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Trotz Gerüchten: HU gibt es nicht ohne AU

Themenstarteram 4. Januar 2020 um 19:53

Ersteinmal möchte ich allen Usern, Autofahrern und Kunden ein frohes neues Jahr 2020 wünschen,

und damit verbunden unfallfreie und pannenfreie Fahrt.

Der Grund meiner Anmeldung ist, dass letztes Jahr 2019 ein Kunde eine HU ohne AU machen lassen wollte, und als ich ihm erklärte, dass das nicht geht, entgegnete er mir, er habe im Motortalkforum gelesen, dass es bei KÜS auch eine HU ohne AU gibt.

Ich habe dem keine Aufmerksamkeit geschenkt, und der Kunde ist wieder weggefahren.

Aber jetzt vor kurzem kam ein anderer Kunde, der auch eine HU ohne AU, und wieder auf das Motortalkforum verwiesen hatte.

Das kann kein Zufall oder Irrtum sein, dachte ich mir, und möchte hier deswegen nachfragen, ob derartige Behauptungen hier tatsächlich im Forum aufgestellt werden?

MfG

Beste Antwort im Thema

Natürlich gibt es noch HU ohne AU - das liegt einfach daran, daß eine AU bei einem Anhänger vollkommen sinnfrei wäre.

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Themenstarteram 7. Januar 2020 um 15:46

Zitat:

@hk_do schrieb am 6. Januar 2020 um 23:05:20 Uhr:

Zitat:

@gast356 schrieb am 6. Januar 2020 um 21:51:07 Uhr:

Warum soll das ein erheblicher Mangel sein? Im Prüfbericht steht eindeutig, dass dieser nicht für eine reguläre Zulassungs in D ausreicht.

Weil zum Umfang der HU auch die Untersuchung des Motormanagement/Abgasreinigungssystems (kurz: UMA, umgangssprachlich: AU) gehört.

Fehlt der Nachweis darüber, ist das nach HU-Richtlinie zwingend als EM einzustufen (Mangelnummer 812).

Damit ist das HU-Ergebnis falsch.

Zitat:

@hk_do schrieb am 6. Januar 2020 um 23:05:20 Uhr:

Zitat:

Auch wenn ichs ungerne schreibe, aber der Prüfer hat in diesem Fall alles richtig gemacht...

ganz bestimmt nicht.

Wenn er eine (privatrechtliche) technische Untersuchung im Umfang einer HU durchführt, dann kann er wie er mag (oder je nach Kundenwunsch) den Umfang variieren. Wenn er aber "HU nach §29 StVZO" drüber schreibt, dann muss er sich auch an die Spielregeln für die HU halten.

Genau so ist es, und besser und zutreffender konnte man das nicht schreiben

Themenstarteram 7. Januar 2020 um 15:52

Zitat:

@dogge16 schrieb am 7. Januar 2020 um 11:10:00 Uhr:

deswegen muß ein Fahrzeug mit Überführungkenzeichen auch schnellstmöglichst ausreisen STVZO macht die KFZ auch nicht sicherer , sie enthällt nur die ( Schnaps ? ) Ideen vieler deutscher Politiker

Für die Ausreise aus Deutschland werden meistens Ausfuhrkennzeichen genommen.

Kurzzeitkennzeichen werden gerne für Ausfuhr nach Polen und Tschechien genommen.

Mit Überführungskennzeichen, damit sind landläufig Kurzzeitkennzeichen gemeint, darf man z.B. nicht nach Ungarn und Italien, Hollabnd, Belgien und einige andere Länder einreisen.

Mit Ausfuhrkennzeichen kann ich in ganz Europa fahren und einreisen.

Übrigens bekommt man Kurzzeitkennzeichen auch ohne gültige HU, man darf damit allerdings nur zur nächsten HU Prüfstation fahren.

Aber die Exporthändler halten sich nicht daran, und fahren auch ohne HU nach Polen oder Tschechien

Heißt also in Kürze: der Kollege aus Braunschweig bekommt eine zwischen die Ohren und der Vorgang ist erledigt?

Themenstarteram 7. Januar 2020 um 16:06

Zitat:

@dodo32 schrieb am 7. Januar 2020 um 15:58:51 Uhr:

Heißt also in Kürze: der Kollege aus Braunschweig bekommt eine zwischen die Ohren

Bitte die grammatisch korrekte Form "bekam" beachten!;)

Zitat:

@dodo32 schrieb am 7. Januar 2020 um 15:58:51 Uhr:

und der Vorgang ist erledigt?

Ja

Zitat:

@KUES_Pruefer schrieb am 7. Januar 2020 um 15:40:21 Uhr:

Zitat:

Edit ergänzt:

Dazu kommt ein Tippfehler in der FIN, weswegen das HU-Ergebnis auch nicht passend im Register zugeordnet werden konnte. Sonst hätte es ggf. schon im ersten Anlauf geklappt.

Nein, die letzten 6 Ziffern der FIN wurden nur geschwärzt.

Ich würde aber schon wetten, dass die Fahrgestellnummer in Wirklichkeit mit WVWZZZ3BZ anfängt ;)

Zitat:

@dogge16 schrieb am 7. Januar 2020 um 11:10:00 Uhr:

weswegen Vorwurf an die zulassungsbehörde ?

