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Übergangswiderstand - insbesondere Masse

Themenstarteram 3. Oktober 2020 um 16:03

Grundsätzliche Frage an die, die Elektronen in den Adern haben:

Wie hoch stuft ihr Übergangswiderstände z.B. bei Masse in

sehr gut - gut - mittel - schlecht - too much

in Zahlenwerten (Ohm) ein?

Beste Antwort im Thema

Ich versuch’s mal so...

An jeder Kontaktfläche (auch sauber und neu) entsteht ein Kontakt oder anders genannt „Übergangswiderstand.

Das ist dem Umstand geschuldet, das die Kontaktflächen, mikroskopisch gesehen, eine gewisse Rauheit haben und die Flächen eben nicht vollständig aufeinanderliegen.

Die Höhe des Kontaktwiderstandes ist im wesentlichen abhängig vom Material, von der Größe der Kontakfläche und der Anpresskraft.

Soweit die Theorie. Im Laufe der Zeit erhöht sich der Kontaktwiderstand durch Korrosionen des Material, nachlassen des Anpressdrucks.

So ...nun zu den „Ohm Werten“ die Du gerne hättest.

Ein „guter“ Widerstandswert sollte sich im einstelligen Milliohmbereich bewegen, denke ich, vielleicht maximal so 10 Milliohm.

Warum?.......Wenn man (sehr vereinfacht nach Hausfrauenkopfrechnung) über den, durch den Übergangswiderstand an der Klemmstelle auftretenden Spannungsabfall nachdenkt, sollte dieser ja möglichst klein ausfallen. Wenn man mal nach dem Ohmschen Gesetzt rechnet und mal einen Strom von maximal 10 A gegen Masse annimmt, kommt man nach U=R*I bei 10 Milliohm .......U =0,01 Ohm * 10A auf einen Spannungsabfall von 0,1V an der Klemmstelle. Das wäre wohl noch als vertretbar zu bezeichnen.

0,2 Ohm (klingt ja auch noch gut, oder? ) als angenommener Kontaktwiderstand würde dann schon 2V Spannungsabfall bedeuten. Immer auf einen Strom von 10A bezogen.

Und um es noch deutlicher zu machen ......auf die Verlustleistung an der „schlechten“ Klemmstelle bezogen ergibt sich für P= I quadrat * R dann bspw. 10A (zum quadrat) * 0,2 Ohm immerhin eine „Heizung“ von 20 Watt an der Klemmstelle. 2 Ohm Widerstand würden dann schon mit 200 Watt heizen. Durch diesen Effekt werden schlechte Klemmstellen bspw. in der Installationstechnik dann auch möglicherweise zur Gefahr. Die eingebrachte Wärme verschlechtert den Kontakt dann kontinuierlich weiter, was zu noch höheren „Heizleistungen“ führt, das ganze kann sich dann bis zum Brand aufschaukeln.

Hoffentlich wurde deutlich das ein „guter“ Kontaktwiderstand extrem klein sein sollte, also wie erwähnt, im einstelligen Milliohmbereich. 0,5 Ohm oder gar 1 Ohm wären als sehr schlecht zu bezeichnen.

Das kann man aber direkt an der Klemmstelle nur mit einem speziellen, teueren Widerstand-Messgerät messen, da die Werte so klein sind. Ein einfaches Multimeter ist dafür ungeeignet, sicher hast Du schon mal gesehen das die Multimeteranzeige in der 2ten Kommastelle ziemlich „wackelt“ und nicht genau abzulesen ist. Aber genau da befindet sich ja der Milliohm Messwert (bspw. 0,01 Ohm für 10 mOhm)

Du kannst also die Kontakflächen nur sorgfältig auf Sauberkeit, Korrosion und Anpressdruck kontrollieren. Wenn das in Ordnung ist stellt sich auch ein sehr kleiner Kontaktwiderstand ein.

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Wozu nur bei Masse? Übergangswiderstände gibt es bei jeder Verbindung, also auch bei Plus, egal ob gesteckt oder geschraubt. Verstehe den Sinn deiner Frage nicht.

Einen Übergangswiderstand kann man mittels einer simplen Widerstandsmessung schlecht bzw. nicht klassifizieren.

Es handelt sich da ja um eine durch Korrosion, Feuchtigkeit, Materialunterschiede, Flächendruck usw. gekennzeichneten Kontakt bzw. Kontaktschicht.

