Toyota Yaris Hybrid 2020 (XP21) , (12V)-Batterie Ständig leer

Toyota Yaris XP21

Hallo alle,

ich habe seit letzten Dezember den neuen Yaris Hybrid.

- 1,5-l-VVT-iE Hybrid Syst. 85kW (116 PS)
Stufenloses Automatikgetriebe (4x2)

mit dem ToyotaTouch2Plus -Teil in der Mitte.

Eigentlich bin ich damit auch recht zufrieden
(Motor hat m.E. reichtig Bums für 1,5l).

Nur habe ich ein fieses Problem mit der 12V-Batterie, bzw. deren Lade-/Entlade-Steuerung.

Wenn der Wagen eine, zwei, oder manchmal auch mehrere Nächte steht, ist die 12V-Batterie leer und damit ein Starten des ganzen nicht mehr möglich
(Start-Knopf hat keine Wirkung).

ADAC muss kommen, Starthilfe anschließen und dann gehts wieder.

Ich habe das auch beim Toyota-Händler schon mokiert, aber die haben nur meine niedrige km-Leistung gesehen und meinten, das wäre klar, weil ich so wenig fahren würde (gerade mal 2000 km seit Anfang des Jahres).

Da das ganze immer wieder recht zufällig passiert habe ich mir jetzt einen eigenen Starthilfe Akku zugelegt und zusätzlich an die 12V-Batterie ein
AEG- Batterie-Monitor BM 2 angeschlossen, der mit die Batteriespannung recht zuverlässig aufzeichnet.

Da kann ich z.B. sehen, dass die Spannung seit dem letzten Fahren mehrere Tage auf etwa 12V geblieben ist, dann Nachts zwischen 22Uhr und 5Uhr auf unter 9V gefallen ist, womit der Wagen nicht mehr startbar ist. Dann sehe ich meine Aufladung und die Fahrten danach (immer so zwischen 12 und 15 Volt).
Und dann nach dem Abschalten wird wieder 12V aufgezeichnet.

Zwar fällt die Spannung nach längerem Stehen auch immer ein wenbig ab (von 12V auf ca. 11,6V in 3-4 Tagen), aber richtig runter geht es meist erst Tage später, und dann innerhalb weniger Stunden auf unter 9V.

Da also die Spannungsabfälle meist zu Zeiten stattfinden, zu denen ich nicht in der Nähe des Wagens bin, habe ich hier die Lade-/Entladeelektronik in Verdacht.

Da ich noch (!) Garantie habe, würde ich gerne mal von Toyota dazu etwas hören, außer "Sie fahren halt zu wenig", weiß aber nicht, wie ich denen das richtig klarmachen kann.

Hat hier jemand eine Idee

481 Antworten

Zitat:

@YarisGRSport schrieb am 31. Dezember 2022 um 12:49:29 Uhr:


Ich weiß gar nicht, warum sich so viele User hier mit dem Problem herum plagen. Toyota gibt eine langjährige Garantie auf das Fahrzeug, bis zu 10 Jahre wenn man die Inspektionen einhält...

Zitat:

Nicht umfasste Fahrzeugteile und -komponenten
Folgende Teile und Komponenten der Garantiefahrzeuge sind von der TOYOTA Relax
Garantie ausgeschlossen, sofern mit dem Garantienehmer nicht ausdrücklich
Abweichendes vereinbart wurde:
Wartungsteile: Teile die regelmäßig ausgetauscht werden müssen: z.B.: Flüssigkeiten,
Filter; Wischerblätter, Zündkerzen, Bremsbeläge; Bremsklötze; Bremsbacken;
Reifen; Antriebsriemen (Keil-/Rippenriemen); Batterien (Starterbatterien,
Schlüsselbatterien, etc.)

Naja es gibt drei Möglichketen:

- Batterie selbst defekt
- Batterie wird nicht ausreichend geladen
- Batterie wird übermäßig entladen

Wenn die Batterie selbst hin ist, greift afaik nicht mal die normale Herstellergarantie von Toyota, sondern nur die Garantie vom Batteriehersteller. Danach hat man keine Chance.
Wenn die Batterie nicht ausreichend geladen wird, kann sich Toyota relativ leicht mit "sie fahren zu wenig" raus reden. Ich hasse diese Ausrede auch, bei meinem Eltern gingen die Probleme sehr früh los, seit sie C-HR Hybrid fahren, aber der Aussage kann man nur mit viel Aufwand entgegen treten.
Nur beim dritten Grund, übermäßige Entladung, kann man Toyota in die Pflicht nehmen, und allem Anschein nach tut Toyota ja was.

Naja, innerhalb des ersten Jahres reden wir aber nicht von Garantie, sondern von gesetzlicher Gewährleistung und hier wird im Zweifel der Händler beweisen müssen, dass der Kunde den Schaden durch nicht sachgemäßen Gebrauch verursacht. Und nein, zu geringe Kilometerleistung gehört da nicht zu, da müsste Toyota nämlich vor Kauf klar sagen, wie oft und wieviel das Auto bewegt werden muss. D. h. der Händler wäre in der Pflicht die Kunden aufzuklären, ob das Auto zu ihrem Anforderungsprofil passt.

P.S.: Ja, Gewährleistung geht zwei Jahre, aber in den ersten 12 Monaten muss der Händler nachweisen, dass der Sachmangel NICHT schon bei Übergabe vorhanden war. Und ja: ich schreibe bewusst Händler und nicht Toyota, da der Vertragspartner des Kunden normalerweise der Händler ist.

