Teil & Autonomes Autofahren eine Bedrohung der allgemeinen Verkehrssicherheit

Ich mache mir Gedanken und Zukunftssorgen um z.T. selbstfahrende Autos, die sich als verkehrsgefährdend betrachten lassen.
Ich fand u.a. einen bezeichnenden Satz von Manuel Perez Prada: „ Wer Menschen immer mehr Aufgaben beim Fahren abnimmt, der schwächt diese Schwachstelle noch mehr, denn die Aufmerksamkeit sinkt gegen Null (sein Hinweis: "Idiotensicherheit schafft Idioten"😉.

Ferner in dem Artikel über die neuste S-Kl.-Daimler „sich selbst durch den Verkehr zu lenken“ werfen sich mir Fragen auf.
Ist "Teilautonomes Fahren", vorerst die Hände bereits für kurze Zeit vom Lenkrad nehmen zu können, überhaupt legal ?
Wird also ohne Zulassung „illegalerweise“ nicht bereits erstmalig eine Technik bereitgestellt (glaube, TESLA bietet dieses als update gegen Aufpreis auch bereits an), die nicht auch verhängnisvolle Folgen für beteiligte Verkehrsteilnehmer haben kann ?
Das Daimler-Fahrzeug soll bei „Unklarheiten“ bereits eine "Notbremsung" selbstätig vornehmen, sofern der Fahrzeug-Lenker die Hände bei Warnsignalen nicht zurück ans Lenkrad führt. Verwirrend jedoch wird davon gesprochen, dass das Auto lediglich Sekunden ohne Lenkradberührung fahren würde und andererseits soll der Fahrer emails schreiben können, die sicherlich nicht sekundenschnell gemacht sein können.

Also, wenn im fließenden Verkehr ein PKW ( S-Kl. Daimler, TESLA) aus unersichtlichem Grund bremst, dann halte ich das für die kurz nachfolgenden PKW`S für unakzeptabel. Denn, wenn jemand während des Schreibens von Briefen den Verkehrsablauf gar nicht verfolgt hat, dann wird er beim Erscheinen eines Auto-Warnsignals den Verkehrsumstand binnen Millisekunden auch nicht mehr erfassen können, um „in der Verantwortung“ zu reagieren.

Ich behaupte, dass es illegal ist, wenn Fahrzeughersteller ohne gesetzliche Erlaubnis derart Technik anbieten (derzeit noch gegen Aufpreis), um ihre Käufer an diese Technik heranzuführen, die direkten Einfluß auf Lenkung und Bremsen nehmen kann und diese Fahrzeugführer jedoch für alles vollverantwortlich sein sollen. Das ist eine Verführung und Käufer werden den Herstellern bei Problemen/Unfällen wohl kaum in den Rücken fallen, wie sie es bei Navi-Benutzung und verbotenem Telefonieren während der Fahrt ja auch nicht tun.
Ich fand im Netz auch schon einen Artikel von Lennart S. Lutz über gravierende Rechtsprobleme fremdgesteuerten (auch teilautonomen) Fahrens.

Als gelegentlicher Mitleser schreibe ich im Forum hier heute diesen Beitrag würde gerne mal wissen, ob ihr meine Bedenken gegen derart technische Fahreingriffe teilen könnt.

PS
Weitergeführt könnte die Diskussion auch zu vollautonomen Fahren führen, jedoch halte ich derart computergesteuertes Autofahren für zu komplex, als dass eine Maschine mit Nullen und Einsen rechnend insbesondere in Städten "unauffällig" Auto fahren könnte.

Beste Antwort im Thema

Zitat:

@inzukunft schrieb am 9. September 2015 um 09:48:58 Uhr:


Ich mache mir Gedanken und Zukunftssorgen um z.T. selbstfahrende Autos, die sich als verkehrsgefährdend betrachten lassen.

Ich mache mir mehr Gedanken um Autofahrer, die wesentlich verkehrsgefährdender unterwegs sind als ein selbstfahrendes Auto das je können wird.

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Zitat:

Man würde sich nicht mehr so konzentriert mit den anderen Verkehrsteilehmern befassen müssen ...

Ist momentan wohl eher andersherum.
Man muss sich noch viel stärker auf den Verkehr konzentrieren, um im Falle des Falles rechtzeitig eingreifen zu können.

Zitat:

@Rainer_EHST schrieb am 5. Juni 2016 um 11:12:03 Uhr:



Zitat:

Man würde sich nicht mehr so konzentriert mit den anderen Verkehrsteilehmern befassen müssen ...

