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Technische Überprüfung bei Gebrauchtwagenkauf und Erkennen von möglichen Manipulationen?

Themenstarteram 27. August 2021 um 12:30

Hallo liebe Motor-Talk-Forianer! Vielleicht ist das hier nicht das richtige Unterforum, auch wenn es dabei hauptsächlich um "technische" Belange geht.

Da mein Frontera (Motorschaden, Reparatur womöglich unrentabel) kurz- bis mittelfristig einen Ersatz braucht und ein Neuwagen (aus Prinzip) derzeit nicht in frage kommt, suche ich einen guten, zuverlässigen Gebrauchten. Es muss kein geländegängiger Allrad mehr sein, aber etwas mit guten Zuladeverhältnissen, also ein Kombi bspw.!

Zum Thema, selbst wenn das gute Stück nur "Zehntausend" €uronen kosten sollte, will man die auch nicht unnötig versenken wollen und bei einem Fahrzeug das erheblich mehr Kilometer auf dem Buckel (als angegeben) hat, kann das nun mal viel leichter passieren, auch wenn ein Gebrauchtkauf immer mit höherem Risiko behaftet ist.

Rein zufällig gab es gerade heute einen Artikel zum Thema auf @t-online:

https://www.t-online.de/.../...sollten-sie-beim-autokauf-beachten.html

, allerdings sind da einige Tipps doch schlecht umsetzbar und gehen dann auch nicht ins Detail.

Bspw. mit welchen Geräten theoretisch eine Tachomanipulation aufgedeckt werden könnte oder wie soll man "vor" einem Kauf den die möglichen Vorbesitzer ausfindig machen können, abgesehen davon, dass die selbst ja auch an einer Manipulation beteiligt sein konnten?!

Auch ein Vorcheck durch eine "neutrale" Werkstatt klingt erst mal plausibel, allein die Umsetzung dürfte oftmals kaum machbar sein, gerade wenn das Fahrzeug nicht im eigenen Wohnort stehen sollte.

Ist das Thema schon mal ausgiebig hier behandelt worden? Bitte dann den Thread dazu, wenn nicht bitte ich um Tipps, was man tatsächlich für Möglichkeiten hat keinem Betrüger aufzusitzen.

Schönes Wochenende!

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75 Antworten

Einen Sachverständigen hinzuziehen.

am 27. August 2021 um 12:45

Mit dem Wagen zum TÜV oder zur dekra und nen technischen Check machen lassen. Kann man auch vorher nen Termin machen.

Hallo,

den allgemeinen Verschleiß checken.

Du kannst am Lenkrad, div.Schalter, Schaltknüppel und Pedale relativ leicht auf einen "frisierten Tacho" schließen.

Wenn da was bei angeblichen 80000 KM "abgenudelt" ist, dann kannst du relativ sicher sein, das da was nicht stimmt.

Auch sonstige Gebrauchspuren geben evtl. einen Aufschluß darüber, ob das Fahrzeug nicht manipuliert ist.

Angeblich sollen ja bei genügend Gebrauchtfahrzeuge die Kilometerstände nicht mehr der Wahrheit entsprechen.

Darum Augen auf, wenn Du ein Fahrzeug kaufst.

Gr.Rupert

Der vereinbarte Kilometerstand muss stimmen, sonst ist es ein Betrug oder sofern der Vorbesitzer es nicht war in der Haftung und muss entsprechend den Kauf rückabwickeln oder den Preis entsprechend reduzieren...

Gibt es nicht die Möglichkeit die "TÜV" Berichte der letzten 10 Jahre sich für xx Euro ausdrucken zu lassen, ich meine die Prüfstelle kann auf die Berichte zugreifen. Wenn die Manipulation also nicht in Vorsehung regelmäßig gemacht wurde fällt das auf.

