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Unterschied zwischen Silikonbremsflüssigkeit DOT5 und "normaler" DOT 5 Bremsflüssigkeit?

Themenstarteram 29. Juli 2007 um 0:55

Wie schon im Betreff geschrieben,ist jemanden der Unterschied bekannt?

http://mike.british-cars.de/Silikon.htm

Die "normale" Bremsflüssigkeit DOT 5 ist doch im Handel überall erhältlich und zulässig und hat doch auch einen Silikonanteil?

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65 Antworten

Moin Moin!

DOT 5 ist teilweise für Fahrzeuge zugelassen. Allerdings ist zu beachten, dass bei der Verwednung von DOT 5 die Flüssigkeit öfter zu wechseln ist, denn sie ist NICHT hygroskopisch und bindet daher nicht das eindringende Wasser. Dieses sammelt sich an der tiefsten Stelle (meist Sattel) und kann dort dann schnell anfangen zu kochen oder im Winter sogar einfrieren.

Muckl grüßt!

Zitat:

Original geschrieben von 383-Stroker

Moin Moin!

DOT 5 ist teilweise für Fahrzeuge zugelassen. Allerdings ist zu beachten, dass bei der Verwednung von DOT 5 die Flüssigkeit öfter zu wechseln ist, denn sie ist NICHT hygroskopisch und bindet daher nicht das eindringende Wasser. Dieses sammelt sich an der tiefsten Stelle (meist Sattel) und kann dort dann schnell anfangen zu kochen oder im Winter sogar einfrieren.

Muckl grüßt!

hm, wenn nichts hygroskopisch ist, was soll dann das Wasser(Feuchtigkeit) in einem geschlossenen System anziehen?

Der Zwiebelfarmer hat's ja eigentlich schon klar und erschöpfend gesagt:

DOT5.1 ist eine Weiterentwicklung (imho höherer Siedepunkt) von DOT4 Bremsflüssigkeit, und beruht auf der althergerbachten Polyglykol-Basis, ist also hygroskopisch und muss regelmäßig gewechselt werden. Wegen des höheren Siedepunkts wurde das DOT5.1 anfangs vor allem im Rennsport benützt.

DOT5.0 ist eine völlig andere Bremsflüssigkeit, eben auf Silikonölbasis. Ob die Vor- oder Nachteile bezgl. der Bremswirkung (Hitze) hat, weiß ich nicht, aber sie hat einen Vorteil, nämlich dass sie nicht hygroskopisch ist (ist ja ein "Öl"), demnach meines Wissens nicht mehr so oft gewechselt werden muss - was der 383-Stroker aber gegenteilig sagte, nämlich dass wenn doch mal Wasser ins Bremssystem reinkommen sollte, es dann nicht von der hygroskopischen Bremsflüssigkeit gebunden wird, und sich dann irgendwo unten gefährlicherweise sammelt, ist natürlich auch logisch...also vielleicht muss man das DOT5.0 sogar öfters wechseln. Ich weiß es nicht, hatte noch nie ein Fahrzeug, wo das Zeug reingehört.

ABER: Bei Fahrzeugen, für die DOT5.0 vorgeschrieben ist (z.B. einige Ami-Schlitten, Harleys u.v.m.), hat man meines Wissens andere Bremsschläuche, jedenfalls anderes Gummimaterial, weil eine unpolare Flüssigkeit wie ein Öl sich bezüglich des Anlösens von Kunststoffen völlig anders verhält, wie eine jedenfalls polarere Flüssigkeit wie ein Polyalkohol.

Also "Öl" (DOT5.0) und "Polyalkohol" (DOT5.1) sind nicht nur nicht mischbar (das gäbe eine Emulsion, so ne Art Mayonaise...:D), sondern sie sind auch kreuzweise unverträglich mit den vielen verschiedenen Gummimaterialien im jeweiligen Bremssystem.

Gruß und guten Rutsch an die Oldie-Gemeinde.

