Unruhiger Motorlauf mit Zylinderausfall W203 C200 K
Mahlzeit alle zusammen,
Ich habe schon ziemlich viel recherchiert aber nichts passendes gefunden. Das Symptombild ist auch nicht wirklich eindeutig.
Alles hat angefangen als ich vor ein paar Tagen einen wirklich sehr schönen und gepflegten W203 C 200 Kompressor von 2005 gekauft habe. Mir wurde gesagt das der Wagen sich im Stand wenn er warm wird ziemlich heftig schüttelt und nur auf 3 Töpfen läuft. Bei der Überführungsfahrt fiel es mir direkt auf. Schütteln im Stand ( für die Hüfte ziemlich angenehm für meine Nerven eher nicht), schlechte Gasannahme, keine Leistung. Auf der Autobahn waren nur 90 km/h im 4. Gang möglich. Ich musste zwischendurch tanken fahren da der Spritverbrauch auf ca. 30l auf 100km gestiegen ist. Nach der Abfahrt ist mir ein Geräusch von außen aufgefallen was sich wie ein Singnalton angehört hat aber hab mir erstmal keine Gedanken darüber gemacht weil ich einfach zum Kollegen in die Werkstatt wollte. Ab dem Zeitpunkt war die Motorleistung so schlecht das ich beim Anfahren Vollgas geben musste und kurz bevor ich die Kupplung loslassen konnte musste ich sie nochmal durchdrücken damit der Motor nicht absäuft. Letztendlich hatte ich es aber geschafft. Motorraum und am Heck ist bei laufendem Motor ziemlich starker Benzingeruch feststellbar.
Der "Singnalton" kommt aus Richtung Kraftstofffilter. Ich hab mal mit einem Hammergriff vom Radkasten aus gegengestoßen und der Ton hat sich jedes mal für paar Sekunden verändert.
Jetzt zur Kurzfassung der letzten Reparaturen und Vermutungen:
OBD hat ergeben
Fehlzündung Zylinder 3
Fehlzündung Zylinder 4
Gemisch zu Mager
Beim Abziehen der Stecker für die Zündkerzen war nur bei Zylinder 3 keine Veränderung festellbar -> Zündfunke ist aber da.
AGR-Ventil (Kombiventil) gereinigt -> keine Verbesserung
Schlüche überprüft, mit Bremsenreiniger im Leerlauf besprüht um eine Veränderung im Motorlauf zu bemerken -> keine Veränderung
Drosselklappe gereinigt -> keine Veränderung
Luftmassenmesser gereinigt -> keine Veränderung
Irgendwann fiel uns wenn der Motor lief auf das ein leises zischen zu hören war wie bei einer Miniaturdampflok. Einspritzdüsen in Verdacht. Die haben wir natürlich ausgebaut und uns ist aufgefallen das diese sauber waren aber bei Zylinder 3 und 4 waren die Dichtungen zerissen. Wir uns schon gefreut aber um Sicher zu gehen in der Reihenfolge mit neuen O-Ringen getauscht und eingebaut.
Wir haben ALLES ausgebaut gelassen nur in den Motorraum gelegt und mit den Steckern verbunden.
Wir haben den Motor gestartet und siehe da er lief wie geschmiert. Leicht gezittert aber nur minimal und wie gesagt das Steuergeräte hat komplett falsche Informationen von LMM und co. bekommen.
45 Minuten haben wir ihn laufen lassen ohne Probleme.
Nach dem Zusammenbau und dem extremen freuen das es endlich vorbei ist haben wir den Motor gestartet und es ging wieder los nur diesmal ist der aussetztende Zylinder 1.
Mein KFZ-Meister und ich sind langsam echt am Ende.
Über jede Idee oder Erfahrung würden wir uns echt freuen
50 Antworten
Zitat:
@MxD schrieb am 8. März 2024 um 12:25:00 Uhr:
Zitat:
@Crsin schrieb am 8. März 2024 um 11:32:04 Uhr:
Vielleicht fängt ja auch die Verstellung der nockenwelle auch erst ab 60 grad an…
Nein, ab einer bestimmten Drehzahl.Entweder ist der Billig LMM das Problem (90 %) oder die Ventile sind verkokt (10 %). Bekanntes Problem bei den frühen M271. Kette... OK, dann wäre aber ein Fehler mit den Steuerzeiten abgelegt. Bei letzterem Ventilreiniger versuchen (s. Netz). Das mit der Temperatur läßt eher den LMM vermuten (Anfettung beim Kaltstart).
Korrigiere die Ventile. Kompression ist wohl da.
Die Ventile sahen recht gut aus mit bloßem Auge. Wie gesagt wenn ich Rückmeldung bekomme schreibe ich sie hier rein.
Guten Abend alle zusammen,
Ich war heute mal bei Bosch und was soll ich sagen... sieht nicht gut aus.
