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Unangenehme oder schwierige Situationen als Fahranfänger

Themenstarteram 16. Mai 2020 um 18:40

Hallo zusammen!

Ich führe aktuell etwas Recherche durch und wollte euch deswegen fragen, was für unangenehme, schwierige oder Stress verursachende Situationen euch aus eurer Zeit als Fahranfänger einfallen? Des können explizite Situationen im Verkehr und bestimmte Manöver, die euch gestresst haben sein oder einfach was euch so einfällt.

Falls jemand einen LKW oder Busführerschein hat, sind auch spezifische Situationen für diese beiden Fahrzeugarten sehr hilfreich.

Vielen Dank im Voraus, ich freue mich auf eure Beiträge :)

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41 Antworten

Als Fahranfänger war für mich das innerstädtische Fahren in Hamburg und Berlin (mit teilweise unübersichtlichen Kreisverkehren) die größte Herausforderung und Nervenkitzel zugleich.

Auch die erste Fahrt von Hamburg an den Gardasee (allerdings mit 2 jungen Beifahrern) war als Anfang 20-Jähriger eine Wahnsinnserfahrung, die ich im Nachhinein nicht missen möchte... unsere Tour umfasste ca. 2600 km.

Da fällt mir noch was ein.

Damals, ein paar Monate nach dem ich meinen Führerschein hatte.

1 Uhr Nachts, eine Spur in die eine Richtung und eine weitere für die Gegenfahrbahn.

RTW erst mit Blaulicht, ich natürlich, puuh was jetzt ? Dann ein paar Sekunden später, Martinshorn. Ich dachte mir, oouh, Ruhe bewahren. Anstatt rechts ran zu fahren (weiter rechts, Gebüsch, Bäume etc, ähnelte einem Wald). Ich natürlich, zur Hälfte mit meinem Fahrzeug in den Gegenverkehr, da war zum Glück keiner im Gegenverkehr. Ich wollte halt schnell platz machen, der RTW Hupt ohne Ende, da habe ich gemerkt, was mache ich da falsch ?

Mir lief währenddessen der Schweiß, mir wurde sehr extrem warm, das war nicht zu beschreiben. Ich habe erst dann komplett wahrgenommen, dass alle rechts ran gefahren sind (was ja möglich war). Ich wollte dann korrigieren und nach rechts, der RTW im selben Moment hat versucht weiter von rechts weiterzufahren, ich dann blöderweise nach rechts, RTW bremst. Dann ist der RTW von links weitergefahren und war weg. Ich habe den RTW um ca. 8 Sekunden verzögert. Ich dann am nächsten Tag zur RTW Wache gefahren, den Fall geschildert, dass ich keine Strafe will etc. Vor Ort lief ich dann rot an und mir wurde wieder unangenehm warm.

Der Mitarbeiter sagte mir, man muss auch die Verhältnismäßigkeit beachten und es kann Hektik bei Jedem auftreten. Dennoch war mein Verhalten falsch. Die Sanitäter haben keine Zeit, sich um solche Dinge zu kümmern. Hätte ich überhaupt keinen Platz gemacht, dann hätte jeder Sanitäter, die Möglichkeit per Funk die Polizei zu holen.

10 Min Gespräch und ich war erleichtert.

 

Wäre diese Aktion damals wirklich hart zu bestrafen ?

Heute bewahre ich Ruhe und habe dazu gelernt. Aus Fehlern lernt man :p

Habe ich das jetzt richtig verstanden? Du bist nach links in den Gegenverkehr damit er rechts vorbei kann? Wie kommt man denn auf diese Idee?

Ohne Erfahrung in so einer Situation mit Panik kommt man auf die komischsten Ideen. Danach konnte er es sich selbst sicher auch nicht ganz erklären

Zitat:

@Bulwey schrieb am 19. Mai 2020 um 20:03:10 Uhr:

Habe ich das jetzt richtig verstanden? Du bist nach links in den Gegenverkehr damit er rechts vorbei kann? Wie kommt man denn auf diese Idee?