PS: Also dabei keinesfalls rumexperimentieren, sondern in die Werkstatt gehen !!

Zitat:

Original geschrieben von Kawa_Harlekin

Der Zwiebelfarmer hat's ja eigentlich schon klar und erschöpfend gesagt:

DOT5.1 ist eine Weiterentwicklung (imho höherer Siedepunkt) von DOT4 Bremsflüssigkeit, und beruht auf der althergerbachten Polyglykol-Basis, ist also hygroskopisch und muss regelmäßig gewechselt werden. Wegen des höheren Siedepunkts wurde das DOT5.1 anfangs vor allem im Rennsport benützt.

- Jo, nix neues.

DOT5.0 ist eine völlig andere Bremsflüssigkeit, eben auf Silikonölbasis. Auch nix neues. Ob die Vor- oder Nachteile bezgl. der Bremswirkung (Hitze) hat ja, vorteile hat sie, weiß ich nicht, aber sie hat einen Vorteil, nämlich dass sie nicht hygroskopisch ist (ist ja ein "Öl"), demnach meines Wissens nicht mehr so oft gewechselt werden mussauch nix neuse - was der 383-Stroker aber gegenteilig sagte, nämlich dass wenn doch mal Wasser ins Bremssystem reinkommen sollte,das ist ja der punkt, wie und wann kommt wasser in ein normales dot4 system es dann nicht von der hygroskopischen Bremsflüssigkeit gebunden wirdlogisch, und sich dann irgendwo unten gefährlicherweise sammelt, ist natürlich auch logisch...also vielleicht muss man das DOT5.0 sogar öfters wechseln.da wären wir wieder bei meiner frage angelangt Ich weiß es nicht, hatte noch nie ein Fahrzeug, wo das Zeug reingehört. schön

ABER: Bei Fahrzeugen, für die DOT5.0 vorgeschrieben ist (z.B. einige Ami-Schlitten, Harleys u.v.m.), hat man meines Wissens andere Bremsschläuche, jedenfalls anderes Gummimaterial, weil eine unpolare Flüssigkeit wie ein Öl sich bezüglich des Anlösens von Kunststoffen völlig anders verhält, wie eine jedenfalls polarere Flüssigkeit wie ein Polyalkohol.die alten bremsschläuche müssen dann soweiso raus, weil die noch "vollgesaugt" mit der alten bremsflüssigkeit sind, d.h. in meinem fall würde ich beim wechsel auf dot5 sowieso stahlflexbremsschläuche nehmen

Also "Öl" (DOT5.0) und "Polyalkohol" (DOT5.1) sind nicht nur nicht mischbar (das gäbe eine Emulsion, so ne Art Mayonaise...:D)dot 5.1 hat kein schwein, und dot4 zu dot5 verhält sich in etwa wie wasser zu öl, sondern sie sind auch kreuzweise unverträglich mit den vielen verschiedenen Gummimaterialien im jeweiligen Bremssystem.passendes gummi wird sowieso eingebaut, silikon wird sogar zur pflege von gummi verwendet

Gruß und guten Rutsch an die Oldie-Gemeinde.

PS: Also dabei keinesfalls rumexperimentieren, sondern in die Werkstatt gehen !!bin ich lebensmüde?

lange rede kurzer sinn: gibts auch jemand der mir was neues erzählen kann? und auf meine frage eingeht anstatt nachzulabern und theoretisiert.... danke.

Umrüstobjekt wäre ggf.: W211 2006 ohne SBC.

Zitat:

Original geschrieben von heizölraser

Zitat:

Original geschrieben von Kawa_Harlekin

Der Zwiebelfarmer hat's ja eigentlich schon klar und erschöpfend gesagt:

DOT5.1 ist eine Weiterentwicklung (imho höherer Siedepunkt) von DOT4 Bremsflüssigkeit, und beruht auf der althergerbachten Polyglykol-Basis, ist also hygroskopisch und muss regelmäßig gewechselt werden. Wegen des höheren Siedepunkts wurde das DOT5.1 anfangs vor allem im Rennsport benützt.