Es wurde nichts gefunden bis man nochmals einen Kompressionstest bei warmen Motor gemacht hat. Ich dachte eigentlich den macht man immer bei Betriebstemperatur aber gut. Da kam raus das alle zylinder 10 Bar hatten und der 3. Nur 8.5 also eine Abweichungen von 1.5 bar.
Ich wurde angerufen und mir wurde gesagt das niemand sich sicher war da es auch mit Endoskop schwer zu erkennen war aber es sieht nach einem Haarriss im Auslassventil aus. Kurz darauf wurde eine Druckverlustprüfung gemacht und der 3. Hatte einen Druckverlust von 80%.
Kopf wird jetzt abgebaut um sicher zu gehen...
Danke für deine fortlaufende info.
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Ja, dafür möchte ich mich auch bedanken :-)
Also ein mechanisches Problem…, nur hat nix mit dem Kettenwechsel zu tun.
Meiner hat auch schon alle 8 Auslassventile neu, kosten nicht die Welt.
Also mir wurde gesagt alleine der Abbau liegt bei 600€. Wenn sich das bewahrheitet dann liege ich bei mit allem bei ca. 2300€.
Hab gestern den Anruf bekommen das Auslassventil sieht gut aus. Aber beide Einlassventile des 3. Sind Krumm. Rechnung wird sich auf ca. 3200€ belaufen.
Wurde da nicht die steuerkette gewechselt? Woher kommen krumme ventile? Davon muss jemand, im vorfeld, gewußt haben.
Krumme Ventile kommen, wenn sich beim Wechsel der Kette Ventile und Kolben berühren.
Ich habe schon 2x die Kette gewechselt beim M271, man muss da schon sehr genau mit 2 Mann alle 3 Wellen gleichzeitig drehen, sonst kann sowas passieren.
Der Vorbesitzer wußte das, deshalb hat er ja auch beim Verkauf darauf hingewiesen, dass nach dem Kettenwechsel der Motor nicht mehr richtig lief.
@ollicl200
Ja das war mir schon klar. Was ich damit sagen wollte, da hat einer arglistig verschwiegen, das sich ventile und kolben schon geküsst haben.
Das würde wohl selbst beim privatkauf eine anfechtbarkeit, in welche richtung auch immer (schadenersatz, kaufpreisminderung, rückabwicklung.....), bedeuten. Voraussetzung ist natürlich, das man ihm nachweisen kann das er es definitiv gewusst hat.
Ich empfinde das als vorsätzlichen betrug.
Wenn ich das hier richtig mit gelesen habe, wurde der Wagen doch als defekt verkauft, denn er lief ja schon bei der Übergabe nicht richtig und das wurde dem Käufer auch so mitgeteilt, da kann man dann juristisch nichts machen, es ist ja erlaubt ein defektes Auto zu verkaufen.
Was ich nur immer nicht verstanden habe, warum immer in der Elektronik der Fehler gesucht wurde?
Durch den Wechsel der Kette geht kein LMM oder kein Steuergerät kaputt, daher bin ich der Meinung, die Tipps hier waren alle falsch.
Man hätte von Anfang an nachforschen müssen, was beim Wechsel der Kette falsch gelaufen ist.
Jetzt wissen wir es und es tut mir für den Käufer leid, ich hoffe er hat nicht so viel für den Wagen bezahlt!?
Die Elektronik war der Verdacht und die "Hoffnung", weil er mit LMM viel schlechter lief. Den Vorbesitzer habe ich auch leider erst Wochen später kennengelernt und der hatte anscheinend absolut keine Ahnung von Autos, was er selbst gesagt hat. Obwohl die Ventile verbogen sind, haben die Kolben zum Glück keine Abdrücke oder Kerben. Für den Wagen habe ich 1700€ bezahlt.
Zitat:
@C200k schrieb am 15. März 2024 um 11:40:22 Uhr:
Rechnung wird sich auf ca. 3200€ belaufen.
Viel zu teuer..gleicht einem wirtschaftlichem Totalschaden,es sei denn, du leistest DiY Arbeit
Mahlzeit zusammen,
Ich konnte den Hobel am Donnerstag abholen, sorry, dass ich mich erst jetzt melde. Die ersten 1000 km hab ich auch schon hinter mir. Eigentlich lief er super, aber mir wurde gesagt, dass er nach der Reparatur nochmal einen Fehler geworfen hat.
Gemisch zu mager. Der Fehler kam nach ca. 800 km nochmal. Wurde gelöscht, seitdem ist Ruhe. Was mir aber aufgefallen ist, ist, dass er sich beim Anfahren manchmal für eine Sekunde verschluckt. Und dann ist wieder alles normal. Außerdem zuckt der Drehzahlmesser ab und zu ganz leicht.
Beim Abholen wurde mir gesagt, es könnte der KAT sein, aber ich vermute den LMM, weil ich mir einen bei ATP gekauft habe, der natürlich nicht original ist.