Häufig sind halt Leasingfahrzeuge während der Leasingzeit manipuliert, so dass die Kilometer nicht gezählt werden, da denken die Leute halt schon während der Nutzung daran. Ein "normaler" Fahrzeuginhaber denkt evtl. erst an eine Manipulation, wenn er den Wagen verkaufen möchte... Ob ein privater Verkäufer das angeht, in der Regel würde ich eine Manipulation dann beim Fähnchenhändler vermuten, da er das entsprechend häufiger macht und Erfahrung damit hat...

Was leider - typisch Deutschland - nicht geht, und ich hab heute beim TÜV extra deswegen nachgefragt, ist, die Service-Historie beim Hersteller und die TÜV Berichte beim TÜV an Hand der Fahrgestellnummer abrufen lassen. Man fürchten sich vor dem Datenschutz bzw meidet aus Prinzip jeden Aufwand und jedes Risiko an dem man nichts verdient und hält sehr zur Freude der Betrüger diese Informationen zurück. Ich könnte als EDV-ler jedes Mal ausflippen, wenn mir jemand das Totschlag-Argument "Datenschutz personenbezogener Daten" ins Gesicht haut, ich will ja lediglich wissen, ob Vorführdatum und Kilometerstände plausibel sind, und nicht, wem der Wagen damals gehört hat. Aber man kann die Herausgabe leider Stand heute nicht erzwingen. Vorschläge, das seitens des Gesetzgebers zu ändern, werden regelmäßig laut, und versacken ebenso regelmäßig irgendwo im Sand.

Meine Erfahrung ist allerdings, dass Du wenn Du erst mal im Besitz des Wagens bist beim Service in der Fachwerkstatt oder beim Vorführtermin "unter der Hand" sehr wohl darum bitten kannst, dass jemand kurz in den Computer schaut und Dir pauschal sagt, ob "alles OK" ausschaut. Du kannst dann zwar mit der Info, dass eben nicht alles OK war, nichts Konkretes anfangen, aber Du weißt immerhin dass da was im Argen ist und kannst noch genauer nach Mängeln suchen, und eventuell noch was nachverhandeln.

Armin.

Es stellt sich nur die Frage, ob der Verkäufer solche Checks zulässt....

In der Regel ist dieser bei einer Probefahrt dabei und so mal schnell zum TÜV ist meistens ohne Termin auch nicht möglich.

Die Gebühren sind mittlerweile auch nicht mehr "von Pappe" und ob sich dieser Aufwand dann lohnt, sei mal dahingestellt.

am 27. August 2021 um 15:35

Wer als Verkäufer nichts zu verbergen hat, sollte nichts dagegen haben wenn potentielle Käufer auf eigene Kosten so einen checkup machen.

Leider. Manchmal ist "Datenschutz" zugleich ein "Täterschutz" wenns um Tachodreher geht. Siehst genügend Youtube Videos, wo jemand den Stand auf mehreren Steuergeräten parallel so manipuliert, dass auch (angeblich supertolle) APPs wie Carly für z.B. BMW nichts mehr finden.

Ich fände es angemessen, wenn ich als Besitzer eines PKW beim TÜV angeben könnte, ob jemand der diesen Wagen künftig (physisch) vorfährt einen Einblick in die TÜV- und Service-Historie sowie ggf. anfallende Einträge beim "Zentralruf der Versicherer" bekommen darf. Thema "Crashkiste gekauft, gedreht, ab in den Osten, zusammengeschustert, dann nach kaum drei Eigentümerwechseln wieder beim Fähnchenhändler". Bedeutet: Wer ehrlich ist und nicht manipuliert, der wird eher wenig dagegen haben. Und wer beim Leasing betrügt, der muss vor jedem TÜV und jeder Werkstatt am Tacho spielen. Nicht unmöglich, aber nachträglich gar nicht oder eben nicht leicht machbar und "on the fly" quasi alle Nase lang wird das irgendwann hart an der Grenze zu "unrentabel".