- Jo, nix neues.....................................................

...........................

lange rede kurzer sinn: gibts auch jemand der mir was neues erzählen kann? und auf meine frage eingeht anstatt nachzulabern und theoretisiert.... danke.

 

Umrüstobjekt wäre ggf.: W211 2006 ohne SBC.

Ich weiss jetzt nicht wo dein Problem liegt. Du weisst ja alles, dann mach es doch, bau ihn um.

Zur Frage der Hydroskopie nur soviel: jedes offene Pumpsystem - und das Bremssystem ist ein offenes- wird mit der Luftfeuchtigkeit beeinflusst. Mehr oder weniger problembehaftet.

Bei DOT5 sehe ich keine Probleme mit Wasser (Luftfeuchtigkeit) die DOT 3, 4 und 5.1 hat. Das ist wohl der Grund warum es eingeführt wurde.

Übrigens, Glykole werden auch zur Gummipflege genommen.

na denn Prost Neujahr...

@heizölraser: Ich wollte ja eigentlich zum Thema was sagen und hatte auch keineswegs im Sinn auf Deine Frage zu antworten, da ich sie für recht wenig sinnvoll gehalten hatte, weil die Luftfeuchtigkeit natürlich immer über die Entlüftung des Bremssystems mit der Zeit reinkommt, wie ich jetzt halt dem flatfour nachplappere...aber da DOT5.0 (Silikon-Öl) eben nicht hygroskopisch ist, bindet es diese Feuchtigkeit auch nicht, sondern sie wird eventuell irgendwo in Form von Wasserströpfchen kondensieren, wie oben auch schon der 383-Stroker sagte...aber vielleicht wird's bei DOT5.0 über die Jahre insgesamt weniger Wasser im System geben, weil das Silikonöl sich eben nicht damit anreichert...was wohl der flatfour meinte...

Ansonsten kann ich nur davor warnen, etwas anderes ins Bremssystem einzufüllen, als das was vorgeschrieben ist, denn es gibt ja nicht nur die (Gummi-)Bremsschläuche sondern u.a. auch die Gummi-Manschetten, die den Bremskolben abdichten sollen, und ein Material, welches gegen Alkohol (polar, ähnlich wie Wasser) abdichtet, dichtet noch lange nicht zwingend auch gegen Öl (unpolar) ab und umgekehrt....sind ja beim Bremsen extrem hohe Drücke im Bremssystem....

Übrigens, in Sportmotorrädern wird das neue Dot5.1 (mit höherem Siedepunkt) teilweise schon gefahren, weil es eben kompatibel mit DOT4.0 ist, aber wirklich kaum jemand fährt meines Wissens hierzulande bereits das DOT5.0 außer ein paar Ami-Schlitten und ein paar Harleys, und die haben dann sicher das für dieses Silikonöl geeignete Gummimaterial für Bremsschläuche, Dicht-Manschetten, Dichtungen etc. verwendet. Will sagen, ich glaube nicht, dass man ein Bremssystem von Polyglykol/Polyalkohol-Bremsflüssigkeiten (DOT4, DOT5.1) auf Silikonöl (DOT5.0) umbauen kann, ohne wirklich alle Dichtgummis und Schläuche in die dann dafür geeigneten Materialien umzutauschen...ich weiß auch nicht, ob es nicht vielleicht sogar verschiedene Stahlflexleitungen gibt (deren Innereien ja auch aus Plastik sind), einmal welche geeignet für Polyglykol und einmal andere für Silikonöl. Das wäre wohl in der Tat lebensmüde, das DOT5.0 einfach in ein DOT4 System umzufüllen....

....heizölraser....bring Deinen W211 besser in die Vertrags-Werkstatt, die sagen Dir dann schon was Sache ist, werden aber viel Geld dafür verlangen...