Ist momentan wohl eher andersherum.
Man muss sich noch viel stärker auf den Verkehr konzentrieren, um im Falle des Falles rechtzeitig eingreifen zu können.

Tolle Erkenntnis...

Kein Hersteller behauptet, dass man sich momentan völlig autonom zur Arbeit fahren lassen kann. Experten schätzen, dass sich die Ungeduldigen noch ca. 10 bis 15 Jahre gedulden müssen.

Zitat:

@Rainer_EHST schrieb am 5. Juni 2016 um 11:07:33 Uhr:


Der Unfall im verlinken Beispiel erinnert mich an einem Bericht über Tests bei Mercedes.
Die lassen ja ihr Auto in einem eingegrenzten Bereich fahren, wo die Straßen millimetergenau im System einprogrammiert sind (alle Ampeln, alle Verkehrsschilder etc inkl.)
(...)
Dieses GPS alleine ist schon genauso teuer, wie das Auto selbst.

Das stimmt doch garnicht. Das teilautonome System bei Mercedes (folgt der Spur und beachtet den Vordermann/Hindernisse) ist doch bereits in Serie und im Einsatz und arbeitet u.a. optisch und kostet bei weitem nicht so viel.

Zitat:

@Rainer_EHST schrieb am 5. Juni 2016 um 11:07:33 Uhr:


und das Auto durch ein hochpräzises GPS geführt wird. Dieses GPS alleine ist schon genauso teuer, wie das Auto selbst

... andere autonom Projekte nutzen u.a. Lidar und erstellen permanent ein Rundumbild.

Zitat:

@Rainer_EHST schrieb am 5. Juni 2016 um 11:12:03 Uhr:



Zitat:

Man würde sich nicht mehr so konzentriert mit den anderen Verkehrsteilehmern befassen müssen ...


Ist momentan wohl eher andersherum.
Man muss sich noch viel stärker auf den Verkehr konzentrieren, um im Falle des Falles rechtzeitig eingreifen zu können

Im Stau / Stop&Go wohl eher nicht...

Ausserdem: was ist bei dir "momentan"? Bist du google Testfahrer? Die vollautonomen Lösungen sind doch noch garnicht auf dem Markt.

Zitat:

@ZEITONLINEschrieb am 3. Mai 2016:


… Funktechnik: "Echtzeit" lautet denn auch das neue Zauberwort der Branche.

Das mit dem autarken Volumenspeicher eines jeden Autonomfahrzeugs hat sich offenbar erledigt, da alles online über ein noch zu schaffendes 5G Netz geschehen soll. Also ist die Autoautonomfahrindustrie überhaupt auch noch auf die Leistungsfähigkeit der örtlichen Netzbetreiber angewiesen.

Zitat:

@ZEITONLINEschrieb am 3. Mai 2016:


Während heutige Mobilfunksysteme, die hauptsächlich auf die Sprachübertragung ausgerichtet sind, mit Verzögerungen von bis 80 Millisekunden arbeiten, soll die Übertragung von Auto zu Auto oder vom Datenserver zum Auto künftig nur noch eine Millisekunde dauern.

Dass man solche 80x schnellere derzeit noch Labordatengeschwindigkeit auch draußen hinbekommen könnte, will ich gar nicht ausschließen. Nur, ob eine solch erforderliche Fahrzeug-Netzanbindung in einer jeden Fahrsituation auch immer verfügbar und funktionierend sein wird, ließe sich wohl noch bezweifeln.

Zitat:

@ZEITONLINEschrieb am 3. Mai 2016:


…Anforderungen des menschlichen Auges und der Berührungssinne orientieren, erklärten die Experten mit Blick auf das selbstfahrende Auto, das in kritischen Situationen ebenso reflexartig reagieren muss wie ein menschlicher Fahrer.

Das ist ersteinmal eine zu lobende Erkenntnis, dass auch eine Fahrmaschine schnell wie ein Wimpernschlag ohnlinefähig zu reagieren immer in der Lage sein muß. 😎

Zitat:

@ZEITONLINEschrieb am 3. Mai 2016:


"In Deutschland startet der Ausbau von 5G voraussichtlich 2020 und wird in der ersten Ausbaustufe vor allem in Ballungszentren funktionieren", sagt Vodafone-Sprecher Teubner. Der flächendeckende Ausbau orientiere sich am Bedarf und werde sich dann ab 2020 "über die kommenden Jahre erstrecken". Das selbstfahrende Auto wird also noch einige Runden in der Warteschleife drehen müssen, bis es in Deutschlands mobilen Netzen wirklich "superschnell" funkt.