Der fließende Strom spielt eine große Rolle, da dieser die aufgezählten Eigenschaften beeinflusst und verändert.

Ein gemessener Widerstand wird sich in Abhängigkeit davon stark verändern, d.h. er ist nicht linear.

Themenstarteram 3. Oktober 2020 um 19:06

Zitat:

@4Takt schrieb am 3. Oktober 2020 um 18:04:32 Uhr:

Wozu nur bei Masse? Übergangswiderstände gibt es bei jeder Verbindung, also auch bei Plus, egal ob gesteckt oder geschraubt. Verstehe den Sinn deiner Frage nicht.

Bitte Genau lesen, die Frage lautete „z.B. bei Masse“ bzw. insbesondere bei Masse ...

Zahlenwerte wären ein Sinnvoller Beitrag gewesen!

von 0,001 Ohm (sehr gut) bis 10kOhm Ohm (much to much...) durchaus.

Je nach Zustand, wie @gobang ja schon schrieb.

bringt diese Aussage irgend etwas?

Themenstarteram 3. Oktober 2020 um 20:45

Selig die Ahnungslosen, denn sie wissen nicht, dass ....

 

Aber im Ernst, ich hatte kürzlich einen: Fehler gespeichert ohne Ende, wollte nicht starten, massive Startschwierigkeiten - auch beim Fremdstarten. Nur bei Starthilfe mit Masse direkt am Motor war alles gut. Masse Kabel Karosserie-Motor: Korrosion entfernt -> alles gut.

 

Ein Anderer: Massekabel Alu-Karosse - Motor. Oxidschicht am Alu-Träger entfernt. Alles gut.

 

Aber man sollte doch auch die zu hohe Übergangswiderstände mittels Multimeter erkennen können - oder nicht?

Jein mit Tendenz zum Nein. Das hängt vor allem auch davon ab welcher Strom darüber fliest (Also quasi Last).

Beispielsweise reicht es aus um Radio zu hören... aber sobald der Anlasser losdrehen soll... bricht alles zusammen weil nun hohe Last = hoher Strom darüber fließt und der Übergangswiderstand auf einmal "größer ist". Wie es schon geschrieben wurde, der ist nicht statisch und auch nicht linear.

Mit Multimeter kannst aber mal den Spannungsabfall checken.

Da heißt es im uralten "Kfz-Elektrik" von Kierdorf/Kasedorf, dass im Anlasserkreis masseseitig ein Abfall von 0,5 V zulässig ist [S. 48, 12. Auflage].

Ich versuch’s mal so...

An jeder Kontaktfläche (auch sauber und neu) entsteht ein Kontakt oder anders genannt „Übergangswiderstand.

Das ist dem Umstand geschuldet, das die Kontaktflächen, mikroskopisch gesehen, eine gewisse Rauheit haben und die Flächen eben nicht vollständig aufeinanderliegen.

Die Höhe des Kontaktwiderstandes ist im wesentlichen abhängig vom Material, von der Größe der Kontakfläche und der Anpresskraft.

Soweit die Theorie. Im Laufe der Zeit erhöht sich der Kontaktwiderstand durch Korrosionen des Material, nachlassen des Anpressdrucks.

So ...nun zu den „Ohm Werten“ die Du gerne hättest.

Ein „guter“ Widerstandswert sollte sich im einstelligen Milliohmbereich bewegen, denke ich, vielleicht maximal so 10 Milliohm.

Warum?.......Wenn man (sehr vereinfacht nach Hausfrauenkopfrechnung) über den, durch den Übergangswiderstand an der Klemmstelle auftretenden Spannungsabfall nachdenkt, sollte dieser ja möglichst klein ausfallen. Wenn man mal nach dem Ohmschen Gesetzt rechnet und mal einen Strom von maximal 10 A gegen Masse annimmt, kommt man nach U=R*I bei 10 Milliohm .......U =0,01 Ohm * 10A auf einen Spannungsabfall von 0,1V an der Klemmstelle. Das wäre wohl noch als vertretbar zu bezeichnen.

0,2 Ohm (klingt ja auch noch gut, oder? ) als angenommener Kontaktwiderstand würde dann schon 2V Spannungsabfall bedeuten. Immer auf einen Strom von 10A bezogen.