Zitat:

Original geschrieben von Kawa_Harlekin

 

Ansonsten kann ich nur davor warnen, etwas anderes ins Bremssystem einzufüllen, als das was vorgeschrieben ist, denn es gibt ja nicht nur die (Gummi-)Bremsschläuche sondern u.a. auch die Gummi-Manschetten, die den Bremskolben abdichten sollen, und ein Material, welches gegen Alkohol (polar, ähnlich wie Wasser) abdichtet, dichtet noch lange nicht zwingend auch gegen Öl (unpolar) ab und umgekehrt....sind ja beim Bremsen extrem hohe Drücke im Bremssystem....

....heizölraser....bring Deinen W211 besser in die Vertrags-Werkstatt, die sagen Dir dann schon was Sache ist, werden aber viel Geld dafür verlangen...

Ok, dann lag ich komplett daneben, wenn es ein offenes System ist, wieso wird DOT5 -hier - so hoch gelobt und nicht auf die Gefahr der Wasserablagerung im unteren teil des Systems hingewiesen? Warum DOT5 nicht massenhaft eingesetzt wird liegt an der aufwendigeren entlüftung der Anlage(zeitaufwendiger). So ist zumindest die Argumentation in manchen Quellen. Da Mike Sander einen dementsprechenden ruf genießt wundert mich die problemlose Anpreisung des Produkts.

Der Tipp mit der Vertragswerkstatt ist bei so exotischen Aktionen zum scheitern verurteilt. Schließlich liegt es ja im Sinne der Werkstatt immer fleißig Bremsflüssigkeit zu tauschen. Also kann ich dort am wenigsten unabhängigen und ehrlich kompetenten Rat erwarten.

Da eine Stahlflexumrüstung fest eingeplant ist, wollte ich mich in dem Zug von hygroskopischer Flüssigkeit verabschieden und damit gewährleisten das zu jeder zeit der volle Bremsdruck aufgebaut werden kann. Falls jedoch wirklich die Problematik der Flüssigkeitsablagerung besteht werde ich auf DOT 5.1 wechseln.

Kann jemand diese und diese Aussagen verifizieren? Hier wird z.B. die Unbedenklichkeit bei Dichtungen beschrieben.

THX @ kawa & flat

Danke, heizölraser, für die sehr interessanten Links. Aber die Aussagen darin kann ich natürlich weder bestätigen noch widerlegen, kann ich also in keinster Weise beurteilen !

Allerdings wird irgendwo in diesen Links ja auch wärmstens empfohlen, die Gummiteile alle zu wechseln, (wohl zumindest zu erneuern)...ich hätte halt darüberhinaus vermutet, es müßte sogar anderes Gummi-Material dann sein (also für DOT5.0), sowie gibt es ja auch winzige Poren irgendwo im Bremssystem, die sich bei anderen Viskositäten auch anders verhalten können...aber wie gesagt, ich kann das nicht beurteilen, hatte noch nie ein Fahrzeug, welches DOT5.0 verwendet.

Vom Hörensagen (!) ist es auch mir bekannt, dass der Vorteil von DOT5.0, also der Silikonöl-basierten Bremsflüssigkeit, angeblich vor allem darin bestehen solle, dass man sie angeblich sehr viel weniger häufig wechseln müsse, als die Poly-Alkohol-basierten DOT4 und DOT5.1, weil sie, also die DOT5.0, eben nicht hygroskopisch ist, sich also nicht mit der Zeit mit dem darin gebundenem Wasser anreichert, was es aus der "über" dem Bremssystem stehenden Luftfeuchtigkeit einfängt. Und wenn kein Wasser mehr im System wäre, kann natürlich auch nix mehr rosten und auch bei hohen Drücken/Temperaturen kann's dann keine Wasserdampfblasen mehr geben. Klang für mich auch zunächst sehr gut.

