ForumVerkehr & Sicherheit
  1. Startseite
  2. Forum
  3. Wissen
  4. Verkehr & Sicherheit
  5. Ist "Vision Zero" geeignet, die Verkehrssicherheit in Deutschland zu erhöhen?

Ist "Vision Zero" geeignet, die Verkehrssicherheit in Deutschland zu erhöhen?

Themenstarteram 7. März 2010 um 0:17

Hier möchte ich zur Diskussion stellen, ob "Vision Zero" geeignet ist, die Verkehrssicherheit in Deutschland zu erhöhen.

Um eine konstruktive Diskussion zu ermöglichen, bitte ich alle Teilnehmer, sich zunächst mit den Hintergründen (im link des DVR oder in der Zusammenfassung im angehängten pdf) vertraut zu machen.

Ich bin auf Eure Einschätzungen und sachlich fundierte Meinungen gespannt!

Grüße, südwikinger

Ähnliche Themen
148 Antworten

Ach herje. ICh dachte immer, "Vision Zero" sei ein Neologismus, erfunden von der aTL-Bruderschaft.

Aber das Dingens gibts wirklich!:eek:

Ersteinmal würde ich diesen Brüdern den Führerschein abnehmen. Ganz offensichtlich werden da Forderungen unter Drogeneinfluss aufgestellt, die zu Vsionen führen.

Keiner kommt um...

Wie wollen die dann bitte den nächsten Herzinfarkt am Steuer verbuchen?:confused:

Aha, die schwedische "Nollvisionen" jetzt auch in D.

Ja sicher, das muß das Ziel sein. Man kann und muß immer dran arbeiten, aber solange in D ein Tempolimit nicht durchsetzbar ist (ja, ich kenne den MT-Thread ...), braucht man nicht ernsthaft darüber zu diskutieren.

In 20 Jahren werden die Unfallzahlen eh drastisch runtergehen, denn dann wird es mangels bezahlbarer Kraftstoffe sowieso nur noch eine Minderheit sein, die individuelle Kraftfahrzeuge im heutigen Sinn benutzt.

Wozu eigentlich diesen Aufwand?

Mehr Sicherheit: Einfach ein allgemeines Tempolimit von 20 km/h und einen vorgeschriebenen Abstand von 100 m und nichts passiert. :rolleyes:

Hallo,

 

ich hatte davon noch nicht gehört, Danke.

 

Also erstmal: EXTREM ungutes Gefühl, wegen der synthetischen Sprache und des gruseligen Namens.

Klingt wie ein einschlägiger Text von einer Scientology - Werbeagentur. zwei Drittel des Textes sind 

Nebelwerfer mit lauter facts, wo man nicht "nein" sagen kann und der Rest klingt "lieb" hat's aber in sich...

Keiner der Punkte wirkt auf mich neu/revolutionär oder vielversprechend.

Da will jemand etwas verkaufen /vermarkten, was er nicht 'mal genau bezeichnet/beim Namen nennt.

Ich werde 'mal bißchen googeln, was das soll.

Zudem bin ich mehr als skeptisch, ob schwedische "Verkehrsexperten" mit ihrer kleinen Verkehrsdichte

probate Lösungen für das Haupttransitland Deutschland mit seinen 80 Millionen Bürgern bereitstellen 

können. Also "Vision Zero" könnte nach dem, was in der PDF zu lesen ist, ein böser EU-Papiertiger werden.

ADAC hab' Acht!

 

Gruß,

GO

Wie hat Altkanzler Helmut Schmidt seinerzeit gesagt:

"Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen.":D

Natürlich ist eine "Vision Zero" völlig unrealistisch und daher in keiner Weise geeignet auch nur die geringsten positiven Effekte zu erziehlen. Tatsächlich handelt es sich dabei um eine Kampagne, die unter dem Vorwand der Verkehrssicherheit das Ziel verfolgt, durch zusätzliche Repressalien die Rechte der Bürger weiter einzuschränken.

Wer wirklich an einer Erhöhung der Sicherheit interessiert ist, sollte zunächst einmal daran arbeiten das partnerschaftliche Miteinander der VT zu fördern. Dazu ist zu allererst die Stigmatisierung einzelner Fahrergruppen zu beenden, die es bestimmten VT ermöglicht ihren Egotrip auf der Straße auch noch als Dienst an der Menscheit zu empfinden.

Ferner ist zu akzeptieren, daß Zwang und Repression in keinem Bereich jemals Freiheit und Eigenverantwortung überlegen waren. Warum ausgerechnet der motorisierte Individualverkehr hier eine rühmlich Ausnahme bilden sollte, erschließt sich mir nicht. Notwendig ist daher eine Reduzierung der Regeln und Vorschriften nach dem Motto: Soviel wie nötig und sowenig wie möglich.

Menschen machen Fehler und diese Fehler führen bisweilen zu schlimmen Konsequenzen. Das ist aber keineswegs eine Eigenart des Strassenverkehrs sondern erstreckt sich auf alle Bereiche der menschlichen Existenz.