Weil sie, wie @gast356 ja schon ausgeführt hat, den HU-Bericht nicht vollständig gelesen und die Bemerkung nicht beachtet hat.

Allerdings ist das auch in meinen Augen eine Kleinigkeit im Vergleich zu der Verfehlung des Prüfers.

Zitat:

deswegen muß ein Fahrzeug mit Überführungkenzeichen auch schnellstmöglichst ausreisen

Wenn du Ausfuhrkennzeichen meinst:

Nein, mit denen darf man bis zu 12 Monate lang auch in Deutschland rumfahren!

bei meinen oldtimern lasse ich immer eine hu ohne au machen

Themenstarteram 9. Januar 2020 um 18:56

Zitat:

@hk_do schrieb am 7. Januar 2020 um 17:03:41 Uhr:

Zitat:

@KUES_Pruefer schrieb am 7. Januar 2020 um 15:40:21 Uhr:

 

Nein, die letzten 6 Ziffern der FIN wurden nur geschwärzt.

Ich würde aber schon wetten,

dass die Fahrgestellnummer in Wirklichkeit mit WVWZZZ3BZ anfängt ;)

Ja, stimmt.

Ein VW-Passat 3B gibt es nicht mit der Fahrgestell-Nr. WVWZZZ8BZ123456 beginnend.

Themenstarteram 9. Januar 2020 um 19:02

Zitat:

@hk_do schrieb am 7. Januar 2020 um 17:06:54 Uhr:

 

Wenn du Ausfuhrkennzeichen meinst:

Nein, mit denen darf man bis zu 12 Monate lang auch in Deutschland rumfahren!

Die Ausfuhrkennzeichen

https://...g-kurzzeitkennzeichen.com/.../ausfuhrkennzeichen-aufbau.jpg

sind immer solange gültig, so lange auf dem "roten Streifen" vermerkt.

Ich persönlich habe noch nie Deutsche Ausfuhrkennzeichen mit einer Gültigkeit von 1 Jahr gesehen.

Meistens sind die Ausfuhrkennzeichen 30 Tage lang gültig, was u.U. noch nicht einmal ein Monat ist

Auch habe ich Ausfuhrkennzeichen mit einer Gültigkeitsdauer von 9, und 15 tagen gesehen, was aber finanziell keinen Sinn macht, da man mindestens für 1 Monat KFZ Steuer bezahlen muß.

Und 9 bzw. 15 Tage gültige Ausfuhrkennzeichen kosten lediglich 5 € weniger in der Versicherung, aber Steuern, Anfertigung der KFZ Schilder und Zulassungsgebühren sind genauso teuer wie bei 30 Tage Gültigkeit

Ausfuhrkennzeichen-aufbau

Siehe §19 Absatz 1 Nr. 2 FZV:

Die Zulassung ist auf die Dauer der nach Nummer 1 nachgewiesenen Haftpflichtversicherung, längstens auf ein Jahr, zu befristen.

Themenstarteram 11. Januar 2020 um 13:36

Zitat:

@hk_do schrieb am 9. Januar 2020 um 22:27:19 Uhr:

Siehe §19 Absatz 1 Nr. 2 FZV:

Die Zulassung ist auf die Dauer der nach Nummer 1 nachgewiesenen Haftpflichtversicherung, längstens auf ein Jahr, zu befristen.

Das sind die gesetzlichen Bestimmungen.

Aber in der Realität sieht es wie folgt aus:

Ein Ausfuhrkennzeichen wird von jemanden geholt, der das Auto ins Ausland verbringen möchte.

Also nur zum Überführen von Deutschland ins verbringungsland - meistens Osteuropa.

Für ein Ausfuhrkennzeichen müßen für die Gültigkeitsdauer nicht nur Versicherung bezahlt werden,

sondern auch KFZ-Steuern.

aAlleine die Versicherung kostet monatlich für ein Ausfuhrkennzeichen ca. 80 € dann kommen noch KFZ-Steuern

von monatlich 10 € (Benziner) bis 30€ (Diesel) dazu .

Iin Osteuropa zahlen die Autofahrer an Versicherung zwischen 50 € bis 150 € Versicherung pro Jahr, und

KFz-Steuern gibt es in den osteuropäischen Ländern wie Polen und Tschechien nicht.

Aus welchem Grund also sollte sich ein Autokäufer aus Osteuropa ein 1 Jahr lang gültiges Ausfuhrkennzeichen holen,

und dafür über 1000 € bezahlen, wenn der das gleiche Auto bei sich zu Hause für 50 € bis 150 € Kosten fahren kann.

Spielt doch keine Rolle aus welchem Grund es jemand macht :rolleyes:. Fakt ist: Es ist möglich ein Ausfuhrschild für bis zu 12 Monate zu erhalten. Damit ist deine Aussage "[...]deswegen muß ein Fahrzeug mit Überführungkenzeichen auch schnellstmöglichst ausreisen[...]" falsch. Auch wenn deine Beobachtungen, deine Meinung, usw. etwas anderes sagen. Mal davon abgesehen, dass ein Auto nicht ausreist... und von schnellstmöglich ist auch nirgendwo die Rede. Ob es am ersten oder letzten Tag der Gültigkeit ausgeführt wird, egal.

http://www.landesrecht-bw.de/.../bsbawueprod.psml?...

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