USA - Plymouth Cuda '71 H-Kennzeichen
Hallo zusammen,
wo fange ich an.. Theoretisch habe ich so viele Fragen... Aber eins nach dem anderen:
Der Cuda von 71 ist einfach mein Traumauto.. Die letzten Tage habe ich das Internet durchforstet und verschiedene Cudas gefunden.. Natürlich alle relativ teuer. Aber darum geht es jetzt nicht, ich werde und kann mir jetzt noch keinen kaufen.. Dennoch sind mir ein paar Fragen aufgekommen.
Zum einen ist mir bei der Suche aufgefallen, dass es in Amerika natürlich viele davon gibt, deren Originalität aber fraglich ist - bzgl. "matching number". Einige wurden zwar schön restauriert, allerdings war es zuvor bspw. ein Cuda 383 in den dann bei der Restaurierung ein 426 Hemi eingebaut wurde. Da ich, wenn ich mir einen kaufen sollte, diesen natürlich nur als Oldie nutzen werde, hätte ich gerne ein H-Kennzeichen vom deutschen TÜV. Dieses kriegt man aber nur unter bestimmten Auflagen bzw. Bedingungen. Damit meine ich, dass das Auto so originalgetreu wie möglich sein soll. Und hier kommen wir schon zu meiner Haupt-Frage (1.).
1. Wenn ich aus Amerika (oder sonst wo her) einen Plymouth kaufen würde, der allerdings keine "Matching number" hat, könnte/würde ich dennoch ein H-Kennzeichen bekommen, wenn das Auto sonst in gutem/seht gutem Zustand ist? (Wie oben beschrieben, dass aus einem 383 ein 426 Hemi gemacht wurde)
2. In wie weit würdet ihr speziell bei diesem Auto darauf achten, dass es eine matching number hat? (natürlich sollte man so weit es geht darauf achten, dass in eine 340er Karosse kein Hemi eingebaut wurde. Das macht die Karosserie glaube ich nicht lange mit.)
3. Habt ihr Infos bzw. einen Link für mich, über den ich etwas über die Fahrzeugplakette (im Motorraum) von Plymouth lernen kann? Sprich über deren "Codierungs"-Art und -Weise, mit der die Fahrzeuge gekennzeichnet wurden. Ich würde gerne lernen bzw. verstehen, wie Plymouth die Fzg. codiert hat, um selber erkennen zu können, was ein 70er oder 72er Cuda ist. Oder welcher Motor laut Fzg.-plakette verbaut war... Ich habe dazu schon im Internet gesucht, aber leider nichts gefunden..
Eine letzte Allgemeine Frage noch.. Ich bin bei meiner Suche gestern auf dieses tolle Stück gestoßen: '71 Cuda HEMI
Allerdings macht mich der Motor sehr stutzig, da die alten Hemis meines Wissens nach nur 426 PS gebracht haben und keine 525.. Was meint ihr?
Ich danke euch schon mal für eure Hilfe! Ich weis es sind viele Fragen, aber für jede einzelne wollte ich nicht einen eigenen Thread aufmachen.
Gruß
Gernot!
Beste Antwort im Thema
Zu deinen Fragen:
1. Wenn ich aus Amerika (oder sonst wo her) einen Plymouth kaufen würde, der allerdings keine "Matching number" hat, könnte/würde ich dennoch ein H-Kennzeichen bekommen, wenn das Auto sonst in gutem/seht gutem Zustand ist?
Ja! Matching Numbers ist wie schon gesagt wurde für das H irrelevant. Wichtig ist das zeitgenössische Technik verbaut ist. Soll heißen das der TÜV dir einen Hemi aus der Zeit problemlos durchgehen lässt, einen aktuellen wie den 392er oder gar nen Hellcat Motor nicht.
2. In wie weit würdet ihr speziell bei diesem Auto darauf achten, dass es eine matching number hat?
Das hängt zum einen von deinen Ansprüchen zum anderen von deinem Geldbeutel ab. Matching Numbers Survivor kosten dank allgemeinem Mopar Hype richtig viel! Autos wie die End 60s Charger oder eben 70-71 Challenger und Cuda kosten richtig Geld wenn man da was vernünftiges haben will. Gerade in Deutschland wo Mopars sehr beliebt sind kannst du dich auf deftige Preise einstellen. Wenns dein Budget hergibt, kauf nen originalen. Da kannst du auch sicher sein im Falle eines Verkaufes wieder ordentlich Geld rauszubekommen. Wenn du darauf 0 wert legst, dann kannst du auch ne Bastelbude kaufen und nach deinen Vorstellungen herrichten wobei das ebenso stark ins Geld geht.
