Teure 7g-Tronic Reparatur

Mercedes GLK X204

Hallo an alle,
schön dass es Foren gibt, um auch mal Frust abzulassen...

Mein 220er GLK aus 2011 hat bisher 90.000 km ohne Wimpernzucken absolviert. Davon 70.000 unter meinem Hintern. Keine Panne, kein Defekt. Nichts hatte er, rein gar nichts!
Also auch keine Veranlassung, die Garantie im Anschluss an die Jungen Sterne abzuschließen...schließlich steht der Urlaub vor der Tür, für das Geld kann man im Restaurant so manchen edlen Tropfen ordern.

Kurzum, es begann im vergangenen Winter. Ich glaube, im November. Da fiel mir zum ersten Mal auf, dass die Automatik im kalten Zustand beim Runterschalten vernehmlich ruckte. Am stärksten kurz vor dem Stillstand.
Bei warmen Getriebe war so gut wie nichts zu spüren. Zu diesem Rucken gesellte sich nach und nach ein undefinierbares Gefühl, dass die Automatik "anders" schaltet als gewohnt. Die Gasannahme, eh kein Synonym für Spontanität, kam mir noch zögerlicher vor und ich musste gefühlt mehr Gas geben als bisher.
Als in diesen Tagen der Winter ging und den Weg für hormontreibende Temperaturen frei machte, gingen die Schaltstöße etwas zurück, aber die "Schaltintelligenz" wurde immer schlechter. Ich hatte allerdings keine Schaltblockaden, die Gänge wechselten immer und meist nur Sekundenbruchteile früher oder später als normal.
Was tun? Richtig: Erstmal im Forum stöbern.
Erfreulich: ich war nicht alleine. Die von Mercedes hochgelobte Eigenentwicklung hatte keine weiße Weste.
Nicht erfreulich: Es gibt keine eindeutige Ursache für dieses Schaltverhalten.
Die Lösungsmöglichkeiten reichten von "Getriebe reseten" (habe ich gemacht) bis "Automatik völlig hin".
Ich meinerseits tippte daumenquetschend auf zu wenig Öl im Getriebe, weil es die günstigste Ursache wäre.

Also bin ich bei der hiesigen NL vorstellig geworden, um Ursachenforschung betreiben zu lassen. Bei der Fehlersuche wende ich mich immer an die mit der meisten Erfahrung, denn eine Fehldiagnose kann sehr teuer werden.
Gegen mittag der erste Anruf: "keine Fehlermeldung, alles in Ordnung"
Aufatmen, aber auch den Spruch im Kopf "das ist Stand der Technik".
Das hat aber niemand von der NL gesagt. Im Gegenteil: bei einem zweiten Anruf sagte man mir, dass man das Ausleseprotokoll des Getriebes nach Stuttgart schicken wollte, weil man dort noch mehr Informationen herauslesen könne. Man glaubte mir also und stellte mich nicht als dummen User hin.
Am nächsten Tag dann der nächste Anruf: "Stuttgart sagt, dass die elektrohydraulische Steuereinheit defekt ist. Die müssen wir austauschen." - Ich war zunächst sogar erleichtert, dass ich nicht phantasiert hatte.
Bis ich fragte: "Was kostet der Spaß?"
Die Antwort kam kurz und trocken: " zwosieben, zwoacht"
Seitdem weiß ich, was man unter Schnappatmung versteht.

Zur Erklärung: ich fahre keinen Firmenwagen, ich bin Privatkunde. Weder arm noch reich, mit all den üblichen Verpflichtungen vom Haus bis zum Zwerghamster.
Da tut so eine Summe weh.

Die NL ist wirklich sehr bemüht, mein Einverständnis vorausgesetzt, hat man sofort einen Kulanzantrag gestellt. Der wurde genauso sofort abgelehnt.
Auch der "Widerspruch" gegen diese Ablehnung fand kein Gehör. Obwohl alle Assysts pünktlich in der NL durchgeführt wurden..
Begründung: der Wagen ist zu alt.
Hallo? Eine Automatik altert durch Fahren, nicht durch Zeitablauf!
Und 90 tKm sind für mich wirklich keine Laufleistung für ein Getriebebauteil, erst recht nicht, wenn es ein Hochtechnologieprodukt vom Erfinder des Automobils ist (Zynik-Modus aus).