Und um es noch deutlicher zu machen ......auf die Verlustleistung an der „schlechten“ Klemmstelle bezogen ergibt sich für P= I quadrat * R dann bspw. 10A (zum quadrat) * 0,2 Ohm immerhin eine „Heizung“ von 20 Watt an der Klemmstelle. 2 Ohm Widerstand würden dann schon mit 200 Watt heizen. Durch diesen Effekt werden schlechte Klemmstellen bspw. in der Installationstechnik dann auch möglicherweise zur Gefahr. Die eingebrachte Wärme verschlechtert den Kontakt dann kontinuierlich weiter, was zu noch höheren „Heizleistungen“ führt, das ganze kann sich dann bis zum Brand aufschaukeln.

Hoffentlich wurde deutlich das ein „guter“ Kontaktwiderstand extrem klein sein sollte, also wie erwähnt, im einstelligen Milliohmbereich. 0,5 Ohm oder gar 1 Ohm wären als sehr schlecht zu bezeichnen.

Das kann man aber direkt an der Klemmstelle nur mit einem speziellen, teueren Widerstand-Messgerät messen, da die Werte so klein sind. Ein einfaches Multimeter ist dafür ungeeignet, sicher hast Du schon mal gesehen das die Multimeteranzeige in der 2ten Kommastelle ziemlich „wackelt“ und nicht genau abzulesen ist. Aber genau da befindet sich ja der Milliohm Messwert (bspw. 0,01 Ohm für 10 mOhm)

Du kannst also die Kontakflächen nur sorgfältig auf Sauberkeit, Korrosion und Anpressdruck kontrollieren. Wenn das in Ordnung ist stellt sich auch ein sehr kleiner Kontaktwiderstand ein.

Eventuell sehe ich das ja falsch,der angenommene Widerstand verrändert sich natürlich nicht in Abhängigkeit von Strom und Spannung.,NTC und andere Bauteile mal ausgenommen.

Natürlich kann man de Widerstand messen,das Problem ist nur,dass ein normales Multimeter dafür gar nicht ausgelegt ist

um so kleine Widerstände anzuzeigen.Ich sage mal pauschal so unter 5 Ohm ist das Messergebniss fragwürdig und unter einem Ohm wird dir Durchgang angezeigt.

Hier hier bringt nur eine Spannungsabfallmessung konkrete Werte,den Widerstand kannste dann leicht ausrechnen.

 

Kierdorf und Leyhausen waren schon ei gutes Gespann,Kasedorf hat doch nur noch abgeschrieben und neu aufgelegt.

AEG

Zitat:

@AEG47 schrieb am 3. Oktober 2020 um 21:47:38 Uhr:

Eventuell sehe ich das ja falsch,der angenommene Widerstand verrändert sich natürlich nicht in Abhängigkeit von Strom und Spannung.,NTC und andere Bauteile mal ausgenommen.

Natürlich kann man de Widerstand messen,das Problem ist nur,dass ein normales Multimeter dafür gar nicht ausgelegt ist

um so kleine Widerstände anzuzeigen.Ich sage mal pauschal so unter 5 Ohm ist das Messergebniss fragwürdig und unter einem Ohm wird dir Durchgang angezeigt.

Hier hier bringt nur eine Spannungsabfallmessung konkrete Werte,den Widerstand kannste dann leicht ausrechnen.

 

Kierdorf und Leyhausen waren schon ei gutes Gespann,Kasedorf hat doch nur noch abgeschrieben und neu aufgelegt.

AEG

Zur Deinem Vorschlag einer „Spannungsfall“ Messung an der Kontaktstelle ist das Multimeter ebenso relativ ungeeignet, da sich die einstellenden Spannungswerte bei guter Verbindung eben auch so klein und zudem noch vom augenblicklichen Stromwert abhängig sind. Ich nannte da bspw. 0,1V bei 10A. Auch da wird ein Standard Multimeter eher „zappeln“ und keine genaue Messung und damit auch keinen sicheren Rückschluss auf den Kontaktwiderstand zulassen. Wenn in dem Moment kein oder ein kleiner Strom fließt,(bspw 1A bei 0,01Ohm=0,01V) wird der Spannungsabfall nicht mehr meßbar und bewertbar sein.

Aber wenn Du es so meinst, das eine „nicht ablesbare“ Spannungs-Messung mit dem Multimeter „über der Kontaktstelle“, auf einen sehr kleinen Spannungsabfall und damit einen ausreichend kleinen Kontaktwiderstand schließen läßt, ......ja...könnte man so beurteilen. Aber oft sieht man es einer Masseverbindung ja schon an, wenn sie mangelhaft ist, und die Behebung ist dann auch nur mit wenigen Handgriffen erledigt.

