üble Ampelschaltung

Hi,

in meinem Heimatort Püttlingen ist schon wieder Baustelle, seit Wochen. Die Ampelschaltung an der Kreuzung wurde durch eine separate Baustellenampel ersetzt, da sich die Verkehrsführung teilweise geändert hat. Teilweise gibts nur eine Spur.
Nun besteht ein für mich nicht akzeptabler Zustand bezgl. Grünphase aus Richtung Köllerbach (Köllertalstrasse ) in Richtung Ritterstrasse / Riegelsberg (Marktstrasse) und umgekehrt.
Kommt man auf der Köllertalstr und will nach links in die Marktstrasse abbiegen (nur eine Spur), kriegt die Marktstrasse schon grün, wenn auf der Köllertalstrasse noch abgebogen wird - nicht bei rot, sondern bei grün bzw. gelb.
Umgekehrt formuliert hat die Marktstrasse schon grün, wenn aus der Köllertalstrasse noch Fahrzeuge um die Ecke kommen. Hier muss man bei grün bei viel Verkehr 5 - 10 Sekunden warten, bevor man überhaupt losfahren kann. Letztens wäre mir (von der Köllertalstrasse kommend) fast eine Oma mit ihrem weissen Peugeot ins Auto gerauscht. Hat mich übelst beschimpft. Und ich bin bei grün gefahren bzw. als ich an der Baustellenampel vorbeigefahren bin, sprang sie gerade auf gelb und ich war der letzte dieser Grünphase.
Dem Ordnungsamt hatte ich schon 2 mal Meldung gemacht (ich war nicht er einzige!), die haben angeblich mehrfach geprüft, aber keinen Fehler an der Ampel-Schaltung finden können. Unglaublich, ich bin sprachlos!!!!! Ist keine Tagesbaustelle, da wär es mir noch relativ egal, sondern die Arbeiten ziehen sich wohl noch Wochen und Monate hin.
Wenns da wirklich mal kracht (und das wird es auf kurz oder lang) gibts mächtig Ärger, weil beide Parteien ggf. mittels Zeugen nachweisen können, dass sie nicht bei rot gefahren sind. Und wer ist dann Verursacher, Schuldiger, wer haftet...?
Ich spiele mit dem Gedanken, morgen früh mal zur Polizei zu dackeln und das Problem dort zu schildern. Es kann ja nicht sein, dass mehrere Leute den Fehler Melden und das Ordnungsamt findet nix.

Beste Antwort im Thema

Ich bin von einer Verkehrsbehörde und sehe das folgender Maßen:

1. Die Räumzeit ist falsch berechnet. Entweder generell zu kurz oder mit einer zu hohen Räumgeschwindigkeit die nicht erreicht wird vom Verkehr.

2. Das Ordnungsamt kann sehr wohl zuständig sein. Mein Fachdienst ist dem Fachbereich Ordnung und Gewerbe zugeordnet.

3. Derjenige der die Lichtsignalanlage und den Schaltplan anordnet ist auch in der Haftung. Allerdings wäre es im Einzelfall zu prüfen, in wie weit dort Fehler gemacht wurden.

Edit: Natürlich ist das nicht die alleinige Haftung im Regelfall, da auch die Bau- oder Verkehrssicherungsfirma und der Straßenbaulastträger in der Verantwortung stehen die Absicherung zu prüfen.

Verzögerung aufgrund von Verkehrslagen, welche die Räumgeschwindigkeit reduzieren (generell werden Standartwerte genommen), können im Vorwege nicht immer genau berechnet werden. Im Rahmen der regelmäßigen Kontrolle (verpflichtend!) müssten diese dann aber auffallen und behoben werden um nicht fahrlässig bzw. grob fahrlässig zu handeln.

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Zitat:

@cocker schrieb am 29. März 2016 um 11:15:03 Uhr:



Deshalb warte ich auch an der grünen Ampel bis kein Gegenverkehr mehr kommt. Aber das kann es ja auf Dauer nicht sein, denn wenn das jemand nicht tut, wenn ICH um die Ecke komme, ist der Palaver da. Und darauf hab ich keinen Bock, denn ich muss da des öfteren durchfahren, in beide Richtungen.

Aber genau das verhalten ist doch vollkommen normal.
Natürlich fährt man an einer solchen Ampel nicht blind los nur weil es grün geworden ist.

Es kann immer etwas sein, das der Gegenverkehr länger für die Durchfahrt der Engstelle braucht als vorgesehen.
z.B. ein Fahrradfahrer der in dem Bereich nicht überholt werden kann und langsamer fährt als angenommen, oder ein Baustellenfahrzeug blockierte kurzzeitig den Weg.

Natürlich ist es möglich das die Räumzeiten der Strecke einfach zu knapp kalkuliert sind, nachdem das aber ja nun wohl geprüft wurde wirst du dich darauf einfach einstellen müssen.

Zitat:

@Hugaar schrieb am 29. März 2016 um 11:25:43 Uhr:


[...] Aber mal Hand aufs Herz, wer fährt nich noch schnell drüber wenn er noch ein paar Meter hat und die LSA auf gelb springt!
Und das machen durchaus schon mal die letzten 3 - ... in der Reihe. [...]