Hehe :D

Ja, ich weiß selber nicht, warum ich das gemacht habe, konnte ich mir bis heute nicht wirklich erklären. Vermutlich deshalb, weil ich wirklich ein sehr hilfsbereiter Mensch bin. In so einem Moment denkt man dann, hoffentlich geht es dem Patient/In gut und will natürlich ohne zu zögern, schnell helfen.

Ansonsten weiß ich es bis heute nicht wirklich. Aber selbst heute sehe ich auch erfahrene Autofahrer, die Fehler in solchen Situationen machen. Die meisten haben keine böse Absicht. Aber man muss unterscheiden zwischen Personen, die Kilometerlang auf der BAB, Rettungsfahrzeugen den Weg mit Absicht blockieren, oder gar Innerorts, absichtlich keinen Platz machen etc.

Und wie erwähnt wurde, die Verhältnismäßigkeit muss stimmen. Bei ein paar Sekunden Verzögerung und ohne großartige Beeinträchtigung im Verkehr oder für den Patienten sollte man solche Autofahrer nicht bestrafen. Ein Gespräch wirkt Wunder und bei mir hat das Gespräch vor Ort, Wunder gewirkt.

Zitat:

@Bulwey schrieb am 19. Mai 2020 um 20:03:10 Uhr:

Habe ich das jetzt richtig verstanden? Du bist nach links in den Gegenverkehr damit er rechts vorbei kann? Wie kommt man denn auf diese Idee?

Auch nicht viel besser, als eine Vollbremsung zu machen oder erst gar nicht zu reagieren und dann in der Engstelle neben einer Verkehrsinsel anzuhalten.

 

Alles schon erlebt. Von Fahrern, die mit hoher Wahrscheinlichkeit keine Anfänger mehr waren.

als der Fahrlehrer während der Autobahnfahrstunde eingeschlafen ist...

Zitat:

@Steph666 schrieb am 20. Mai 2020 um 06:13:37 Uhr:

als der Fahrlehrer während der Autobahnfahrstunde eingeschlafen ist...

Ist doch ein Vertrauensbeweis?

Wie Hannes bin ich auch in der Landwirtschaft groß geworden.

Damit konnte man fahren, bevor man überhaupt einen Lappen hatte.

In Erinnerung als Stress ist mir mein damalig erstes Auto geblieben, ein Ford Taunus, der auf einer großen Kreuzung nach den Anfahren einfach verreckt ist. Er sprang auch nicht mehr an. Das Hupkonzert war meins. Peinlich und Stress pur. Erst als ein paar andere mir halfen ihn von der Kreuzung zu schieben, habe ich mich auch wieder beruhigt.

Gruß Jörg.

Zitat:

@Hannes1971 schrieb am 20. Mai 2020 um 11:36:17 Uhr:

Zitat:

@Steph666 schrieb am 20. Mai 2020 um 06:13:37 Uhr:

als der Fahrlehrer während der Autobahnfahrstunde eingeschlafen ist...

Ist doch ein Vertrauensbeweis?

Irgendwie schon. Nur dann kam halt ein Autobahndreieck und ich musste entscheiden welche Richtung wir jetzt nehmen. :-)

Musste ich ihn dann halt doch wecken.

Ich bin im Rahmen meines Zivildienstes auch die RTW gefahren, allerdings dann oft nur auf dem Rückweg.

Teils kam es dann auch vor, daß ich als Zivi den Privatwegen des Notarztes hinter dem RTW herfahren musste. Da habe ich damals als mit Automatik unerfahrenerer Bursche dessen Mercedes mit durchgängig 6000 bis 7000 Umdrehungen über 5 km gefahren (hatte wohl so eine Auswahl der Fahrstufen D1, D2, etc.).

Keine Ahnung, ob der Wagen noch lange gehalten hat;)

Beim Busfahren war es für mich am nervigsten, als ich das erste mal in den verschneiten Alpen Schneeketten aufziehen musste, um noch ein paar Serpentinen zum Hotel hochzukommen.

Da war ich echt froh, als ich wieder unten war und auch die Ketten wieder herunterbekommen habe.

Das ganze hab ich dann eine Wintersaison lang 1x pro Woche gemacht, jedes 2. Mal brauchte man dort Ketten. Ich hab´s dann gekonnt, und mich hat nur noch gestört, daß man sich dabei halt dreckig macht wie Sau.

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