Dies ist natürlich nicht von der Hand zu weisen,aber im Fehlerfall ist der Spannungsabfall doch gut zumessen,insbesondere bei Startanlagen mit ihren "hohen Strömen.

Man mag es nicht glauben aber mein Fluke zittert nicht rum

AEG

Zitat:

@4Takt schrieb am 3. Oktober 2020 um 18:04:32 Uhr:

Wozu nur bei Masse? Übergangswiderstände gibt es bei jeder Verbindung, also auch bei Plus, egal ob gesteckt oder geschraubt..

Zitat:

@1.4571 schrieb am 3. Oktober 2020 um 19:06:56 Uhr:

Bitte Genau lesen, die Frage lautete „z.B. bei Masse“ bzw. insbesondere bei Masse

Zahlenwerte wären ein sinnvoller Beitrag gewesen!

Strom fließt immer im "Kreis". Was nutzt dir also ein geringer Übergangswiderstand bei Masse, wenn du bei Plus trotzdem einen höheren hast? Und wenn du reale Zahlenwerte verlangst, outest du dich als Laie.

Zitat:

@1.4571 schrieb am 3. Oktober 2020 um 20:45:11 Uhr:

Selig die Ahnungslosen, denn sie wissen nicht, dass ....

Aber im Ernst, ich hatte kürzlich einen: Fehler gespeichert ohne Ende, wollte nicht starten, massive Startschwierigkeiten - auch beim Fremdstarten. Nur bei Starthilfe mit Masse direkt am Motor war alles gut. Masse Kabel Karosserie-Motor: Korrosion entfernt -> alles gut.

Ein Anderer: Massekabel Alu-Karosse - Motor. Oxidschicht am Alu-Träger entfernt. Alles gut.

Aber man sollte doch auch die zu hohe Übergangswiderstände mittels Multimeter erkennen können - oder nicht?

Dazu hättest du dann aber von Anfang an mal schreiben sollen, worum es dir konkret geht.

Du hattest eine allgemein gehaltene Frage gestellt und auf die kann man durchaus mit einer großen Bandbreite an Möglichkeiten beantworten.

Wenn du die User unwissend lässt, solltest du dich erst einmal an die eigene Nase fassen.

Dir geht es anscheinend konkret um eine Starterzuleitung, wie die Unwissenden jetzt, nach immerhin deinem 3. Beitrag, dann doch schon mitgeteilt bekommen haben.

Da fließen normal große Ströme und deshalb kann da bereits ein recht kleiner erhöhter Übergangswiderstand eine Rolle spielen, der, in gleicher Größe, bei Verbrauchern mit niedrigerem Leistungsbedarf noch gar keine Rolle spielen muss.

Den kannst du i.d.R. kaum mit einem Multimeter direkt feststellen oder umgekehrt:

Wenn du mit einem normalen Multimeter einen deutlich erkennbaren Widerstand feststellst, ist die Sache eigentlich schon klar....

Das geht aber bei einem Startversuch mit einer Spannungsdifferenzmessung zwischen zwei Punkten, wo sich der vermeintliche Schwachpunkt dazwischen befindet.

Dann weißt du zwar den genauen Widerstandswert nicht, da keine zusätzliche Strommessung erfolgt, aber du siehst dann direkt an der Spannungsdifferenz, ob der Widerstand für diesen Verbraucher eher zu groß ist oder nicht.

Der TE war @1.4571

es wäre mal interessant ob seine Fragestellung für Ihn ausreichend klar geworden ist.

Und vielleicht verrät er uns ja auch die Motivation zu seiner Frage

Zitat:

@1.4571 schrieb am 3. Oktober 2020 um 19:06:56 Uhr:

Zitat:

@4Takt schrieb am 3. Oktober 2020 um 18:04:32 Uhr:

Wozu nur bei Masse? Übergangswiderstände gibt es bei jeder Verbindung, also auch bei Plus, egal ob gesteckt oder geschraubt. Verstehe den Sinn deiner Frage nicht.

Bitte Genau lesen, die Frage lautete „z.B. bei Masse“ bzw. insbesondere bei Masse ...

Zahlenwerte wären ein Sinnvoller Beitrag gewesen!

Könntest auch die Frage stellen, wie teuer ein Auto ist.

Deine Frage ergibt so keinen Sinn. Vielleicht solltest Du die Frage anders stellen.

 

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