Sorry, aber wenn ich sowas lese dann graut mir schon sehr vor unser aller automobilen Zukunft!

 

Autofahren und Mobilität hat IMMER was mit Eigenverantwortung zu tun und NIEMAND kann/wird die Straßen zu 100% "idiotensicher" machen. Krass ausgedrückt nennen die einen sowas im Tierreich "natürliche Auslese". Wer unverantwortlich mit seinem Leben und dem Leben anderen Leute umgeht und sich seiner Aktionen und den möglichen Konsequenzen nicht im klaren ist, den triffts auch früher oder später. Dabei helfen m.E. auch keine ach-so-tollen sicheren Verkehrssysteme, denn Lücken gibt es überall da eine 100%ige "Sicherheit" einfach nicht möglich ist.

 

Hier wird versteckt in Richtung "unmündiger Autofahrer" gearbeitet und die Umsetzung der Aktion ist absolut weltfremd und funktioniert höchstens im Labor oder in der Computersimulation.

Zitat:

Original geschrieben von Hadrian

Ferner ist zu akzeptieren, daß Zwang und Repression in keinem Bereich jemals Freiheit und Eigenverantwortung überlegen waren.

Ferner ist zu akzeptieren dass oft das Gegenteil der Fall ist. Man nehme nur das Beispiel Gurtpflicht.

Letztlich ist das nichts als eine Vision, real wird man nie dahin kommen. Grundlegend verkehrt ist es aber auch nicht sich zu überlegen wie man den Verkehr sicherer machen kann. Es ist ja nicht nur die mittlerweile zum Glück geringe Zahl an Verkehrstoten in D, die Verletztenzahlen sind nicht so ohne.

Wobei ein Verbot von Zigaretten und Alkohol weit mehr bringen würde, aber wohl genauso wenig akzeptiert würde wie ein Tempolimit auf deutschen Autobahnen. Der Verkehrssektor ist zumindest hierzulande so gut geworden dass andere Bereiche erheblich mehr an Bedeutung gewinnen. IMHO müsste man sich mehr fragen wo man mit welchem Aufwand wie viel erreichen kann. Und im Bereich des Straßenverkehrs sind IMHO nur mit hohem Aufwand oder starken Einschränkungen geringe weitere Vorteile zu erreichen. In den nächsten Jahren werden die verschärften Fußgängerschutzvorschriften eh noch für bessere Zahlen sorgen.

Gruß Meik

Vision Zero ist eine Sekte... genau... da sieht man einmal wie sich die Leute mit gewissen Themen auseinandersetzen... :eek: :rolleyes:

Das ist eine Philosophie, die der DVR...

Zitat:

http://www.dvr.de/site.aspx?url=html/dvr/titel.htm

Philosophie

Bei der Ansprache der Verkehrsteilnehmer stellt der DVR den Partnerschaftsgedanken und die Stärkung der Eigenverantwortung in den Mittelpunkt. Seit Oktober 2007 legt der DVR die Sicherheitsphilosophie Vision Zero seiner Verkehrssicherheitsarbeit zugrunde.

Mitglieder

Der Verein hat ca. 220 Mitglieder. Dazu gehören die für Verkehr zuständigen Ministerien von Bund und allen Bundesländern, die gesetzlichen Unfallversicherungsträger, Deutsche Verkehrswacht, Automobilclubs, Automobilhersteller, Versicherungen, Personenbeförderungsunternehmen, Wirtschaftsverbände und Gewerkschaften, Kirchen und sonstige Institutionen und Organisationen sowie einige Mitglieder aus dem Ausland. Seine Mitglieder leisten zur Finanzierung der Vereinsaufgaben Mitgliedsbeiträge und weitere Finanzbeiträge.

... vertritt, nichts anderes, würden alle nach dieser Philosophie handeln, wären die Straßen natürlich sicherer, warum auch nicht?

Dass das eine Utopie ist, dass es immer Tote und Verletzte geben wird, ist klar.

Dass jeder hier Vision Zero in gewissem Maße unterstützt, egal ob er ein Auto kauft oder Beiträge an einen Automobilclub zahlt... schon krass... :p

Zitat:

Original geschrieben von suedwikinger

Hier möchte ich zur Diskussion stellen, ob "Vision Zero" geeignet ist, die Verkehrssicherheit in Deutschland zu erhöhen.

 

 

Ich bin auf Eure Einschätzungen und sachlich fundierte Meinungen gespannt!

 

Grüße, südwikinger

Wir leben im Jahr 2025 und feiern gerade das 10 Jährige Jubiläum des Vision Zero, seit der Einführung im Jahre 2015 sind die Verkehrstoten von ca.. 4700 Toten im Jahre 2009 auf nunmehr 15 Verkehrstote ( 12 davon durch Herzinfakt am Steuer ) zurückgegangen.

 

Hauptgrund des Rückganges der Verkehrstoten war die GPS gesteuerte automatische Geschwindigkeitsreduzierung als Pflicht für alle zugelassenen Kraftfahrzeuge, in Kombination mit einer Geschwindigkeitsbegrenzung von 30km/h in Städten 80 km/h auf Landstrassen sowie 120 km/h auf Autobahnen.

