß nicht höher wäre, würde ja alles für einen Ganzjahresbetrieb von Winterreifen sprechen, wenn es um den Verbrauch geht 😁

Zitat:

Opel Homepage:

Sie (die Klimaautomatik/anlage) ist mit einem Kältekompressor mit variablem Hubraum ausgestattet, der sowohl zur Kraftstoffeinsparung als auch zur geringeren Entfeuchtung der Luft beiträgt.

Der Klimakompressor wird je nach Gegendruck im System mechanisch zurückgeregelt. Das geschieht "vollautomatisch" und "vollmechanisch" im Klimakompressor selbst, durch eine Hubraumveränderung der Zylinder. Das bedeutet, daß bei wenig Kühlbedarf auch wenig zusätzlicher Sprit verbraucht wird.

Gruß
Achim

Zitat:

Original geschrieben von general1977


Der Klimakompressor wird je nach Gegendruck im System mechanisch zurückgeregelt. Das geschieht "vollautomatisch" und "vollmechanisch" im Klimakompressor selbst, durch eine Hubraumveränderung der Zylinder. Das bedeutet, daß bei wenig Kühlbedarf auch wenig zusätzlicher Sprit verbraucht wird.

Gruß
Achim

Wenn ich mich recht erinnere wird die Kältemittelverdichtung über die Taumelscheibe geregelt. Und somit auch die benötigte Leistung, die vom Motor kommen muß.

Gruß

Zitat:

Original geschrieben von simmu


Moin,

meine Theorie dazu wäre, dass der Sauerstoffgehalt der Luft durch die niedrigen Temperaturen höher ist,

Der Sauerstoffgehalt als prozentualer Anteil an der Gesamtmenge - Volumen oder Masse - ist im Winter auch nicht anders als im Sommer.

Falls Du darauf abzieltst, dass die Dichte der Luft bei niedriger Temp höher ist, - was dazu führt, dass absolut gesehen mehr Sauerstoff pro Volumeneinheit vorhanden ist - so sollte das keine Rolle spielen. Unterschiedliche Luftdichten werden automatisch durch den Luftmassen messer kompensiert, so dass sich an der Verbrennung nichts ändert.

Gruß Wolfgang

Zitat:

Original geschrieben von Nimm6


Der Sauerstoffgehalt als prozentualer Anteil an der Gesamtmenge - Volumen oder Masse - ist im Winter auch nicht anders als im Sommer.

Falls Du darauf abzieltst, dass die Dichte der Luft bei niedriger Temp höher ist, - was dazu führt, dass absolut gesehen mehr Sauerstoff pro Volumeneinheit vorhanden ist - so sollte das keine Rolle spielen. Unterschiedliche Luftdichten werden automatisch durch den Luftmassen messer kompensiert, so dass sich an der Verbrennung nichts ändert.

Gruß Wolfgang

Hallo Wolfgang,

nur das der Volumenstrom durch den Ansaugtrakt begrenzt ist.

Das bedeutet: Bei konstantem maximalen Ausaugvolumen und steigender Luftdichte, wird der Massenstrom erhöht.

Jetzt aber mal die ketzerische Gegenfrage zu Deiner Behauptung bezüglich des Sauerstoffgehalts: Was passiert, wenn die Luftfeutigkeit zunimmt mit dem Sauerstoffgehalt der Luft?

Zitat:

Original geschrieben von J.M.G.


Hallo Wolfgang,

nur das der Volumenstrom durch den Ansaugtrakt begrenzt ist.

Das bedeutet: Bei konstantem maximalen Ausaugvolumen und steigender Luftdichte, wird der Massenstrom erhöht.

Jetzt aber mal die ketzerische Gegenfrage zu Deiner Behauptung bezüglich des Sauerstoffgehalts: Was passiert, wenn die Luftfeutigkeit zunimmt mit dem Sauerstoffgehalt der Luft?

Hallo JMG,

zu Deinen ersten 2 Absätzen:
Ja, deshalb ist die max. abrufbare Leistung im Winter bzw allgemein bei geringeren Temperaturen geingfügig höher. Darauf bin ich aber nicht eingegangen, denn es ging ja um den Kraftstoffverbrauch im Normalbetrieb. Übrigens würde der Verbrauch bei tatsächlicher Nutzung der "Wintermehrleistung" natürlich sogar ansteigen - was ja im Widerspruch zu dem geschilderten Phänomen stünde.

Zur Luftfeuchtigkeit: Zunächst mal wäre zu fragen ob es hier sgnifikante untershiede zwischen Wi und So gibt. Im Winter zwar tendenziell trockenere, weil költere Luft, andererseits mehr "feuchte" Tage. Dann: Der LMM reagiert ja vermutlich nur auf Masse, kann also nicht erkennen, wieviel Wasser im einströmenden Gas enthalten ist. Er muss wohl mit einem mittleren Wert rechnen, was dazu führen könnte, dass bei sehr hohem Wassergehalt der Ansaugluft das Gemisch zu fett wird. Nächste Frage wäre, ob die "Fehlmessung" des LMM nicht von der Lambdasonde korrigiert wird, denn die "bemerkt" die nicht-stöchiometrische Zusammensetzung des Gemischs ja sofort am Abgas. Dann ist noch offen, wie das Wasser die Verbrennung beeinflusst und was sich daraus hinsichtlich des Kraftstoffverbrauchs ergibt.