AGM Batterie < 11.8 V = Batterie wird übermäßig entladen.
Kapazitätsverlust, der nicht durch einen Schnelltest gemessen werden kann. Der Batterietester misst nur maximale Ströme, keine Kapazität.

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Hallo, was schreibst du von AGM Batterie , ist im yaris doch nicht eingebaut.

Meines Wissens ist eine normale Blei Säure Batterie also eine "Nassbatterie".
Die Tabelle ist aus dem Ford Forum, da gibt's auch Probleme mit entladenen Batterien.

Kerbb4wr6ltgiam0

Zitat:

@Uli12 schrieb am 2. Januar 2023 um 08:09:53 Uhr:


Hallo, was schreibst du von AGM Batterie , ist im yaris doch nicht eingebaut.

Unter 11,8 V tritt in jeder Blei-Säure-Batterie eine Sulfatierung auf, die nicht reversibel ist. Blei-Säure-Akkus halten lange, wenn sie fast zu 100 % aufgeladen sind. Deshalb nutzen Tesla und BEV sie immer noch als Starterbatterie. Li-Batterie verschlechtert sich, wenn sie zu lange bei 100 % ist.

In der MyT App gefunden - nur eine Woche Standzeit ist wenig 🙄

Zitat:

@RoterHase schrieb am 2. Januar 2023 um 21:26:43 Uhr:


In der MyT App gefunden - nur eine Woche Standzeit ist wenig 🙄

Das ist ja wohl ein schlechter Scherz...

Damit will man sich wohl absichern das das Problem nicht am Auto liegt, sondern beim Kunden...
Sollte man vieleicht dann auch in der Broschüre vom Fahrzeug eine Warnung hineinschreiben "Auto nicht geeignet für Besitzer die wenig fahren, länger krank oder auf Urlaub sind" 😁 😁

Also mir vergeht das Lachen...

Tja, wenn es im Handbuch stünde, wäre es wohl eine rechtliche Absicherung. Würde aber vielleicht dazu führen, dass weniger Leute dieses Auto kaufen würden.
Anstelle sich rechtlich abzusichern, sollten Hersteller eher versuchen, das Auto entsprechend auf längere Standzeiten vorzubereiten.

P.S.: Wobei der Tipp mit 20 Minuten im P-Modus zu betreiben nicht schlecht ist, kannte ich so noch nicht. Geht dann der Verbrenner nicht an? Wenn doch, wäre das unter Umständen dann aber wieder ein ordentliches Problem für die Umwelt (und ggfs. auch -zumindest in D- nicht erlaubt und in (Tief-)Garagen auch extrem ungesund).

Ich denke schon das der Verbrenner anspringen wird, den wenn zum laden der 12V Batterie nur die Hochvoltbatterie verwendet wird ist die auch bald leer.
Und wenn das passiert kann ja der Verbrenner auch nicht mehr gestartet werden, oder?
Also in Österreich ist es verboten das Auto längere Zeit am Stand laufen zu lassen; klassischer Fall im Winter warm laufen lassen.

Naja, die Hochvoltbatterie sollte die kleine Starterbatterie eigentlich mit links laden. Es seid denn, man hat das Auto praktisch leer abgestellt (was aber eigentlich durch das konservative Batteriemanagement von Toyota nicht vorkommen sollte). 20 Minuten P-Modus würde aber eigentlich bedeuten, dass auch die meisten etwas längeren Kurzstrecken in der Stadt schon zum Laden reichen sollten. Hat man dann die Starterbatterie geladen, aber der Rest des Autos verschleißt schneller, wegen des dauernden Kurzstreckenbetriebs...

Wenn wir die 12-V-Batterie 20 Minuten lang in P aufladen, gilt dies als Service oder Reparatur. es ist gesetzlich erlaubt. Die Laderate vom Wechselrichter ist schnell, mehr als 10 A.
es ist weniger beleidigend für den Nachbarn, als das Öl auf unserem Parkplatz zu Hause zu wechseln.

Die Abschnitte in der App verstehe ich als reine Empfehlung, eine Empfehlung, die ich jedem Autofahrer (egal ob Hybrid, Benziner oder Elektro) geben würde. Einmal pro Woche ein paar Kilometer fahren hilft nicht nur der 12V-Batterie, sondern beugt auch Gammel an den Bremsen und anderen Standschäden vor.

Das bedeutet nicht, dass die Batterien nach einer Woche zwingend leer sind. Ich habe meine Hybriden schon etliche Male über mehrere Wochen am Flughafen stehen lassen, teils im tiefsten Winter, und hatte noch nie Startprobleme. Der Trick dabei ist natürlich, dass die Flughäfen 1 bzw. 2 Stunden von meinem Haus weg sind.

Zitat:

@Franky1801 schrieb am 3. Januar 2023 um 13:43:36 Uhr:


P.S.: Wobei der Tipp mit 20 Minuten im P-Modus zu betreiben nicht schlecht ist, kannte ich so noch nicht. Geht dann der Verbrenner nicht an? Wenn doch, wäre das unter Umständen dann aber wieder ein ordentliches Problem für die Umwelt (und ggfs. auch -zumindest in D- nicht erlaubt und in (Tief-)Garagen auch extrem ungesund).

In P wird der Verbrenner so lange laufen bis Kat, Öl und Kühlwasser auf Temperatur sind und dann ausgehen. Fällt die Temperatur unter eine gewisse Schwelle, springt er wieder für ein paar Minuten an.

Parallel wird die 12V Batterie von der Hochvoltbatterie geladen.

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