Fazit: die NL repariert meinen GLK, den ich übrigens als Allroundwunder wirklich schätzen gelernt habe.
Ich hatte noch nie ein Fahrzeug, dass meinen Bedürfnissen so entsprochen hat (ok, ein 350er wäre noch dichter dran..)

Selbstverständlich stelle ich jetzt die zwangsläufigen Überlegungen an: keine Kulanz mehr, warum also noch zum teuren Freundlichen, warum überhaupt Mercedes, ist ein Diesel noch sinnvoll?
Mal sehen, was draus wird, ich vermute aber, wenn ich erstmal wieder drin sitze, will ich keinen anderen mehr...

Mann, das tat gut!
Vielen Dank fürs Lesen !

Beste Antwort im Thema

Hallo an alle,
schön dass es Foren gibt, um auch mal Frust abzulassen...

Mein 220er GLK aus 2011 hat bisher 90.000 km ohne Wimpernzucken absolviert. Davon 70.000 unter meinem Hintern. Keine Panne, kein Defekt. Nichts hatte er, rein gar nichts!
Also auch keine Veranlassung, die Garantie im Anschluss an die Jungen Sterne abzuschließen...schließlich steht der Urlaub vor der Tür, für das Geld kann man im Restaurant so manchen edlen Tropfen ordern.

Kurzum, es begann im vergangenen Winter. Ich glaube, im November. Da fiel mir zum ersten Mal auf, dass die Automatik im kalten Zustand beim Runterschalten vernehmlich ruckte. Am stärksten kurz vor dem Stillstand.
Bei warmen Getriebe war so gut wie nichts zu spüren. Zu diesem Rucken gesellte sich nach und nach ein undefinierbares Gefühl, dass die Automatik "anders" schaltet als gewohnt. Die Gasannahme, eh kein Synonym für Spontanität, kam mir noch zögerlicher vor und ich musste gefühlt mehr Gas geben als bisher.
Als in diesen Tagen der Winter ging und den Weg für hormontreibende Temperaturen frei machte, gingen die Schaltstöße etwas zurück, aber die "Schaltintelligenz" wurde immer schlechter. Ich hatte allerdings keine Schaltblockaden, die Gänge wechselten immer und meist nur Sekundenbruchteile früher oder später als normal.
Was tun? Richtig: Erstmal im Forum stöbern.
Erfreulich: ich war nicht alleine. Die von Mercedes hochgelobte Eigenentwicklung hatte keine weiße Weste.
Nicht erfreulich: Es gibt keine eindeutige Ursache für dieses Schaltverhalten.
Die Lösungsmöglichkeiten reichten von "Getriebe reseten" (habe ich gemacht) bis "Automatik völlig hin".
Ich meinerseits tippte daumenquetschend auf zu wenig Öl im Getriebe, weil es die günstigste Ursache wäre.

Also bin ich bei der hiesigen NL vorstellig geworden, um Ursachenforschung betreiben zu lassen. Bei der Fehlersuche wende ich mich immer an die mit der meisten Erfahrung, denn eine Fehldiagnose kann sehr teuer werden.
Gegen mittag der erste Anruf: "keine Fehlermeldung, alles in Ordnung"
Aufatmen, aber auch den Spruch im Kopf "das ist Stand der Technik".
Das hat aber niemand von der NL gesagt. Im Gegenteil: bei einem zweiten Anruf sagte man mir, dass man das Ausleseprotokoll des Getriebes nach Stuttgart schicken wollte, weil man dort noch mehr Informationen herauslesen könne. Man glaubte mir also und stellte mich nicht als dummen User hin.
Am nächsten Tag dann der nächste Anruf: "Stuttgart sagt, dass die elektrohydraulische Steuereinheit defekt ist. Die müssen wir austauschen." - Ich war zunächst sogar erleichtert, dass ich nicht phantasiert hatte.
Bis ich fragte: "Was kostet der Spaß?"
Die Antwort kam kurz und trocken: " zwosieben, zwoacht"
Seitdem weiß ich, was man unter Schnappatmung versteht.

Zur Erklärung: ich fahre keinen Firmenwagen, ich bin Privatkunde. Weder arm noch reich, mit all den üblichen Verpflichtungen vom Haus bis zum Zwerghamster.
Da tut so eine Summe weh.

