Umstieg Golf VII -> Polo GTI

VW Polo 6 (AW)

Hallo,
ich brauche mal etwas Input, weil ich derzeit hadere, ob ich meinen Golf wirklich gegen den Polo "eintauschen" soll.

Eckdaten:
- derzeit: Golf VII Highline, 1.4 TSI, 125 PS, gekauft 10/2014 als Neuwagen, LP ca. 32.000 Euro
- Finanzierung läuft im Oktober aus
- 45.000 Km gelaufen
- Garantie noch bis 10/2018
- Restrate: 13.000 Euro

Warum ich überhaupt über die Abgabe nachdenke:
- Mir fehlt das Automatikgetriebe
- ein bisschen kleiner dürfte er schon sein
- das ein oder andere Feature fehlt mir auch
- Risiko von Reparaturen steigt, erste Investitionen werden fällig

Ich habe ein Angebot vorliegen mit 12% auf den LP des Polo GTI. Der Händler würde den Golf zur Restrate übernehmen und direkt bei der Bank auslösen. Spielraum hat er da laut eigener Aussage nicht mehr und ich komme ins Zweifeln, ob ich den Golf nicht doch einfach selbst ablösen oder anschlussfinanzieren soll. Würde mich für vier Jahre ungefähr so viel kosten wie der GTI, nur dass der Golf dann mir gehört.

Ja, schon klar, ein Neuwagen ist immer Geldverbrennung, aber es spielen ja auch andere Faktoren eine Rolle wie beispielsweise:
- Kann ich über das "Downgrade" hinsichtlich der Verarbeitungsqualität im Innenraum zugunsten von Fahrspaß und DSG hinwegsehen?
- Ist der gebotene Ankaufspreis des Händlers in Höhe der Restrate angemessen oder werde ich da über den Tisch gezogen?

Zum zweiten Punkt muss ich fairerweise sagen, dass der Wagen nach einem Parkhausditscher als Unfallwagen gilt. Ansonsten ist der Zustand top, auch der Händler sagte, er hätte bis auf einen Mini-Kratzer an der Stoßstange nichts zu bemängeln (wurde dort schon in der Werkstatt begutachtet).

Ist hier jemand umgestiegen und bedauert es im Nachhinein? Oder umgekehrt: Ist jemand froh, dass er es getan hat?

Neugierigerweise habe ich den Golf mal so konfiguriert, wie ich ihn damals bestellt habe und lande heute bei einem LP von 35.000 Euro. Klar, ist inzwischen mit Facelift, besserem Navi und Co., aber es stimmt mich schon nachdenklich, dass ich plane, so ein Fahrzeug jetzt einfach für 13.000 Euro abzugeben...

Sorry, viele Worte, aber mir geht gerade viel durch den Kopf und ich habe das nicht kürzer hinbekommen.

Danke schon mal für euer Feedback.

Beste Antwort im Thema

Ich glaube, man kann ein Thema auch zu Tode diskutieren. Es wird immer Gründe geben, die für den Golf sprechen, aber auch welche, die für den Polo sind.
Mein Vorgängerfahrzeug ist z.B. ein Audi, der bekannterweise auch nicht die schlechteste Interieuranmutung hat. Was solls, ich persönlich habe mich jetzt dafür entschieden, etwas unvernünftiges zu kaufen. Klein, hart, laut und viel PS... braucht kein Mensch, aber es macht Spaß 😉 !
Wer weiss was in Zukunft noch alles kommt? Vielleicht kastrierte Ekektrofahrzeuge, die autonom hintereinander über die Strassen tuckern, weil durch das erhöhte Strassenaufkommen die Geschwindigkeitsbegrenzungen drastisch gesenkt wurden . Der Fahrer kann dann hinter dem Lenkrad schlafen oder Zeitung lesen. Schön.... aber mit Fahrspass hat das nichts zu tun.
Ok, das ist jetzt alles ein bisschen weit hergeholt, aber die Dieselthematik lässt ins schon erahnen, was so kommt.
Kurz uns knapp, ich wollte einfach unvernünftig sein und Spaß haben, und dabei auch nicht sooo viel Geld ausgeben. Aus dem Grund habe ich mich für einen Polo GTI entschieden 😉 .

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Vor allem Spaßauto - weder Golf noch Polo sind echte Spaßautos, denn selbst als GTI wird der Fahrspaß bei VW immer sehr bürokratisch verwaltet und nur geregelt abgegeben. Dafür sind es halt aber auch gute Alltagsautos und praktisch immer gut nutzbar. Gut mit Automatik gibt es weniger Alternativen, aber trotzdem würde ich evtl. mal den Horizont erweitern. Mini Cooper, Hyundai I30N, Oder auch Renault Clio RS sollte man sich mal ansehen. Die sind nicht besser, aber evtl. spaßiger.