Dass sich der flächendeckende 5G Ausbau voraussichtlich ab 2020 nach dem Bedarf (Bezahler) orientieren wird, ist nachvollziehbare normale Betriebswirtschaft. Das ließe sich „mit weiterem Geld“ beschleunigend evtl. auch noch pimpern.

Über Netzpreise/Datenvolume kann ich natürlich auch nur spekulieren, genauso wie über anfallende Datenvolumen / je Fahrzeug. Na ja, derzeit zahle ich als Flat-Billignutzer monatlich € 20,- für mobile 5 GB und vermute mal, dass ein „5G Netz“ nicht günstiger würde. Wenn eine Autonomfahrkabine mit einem angenommenen Datenvolumen von lediglich 1TB monatlich auskäme, würden das mind. € 4.000,- Betriebskosten/Monat für die Onlinefähigkeit ergeben.

Sofern eine Taxi-Autonomfahrkabine einiges günstiger als herkömmliche Beförderungskosten sein will (muss), dann sollten alleine die Umsätze einer solchen Fahrkabine dennoch deutlich über € 4.000,- liegen und müssten um so höher sein, je mehr Datenvolumen über 1TB hinaus anfallen.

Vielleicht kann ich aber auch nicht rechnen und es werden in Kürze schon ganz andere Preise gelten. Auch das Datenvolumen von 1TB könnte zu hoch angenommen sein.

ZEITONLINE Quelle: http://www.zeit.de/.../autonomes-fahren-mobilfunk-5g-echtzeitdaten

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Zitat:

@inzukunft schrieb am 5. Juni 2016 um 12:24:04 Uhr:



Zitat:

@ZEITONLINEschrieb am 3. Mai 2016:


… Funktechnik: "Echtzeit" lautet denn auch das neue Zauberwort der Branche.

Das Mit dem autarken Volumenspeicher eines jeden Autonomfahrzeugs hat sich offenbar erledigt, da alles online über ein noch zu schaffendes 5G Netz geschehen soll. Also ist die Autoautonomfahrindustrie überhaupt auch noch auf die Leistungsfähigkeit der örtlichen Netzbetreiber angewiesen.

Anders rum wird ein Schuh draus:

Man wird ein Netz nutzen, wenn eines da ist (und zwar dann das jew. schnellstmögliche), bspw. um Kartenmaterial und die Objekt/Muster Erkennung immer auf dem letzten Stand zu halten.

Aber man wird nicht vergessen, dass es immer auch Momente ohne Netz geben kann & wird (zumal im rückständigen Deutschland, in den USA scheint das wohl heute bereits eher die Ausnahme zu sein) - auf diese Verbindungen und die Umsysteme ist ja schon per Definition nicht 100% Verlass. Der reine Fahrbetrieb/Orientierung/Objekt Erkennung muss immer in Echtzeit funktionieren, das ist doch klar.

Für "zentimetergenaue Daten über seine Position und den Streckenverlauf " ergänzt google jedenfalls die GPS Daten mit einer 360Grad Lidar Erfassung des Umfelds.

Zitat:

@inzukunft schrieb am 5. Juni 2016 um 12:24:04 Uhr:


Über Netzpreise/Datenvolume kann ich natürlich auch nur spekulieren, genauso wie über anfallende Datenvolumen / je Fahrzeug. Na ja, derzeit zahle ich als Flat-Billignutzer monatlich € 20,- für mobile 5 GB und vermute mal, dass ein „5G Netz“ nicht günstiger würde. Wenn eine Autonomfahrkabine mit einem angenommenen Datenvolumen von lediglich 1TB monatlich auskäme, würden das mind. € 4.000,- Betriebskosten/Monat für die Onlinefähigkeit ergeben.

Witzbold!

Kosten, Tarifmodelle, Volumen und der Umstand, wie die Nutzung einer Onlineverbindung ausgeprägt sein würde, das ist alles von dir frei erfunden und interpretiert.

Richtig ist, dass man weitere Zusatzvorteile mit einer stehenden Datenverbindung schaffen könnte (Kommunikation der Fahrzeuge untereinander und der Fahrzeuge mit Verkehrssteuerungssystemen/Ampeln). Diese sind aber optional und im Datenvolumen eher gering.