Die NL ist wirklich sehr bemüht, mein Einverständnis vorausgesetzt, hat man sofort einen Kulanzantrag gestellt. Der wurde genauso sofort abgelehnt.
Auch der "Widerspruch" gegen diese Ablehnung fand kein Gehör. Obwohl alle Assysts pünktlich in der NL durchgeführt wurden..
Begründung: der Wagen ist zu alt.
Hallo? Eine Automatik altert durch Fahren, nicht durch Zeitablauf!
Und 90 tKm sind für mich wirklich keine Laufleistung für ein Getriebebauteil, erst recht nicht, wenn es ein Hochtechnologieprodukt vom Erfinder des Automobils ist (Zynik-Modus aus).

Fazit: die NL repariert meinen GLK, den ich übrigens als Allroundwunder wirklich schätzen gelernt habe.
Ich hatte noch nie ein Fahrzeug, dass meinen Bedürfnissen so entsprochen hat (ok, ein 350er wäre noch dichter dran..)

Selbstverständlich stelle ich jetzt die zwangsläufigen Überlegungen an: keine Kulanz mehr, warum also noch zum teuren Freundlichen, warum überhaupt Mercedes, ist ein Diesel noch sinnvoll?
Mal sehen, was draus wird, ich vermute aber, wenn ich erstmal wieder drin sitze, will ich keinen anderen mehr...

Mann, das tat gut!
Vielen Dank fürs Lesen !

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Jetzt Reparatur der Verteilergetriebe des W204 GLK sowie der C-Klasse möglich
http://www.goherrmanns.de/...GLK-sowie-der-C-Klasse-moeglich_2097.aspx

Nachdem nun die Rechnung für die Getriebereparatur in der Post war, will ich diesen Thread auch abschließen.

Positiv: die NL hat sich über einen Monat Zeit gelassen, um die Rechnung zu präsentieren (ich habe den Wagen am 31.03. wieder in Empfang genommen). Das reichte, um sich einen Vorschlaghammer für das Sparschwein zu beschaffen.

Negativ: die Rechnung hat die befürchtete Höhe: 2293,45 Euro.

Etwas positiv: die Rechnung wäre eigentlich noch 300 Euro höher, aber Maastricht und die NL haben sich mit jeweils 150 Euro an den Kosten beteiligt.
Warum nicht mehr? Aussage Maastricht: Weil der Wagen schon ziemlich alt ist (knapp 6 Jahre, 91000 km). Und wenn ich nicht vorher alle Assyts bei der NL hätte machen lassen, wäre von dort gar nichts gekommen.

Ganz negativ: Das Getriebe schaltet nach der Reparatur ( Wechsel der EHS) nur unwesentlich besser!
Ich habe mich neben dem S/W 204-Forum auch mal im S/W 212-Forum umgesehen. Dort haben ja die allermeisten Fahrzeuge die 7gtronic. Entsprechend hoch ist auch die Trefferquote, wenn man dort sucht.
Kurzum, meine Probleme sind verbreitet. Und: keiner hat eine allgemeingültige Lösung! Bei manchen helfen die Maßnahmen der Werkstätten, bei anderen nicht.
Kurioserweise bestätigen ein paar User das, was ich selbst vermute, aber als "untechnisch" abgetan habe:
Das Getriebe ist wetterfühlig!
Natürlich hat die Außentemperatur Auswirkungen auf Motor und Getriebe, sie wird ja auch ständig als Rechengröße erfasst und verarbeitet.
Ich meine aber DAS Wetter, also Sonne, Regen, Wind, etc.. Mir ist schon vor der Reparatur wie auch nachher aufgefallen, dass das Getriebe insbesondere bei Wind und kaltem Regen rauer schaltet. Bei Trockenheit läuft es ruhiger und schaltet logischer. Verbunden mit den bekannten Auswirkungen der Außentemperatur ergeben sich sehr differente Tageslaunen, die das Getriebe an den Tag legt.

Kurzum: Der Wechsel der EHS hat eine leichte Besserung des Schaltverhaltens gebracht. Wobei es natürlich auch an dem Ölwechsel liegen kann, der dabei gemacht wird.
Ich würde es zu diesem Preis nicht noch einmal machen lassen, sondern 1. den Fehlerspeicher auslesen lassen, 2. Ölstand und Dichtigkeit überprüfen lassen, 3. Ölwechsel machen lassen. Und wenn das alles nicht hilft, zum freien MB-Getriebespezialisten gehen.

