ForumFahrzeugtechnik
  1. Startseite
  2. Forum
  3. Wissen
  4. Fahrzeugtechnik
  5. Tempo 280 mit Fahrrad?

Tempo 280 mit Fahrrad?

Themenstarteram 20. August 2019 um 11:22

Ich stelle das mal hier rein, thematisch sollte das irgendwie hoffentlich reinpassen.

 

Habe heute aus den Medien von dem Briten erfahren, der mit dem Rad 280 km/h gefahren sein soll:

https://www.youtube.com/watch?v=-gKGNzCNSYA

Wie bewertet Ihr das? Ich versuche schon die ganze Zeit meine leisen Zweifel zu unterdrücken.

Beste Antwort im Thema

Zitat:

@a3Autofahrer schrieb am 20. August 2019 um 13:07:25 Uhr:

oder tatsächlich nach dem Wegfahren des Schleppfahrzeugs für einige Sekunden?

Zitat:

@Holger-TDI schrieb am 20. August 2019 um 15:01:27 Uhr:

Damit ein Fahrrad eine Geschwindigkeit von 280km/h hält, benötigt man eine Leistung von ca. 50.000Watt (es gibt dafür Rechner im Netz).

Da ist die Leistung, die der Fahrer bringt, komplett vernachlässigbar.

Die guten Sprinter im Straßenradsport schaffen im Sprint 1600-1700 Watt und treten incl Anfahren etc die letzten 30 Sekunden eines Rennens um die 1000-1200 Watt Leistung.

Das reicht dann bei guter Position auf dem Rad und einem guten Anfahrer an einem guten Tag für um die 70km/h am Ende.

Selbst die Bahnsprinter wie Förstemann und Co. schaffen nur maximalwerte von 2600-2700 Watt aber das auch nur für ganz wenige Sekunden. Auf ne Minute vlt noch 1000 Watt und spätestens dann kippen se komplett blau gefahren um ;)

Nach dem Wegfahren des Schleppfahrzeuges ist das als ob man gegen eine Wand fahren würde.

Selbst auf den steilsten Alpenpässen schafft man auf dem Rennrad nicht mehr als 100-110km/h wegen dem Luftwiderstand.

 

Besagter Rechner ist der hier

http://www.kreuzotter.de/deutsch/speed.htm

Die Werte kommen auch immer relativ gut hin wenn ich mit Powermeter vergleiche.

42 weitere Antworten
Ähnliche Themen
42 Antworten

Damit ein Fahrrad eine Geschwindigkeit von 280km/h hält, benötigt man eine Leistung von ca. 50.000Watt (es gibt dafür Rechner im Netz).

Da ist die Leistung, die der Fahrer bringt, komplett vernachlässigbar.

Zitat:

@raphrav schrieb am 20. August 2019 um 14:46:42 Uhr:

Das Prinzip ist alt und nennt sich im Wettbewerb "Steherrennen".

Dass das natürlich mal wieder einer übertreiben musste, war klar...

Der Steher fährt aber komplett aus eigener Kraft.

Zitat:

@Diabolomk schrieb am 20. August 2019 um 15:12:54 Uhr:

Zitat:

@raphrav schrieb am 20. August 2019 um 14:46:42 Uhr:

Das Prinzip ist alt und nennt sich im Wettbewerb "Steherrennen".

Dass das natürlich mal wieder einer übertreiben musste, war klar...

Der Steher fährt aber komplett aus eigener Kraft.

:confused:

Der Steher steht auf dem Motorrad vor dem Radfahrer und gibt ihm Windschatten. Da fährt das Motorrad aus eigener Kraft, aber nicht der stehende Fahrer darauf.

Der Steher ist immer noch der Radler. Abgeleitet von to stay

What? Komische Ableitung...

Die Rolle dient dazu, jedem Fahrer (Steher) den gleichen Abstand zum Schrittmacher (und somit den gleichen Windschatten) sowie ein nötiges Maß an Sicherheit zu garantieren. Die Sitzbank wird entfernt und durch einen Dreiecks-Sattel ersetzt. Dieser ist schräg gestellt und höher angebracht als die normale Sitzbank. Dies und der Speziallenker sowie die speziellen Fußrasten ermöglichen es dem Schrittmacher, auf der Maschine eine stehende Position einzunehmen. Der Begriff „Steher“ hat damit allerdings nichts zu tun, sondern beruht auf dem englischen, aus dem Reitsport kommenden Begriff stayer für ein Pferd mit Stehvermögen.