Zitat:

@Ostelch schrieb am 5. Juni 2016 um 09:02:25 Uhr:



Woher kann man heute schon wissen, ob die "breite Masse" etwas kaufen wird, von dem wir noch kein einziges Produkt auf der Straße gesehen haben?

Ich habe meinen Eindruck geschildert und es explizit so auch bezeichnet.
Wer seine (gegensätzliche) Meinung quasi dem Volk als Fakt verkauft hat, war KaJu74.
Dazu bräuchte es eigentlich kein Computerhirn, um das erkennen zu können.
Aber die Zeiten ändern sich.

Zitat:

@KaJu74 schrieb am 4. Juni 2016 um 13:57:51 Uhr:



Da du dann nicht mehr fahren musst, kannst du telefonieren, scypen, chatten so viel du willst.

...

aber das ist nur meine Meinung, aber die stößt garantiert auf Gegenliebe.

DAS ist für mich in keinster Weise erstrebenswert!

Ich will nicht telefonieren, scypen, chatten, ...

Ich

will

fahren!

Wie war das noch?
Wenn ich Mercedes fahren will nicht selber fahren will, ruf ich mir´n Taxi?

Zitat:

@Brunolp12 schrieb am 5. Juni 2016 um 10:57:19 Uhr:



Zitat:

@Paradroid schrieb am 5. Juni 2016 um 10:37:26 Uhr:


Und daran ändert dann Kollege Computer konkret was?

Zweierlei:
Man würde sich nicht mehr so konzentriert mit den anderen Verkehrsteilehmern befassen müssen ...
...

Ach ja?

Wie viel Reaktionszeit wollen wir denn dem auf dem Fahrersitz befindlichen Passagier einräumen, für den Fall, dass die autonome Kiste nicht das macht, was sie nach menschlichem Ermessen eigentlich tun sollte?
Ab wann fängt eine vorwerfbare verspätete Reaktion an?

Und wenn der "Fahrer" jederzeit eingreifen können soll: Sollte er dann nicht ständig wie ein Luchs aufpassen müssen, ob bei der autonomen Kiste alles mit rechten Dingen zugeht?
Und wenn er das muss: WAS ALLES kann ich dann tolles tun, wenn die autonome Kiste mich chauffiert? 😕

Zitat:

@Elk_EN schrieb am 5. Juni 2016 um 13:01:31 Uhr:



Zitat:

@KaJu74 schrieb am 4. Juni 2016 um 13:57:51 Uhr:


Da du dann nicht mehr fahren musst, kannst du telefonieren, scypen, chatten so viel du willst....
aber das ist nur meine Meinung, aber die stößt garantiert auf Gegenliebe.

DAS ist für mich in keinster Weise erstrebenswert!
Ich will nicht telefonieren, scypen, chatten, ...
Ich will fahren!

Wie kommst du darauf, dass jemand das nicht erkennt oder damit ein Problem hat?

Die Behauptung war doch, es gäbe eine

Mehrheit

, die selbst fahren wolle - der Punkt ist also: Wir reden nicht von dir.

Zitat:

@Elk_EN schrieb am 5. Juni 2016 um 13:01:31 Uhr:



Zitat:

@Brunolp12 schrieb am 5. Juni 2016 um 10:57:19 Uhr:


Zweierlei:
Man würde sich nicht mehr so konzentriert mit den anderen Verkehrsteilehmern befassen müssen ...
...

Ach ja?
Wie viel Reaktionszeit wollen wir denn dem auf dem Fahrersitz befindlichen Passagier einräumen, für den Fall, dass die autonome Kiste nicht das macht, was sie nach menschlichem Ermessen eigentlich tun sollte?
Ab wann fängt eine vorwerfbare verspätete Reaktion an?

Keine Ahnung - man könnte ja -zum Einstieg- mal checken, wie gut der Mercedes Stauassistent heute schon ist... Müsste man den Hersteller oder die Nutzer fragen. Allerdings ist der ja nicht "voll autonom".

Zitat:

@Elk_EN schrieb am 5. Juni 2016 um 13:01:31 Uhr:


Und wenn der "Fahrer" jederzeit eingreifen können soll: Sollte er dann nicht ständig wie ein Luchs aufpassen müssen, ob bei der autonomen Kiste alles mit rechten Dingen zugeht?
Und wenn er das muss: WAS ALLES kann ich dann tolles tun, wenn die autonome Kiste mich chauffiert?