Mein Fazit: Mercedes hat mich enttäuscht.
Zum Einen, weil das High-Tech-Getriebe zu viel Ärger macht, um als unauffällig zu gelten und dass das trotzdem schon bei KM-Leistungen unter 100000 nicht mehr mit angemessener Kulanz ausgeglichen wird.
Zum anderen, weil MB als ein Automobilhersteller, der an sich selbst höchste Ansprüche stellt, nicht in der Lage ist, diese Mängel abzustellen. Es sind keine Einzelfälle!
Zu den Kosten kann ich nichts sagen, bei BMW oder Audi wäre es wohl nicht günstiger gewesen.
Und auch bei anderen Herstellern gibt es Probleme, klar. Aber deren Fahrzeuge kosten dann auch etwas weniger...

Meine Reaktion: Bei der MB-Niederlassung habe ich keine Kulanz mehr zu erwarten, mein Auto ist zu alt.
(Man sieht dort auch wenig ältere Fahrzeuge, die Masse sind geschätzt bis zu 3 Jahre alt und wohl überwiegend Firmenwagen). Ich finanziere deshalb die beeindruckenden Räumlichkeiten nicht weiter, sondern bin zum nächsten Service bei einem hiesigen Sternpartner angemeldet (Assyst B1 Code W0W). Aus Gründen des Wiederverkaufs lasse ich selbst noch die Finger vom Wagen, obwohl ich die einfachen Wartungsarbeiten (Öl, Filter, Bremsen, etc) auch selbst machen könnte.
Danach werde ich entscheiden, ob ich den Wagen weiterfahre. Da spielt dann aber die Entwicklung der Dieseldiskussion eine entscheidende Rolle. Einen Nachfolger für den GLK finde ich bei MB momentan nicht.

Gruß
Schmuddelfinger

P.S.: Einzelpreise aus der Rechnung (alles ohne MWSt):
Preis Elektrohydraulische Steuereinheit: 1072,46
dto. aus- und einbauen:237,60
ATF-Öl, 9,7 Liter: 268,11
Ölstand prüfen: 118,80
Adaption nach Reparatur: 171,60
und und und

Zitat:

@schmuddelfinger schrieb am 14. Mai 2017 um 08:21:58 Uhr:


Nachdem nun die Rechnung für die Getriebereparatur in der Post war, will ich diesen Thread auch abschließen.

Positiv: die NL hat sich über einen Monat Zeit gelassen, um die Rechnung zu präsentieren (ich habe den Wagen am 31.03. wieder in Empfang genommen). Das reichte, um sich einen Vorschlaghammer für das Sparschwein zu beschaffen.

Negativ: die Rechnung hat die befürchtete Höhe: 2293,45 Euro.

Etwas positiv: die Rechnung wäre eigentlich noch 300 Euro höher, aber Maastricht und die NL haben sich mit jeweils 150 Euro an den Kosten beteiligt.
Warum nicht mehr? Aussage Maastricht: Weil der Wagen schon ziemlich alt ist (knapp 6 Jahre, 91000 km). Und wenn ich nicht vorher alle Assyts bei der NL hätte machen lassen, wäre von dort gar nichts gekommen.

Ganz negativ: Das Getriebe schaltet nach der Reparatur ( Wechsel der EHS) nur unwesentlich besser!
Ich habe mich neben dem S/W 204-Forum auch mal im S/W 212-Forum umgesehen. Dort haben ja die allermeisten Fahrzeuge die 7gtronic. Entsprechend hoch ist auch die Trefferquote, wenn man dort sucht.
Kurzum, meine Probleme sind verbreitet. Und: keiner hat eine allgemeingültige Lösung! Bei manchen helfen die Maßnahmen der Werkstätten, bei anderen nicht.
Kurioserweise bestätigen ein paar User das, was ich selbst vermute, aber als "untechnisch" abgetan habe:
Das Getriebe ist wetterfühlig!
Natürlich hat die Außentemperatur Auswirkungen auf Motor und Getriebe, sie wird ja auch ständig als Rechengröße erfasst und verarbeitet.
Ich meine aber DAS Wetter, also Sonne, Regen, Wind, etc.. Mir ist schon vor der Reparatur wie auch nachher aufgefallen, dass das Getriebe insbesondere bei Wind und kaltem Regen rauer schaltet. Bei Trockenheit läuft es ruhiger und schaltet logischer. Verbunden mit den bekannten Auswirkungen der Außentemperatur ergeben sich sehr differente Tageslaunen, die das Getriebe an den Tag legt.