Naja. Ich würde da schon auch ein bisschen wirtschaftlich denken. Du hast die 12 TEUR nicht zur Verfügung, um Deinen Golf abzulösen, möchtest aber schon wieder 26/27/28 TEUR für einen Neuwagen ausgeben. So viele Reparaturen können bei Deinem vier Jahre alten Golf mit 45 tkm gar nicht kommen, wie der Neue wieder an Wert verliert. Reell bringt Dein Golf wahrscheinlich 13,5 TEUR. Du würdest Ihn für 12 TEUR hergeben. Tust Du das nicht, hast Du virtuell eigentlich schon wieder eine Rücklage von 1,5 TEUR für mögliche Reparaturen. Wünsche kommen und gehen. Vielleicht gibt es in zwei Jahren schon wieder was ganz anderes als den Polo GTI. Dann müsstest Du das ja auch wieder alles finanzieren?

Ich glaube, man kann ein Thema auch zu Tode diskutieren. Es wird immer Gründe geben, die für den Golf sprechen, aber auch welche, die für den Polo sind.
Mein Vorgängerfahrzeug ist z.B. ein Audi, der bekannterweise auch nicht die schlechteste Interieuranmutung hat. Was solls, ich persönlich habe mich jetzt dafür entschieden, etwas unvernünftiges zu kaufen. Klein, hart, laut und viel PS... braucht kein Mensch, aber es macht Spaß 😉 !
Wer weiss was in Zukunft noch alles kommt? Vielleicht kastrierte Ekektrofahrzeuge, die autonom hintereinander über die Strassen tuckern, weil durch das erhöhte Strassenaufkommen die Geschwindigkeitsbegrenzungen drastisch gesenkt wurden . Der Fahrer kann dann hinter dem Lenkrad schlafen oder Zeitung lesen. Schön.... aber mit Fahrspass hat das nichts zu tun.
Ok, das ist jetzt alles ein bisschen weit hergeholt, aber die Dieselthematik lässt ins schon erahnen, was so kommt.
Kurz uns knapp, ich wollte einfach unvernünftig sein und Spaß haben, und dabei auch nicht sooo viel Geld ausgeben. Aus dem Grund habe ich mich für einen Polo GTI entschieden 😉 .

Dem kann ich nur zustimmen 😉 @MacMaus
Steige auch von Audi auf VW um finde den GTI aber einen gelungen Kompromiss....

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@seahawk

Der Mini wäre meine Alternative gewesen. Sprengt preislich aber auch den gesteckten Rahmen. Ich habe mir ein Limit gesetzt und das möchte ich nicht überschreiten. 🙂

Zitat:

@Ollner79 schrieb am 23. Mai 2018 um 08:50:15 Uhr:


Naja. Ich würde da schon auch ein bisschen wirtschaftlich denken. Du hast die 12 TEUR nicht zur Verfügung, um Deinen Golf abzulösen, möchtest aber schon wieder 26/27/28 TEUR für einen Neuwagen ausgeben. So viele Reparaturen können bei Deinem vier Jahre alten Golf mit 45 tkm gar nicht kommen, wie der Neue wieder an Wert verliert. Reell bringt Dein Golf wahrscheinlich 13,5 TEUR. Du würdest Ihn für 12 TEUR hergeben. Tust Du das nicht, hast Du virtuell eigentlich schon wieder eine Rücklage von 1,5 TEUR für mögliche Reparaturen. Wünsche kommen und gehen. Vielleicht gibt es in zwei Jahren schon wieder was ganz anderes als den Polo GTI. Dann müsstest Du das ja auch wieder alles finanzieren?

13 tsd bekomme ich für den Golf.

Diese 13 tsd könnte ich zur Verfügung stellen, allerdings möchte ich da nach Möglichkeit nicht ran, da ich dafür Zinsen bekomme, die ich sonst nirgendwo mehr bekomme. Eine monatliche Rate von ca. 300 Euro ist gut tragbar von uns und wenn es hart auf hart kommt, kann ich immer noch ans Ersparte ran.
Das finanzielle Risiko ist zumindest überschaubar.

Was heißt schon „Wünsche kommen und gehen“? Ich habe mich ja jetzt auch die vier Jahre mit dem Handschalter arrangiert und nicht zwischenzeitlich nervös nach dem nächsten Fahrzeug gesucht, sondern habe brav die Laufzeit abgewartet. Nun enden Darlehensvertrag und Garantie, ich habe ein verbrieftes Rückgaberecht... da wäre es doch blödsinnig, nicht genau jetzt abzuwägen, wie es wohl weitergehen soll.

Fakt ist, Handschalter nervt mich. Und ich glaube, ich möchte mich nicht noch weitere Jahre damit arrangieren.

Der Rest ist natürlich auch ein Stückchen Luxusproblem, schließlich könnte ich ja auch auf einen Jahreswagen von Hyundai mit nur der halben Ausstattung und Leistung wechseln. Möchte ich aber nicht, weil ich echt viel und gerne Auto fahre und mein Wagen eben nicht nur dazu dient, bequem von A nach B zu kommen, sondern auch - ein bisschen - Spaß machen darf. 😉

Klingt nicht, als würdest Du Deine Finanzen ausquetschen! Dann würde ich sagen: der Umstieg auf den GTI ist erlaubt :-)!