Was du hier -einmal mehr- zusammenfasst ist die alte Rechtslage. Zudem basierend auf einem Prototypen- Stadium des vollautonomen Fahrens. Folglich gehst du offenbar von einem Stillstand der Entwicklung (sowohl technisch als auch regulatorisch/juristisch) aus. Da bin ich eben etwas optimistischer.

Das sind alles Ausflüchte, aber keine Antworten.
Und Lösungen schon gar nicht.

Wie kann man da nur optimistisch sein? 😕

Zitat:

@Elk_EN schrieb am 5. Juni 2016 um 13:39:11 Uhr:


Das sind alles Ausflüchte, aber keine Antworten.
Und Lösungen schon gar nicht.
Wie kann man da nur optimistisch sein?

Klar sind das Antworten - und zwar die offensichtlich erforderliche Erinnerung an den IST Stand. Dies hat nunmal Einfluss auf die Wertigkeit der Fragen, die du aufwirfst.

Und zum Optimismus:
Ich beobachte den heutigen Stand und gehe davon aus, dass man -von diesem ausgehend- Schritt für Schritt weiter arbeitet (teils mit "Abfallprodukten", die vorher schon in Serie gehen, wie es ja bereits der Fall ist). Letztlich ist der Erfolg eher nur eine Frage der Geschwindigkeit des Fortschritts. Diese Geschwindigkeit wird hier imho eher unterschätzt.

Zitat:

@Elk_EN schrieb am 5. Juni 2016 um 13:01:31 Uhr:


...
Wer seine (gegensätzliche) Meinung quasi dem Volk als Fakt verkauft hat, war KaJu74.
...

Er hat drei Bedingungen genannt, die erfüllt sein müssen. Als ein deutscher Kaiser den berühmten Ausspruch mit dem Pferd getätigt hat, da waren diese drei Bedingungen auch noch nicht erfüllt.

Zitat:

Und wenn der "Fahrer" jederzeit eingreifen können soll: Sollte er dann nicht ständig wie ein Luchs aufpassen müssen, ob bei der autonomen Kiste alles mit rechten Dingen zugeht?

Wie ich schon schrieb, er muss noch viel mehr aufpassen/Konzentration aufbringen, als wenn er selbst fährt.

Was hier nämlich fehlt, ist die Einheit von intutiver Wahrnehmung und intuitivem Handeln.
Der Fahrer nimmt Situationen intuitiv war, aber das autonome Fahrzeug handelt nicht nach dieser Wahrnehmung des Fahrers, sondern nach ganz klar vorgegeneben Algorithmen.
Ergo muss der Fahrer noch zusätzlich zur Verkehrsbeobachtung, das Verhalten des Autos mit beobachten und beurteilen. Das Problem dabei ist, das es ein viel höheres Maß an bewusster Konzentration abverlangt, als wenn man selbst fährt.

Und wenn man bedenkt, das gerade mal 5 bis max. 10% unseres Handelns auf bewusster Ebene basieren (optisch werden gar nur 3% unseres Seevermögens als bewusste Wahrnehmung verarbeitet), der Rest also rein intuitiver Natur ist, quasi vollautomatisch aus dem Unterbewusstsein geschieht, dann bekommt man vielleicht eine Vorstellung davon, wie anstrengend das ist.
Nicht umsonst geben bereits serienmäßige autonome Fahrsysteme nach 15 bis 20 min ein Signal an den Fahrer, wieder zu übernehmen. Dies soll mit Sicherheit verhindern, das der Fahrer

1. zu bequem wird und

2. wohl auch nicht in seiner Konzentration überfordert wird, wenn er denn vorschriftsmäßig Verkehr und Fahrzeug gleichermaßen überwacht

Übrigens, in dem von mir verlinktem Artikel haben wir ja genau so ein Beispiel.
Der Fahrer hat sich über den Rückspiegel darüber informiert, ob er in die rechte Spur wecheln kann, wärend sein Tesla, statt abzubremsen, beschleunigend auf den Vordermann drauf zufährt.
Wäre er selber gefahren, hätte er, ganz intuitiv die Geschwindigkeit verringert und zwar so, das er garnicht in diese brenzliche Situation gekommen wäre. Bewusste Wahrnehmung, via Rückspiegel, und intuitives Handeln hätten eine Einheit ergeben.

So war er aber eigentlich gezwungen, sowohl die Info über den Rückspiegel, als auch das Verhalten des Autos gleichzeitig bewusst Wahrzunehmen, was aber auf Grund der stark abweichenden Blickrichtungen garnicht möglich ist. Und schon konnte er nicht mehr rechtzeitig auf das "Fehlverhalten" seines Autos reagieren.