Allerdings, das Argument vom 383-Stroker hörte ich hier zum ersten Mal, erschien mir aber durchaus sehr logisch und naheliegend und plausibel, denn wenn aber nun über die Entlüftung doch mal signifikante Luftfeuchtigkeit, z.B. bei Regenwetter, reinkommen sollte, oder auch wenn man den Deckel mal in dampfigen Wetter öffnet, dann kondensiert diese Luftfeuchtigkeit irgendwann und dann hängt irgendwann ein Wassertropfen irgendwo drin....

...will sagen, wenn für bestimmte Fahrzeuge das DOT5.0 freigegeben ist, dann haben die Leute sich das sicher sorgfältig überlegt - bei diesen Fahrzeugen mit deren Bremssystemen eben....aber bevor ich da "umfüllen" würde, würde ich abwarten, bis die Gummiteile im Bremssystem explizit für das Silikonöl getestet und ebenfalls freigegeben worden sind bzw. das ganze Bremssystem überhaupt; ich vermutete halt bisher, in den DOT5.0 Bremssystemen (Harleys und manche Ami-Schlitten usw.) würde dann anderes dafür speziell geeignetes Gummimaterial Verwendung finden, und die winzigen Poren im System hätten evtl. sogar andere Durchmesser wegen der möglicherweise anderen Viskosität von DOT5.0.

PS: Dass herkömmliche Polyalkohol-basierte Bremsflüssigkeit hygroskopisch ist, ist ja eventuell auch nicht nur ein "bug" sondern auch ein "feature", denn es verhindert Wassertröpfchen im System...bin mir aber nicht ganz sicher.

PPS: Ob das DOT5.1 statt DOT4 beim Auto so ohne weiteres geht, würde ich auch erst mal genau klären, versicherungstechnisch und so weiter...auf der Rennstrecke beim Motorrad ist's ja diesbezüglich wurscht...und gewechselt werden muss es genauso oft wie DOT4 natürlich...ob das DOT5.1 auch irgendwelche Nachteile hat gegenüber DOT4, weiß ich nicht, auf der Renne beim Motorrad hat's bisher funktioniert, gibt's aber auch erst seit paar Jahren.

Und ob die eine oder andere Bremsflüssigkeit für Dein Auto freigegeben ist, kann Dir halt nur der Hersteller selbst sagen, den würde ich aber vor einem solchen "Eingriff" tunlichst "konsultieren"...:p.

Gruß

PPPS: Da fällt mir ein, hoffentlich kam nicht der Vorbesitzers meines Oldtimers auf die extrem zweifelhafte "Verbesserungs"-Idee, einfach DOT5.0-Silikonöl in meine Bremse zu schütten, denn ich habe neulich mit DOT4 (wie es auf dem Deckel des Ausgleichsbehälters steht) nachgefüllt (muss man ja wenn die Bremsbeläge merklich dünner geworden sind)...dann hätte ich jetzt "Mayonaise" im System und die Bremse würde irgendwann versagen...:rolleyes::o

Ehe Ihr Euch weiterhin in zweifelnden Mutmaßungen ergeht, schreibt doch einfach an den Bremsen- u. -Flüssigkeits-Hersteller www.ate.de, dann bekommt Ihr definitiven Bescheid.....

Welche Aussage von Herstellern wie ATE kommt, ist absehbar, DOT 5.0 (Silikon) wird kein konventioneller FZ Hersteller freigeben, schon allein, weil zum Wechsel gründlichster Umbau und Reinigung erforderlich ist. Ich bin aber inzwischen durchaus der Meinung, daß gerade bei Oldies mit geringer Fahrleistung und langer Standzeit, ein Umbau sinnvoll sein kann. Daß das auf eigene Gefahr geschieht und formal nicht legal ist, sollte klar sein.

Pragmatisch gesehen, das schlimmste was bei Silikon passieren kann, ist Flüssigkeitsverlust bei Unverträglichkeit der Manschetten. Dagegen werden die RBZ bei konventioneller Bremsflüssigkeit durch Korrosion undicht, so what?