3. Habt ihr Infos bzw. einen Link für mich, über den ich etwas über die Fahrzeugplakette (im Motorraum) von Plymouth lernen kann? Sprich über deren "Codierungs"-Art und -Weise, mit der die Fahrzeuge gekennzeichnet wurden. Ich würde gerne lernen bzw. verstehen, wie Plymouth die Fzg. codiert hat, um selber erkennen zu können, was ein 70er oder 72er Cuda ist. Oder welcher Motor laut Fzg.-plakette verbaut war... Ich habe dazu schon im Internet gesucht, aber leider nichts gefunden..
Es gibt im Netz massenweise VIN und Fender Tag Decoder. Gerade bei den alten Mopars ist es kinderlicht sich die Infos zu beschaffen und abzugleichen solange man die VIN sowie Bilder vom Fendertag hat. Damit kannst du dann im Detail aufdröseln was der Wagen alles so hatte sprich:
-Welcher Motor?
-Welches Getriebe?
-Welche Farbe?
-Welches Trimlevel?
-Sonderausstattung?
Google sollte da ziemlich schnell was passendes für dich ausspucken. Das Geld für so einen Account sollte man ruhig in die Hand nehmen, schließlich kauft man sich nicht täglich einen Oldie dessen Wert sich minimum im Bereich einer neuen Mittelklasselimousine bewegt 😉
Sowas schützt dich am Ende vor bösen Überraschungen. Wenn du einen aus den USA möchtest, dann beauftrage im besten Falle einen Spezialisten, am besten jemanden aus Deutschland. Zwar ist das eine ziemlich teure Angelegenheit aber dafür bist du vor dem Kauf auf der ziemlich sicheren Seite weil sich vor Ort in Deutschland das vermeintliche vollrestaurierte Schnäppchen als billig übergeduschte Ronte kurz vom Exitus herausgestellt 😉
Wirklich wichtig an dieser Stelle wäre zu wissen was du gedachtest für so ein Auto auszugeben, dann kann man dir auch sagen ob du realistische Vorstellungen hast oder ob du besser weiter vom Cuda träumst 🙂
19 Antworten
https://de.wikipedia.org/wiki/MoparZitat:
@Schizzl schrieb am 13. August 2015 um 08:01:24 Uhr:
Was versteht ihr unter Mopar? Ein Auto das mit nachgefertigten Teilen (aus jüngerer Zeit) aufgebaut ist?
Mopar wird als Synoym für Fahrzeuge des Fiat-Chrysler Konzerns benutzt, gemeint sind damit halt die (US) Fahrzeuge von Chrysler, Dodge, Plymouth, etc. 🙂
Zitat:
@Schizzl schrieb am 13. August 2015 um 08:01:24 Uhr:
Ich hätte natürlich gerne einen 426 Hemi, aber der 440 6 Pack würde es auch tun.. vllt auch ein schöner 383.. 😉
71er Hemi Cudas beginnen so ab $300k, 440-6 bei $150, 383 und 340 sind entsprechend günstiger, aber auf keinen Fall billig zu haben. Ausschlaggebend beim Preis sind sicherlich auch Optionen wie Farben (Hi Impact colors sind begehrt), Getriebeart (Handschaltung), seltene Optionen wie shaker hood. Andere Ausstattungsmerkmale sind preisreduzierend wie z.b. durchgehende Sitzbank mit Lenkradautomatik und brauner Innenausstattung.
In den USA sind 71er Cudas leider die hochpreisigsten Autos im Moparbereich. In D gibt es zur Zeit ca. 10 Barracudas/Cudas aus 1971.
Soweit ich das weiß oder denke zu wissen, ist beim H zeitgenössisches Tuning erlaubt und was die Fahrsicherheit angeht. Also damals wurden auch schon dicke Vergaser und andere Motoren eingebaut usw. Wenn du natürlich nen neuen LS6 oder so reinknallst, wirds evtl nix.
Und Umrüstung auf Scheibenbremsen rundrum ist z.B. auch erlaubt glaub ich wegen der besseren Sicherheit.
Mir fällt da noch etwas Hochpreisigeres ein:
http://www.ebay.de/itm/121713806792?... :-)
Gruß SCOPE
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