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Übersetzung 1. Gang

Themenstarteram 20. Juni 2019 um 21:19

Hallo zusammen

Ich wohne in einem eher gebirgigen Gebiet wo die Strassen nicht nur flach sind. Ich stelle fest, dass die neuen Automodelle immer länger Übersetzt sind. Ist das nur mein empfinden, oder ist das allgemein so?

Was hätte das für Vorteile?

Gibt es EU Richtlinien dazu?

Was seht ihr für Nachteile?

Ich sehe nur den Nachteil, dass meine Kupplung schneller das zeitliche segnet. Ich habe das gefühl das der Unterschied zwischen 3 und 4 Gang nicht allzu gross ist. (Die sollten weiter auseinander liegen, nicht?) Meiner Meinung nach sollte mit der Leerlaufdrehzahl des Motors im 1. Gang eine Geschwindigkeit von ca. 5km/h resultieren. Mittlerweile ist die meist bei 12-14 km/h (meine Beobachtung). Dies ist vorallem beim Anfahren blöd, da die Kupplung in diesem Bereich extrem verschleisst. Wenn es nun noch nach oben geht, muss die Kupplung eher bis 1400 Umdrehungen schleifen gelassen werden => bis 20 km/h.

Wirklich schlimm finde ich es wenn viel Gewicht geladen ist oder gar ein Anhänger angehängt ist.

Besten Dank für eure Antworten

Porenasphalt

Beste Antwort im Thema

Also grundsätzlich wird ein 1. Gang ohne vorgeschalteten Wandler auf 5 - 7 km/ h ausgelegt, mit Wandler etwas länger. Lange Gänge senken die Drehzahl insbesondere bei Konstantfahrt ab, was den Verschleiß, den auf der Reibung basierenden Verbrauch durch Erhöhung der Last, sowie durch die höhere Last den spezifischen Verbrauch reduziert.

Bei 6 Gängen ohne Wandler reicht bei 1000 U/ min ein Gangsprung pro 10er-Schritt, mit Wandler könnte man sogar noch etwas weiter gehen.

Zur Einordnung mal die Gänge bei 50 km/ h:

1. 5000 U/ min

2. 2500 U/ min

3. 1666 U/ min

4. 1250 U/ min

5. 1000 U/ min

6. 833 U/ min

 

Dass das nicht mit jeder Motorisierung in jedem Fahrzeug klappt, sollte klar sein, ab ~120 PS in der Mittelklasse ist das aber kein wirkliches Thema mehr.

 

Probleme treten bei schlecht konstruierten Antrieben mit dem Abgasverhalten auf und natürlich sind lange Übersetzungen nichts für schaltfaule Leute, wobei dieses Volk sowieso mit einer Automatik besser bedient ist.

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Um Fakten zu haben brauchst du nur die Getriebeübersetzungen aus den Prospekten zu sammeln.

Also grundsätzlich wird ein 1. Gang ohne vorgeschalteten Wandler auf 5 - 7 km/ h ausgelegt, mit Wandler etwas länger. Lange Gänge senken die Drehzahl insbesondere bei Konstantfahrt ab, was den Verschleiß, den auf der Reibung basierenden Verbrauch durch Erhöhung der Last, sowie durch die höhere Last den spezifischen Verbrauch reduziert.

Bei 6 Gängen ohne Wandler reicht bei 1000 U/ min ein Gangsprung pro 10er-Schritt, mit Wandler könnte man sogar noch etwas weiter gehen.

Zur Einordnung mal die Gänge bei 50 km/ h:

1. 5000 U/ min

2. 2500 U/ min

3. 1666 U/ min

4. 1250 U/ min

5. 1000 U/ min

6. 833 U/ min

 

Dass das nicht mit jeder Motorisierung in jedem Fahrzeug klappt, sollte klar sein, ab ~120 PS in der Mittelklasse ist das aber kein wirkliches Thema mehr.

 

Probleme treten bei schlecht konstruierten Antrieben mit dem Abgasverhalten auf und natürlich sind lange Übersetzungen nichts für schaltfaule Leute, wobei dieses Volk sowieso mit einer Automatik besser bedient ist.

@TE

Deine Beobachtung ist unzutreffend. Bei manuellen Schaltgetrieben sind inzwischen 6 Gänge üblich. Die Übersetzungen sind also im Vergleich zu früher eher kürzer. Bei AT-Getrieben ist man inzwischen bei 9 Gängen.

Ich wage es kaum zu widersprechen - aber der Eindruck des TE könnte zutreffend sein. Kommt drauf an, welche Baujahre er vergleicht.

Denn der Großteil des NEFZ Zyklus wurde im 4. und 5. Gang gefahren. Die Schaltpunkte waren fest vorgeschrieben. Ein Schelm, wer jetzt denkt, dass eine längere Übersetzung dieser beiden Gänge vorteilhaft wäre. Die kleineren Gänge müssen natürlich dazu passen.