Zum Thema Hygroskopie noch ein Blick über den Tellerrand.

Nicht nur Citroens Zentralhydrauliker (DS, CX..., Hochdrucksystem versorgt auch die Bremse mit LHM), auch 2CV (Ente) bremsen hervorragend, problemlos und alltagstauglich mit nicht hygroskopischem LHM (liquide hydraulique minerale)

Zitat Wikipedia:

„Anfänglich setzte Citroën als Hydraulikflüssigkeit ein synthetisches Öl mit der Bezeichnung LHS (liquide hydraulique synthetique) ein, erkennbar an der roten Farbe. Dieses Öl war hygroskopisch und sorgte so bei unzureichender Wartung für Korrosionsschäden im Hydrauliksystem. Zudem konnten verschüttete Tropfen den Lack angreifen.

Ab 1964 wurde LHS durch das farblose LHS2 ersetzt mit nun weniger aggressiven Eigenschaften.

Die für alle Zentralhydrauliksysteme endgültige grüne LHM (liquide hydraulique minerale) wurde 1966 eingeführt. LHM war nicht mehr hygroskopisch, was die Lebensdauer und Betriebsfestigkeit der Systeme quasi ins Unendliche verlängerte und die Wartungsarbeiten an der Hydropneumatik auf seltene Ölwechsel (Citroën DS: alle 40.000 km), Reinigung des Filters und gelegentliches Kugeldruckprüfen reduzierte.“

Danke, zwiebelfarmer, für den Hinweis, dann scheint der "Feature"-Aspekt der Hygroskopie der Bremsflüssigkeit doch nicht so ausgeprägt zu sein.

Ich bin mir halt nicht sicher, denn diejenigen Bremssysteme, die das "ölige" DOT5.0 benützen, könnten ja auch z.B. geschlossene Bremssysteme sein (ist das vielleicht bei den Ami-Schlitten so ??), wo evtl. nur viel langsamer Luftfeuchtigkeit hineinkäme, wie etwa beim Motorrad (wo man ja den Deckel des Ausgleichsbehälters öffnen muss z.B. zum Bremse-entlüften)...aber selbst da kommt nach paar Jahren Feuchtigkeit (ist Fakt, man kann ja fast zugucken, wie die Brühe mit der Zeit langsam dunkler wird...) ins Bremssystem und beim Motorrad wird sogar empfohlen, die Bremsflüssigkeit noch öfters zu wechseln, als beim Auto, nämlich spätestens alle 2 Jahre.

Gruß

PS: Für einen Oldtimer, der dreimal im Jahr gefahren wird und sonst rumsteht, könnte es natürlich wirklich ein Segen sein, wenn die Bremsflüssigkeit kein Wasser mehr ziehen würde, denn wenn man nicht regelmäßig alle 2 Wochen auf die Bremse tritt, werden die Bremskolben ja manchmal schon nach einem Winter undicht und/oder kriegen Rostpickel...aber die Betriebserlaubnis wird durch solch einen Umbau von DOT3/4 auf DOT5.0 vermutlich/sicher/eventuell erlöschen, mit allen Konsequenzen (Versicherung usw....), wenn das nicht irgendwie vom Fahrzeug-Hersteller oder TÜV offiziell freigegeben wurde. Irgendwer "offizielles" müßte da wohl formal-juristisch-technokratisch mal etwas dazu sagen, bevor man sowas guten Gewissens machen kann - wobei schon hilfreich wäre, wenn die Fahrzeughersteller wenigstens bezüglich ihrer "Oldies" wenigstens mal rauslassen würden, ob das wenigstens prinzipiell funktionieren könnte, ohne das die Bremse irgendwann versagen könnte; auf die Verkäufer der jeweiligen Bremsflüssigkeiten alleine würde ich mich da nicht verlassen.