Was spräche zudem noch dagegen, auf freiwilliger(!) Basis zum Beispiel den Zeitstempel und die durch den BC geschätzte Kraftstoffmenge z.B. beim Nachtanken in einer lokalen Blockchain zu dokumentieren, welche dann bei jedem Werkstattaufenthalt und TÜV sowohl gesichert wie auch durch diesen signiert wird? Das Ding zu faken ist nicht grundsätzlich unmöglich, aber das wird hochgradig unwahrscheinlich. Wenn dann der Speicher auf einmal "blank" ist, das sagt dir auch einiges. Du hättest dann immerhin Zeitstempel (GPS), Menge des Kraftstoffs und den Kilometerstand. Dann mal eben 100.000 zurückdrehen ist nicht, weil das gäbe Verbrauchswerte, die selbst einem RTL "Reality TV Star" auffallen würden.

am 27. August 2021 um 15:44

Ein Auto das Älter als 3 Jahre ist war mindestens 1x schon beim TÜV und dort wird auf dem Dokument das man erhält der km Stand abgebildet. Verkäufer die das Dokument verlegt haben, naja da wäre ich schon stutzig

Themenstarteram 27. August 2021 um 15:49

Danke zu den vielen Kommentaren und Tipps! Der "sogenannte" Datenschutz ist in vielen Bereichen ein schlechter Witz und macht es vielen Betrügern besonders leicht, quasi indirekt "gerade" mit Hilfe unserer gesetzlichen Regulierungen! Die Spinnen nur noch hysterisch und zwar insbesondere auf EU-Ebene!

Da könnte ich einige Sachen aufzählen, wo uns Normalbürgern wirklich demokratische Freiheiten genommen werden, meist aus "pseudofaktischen, realitätsfernen" Begründungen. Da werden wirklich "nur" Kriminelle durch den Datenschutz geschützt, wie das aus vielen Skandalen der letzten zwei Jahrzehnte gut zu sehen ist. CUM-EX bspw., und gerade weil in der EU "keine" Daten unter den Steuerbehörden bspw., ausgetauscht werden, aber jeder Betrüger (u.a. Briefkastenfirmen) dann auf seinen "persönlichen" Datenschutz pochen und sich dahinter verstecken kann. Man kann nur noch "Kot.en!

Zurück zum eigentlichen Problem. Gutachter bspw. kosten Geld und wenn man Pech hat, muss man dann bei der Fahrzeugsuche den öfters benötigen. Dann muss das auch eben zeitlich machbar sein, dann oft in einem Umfeld (fremde Stadt) das man nicht selbst kennt. Manchmal könnte diese Option funktionieren, der Verkäufer dabei auch mit spielen. Ob durch ein Gutachter dann auch der "tatsächliche" Kilometerstand ermittelt werden könnte steht auf einem anderen Blatt, wenn der auch hauptsächlich Äußerlichkeiten als Maßstab nimmt.

Eine lückenlose Wartungs- und Reparaturhistorie wäre der beste Nachweis. Blöd nur, wenn der Vorbesitzer gar nichts nachweisen kann, weil nichts davon aufgehoben, auch absichtlich, eben um keinen faktischen Nachweis erbringen zu können. Ist so ähnlich wie bei einem Flüchtling der seine Ausweise weg wirft ;-)),auch um sein Alter zu verschleiern ;-)) Was ist mit den technischen Möglichkeiten, die im @t-online-Artikel umschrieben wurden?

am 27. August 2021 um 15:56

Händler kauf eine Option?

Themenstarteram 27. August 2021 um 16:03

Zitat:

@Ceed2020 schrieb am 27. August 2021 um 15:56:49 Uhr:

Händler kauf eine Option?

Stimmt, würde ich auch bevorzugen, aber eine echte Garantie gäbe es auch nicht. Da gibt es auch Schwarze Schafe, die das auch gut verbergen können. Der Ruf allerdings auch mal schnell ruiniert, wie im Werkstattbereich.