Zu viele Unbekannte, deswegen kann ich die Frage nicht beantworten. 🙂

Gruß Wolfgang

Du hast in Deiner Überlegung zum Massenstrom / kalter Temperatur völlig recht, danke, dass Du mir auf die Sprünge geholfen hast. Wenn ich mich richtig erinnere, bezogen sich alle unsere damaligen Betrachtungen eh auf das Notlaufprogramm (Volllast 😁 ). Über Teillast hatte ich in meiner ersten Aussage gar nicht nachgedacht, ich Depp!

Zur Luftfeuchtigkeit: Soweit wollte ich gar nicht ausholen. Fakt ist, dass der Wasserdampfanteil der Luft von 0-4% schwanken kann. Das bedeutet auch, dass demnach der Sauerstoffgehalt der Volumeneinheit Luft absinken muss. Ergo - bei feuchter Luft weniger Leistung. Allerdings ist dadurch nach meinem Verständiss eben der erste Satz in Deinem ersten Posting

Zitat:

Der Sauerstoffgehalt als prozentualer Anteil an der Gesamtmenge - Volumen oder Masse - ist im Winter auch nicht anders als im Sommer.

nicht völlig richtig, denn er ist eben nicht konstant, sondern verschiebt sich je nach Luftfeuchtigkeit (wie sich auch Stickstoff, Argon und Kohlendioxid verschieben). Darauf wollte ich mit meiner "Frage" hinaus.

----

Edit: Da fällt mir noch etwas ein. Eine geringer Außentemperatur t_0 bewirkt ja auch ein absinken der Gemischtemperatur T_Ges. Das kann bis zu einer gewissen Grenze natürlich das Gemisch klopffester machen, d.h. die Klingelgrenze verschieben. Fraglich ist allerdings, ob (1) wir die 10°C Unterschied überhaupt merken und (2) ob unsere PCMs überhaupt den Zündzeitpunkt permanten verschieben oder erst damit beginnen, wenn sie ihr Normalprogramm wegen Klingeln nicht mehr fahren können.

Bei der C5 erfolgt definitiv eine Leistungsreduktion wenn der Ansaugtemperatursensor zu hohe Werte liefert. Ich meine soetwas auch schon mal im Opel-Forum gelesen zu haben, wo der Wagen keine Leistung mehr hatte, als dieser Sensor ausgefallen ist. Das würde ja bedeuten, dass das PCM aus Sicherheitsgründen (Sensor liefert ja keine verläßlichen Daten mehr) auf die konservativste Kennlinie ginge...und würde für meine Theorie (!) sprechen.

So, gestern habe ich dann einen Selbstversuch gewagt, nachdem ich (mal wieder) am Bahnübergang warten mußte.

Fahrzeug läuft mit Betriebstemperatur.

- Verbrauch mit eingeschaltetem Kompressor: 1,2 - 1,4 Liter/Stunde
- ECO-Modus aktiviert -> keine Änderung des Verbrauchs
- Kompressor wieder eingeschaltet -> Verbrauch geht auf 1,8 - 2.0 Liter/Stunde hoch
- nach ein paar Sekunden geht der Verbrauch wieder auf 1,2 - 1,4 Liter/Stunde runter !
- Außentemperatur lag bei +10 Grad

Damit dürfte belegt sein, daß der Kompressor zwar läuft, aber irgendwie in einer Art 'Leerlauf'.

Hallo JMG,

zweifellos enthält eine Masseneinheit feuchte Luft weniger (gasförmigen) Sauerstoff als in trockenem Zustand.

Nun bezog sich die ursprüngliche Fragestellung ja auf den Unterschied Sommer-Winter, die Variable war also die Temperatur. Mit meiner Feststellung wollte ich also ausdrücken, dass der Sauerstoffgehalt keine Funktion der Temperatur ist - bei ansonsten konstanten Randbedingungen.

Wie ein MOtor auf feuchte Luft reagiert und ob er das überhaupt in signifikanter Weise tut, wäre wieder ein anderes Thema. Und hat ja auch nicht mehr unbedingt was mit Sommer-Winter zu tun 🙂

Was die Leistungsreduktion bei zu hoher Ansaugtemperstur angeht: Dazu kann ich nicht viel sagen. Es wäre die Frage, ob hier eine Regelfunktion im Normalbetrieb vorliegt oder nur eine Art Notabschaltung bzw Zurückregelung unter extremen Bedingungen.

Gruß Wolfgang

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