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Verbrauch Diesel-Benziner bei kaltem Motor

Themenstarteram 6. Februar 2009 um 6:53

Bei kaltem Motor/Kat verbrennt ein Benziner ja ein fetteres Gemisch um schneller auf Temperatur zu kommen, oder? Was einen hohen Verbrauch zur Folge hat. Ist es beim Diesel auch so oder immer gleich? Also nur minimal mehr Verbrauch beim Diesel wegen der höheren Reibung im Motor durch das noch kalte Öl?

Beste Antwort im Thema

Ein paar Zahlen kann ich beisteuern, da ich vor ein paar

Tagen einen VAG-COM Log für die Glühstifte

(Zusatz"heizung" für Kühlwasser) erstellt habe.

Fahrzeug ist Golf 3, AFN, 110 PS VP-TDI, 210 tkm.

Log Beginnt mit einem Kaltstart bei -3,6 °

Kühlwassertemperatur.

In warmem Zustand ist die Leerlaufdrehzahl

903 U/min und die Einspritzmenge ca. 5 mg pro Hub.

Zeit (sec) , LL-Drehzahl, Einspritzmenge, Kühlwasser

10 sec , 1008 , 11.2 , -3.6

30 sec , 987 , 11.0 , -1.8

60 sec , 966 , 10.8 , +2.7

80 sec , 945 , 9.4 , +6.3

160 sec , 903 , 8.0 , +20.0

240 sec , 903 , 6.0 , +30.0

Beim ersten Samplingpunkt war die Glühstiftheizung

noch nicht aktiv.

Beim letzten Samplingpunkt war die Glühstiftheizung

(kurzzeitig) deaktiviert, da die Drehzahl vorher kurz

unter ein 800 U/min Limit gefallen war (beim Anfahren

ohne Gas).

Diese Heizung kostet etwa 2.3 mg/Hub Kraftstoff im

Leerlauf (Widerstand durch Generatorlast).

Rechnet man diese Zusatzbelastung aus den

Samplingpunkten 2-5 heraus, so sieht man, daß

der TDI nach Frostkaltstart in ca. 2 min schon

ziemlich nahe an einen recht ökonomischen

Betriebszustand kommt.

Noch besser sieht es natürlich bei einem

Start bei typischen Schmuddeltemperaturen

von 5° aus.

Aus den Leerlaufverbräuchen auf den Fahrverbrauch

zu schließen ist natürlich nicht ganz korrekt,

aber zumindest ich lass den TDI solange er kalt

ist in sehr niedrigen Bereichen tuckern, so daß

man einen guten Anhaltspunkt hat.

Der gemessene Verbrauch nach Kaltstart laut

MFA (die geht bei mir extrem genau) bestätigt

diese Zahlen. Bei einem Test kürzlich (wurde

für diesen Thread

gemacht) lag der Durchschnittsverbrauch nach

einem Kaltstart bei 0° nach 3 km bei 6.4 l.

Die 5.0 l erschien nach weiteren 5 km auf

Landstrasse (bei 70 km/h), Öltemperatur lag

dann bei 56° . Wobei der typische

Landstrassenverbrauch bei meinem knapp über

4 l liegt (das soll hier aber bitte nicht das Thema sein!).

Grüße Klaus

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Zitat:

Original geschrieben von christians

Nebenbei würde das die Lichtmaschine auch schrotten.

Warum sollte die Lichtmaschine kaputt gehen? Sie hat einen Regler ... ohne Last wäre der Ankerstrom = 0 und sie würde nur mit Remanenz des Ankers noch etwas Spannung in die Feldspulen induzieren. Damit diese Spannung keinen Schaden anrichtet, hat der Gleichrichter zusätzlich Z-Dioden.

Mein Golf 1 D hat im Winter bei Kurzstrecke (14 km) 0,2 l mehr verbraucht. Mein Golf 2 PN verbraucht auf der gleichen Strecke 1,5 l mehr. Dafür wird die Heizung auch warm.

hallo

ich komme auf 25km strecke(immer dieselbe) bei 0° nicht unter 4,6 -,7 liter hingegen bei 10° brauche ich höchstens 4,3-,4!

zum thema anfangsverbrauch sei noch zu sagen das die geografischen gegebenheiten extrem viel ausmachen!

wenn man am anfang der fahrt eine lange steigung bewältigen muss senkt sich der verbrauch auf der mfa weniger als bei einer anfänglichen bergabfahrt!

achso zusätzlich wäre noch zu sagen das ich rechnerisch ca. 200ml weniger verbrauch als von der mfa angegeben habe!

Themenstarteram 13. Februar 2009 um 23:29

Zitat:

Original geschrieben von Becks-KTM

hallo

ich komme auf 25km strecke(immer dieselbe) bei 0° nicht unter 4,6 -,7 liter hingegen bei 10° brauche ich höchstens 4,3-,4!

zum thema anfangsverbrauch sei noch zu sagen das die geografischen gegebenheiten extrem viel ausmachen!

wenn man am anfang der fahrt eine lange steigung bewältigen muss senkt sich der verbrauch auf der mfa weniger als bei einer anfänglichen bergabfahrt!

achso zusätzlich wäre noch zu sagen das ich rechnerisch ca. 200ml weniger verbrauch als von der mfa angegeben habe!

Ok, dann wird es wohl so sein. Brutal, dann verbraucht mein TDI im Sommer also noch weniger. Dem Krüppel TDCi war das egal, im Sommer wie Winter 7,5 Liter Diesel, egal was man gemacht hat.

Jeder Motor muss bei der Zertifizierung bestimmte Abgasemissonsgrenzwerte einhalten. Der Fahrzyklus (NEFZ) wird mit kaltem Motor gestartet. Im kalten Zustand (kalte Zylinderwände...) stößt der Motor logischerweise mehr Rohemissionen (besonders HC) aus. Fatal ist dass genau dort die Abgasnachbehandlungskomponenten (Kat), die eine gewisse Betriebstemperatur benötigen, noch nicht arbeiten. Daher muss zunächst, auch auf Kosten des Verbrauchs, versucht werden den Kat aufzuheizen.

Es gibt zig Parameter um die Abgastemperatur anzuheben. Am Dieselmotor sind dies m.W. diverse Einspritzparameter, aber auch die Abgasrückführung und die Phasensteller der NW spielen eine Rolle. Am Ottomotor kann die Abgastemperatur mit dem Zündwinkel leicht beeinflusst werden. Aber auch die NW-Phasensteller werden am Ottomotor währende der Kaltstartphase verstellt. All diese Maßnahmen zur Anhebung der Abgastemperatur erhöhen den Verbrauch. Allein die Hälfte der Kapazität heutiger Motorsteuergeräte wird verwendet um die Emissionen in der Kaltstartphase in den Griff zu bekommen.

Um die Reibleistung des Motors beim Kaltstart zu reduzieren kommen heutzutage, und zukünftig verstärkt, Thermomanagement-Maßnahmen zum Einsatz: regelbare Wasserpumpen, Kühlerjalousien, regelbare Thermostatventile.....

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