Warum steckst du nicht für 150,- einen X20XEV in den Fronti? Brauchst nur die Sensorik vom Bestandsmotor, ggf. auch die NW-Räder und die Ölwannen, aber es würde gehen.

Themenstarteram 27. August 2021 um 16:11

Zitat:

@GaryK schrieb am 27. August 2021 um 15:40:57 Uhr:

Leider. Manchmal ist "Datenschutz" zugleich ein "Täterschutz" wenns um Tachodreher geht. Siehst genügend Youtube Videos, wo jemand den Stand auf mehreren Steuergeräten parallel so manipuliert, dass auch (angeblich supertolle) APPs wie Carly für z.B. BMW nichts mehr finden.

Ich fände es angemessen, wenn ich als Besitzer eines PKW beim TÜV angeben könnte, ob jemand der diesen Wagen künftig (physisch) vorfährt einen Einblick in die TÜV- und Service-Historie sowie ggf. anfallende Einträge beim "Zentralruf der Versicherer" bekommen darf. Thema "Crashkiste gekauft, gedreht, ab in den Osten, zusammengeschustert, dann nach kaum drei Eigentümerwechseln wieder beim Fähnchenhändler". Bedeutet: Wer ehrlich ist und nicht manipuliert, der wird eher wenig dagegen haben. Und wer beim Leasing betrügt, der muss vor jedem TÜV und jeder Werkstatt am Tacho spielen. Nicht unmöglich, aber nachträglich gar nicht oder eben nicht leicht machbar und "on the fly" quasi alle Nase lang wird das irgendwann hart an der Grenze zu "unrentabel".

Was spräche zudem noch dagegen, auf freiwilliger(!) Basis zum Beispiel den Zeitstempel und die durch den BC geschätzte Kraftstoffmenge z.B. beim Nachtanken in einer lokalen Blockchain zu dokumentieren, welche dann bei jedem Werkstattaufenthalt und TÜV sowohl gesichert wie auch durch diesen signiert wird? Das Ding zu faken ist nicht grundsätzlich unmöglich, aber das wird hochgradig unwahrscheinlich. Wenn dann der Speicher auf einmal "blank" ist, das sagt dir auch einiges. Du hättest dann immerhin Zeitstempel (GPS), Menge des Kraftstoffs und den Kilometerstand. Dann mal eben 100.000 zurückdrehen ist nicht, weil das gäbe Verbrauchswerte, die selbst einem RTL "Reality TV Star" auffallen würden.

Würde ich alles mit unterschreiben und befürworten. Wie aber im Bereich des allgemein, schon oftmals realitätsfernen, unlogischen Datenschutzes, wird sich da politisch nichts rühren. Es scheint manchmal als hätte die Politik gar nicht das Interesse, die Masse der Bürger zu schützen, sondern nur das eigene Klientel!

Ich hebe immer alle TÜV-Berichte auf, allerdings mache ich ja meine Wartungsarbeiten allesamt selbst, nach dem Garantien abgelaufen sind. Das dürften auch viele Privatverkäufer so machen und muss nicht "negativ" betrachtet werden. Problem bei neueren Fahrzeugen ist natürlich die Wartungs (un) freundlichkeit, vieles lässt sich kaum noch selbst machen, weil auch immer mehr Elektronik verbaut ist, und dies dürfte bei den E-Autos kaum anders sein ;-)) Die Autos sind über ihre Bordcomputer bis in den letzte Winkel vernetzt, das Auto erkennt jede Fehlfunktion und die kann eine Kette von Ursachen haben, wie auch die Wartungsarbeiten die durchgeführt wurden.

Blöd nur wenn das alles aus den Speichern absichtlich entfernt, bzw. verändert wird und man so den Wert eines Autos nicht wirklich beurteilen kann. Normal sollten wir Konsumenten dagegen mal auf die Straße gehen, vor den Autokonzernen und Parlamenten, damit sich da endlich zum Verbraucherschutz etwas ändert!

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