Kurzum: Der Wechsel der EHS hat eine leichte Besserung des Schaltverhaltens gebracht. Wobei es natürlich auch an dem Ölwechsel liegen kann, der dabei gemacht wird.
Ich würde es zu diesem Preis nicht noch einmal machen lassen, sondern 1. den Fehlerspeicher auslesen lassen, 2. Ölstand und Dichtigkeit überprüfen lassen, 3. Ölwechsel machen lassen. Und wenn das alles nicht hilft, zum freien MB-Getriebespezialisten gehen.

Mein Fazit: Mercedes hat mich enttäuscht.
Zum Einen, weil das High-Tech-Getriebe zu viel Ärger macht, um als unauffällig zu gelten und dass das trotzdem schon bei KM-Leistungen unter 100000 nicht mehr mit angemessener Kulanz ausgeglichen wird.
Zum anderen, weil MB als ein Automobilhersteller, der an sich selbst höchste Ansprüche stellt, nicht in der Lage ist, diese Mängel abzustellen. Es sind keine Einzelfälle!
Zu den Kosten kann ich nichts sagen, bei BMW oder Audi wäre es wohl nicht günstiger gewesen.
Und auch bei anderen Herstellern gibt es Probleme, klar. Aber deren Fahrzeuge kosten dann auch etwas weniger...

Meine Reaktion: Bei der MB-Niederlassung habe ich keine Kulanz mehr zu erwarten, mein Auto ist zu alt.
(Man sieht dort auch wenig ältere Fahrzeuge, die Masse sind geschätzt bis zu 3 Jahre alt und wohl überwiegend Firmenwagen). Ich finanziere deshalb die beeindruckenden Räumlichkeiten nicht weiter, sondern bin zum nächsten Service bei einem hiesigen Sternpartner angemeldet (Assyst B1 Code W0W). Aus Gründen des Wiederverkaufs lasse ich selbst noch die Finger vom Wagen, obwohl ich die einfachen Wartungsarbeiten (Öl, Filter, Bremsen, etc) auch selbst machen könnte.
Danach werde ich entscheiden, ob ich den Wagen weiterfahre. Da spielt dann aber die Entwicklung der Dieseldiskussion eine entscheidende Rolle. Einen Nachfolger für den GLK finde ich bei MB momentan nicht.

Gruß
Schmuddelfinger

P.S.: Einzelpreise aus der Rechnung (alles ohne MWSt):
Preis Elektrohydraulische Steuereinheit: 1072,46
dto. aus- und einbauen:237,60
ATF-Öl, 9,7 Liter: 268,11
Ölstand prüfen: 118,80
Adaption nach Reparatur: 171,60
und und und

Die Frechheit schlechthin ist, dass die auch noch 9,5 Liter Öl berechnet wurden, denn es wird lediglich 4-5 Liter nachgefüllt.
Meiner ist von 7/2012 mit 112tkm und da wurde die Steuereinheit von Mercedes übernommen.

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Jetzt machen auch die 118,80 € Ölstand prüfen Sinn; erst zuviel aufgefüllt, dann irgendwas abgelassen, dann aufwendig geprüft. Mal im Ernst, das Prüfen darf doch wohl nicht berechnet werden.

... falls die 7G-Probleme Deines Autos nicht gelöst wurden, würde ich die Werkstatt damit SOFORT !!! konfrontieren und den gezahlten Betrag zurückverlangen mit einem Anwalt.
Dann stimmte Ihre vorherige Diagnose nicht. Die Anzahl der 7G-Probleme ist immens. Die Werkstaätten und Werksniedrlassungen weigern sich oft (und mit Deinem Beispiel aus gutem Grund), teure HW-Reparaturen zu machen. Sei alles Stand der Technik. Meiner stand auch einige Male in der Werkstatt. VOm Austausch der Luftfilter, des Rußfilters. der Batterie usw wurden diverse Sachen gemacht ... zuletzt wurde mir gar nicht mehr genau ghesagt, was gemacht wurde. Alles auf Garantie. Die meisten GLKs haben wohl keine Probleme, wenn Du aber welche hast, ist es oft schwierig abzustellen.