Wenn man immer schön an seinem Vordermann dranbleibt, kann man auch noch bei rot hinterher. Gegenverkehr ist ja dann ausgeschlossen. 😁

also Fakt ist doch, dass die Gegenstelle nicht schon grün haben darf, wenn ich noch bei grün-gelb durchfahre und gerademal in der Hälfte der Baustelle bin! Auch wenn ich noch bei dunkelgelb fahren würde, muss ich noch Zeit genug haben, um durch die Baustelle zu kommen. Und das ist hier nicht der Fall. Es gibt auch LKW, die so schon länger brauchen, um die enge Kurve zu kriegen. Dann kommt so eine sture Oma ohne Überblick wie letztens nach dem Motto "ich hab grün ich fahr jetzt" und dann steht die eine Fahrspur komplett zu und keiner kommt mehr weiter oder schlimmer noch, es kracht. Muss das sein?
Die Tage werd ich das videotechnisch dukumentieren (leider regnets hier dauernd), geh nochmal persönlich zum Ordnungsamt und wenn die sich doof stellen, geh ich zur Polizei. Mich nervt das. Gerade eben schon wieder.

Wenn da im Baustellenteil noch eine Kurve ist, wodurch man vom einen Ende das andere nicht sehen kann, dann ist Deine Tirade hier grundsätzlich schon berechtigt. Es sollte ganz bequem möglich sein, durch die Baustelle zu kommen, ohne dass die anderen schon losfahren. Wenn das andere Ende einsehbar ist, dann kann man auch einfach schauen wann der letzte durchkommt.

Was ich für bedenklich halte ist einfach, wenn mal zwei LKW in der Baustellenverengung aufeinander treffen, und einer dann zurücksetzen muss, wird der Verkehr ewig lang aufgehalten, und das völlig unnötig. Also wenn wir mal die üblichen V&S Forum Worst Case Scenarios mit 30 Toten ausblenden, ist es trotzdem einfach nervig, wenn die Zeit zwischen den Grünphasen auf jeder Seite vom Amt nicht richtig berechnet wurde. Das sollte nun wirklich jeder einsehen.

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Zitat:

@Gurkengraeber schrieb am 29. März 2016 um 14:46:39 Uhr:


ist es trotzdem einfach nervig, wenn die Zeit zwischen den Grünphasen auf jeder Seite vom Amt nicht richtig berechnet wurde. Das sollte nun wirklich jeder einsehen.

Wie weiter oben schon erwähnt wurde, hat da nicht "das Amt" was berechnet, sondern die Firma, die für die Absicherung der Baustelle zuständig ist. Wäre also ggf sinnvoller, sich an die Baufirma zu wenden.

PS. Das ist hier mal ein Ausnahmefall - es kommt deutlich häufiger (wenn auch zum Glück immer noch recht selten) vor, dass die Rotphasen viel zu lang sind als zu kurz. Gelegentlich auch, weil jemand bei der Baufirma den "genialen" Einfall hat, eine zusätzliche Grünphase für die Baustellenausfahrt einzuprogrammieren, damit der Baulaster, der einmal alle 3 Stunden raus muss, weniger Stress verursacht...

wenn die Rotphasen zu lang sind, kommt aber keiner zu Schaden. Damit könnte ich mich problemlos anfreunden, so lange die Grünphasen auch entprechend lang sind.

Nun denn, die ganze Diskutiererei hier nützt ja nichts.

Wie gesagt am besten an den zuständigen Straßenbaulastträger bzw. die Verkehrsordnungsbehörde wenden. Wenn das alles nicht hilft, nicht weiter ärgern. Weil das nützt dann ja auch nichts.

Wenn die Rotphase subjektiv zu lang berechnet ist, muss kein Berechnungsfehler vorliegen. Auf Straßen, wo Radverkehr auf der Fahrbahn zugelassen ist, muss man die Räumgeschwindigkeit am langsamsten Verkehrsteilnehmer (Radfahrer) festlegen.

Wenn dann kein Radfahrer durch die Baustelle fährt, kommt den Wartenden die Rotphase zu lange vor.

Das ist natürlich richtig.

Aber das mit der zusätzlichen dritten Phase habe ich auch schon mal so gesehen. Und das ist nun wirklich nicht im Sinne des Erfinders. Ne feine Sache für den Baustellenverkehr, aber wegen ein paar Fuhren am Tag muss man ja nicht 24 Stunden den Verkehr unnötig aufhalten.

Zitat:

wenn die Rotphasen zu lang sind, kommt aber keiner zu Schaden.

Stimmt. Zweifellos ist eine zu kurze Rotphase im Zweifelsfall übler, gar keine Frage.

Zitat:

@cocker schrieb am 29. März 2016 um 16:06:06 Uhr:


wenn die Rotphasen zu lang sind, kommt aber keiner zu Schaden.

Wenn dort dann 30 km/h erlaubt ist, der Vordermann dann nur 20 km/h fährt, kommt bei längerer Ampelschaltung auch keiner zu Schaden und man kommt später an den Gegenverkehr, sodass der auch nicht meckern kann, dass er so lange warten muss obwohl keiner mehr entgegen kommt. 😉

Also die Baufirma anquatschen und gut is.

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