Fred.

P.S. Trifft nur auf Schaltgetriebe zu. Automatikgetriebe durften immer so schalten, wie sie wollten. Haben daher nach NEFZ regelmäßig weniger verbraucht als Schalter.

P.S. Gänge über sechs, sind in der Regel alles Schongänge. Selbst beim neuen 8-Gang PDK des 992. Zwei Schongänge.

Er spricht halt von Neufahrzeugen.

Und verwendet den Komparativ. Was Anlass gibt zur Vermutung, dass er diese mit älteren Fahrzeugen vergleicht.

Bei den mit Leerlaufdrehzahl im 1. Gang üblichen Geschwindigkeiten ist aber keine nennenswerte Veränderung zu bemerken. Darum geht es wohl.

also die Übersetzungen sind eher kürzer geworden vor 15 jahren war ein 5 Gang Getriebe schon ein sehr guter Standard , Heute sind wir bei einem 9 Gang Getriebe ,Die lang Übersetzten Getriebe Stammen eigentlich Bei PKW vor BJ. 1970 mit teilweise 3 Gang GetriebenOPEL, Ford , AMIS,und DKW, ETZ.

und 50 kmh schafst Du im ersten Gang mit neuen Getrieben meines Wissens mit einenem normalen neuen PKW nicht mehr (Schaltgetriebe)( Lambo Etz. ausgenommen )

Bei meinem Peugeot 108 geht der erste Gang bis ca. 55 km/h. An sich erfreut mich die lange Übersetzung, die ersten beiden Gänge hätten sie aber etwas kürzer machen dürfen. Bei 0-100 nur ein Mal schalten zu müssen mag ein paar Zehntelsekunden einbringen, aber wenn mir das wirklich wichtig wäre hätte ich wohl nicht zum Einliter-Dreizylinder gegriffen.

Viel wichtiger als das letzte Hundertstel in der Beschleunigung ist halt vorallem der Punkt, dass das Getriebe eines stinknormalen PKW zur Anwendung passt und die ist i.d.R. ein relativ leistungsarmer Betrieb auf öffentlichen Straßen, wo es vorallem um Verbrauch, Schall- und Abgasemissionen geht.

Auch mit 6 Gängen lassen sich z.B. 1 - 2 Hochlastübersetzungen ermöglichen, es muss nur entsprechend ausgelegt werden.

Ich verstehe nicht, wieso der Kupplungsverschleiß von der Drehzahlbreite des 1. Ganges abhängen soll.

Gesamtgewicht des Fahrzeuges/Gespannes in Relation zur Motorleistung und Sensibilität des linken Fußes sind wohl die Faktoren, die die Lebensdauer der Kupplung bestimmen - gleich welchen Baujahres.

Wohne selbst in einer recht "hügeligen" Gegend. Millionen Kilometer mit täglich mehreren hundert Kilo im Kofferraum ließen meine Kupplungen trotzdem nicht verschleißen - bei Fahrzeughaltezeiten bis 1/2 Mio. Kilometer.

Die Leerlaufgeschwindigkeit dürfte wohl an des Drehmoment des Motors angepaßt sein.

Zitat:

@berlin-paul schrieb am 20. Juni 2019 um 21:41:23 Uhr:

@TE

Deine Beobachtung ist unzutreffend. Bei manuellen Schaltgetrieben sind inzwischen 6 Gänge üblich. Die Übersetzungen sind also im Vergleich zu früher eher kürzer. Bei AT-Getrieben ist man inzwischen bei 9 Gängen.

...es sind 10 (ford mustang).

Zitat:

@mg18 schrieb am 21. Juni 2019 um 02:09:36 Uhr:

Bei 0-100 nur ein Mal schalten zu müssen mag ein paar Zehntelsekunden einbringen, aber wenn mir das wirklich wichtig wäre hätte ich wohl nicht zum Einliter-Dreizylinder gegriffen.

Wieso, dass ist doch die Motorisierung der Zukunft - mit entsprechender Aufladung sind 250 PS kein Problem mehr ;)

0.75 Liter Vierzylinder, 200PS je Liter aus nem Sauger. 0-100 km/ 2.9 Sekunden. Wie jede 750er reicht der erste Gang bis über 100 km/h hoch.

Meine letzten VIER Autos (ab Baujahr 85) waren so übersetzt, dass 50 km/h im ersten Gang noch gerade so gingen, der zweite reichte meistens bis 80/90 hoch. Kann daher nicht wirklich ne Änderung erkennen. Was man halt merkt: Wenn ein Turbo unten im Drehzahlkeller nach seinem Ladedruck und damit Drehmoment sucht, somit nicht aus den Pötten kommt. Betrifft aber fast alle Turbos.

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