@pentium122
ist naheliegend, Fehler nicht behoben-Geld zurück. Klappt nicht immer.
Wenn Du in der Werkstatt ein fehlerhaftes Verhalten beschreibst, wird sehr oft diagnostiziert Z.Bsp : Könnte der Drehmomentwandler sein, defekt. Im Reparaturauftfag steht dann.... Drehmomentwandler tauschen. Wenn der Fehler immer noch da ist, weil es nicht der DW war. dann bekommst Du kein Geld zurück

Die Werkstatt hat den Auftrag korrekt und ordentlich ausgeführt nämlich den DW getauscht.

Achte mal drauf, im Reparaturauftrag steht fast nie Deine Fehlfunktionsschilderung, sondern meist ein ganz gezielter, genau deffinierter Auftrag, den man Dir vorher als den Grund allen übels suggeriert hat. Die Werkstatt ist aus dem Schneider, denn sie hat Deinen Arbeitsauftrag korrekt ausgeführt und haftet nur für diesen Auftrag mit Erfolg. Ein Trick, den viele Handwerker nutzen, Gute Schulung der Kammern.
quadrigarius

Prinzipiell magst Du Recht haben, aber einen Versuch wäre es wert. Auch wenn es juristisch angeblich klar ist, war es ein Fehler der Werkstatt. Falls eine Rechtsschutzversicherung existiert, würde ich mit Hilfe eines Anwaltes mal nachfragen. Die haben auch eine Aufklärungspflicht und können nicht mal eben den halben Wagen auf Kosten des Kunden austauschen... denke ich zumindest. Und die 7G ist wirklich ein Bauteil, das Mercedes und Kunden sicher oft ärgert.

Vielen Dank auch für die rechtlichen Ratschläge!
Ich glaube allerdings nicht, dass ich noch irgendetwas herausholen kann, auch wenn es sich nach meinen rudimentären Kenntnissen bei dem Auftrag um einen Werkvertrag handelt, der auf den Erfolg einer Arbeit abstellt. Irgendwie scheint das für Autowerkstätten nicht in letzter Konsequenz zu gelten.
Grundlage für die Reparatur war eine Fehlermeldung, die zwar nicht die NL, aber das Werk in Stuttgart herausgelesen hat. Daraufhin hat man mich informiert und die Zustimmung zum Austausch der EHS von mir eingeholt.
Damit ist die NL safe. Warum die Reparatur letztlich nicht geholfen hat, wäre nur durch weitere Fehlersuchen herauszufinden (wenn überhaupt).
Auch wenn für mich ein leiser Zweifel über dem Ganzen schwebt (warum kann die NL einen solchen Fehler nicht gleich erkennen, aber 2 Stunden später das Werk), ich aber niemandem irgendetwas unterstellen möchte, ist die Geschichte für mich abgeschlossen.
Amüsanterweise hat mir die NL gerade eine Erinnerung an die fällige Wartung geschickt. Die habe ich inzwischen bei einem Sternpartner durchführen lassen. Zu meiner vollen Zufriedenheit und mit einem Arbeitswert (AW), der 2 Euro unter dem der NL liegt (=20 Euro pro Arbeitsstunde günstiger). Nicht viel, aber genug, um der NL fernzubleiben.
Meine Rache des kleinen Mannes😎

@schmuddelfinger
wenn Du den Austausch des EHS in Auftrag gegeben hast und dieser korrekt erfolgte, dann hat der Handwerker den geschuldeten Erfolg erbracht und Dir bleibt weiterhin nur die Rache des kleinen Mannes. Etwas anderes wäre gewesen, wenn der Auftrag zu Bsp. gelautet hätte .... Ruckeln beim Schalten abstellen und Dein GLK hätte nach dem Austausch des Wandlers immer noch geruckelt, dann wäre der Erfolg immer noch geschuldet und du müßtest den Wandler nicht bezahlen.
quadrigarius

Genauso sehe ich es auch...leider.

Den Auftrag habe ich natürlich so erteilt, weil man mir sagte, dass die EHS defekt sei.

Gruß
schmuddelfingere

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