 

Seit Einführung dieser GPSAGZ regelt ein zentraler Rechner Bundesweit je nach Verkehrsdichte und Witterungszuständen die max möglichen Geschwindigkeiten aus und schaltet diese für alle Fahrzeuge als max gefahrene Geschwindigkeit frei.

 

Kraftfahrzeuge die durch umgehen des Systems eine höhere Geschwindigkeit gefahren sind wurden für 3 Monate für den Verkehr automatisch gesperrt .

 

In Verbindung mit einem Abstandskontollsytem welches 2016 als Plicht für alle Fahrzeuge eingeführt wurde kann der GPSAGZ automatisch die Geschwindigkeiten der nachfolgenden Fahrzeuge auf die Millisekunde genau drosseln so das selbst bei dichtem Nebel keine Unfälle mehr vorkommen können.

 

Durch die Plichtverwendung der mobilen GPSAGZ auch für Fußgänger  und Radfahrer ist es dem Zentralcomuter möglich Bwegungsprofile von Fußgängern an Kreuzungen zu erkennen und ein Fahrzeug rechtzeitig abzubremsen bevor es zu einem Unfall mit einem Fußgänger kommt.

 

Die letzlich 3 Verkehrstoten durch einen fehlgeleiteten Geisterfahrer konnte nun durch ein update des Sytems so geregelt werden das Verkehrsteilnehmer bereits in der Zufahrt zur Geisterfahrt automatisch abgebremst werden und die Polizei darüber eine Mitteilung bekommt.

 

Wir hoffen nun auf 2026 das die Zahl der Verkehrstoten eine Null ist.

 

Unser herzliches Dankeschön gilt hier nochmals dem Erfinder des globalen Verkehrslenkungssytems GPSAGZ Herrn Pepperduster :):D

Zitat:

Original geschrieben von Erwachsener

Aha, die schwedische "Nollvisionen" jetzt auch in D.

Ja sicher, das muß das Ziel sein. Man kann und muß immer dran arbeiten, aber solange in D ein Tempolimit nicht durchsetzbar ist (ja, ich kenne den MT-Thread ...), braucht man nicht ernsthaft darüber zu diskutieren.

Sag ich ja, ein Neologismus der aTL-Bruderschaft.

Es wird schließlich nur auf deutschen Autobahnen bei Tempi >130 gestorben.

Warum brauchen dann die Schweden auch eine Nullvision?:confused:

Zitat:

Original geschrieben von patti106

Sag ich ja, ein Neologismus der aTL-Bruderschaft.

Bei "Vision Zero" ist doch gerade nicht um ein plattes aTL, sondern um alles andere, was uns einer nie erreichbaren Null zumindest näher bringen kann :confused:

- breitere Standstreifen, dass ein Nothalt ungefährlicher wird

- "Auslaufzonen" für die, die sich mit der Kurvengeschwindigkeit doch verschätzt haben

- Endgliederung der Verkehrsteilnehmer, zB. durch tatsächlich benutzbare Fahrradwege

Die Dinge, die aufgrund "menschlicher Fehler" passieren und technisch wie auch immer - danach wird gefragt - lösbar wären bzw. in den Folgen harmloser ausgehen.

Ein aTL würde doch menschliche Fehler nicht verhindern, denn der "Fehler" in einer Situation oder auch über einem Limit zu schnell zu fahren, würde doch weiterhin vorhanden sein.

Der Erwachsene macht es aber scheinbar am aTL auf deutschen Autobahnen fest.

Villeicht sollte man mal die Vision Zero in Vison weniger umbenennen.

Denn keiner kommt um ist sowas von daneben.

Zitat:

Original geschrieben von patti106

Villeicht sollte man mal die Vision Zero in Vison weniger umbenennen.

Dieses "Problem" ist doch in der Definition des Wortes Vision bereits gelöst.

Eine Vision ist immer etwas, was mit heutigen Mitteln in der ausgedrückten Absolutheit nicht erreicht werden kann, aber trotzdem gut wäre zu erreichen und mögliche Teilbereiche oder Teilschritte auf dem Weg dort hin schon heute möglich wären.

Etwas nicht zu machen, weil es nicht sofort am ersten Tag schon das Optimum bietet, oder weil "Bedenkenträger" existieren, dann hätten wir noch nicht ein mal das Feuer oder das Rad.

weg mit dem Individualverkehr und schon ist diese Vision umsetzbar:p

für mich liesst sich das immer wieder wie ''Gutmenschenpropaganda'' denn wenn es nur ein einziges Menschenleben rettet dann ist jede Massnahme vertretbar;)

mfg Andy

Deine Antwort
Ähnliche Themen
  1. Startseite
  2. Forum
  3. Wissen
  4. Verkehr & Sicherheit
  5. Ist "Vision Zero" geeignet, die Verkehrssicherheit in Deutschland zu erhöhen?