Also ich habe auch gute Erfahrungen damit gemacht, nach Ablauf der Laufzeit zu wechseln. Über die kompletten 4 Jahre ist das absolut entspanntes Fahren. Vor allem wenn die Garantieverlängerung dabei ist sowie sämtliche Inspektionskosten, unabhängig davon ob es um einen GTI geht oder nicht... wobei ich persönlich schon ein Limit für die monatliche Rate nicht überschreiten möchte. Für mich persönlich fühlt sich das besser an als meine kompletten Ersparnisse in ein Auto zu stecken. Ein nettes Sümmchen in Reserve zu haben fühlt sich aus meiner Sicht besser an als ein Auto komplett zu bezahlen und dann ohne Rücklagen dazustehen... Klar sieht jeder anders aber nach 4 Jahren zu wechseln und die im Falle der TE offenbar vorhandenen 13t € als beruhigende Reserve für außergewöhnliche Ausgaben oder als Sparkonto zu behalten klingt netter als diese Summe für einen 4 Jahre alten Golf auszugeben. Vor allem wenn damit alles ausgegeben ist.

Will sagen: Nicht jeder der nach 4 Jahren ein neues Auto finanziert kann die ausstehende Restsumme für den Vorgänger nicht begleichen sondern spart den entsprechenden Betrag und gönnt sich trotzdem einfach den Spaß an etwas Neuem... warum nicht!?

Also ich würde auf den Polo GTI wechseln, klingt doch alles schlüssig und gut durchdacht @Emma_P

Das mit dem Leasing habe ich mir auch überlegt, aber mein Bruder ist so ein Sklave seiner maximalen Kilometer, dass ich das Auto lieber richtig besitze, Restwert hat es in 4 Jahren trotzdem noch 😉

Der neue Polo ist sicher toll, viel falsch machen kann man da wohl nicht. Aber muss man für ein neues Leasing nicht auch eine neue Anzahlung machen? In der Schweiz wäre es wohl so. Kenne mich da nicht so gut aus.

Zitat:

@ChrisAx schrieb am 23. Mai 2018 um 12:49:15 Uhr:


Das mit dem Leasing habe ich mir auch überlegt, aber mein Bruder ist so ein Sklave seiner maximalen Kilometer, dass ich das Auto lieber richtig besitze, Restwert hat es in 4 Jahren trotzdem noch 😉

Der neue Polo ist sicher toll, viel falsch machen kann man da wohl nicht. Aber muss man für ein neues Leasing nicht auch eine neue Anzahlung machen? In der Schweiz wäre es wohl so. Kenne mich da nicht so gut aus.

Die Sonderzahlung am Anfang (Anzahlung) verringert im Grunde nur die monatlich Leasingrate.
Es gibt aber mittlerweile bei fast allen Herstellern auch Angebote mit "0" Anzahlung - dann aber entsprechend höherer monatlicher Rate. Das gilt sowohl für Leasing als auch für Finanzierungen.

Ich wechsle wahrscheinlich von einem Golf 7 GTI auf einen Polo GTI. Hintergrund ist der, dass mein GS-Leasing ausläuft und ich wieder kaufen werde, da ein Leasing durch Jobwechsel keinen Sinn mehr macht. Der Golf ist ein Superauto, was ich sofort wieder kaufen würde. Aber zwischen meinen Konfigurationen liegen fast 8.000 EUR und die Tatsache, dass nächstes Jahr der Neue kommt (der Golf hat immerhin seine 7 Jahre voll dann). Das macht das Auto zwar nicht schlechter, im Gegenteil, aber das Bessere ist des Guten Feind. Und beim Polo GTI stimmt das Gesamtpaket aus Preis und Leistung. Ich hab ein gutes DSG und nicht mehr die DQ200 Krücke, vernünftige Sitze und einen 2.0er TSI, den ich, wenn es drauf ankommt, auch mal mit 7 Litern fahren kann (oder auch mal mit 17, wenn man es ihm mal gibt :-) ). Dafür hast du dann die hundsmiserable Haptik in der Armauflage und den Türen, den blöden Becherhalter ohne Arretierung und die nicht höhenverstellbare Armlehne. Ja mei, wenn es weiter nichts ist, kann ich damit so gerade eben leben.

...und ich mache es noch krasser - Wechsel vom Golf 7 R auf Polo 1.0 85 kw - weil das Rentner-Dasein "droht" und dann nicht mehr so viel Geld für 102-Oktan-Sprit verbrannt werden kann 😁

Über die fehlende Haptik etc tröste ich mich dann eben irgendwie hinweg. Und wenn man nach 4 Jahren dann gut 10.000 € gespart hat weiß man, weshalb die Urlaubsreisen etwas umfangreicher werden konnten 😎

Also: ruhig machen!

DetlefR

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