Zitat:

Original geschrieben von Zwiebelfarmer

Pragmatisch gesehen, das schlimmste was bei Silikon passieren kann, ist Flüssigkeitsverlust bei Unverträglichkeit der Manschetten. Dagegen werden die RBZ bei konventioneller Bremsflüssigkeit durch Korrosion undicht, so what?

Pardon, missverständlich formuliert, dies ist keine Einladung zum Pfusch!

Was ich meine ist, wer sein Fz. halbwegs pflegt, wird Flüssigkeitsverlust, gequollene Schläuche, o.a. Probleme der Bremsanlage rechtzeitig bemerken, bevor es zum Totalausfall kommt und den Fehler beheben. Egal ob mit Silikon-, oder Glykolbremsflüssigkeit.

Und nochmal, ohne Freigabe des Fz. Herstellers ist die Umrüstung auf Silikon Bremsfl. nicht legal. Aber wo kein Kläger, da auch kein Richter.

Hab' ich auch in keinster Weise so verstanden oder gar so hinstellen wollen...im Gegenteil, ich meinte ja etwa dasselbe. Bloß wie Du ja auch nochmal betonst, sollte es doch mal "scheppern" hat man ein großes Problem (selbst wenn's mit dem DOT5.0 funktionieren sollte, aber es halt einfach nicht legal ist), weil dann ist oft immer gleich auch ein Kläger da, selbst wenn der den Unfall alleine verursacht haben sollte. Mir brummte mal einer in der "kalten Jahreszeit" hinten drauf, und das erste was er (der 100% Allein-Schuld am Unfall hatte) nachguckte, war, ob ich auch Winterreifen drauf hatte...und das obwohl es gar nicht kalt war...

Gruß

Nee, ich wollte nur allgemein vorbeugen, daß mir Pfusch unterstellt wird. Was im Netz nicht eindeutig formuliert, wird oft gerne missverstanden...

Zitat:

Original geschrieben von Kawa_Harlekin

...sollte es doch mal "scheppern" hat man ein großes Problem ...

Jein, wer weiß denn davon? Bei der HU fällt das nicht auf, wird auch nicht geprüft. Und daß im Schadensfall ein Fz. sichergestellt und speziell darauf untersucht wird, ist wohl die Ausnahme. Dafür müßte ein Unfall schon reichlich bizarr sein.

Meine ganz persönliche Meinung:

Angenommen, ich würde mein Fz. auf 5.0 Silikon umrüsten, würde ich selbstverständlich besonders gründlich arbeiten, anschließend die Bremsanlage genau im Auge behalten und sehr regelmäßig kontrollieren. Wenn dann nach 6 – 12 Monaten keine Probleme auftreten, könnte man sich wohl langsam entspannen. Aber nach langer Standzeit, od. Winterpause ggf. wieder besonders gründlich prüfen.

Wenn es denn funktioniert, hätte ich auch keine Skrupel, dafür habe ich schon genug Murks anderer Leute gesehen, leider oft auch von Fachwerkstätten. Das führt dazu, daß ich eigentlich nur noch meiner eigenen Arbeit wirklich vertraue.

Hinreichenden Sachverstand vorausgesetzt, möchte ich behaupten, keine Werkstatt arbeitet so gewissenhaft, wie der i.d.R. hochmotivierte Besitzer eines Oldies. Und dieser hat auch meist die fundiertere Sachkenntnis der Uralttechnik, als viele Werkstätten. Die haben heute nur noch Neuwagenverkauf und moderne Technik im Kopf, die alten Meister sind längst in Rente. Selbst in Citroen Fachwerkstätten, ruinieren die jung- dynamischen Mechatroniker immer mal wieder eine LHM Ente, durch nachfüllen von DOT Bremsflüssigkeit...

Grüße, Z.

Hallo,

wenn du auf DOT5 Siliconbremsflüssigkeit umrüsten willst dann mußt du alle Gummiteile austauschen.

Der gravierende Vorteil an der DOT5 Siliconbrfl. ist das Lack und Farbe nicht mehr angrgriffen wird.

XR1000

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