Vielen Dank für die Info. Wieder etwas dazu gelernt. ;)

Themenstarteram 20. August 2019 um 22:36

Zitat:

@Holger-TDI schrieb am 20. August 2019 um 15:01:27 Uhr:

Damit ein Fahrrad eine Geschwindigkeit von 280km/h hält, benötigt man eine Leistung von ca. 50.000Watt (es gibt dafür Rechner im Netz).

Ja, die aerodynamischen Luftwiderstandskräfte sind bei dem Tempo enorm. 50 kW halte ich für realistisch, aber auch weniger, wenn der cw-Wert bzw. die Frontfläche optimiert (reduziert) werden würden.

Man sieht doch, dass er in so ner abgeschirmten Kiste hinter dem Auto herradelt.

Dh. nahezu kein Luftwiderstand.

Und der Luftwiderstand ist der größte Widerstand beim Fahrradfahren, bei so nem Tempo.

Also halte ich das schon für möglich, wenn mit entsprechendem Rad + voller Luftwiderstand schon 70 km/h oder so möglich sind.

Themenstarteram 21. August 2019 um 7:51

Zitat:

@Boppero schrieb am 21. August 2019 um 02:01:28 Uhr:

Und der Luftwiderstand ist der größte Widerstand beim Fahrradfahren, bei so nem Tempo.

Nicht nur beim Radl... ;)

Gut, dann hätten wir diesen Rekord ja ausreichend erklärt. In dem Sinne könnte hier meinetwegen durchaus geschlossen werden. Danke Euch vielmals für die Beteiligung. :)

Ich frage mich dabei immer wieder, wieso man den Spaß dann nicht einfach "auf der Rolle" macht. Wenn der Luftwiderstand sowie extern überwunden wird, könnte man auch genauso gut auf dem Hometrainer strampeln.

Weil auf der Rolle das nicht spektakulär ist, will keiner sehen. Dazu kommt finde eine Rolle die 220 mph schafft. Dieser Anwendungsfall ist eher selten.

Zitat:

@a3Autofahrer schrieb am 20. August 2019 um 13:07:25 Uhr:

oder tatsächlich nach dem Wegfahren des Schleppfahrzeugs für einige Sekunden?

Zitat:

@Holger-TDI schrieb am 20. August 2019 um 15:01:27 Uhr:

Damit ein Fahrrad eine Geschwindigkeit von 280km/h hält, benötigt man eine Leistung von ca. 50.000Watt (es gibt dafür Rechner im Netz).

Da ist die Leistung, die der Fahrer bringt, komplett vernachlässigbar.

Die guten Sprinter im Straßenradsport schaffen im Sprint 1600-1700 Watt und treten incl Anfahren etc die letzten 30 Sekunden eines Rennens um die 1000-1200 Watt Leistung.

Das reicht dann bei guter Position auf dem Rad und einem guten Anfahrer an einem guten Tag für um die 70km/h am Ende.

Selbst die Bahnsprinter wie Förstemann und Co. schaffen nur maximalwerte von 2600-2700 Watt aber das auch nur für ganz wenige Sekunden. Auf ne Minute vlt noch 1000 Watt und spätestens dann kippen se komplett blau gefahren um ;)

Nach dem Wegfahren des Schleppfahrzeuges ist das als ob man gegen eine Wand fahren würde.

Selbst auf den steilsten Alpenpässen schafft man auf dem Rennrad nicht mehr als 100-110km/h wegen dem Luftwiderstand.

 

Besagter Rechner ist der hier

http://www.kreuzotter.de/deutsch/speed.htm

Die Werte kommen auch immer relativ gut hin wenn ich mit Powermeter vergleiche.

Naja, man muss sich auch mal die Übersetzung anschauen.

Ich hab das Video mal auf 1/4 Abspielgeschw. gesetzt. Er tritt da etwa mit 2 Umdrehungen pro Sekunde. Das wären dann knapp 40m pro Umdrehung. Beim normalen Alltagsrad hast du vielleicht 4 bis 5m Meter.

Ohne dem Anziehen wäre er wohl nie und nimmer damit in Bewegung gekommen.

Themenstarteram 21. August 2019 um 17:35

Zitat:

@Leon596 schrieb am 21. August 2019 um 17:21:01 Uhr:

 

Danke für Deinen Beitrag. Sehr interessant, was Spitzsportler auf dem Radl an Leistungen kurzzeitig freisetzen können.

Deine Antwort
Ähnliche Themen