Ach ja, Stauassistent.
Ich befürchte mal, dass wird das Problem mit den Rettungsgassen eher noch vergrößern. 😉

Zitat:

@Brunolp12schrieb am 5. Mai 2016:


Wenn sich die Technik bewährt, dann gibts extra Tarife für autonome Fahrzeuge,

Aha, wie ist es mit den kalkulatorischen Startkosten ?

Zitat:

@Brunolp12schrieb am 5. Mai 2016:


Wenn es dann klappt, dann könnte sich die Einstellung ändern...

Richtig, wenn :

- Bedenken zur Fahrsicherheit unstrittig sind (Achtung: Menschen haben nur 1 Leben)

- Zulassung erteilt wurde

- Der (Fahr-) Preis günstiger ist

- Es keine besonderen Vorkommnisse in der Einführungsphase gibt

Zitat:

@ Rainer_EHSTschrieb am 5. Mai 2016:


das zB. Teslas in die Spur des Gegenverkehrs fahren, weil der Autopilot Probleme hat,

Danke, da kommen wir doch immer wieder zum Threadthema zurück !

Zitat:

@.schrieb am 5. Mai 2016:


Letztlich ist der Erfolg eher nur eine Frage der Geschwindigkeit des Fortschritts.

Da sind wir kaum auseinander.

Die Geschwindigkeit müssten die Leute jedoch crashfrei jenseits von 5km/h zu spüren und bei „halben Fahrpreis“ möglichst auch zugesichert bekommen. Immerhin verursachen Billigpreise doch auch Skepsis, insbesondere wenn es um Leib & leben geht.

Zitat:

@Rainer_EHST schrieb am 5. Juni 2016 um 14:50:53 Uhr:



Zitat:

Und wenn der "Fahrer" jederzeit eingreifen können soll: Sollte er dann nicht ständig wie ein Luchs aufpassen müssen, ob bei der autonomen Kiste alles mit rechten Dingen zugeht?


Wie ich schon schrieb, er muss noch viel mehr aufpassen/Konzentration aufbringen, als wenn er selbst fährt.
Was hier nämlich fehlt, ist die Einheit von intutiver Wahrnehmung und intuitivem Handeln.
Der Fahrer nimmt Situationen intuitiv war, aber das autonome Fahrzeug handelt nicht nach dieser Wahrnehmung des Fahrers, sondern nach ganz klar vorgegeneben Algorithmen.
Ergo muss der Fahrer noch zusätzlich zur Verkehrsbeobachtung, das Verhalten des Autos mit beobachten und beurteilen. Das Problem dabei ist, das es ein viel höheres Maß an bewusster Konzentration abverlangt, als wenn man selbst fährt.

Dabei gehst du allerdings von einem technisch nicht funktionierenden Fahrzeug aus, bei gleichzeitig ungelöster rechtlicher Situation. Wie gesagt: das wäre in mehrerer Hinsicht quasi ein Stillstand. Den erwarte ich nicht auf immer und ewig.

Zitat:

@inzukunft schrieb am 5. Juni 2016 um 15:14:52 Uhr:



Zitat:

@Brunolp12schrieb am 5. Mai 2016:


Wenn sich die Technik bewährt, dann gibts extra Tarife für autonome Fahrzeuge

Aha, wie ist es mit den kalkulatorischen Startkosten ?

Welche "kalkulatorischen Startkosten" hat denn ein Versicherer zu berücksichtigen, der günstigere Tarife für autonom fahrende Fahrzeuge anbietet, sobald sich diese als "Schadens- technisch" günstig erweisen?

Zitat:

@inzukunft schrieb am 5. Juni 2016 um 15:14:52 Uhr:



Zitat:

@Brunolp12schrieb am 5. Mai 2016:


Wenn es dann klappt, dann könnte sich die Einstellung ändern...

Richtig, wenn :
- Bedenken zur Fahrsicherheit unstrittig sind (Achtung: Menschen haben nur 1 Leben)
- Zulassung erteilt wurde
- Der (Fahr-) Preis günstiger ist
- Es keine besonderen Vorkommnisse in der Einführungsphase gibt

1, 2 und 4 ist im Prinzip dasselbe. Und 3 stimmt vllt allenfalls für Fahrdienste, aber nicht für Fahrzeuge im Privatbesitz.

Das ist übrigens eine gute Entwicklung, dass hier zunehmend kritische Anti-Stimmen dazukommen.

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