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Technische Frage: Blitzer-Auto mit einseitig abgefahrenen Reifen

VW Caddy 3 (2K/2C)
Themenstarteram 10. Oktober 2018 um 0:32

Hallo zusammen,

ich hätte die Möglichkeit, mein derzeitiges Wunschauto zu ziemlich guten Konditionen zu bekommen: Einen Caddy Maxi mit Ergasantrieb. War bisher ein Blitzerauto der Polizei :-) [Also extrem gute Sitze, Standheizung etc... der Blitzer-Auszug ist noch drin; mal sehen, wieviele Vollbremsungen das gibt, wenn ich mich damit an den Strassenrand stelle und einfach einen Schuhkarton drauflege :o) Nene, Spaß beiseitige, ich weiss, dass sowas gefährlich sein kann und würde das natürlich nicht machen, sondern den Mist aus- und die zweite Sitzreihe wieder einbauen, die brauchen wir nämlich...]

Einziger Punkt, der mich nachdenklich stimmt: Der aktuelle DEKRA-Bericht bescheinigt als geringen Mangel (Plakette erteilt) "-D5.2.3a (GM) Reifen-Verschleiß 2. Achse links und rechts einseitig abgefahren". Meine Überlegungen: Innen oder außen? Wenn außen, dann war der halt in den Kurven sehr flott unterwegs (ist das realistisch?)... aber warum dann nur hinten und nicht auch vorne? Weil der Blitzer und seine ganze Elektronik so unglaublich schwer ist, dass es hinten viel stärker als vorne abgefahren ist? Wie schwer ist so ein Blitzer denn eigentlich?

Und wenn innen - dann hat das Auto Achsenprobleme und ich sollte besser die Finger davon lassen?

Was meint Ihr?

Merci & VG

Martin

Beste Antwort im Thema
Themenstarteram 12. Oktober 2018 um 0:37

Hiho,

da ich es selbst nicht mag, wenn Threads irgendwann "mittendrin" aufhören, hier mal ein Update:

Der Wagen war ja nicht mehr zugelassen, deshalb habe ich Dekra und Schein in Kopie für eine Kurzzeitzulassung bekommen. Und weil ich vor 20 Jahren mal als Aushilfe im VW-Autohaus angefangen hatte (und dort auch tatsächlich 10 Jahre lang war), bin ich heute dort einfach mal vorbeigefahren und habe einen alten Kollegen im Teiledienst besucht :-)

Die Achse zu vermessen ist zwar möglich aber sinnlos, da man an der starren Hinterachse des Caddy eh nichts einstellen kann. Der Grund könnten ganz banale abgenutze Gummiauflagen der Achsen sein (Pfennigsache), defekte Stoßdämpfer (2x 150,- plus Einbau) oder aber im schlimmsten Fall defekte Achslager (2x 200,- plus Einbau). Hm.

Mit der Fahrgestellnummer kann man übrigens ganz toll die wirklich komplett bei VW durchgeführte Scheckheft-Historie sehen :-) Klickt man sich durch alle 54 Einträge durch, merkt man, dass das Auto wirklich gut gewartet wurde - selbst Kleinigkeiten wurden bei VW gemacht (neue Fussmatten; Radio eingebaut; ...). Naja, und eben auch einmal die komplette rechte Seite vom Kotflügel über die Tür (mit Ein- und Ausbau), Spiegel, nochwas hinten, Rahmen richten und die ganze Seite neu lackieren; und ich wollte eigentlich einen unfallfreien Wagen...

Okay, bei VW gemacht, also sicher nicht unfachmännisch. Ich bin dann für das folgende Telephonat [bevor ich am SA erstmal 150km einfach hingefahren wäre] mal davon ausgegangen, dass der jetzige Verkäufer das tatsächlich nicht wusste (...) und habe ihm gesagt, dass ich es mir trotzdem überlegen würde, aber mir unter diesen Umständen der Wagen das natürlich nicht mehr wert sei. Er war zwar bereit, mir etwas entgegen zu kommen, allerdings nur halb so weit wie ich mir vorgestellt hatte. Damit hat sich dieser Kauf jetzt also erledigt. Schade, aber besser als ein teures Erwachen in ein paar Monaten.

Euch nochmals danke für Eure Beiträge!

VG

Martin

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Wenn sonst alles stimmt, dann hängst du einfach noch ne Achsvermessung dran. Vielleicht hat sich da was verstellt beim einrangieren auf Feldwegen etc.

Wer weiß, ob das Problem wirklich die Hinterachse ist?

Kann auch sein, dass die Räder vorne gelaufen sind.

Eigentlich hat man mit der HA kaum Probleme außer Sägezahnbildung.

Gab aber auch hier im Forum schon verbogene Blattfedern wahrscheinlich durch Überladung.

Wäre ne Möglichkeit für das Reifenbild, evtl. noch gepaart mit falschem Luftdruck.

Was da wirklich vorlag, wird dir heute keiner mehr sagen.

Achsvermessung und umfangreiche Kontrolle der Fahrwerksteile sind wohl Pflicht.

Sägezahnbildung haben alle Caddys, das ist ein VW bekanntes Problem, muss man wohl hinnehmen laut der Vertragswerkstatt :confused:

Bei deinem Fall sollten aber neue Reifen inkl. Achsvermessung sollten schon sein, ist aber eine nicht wirklich große Sache.

Themenstarteram 10. Oktober 2018 um 21:05

Liebe Leut',

vielen Dank für Eure Antworten! Etwas realistischer sehe ich die Sache jetzt schon (gestern Abend dachte ich noch, das war's mit dem Auto...).

Habt Ihr ne Idee, wie teuer es "schlimmstenfalls" kommen kann - also Achsvermessung + Tausch irgendwelcher Stangen, Achsen und/oder Kugelköpfen + Blattfedern etc.? Hatte bisher nur meinen Oldtimer - bei VW habe ich überhaupt keine Vorstellungen von den Kosten.

1000-Dank

Martin

Du hast doch ein Dekragutachten. Wenn da was an der Radaufhängung wäre, dann sollten die das eigentlich gesehen haben. Damit gibts normalerweise keine Plakette.

Ob die Fahrwerkseinstellungen stimmen, sehen die natürlich nicht. Das können die nur vermuten. Offensichtlich ist das Verschleißbild der Reifenlauffläche nicht zwingend dafür.

Wieviel Kilometer hat das Fahrzeug denn gelaufen?

Ich würde mir bei der vorangegangene Nutzung eher die Frage stelle, ob der Motor jemals auf Betriebstemperatur gekommen ist.

Also morgens von der Unterkunft zur Messtelle, dann zur nächsten usw. ohne das der Motor mal richtig warm geworden „auf Strecke“ gefahren wurde. Trotz Standheizung. Einfach mal jemanden vom Ordnungamt fragen, wie solche Fahrzeuge üblicherweise genutzt werden. Also z. B. 20.000 km bei einem 10 Jahre alten Fahrzeug. Darüber würde ich mir eher Gedanken machen.

Themenstarteram 10. Oktober 2018 um 21:41

Hi,

also er hat 65.000km bei EZ 03/2011. Angeblich circa 1x/Monat auch längere Fahrten für Schulungszwecke. Andererseits frage ich mich, warum die Polizei so ein Auto abstoßen sollte, wenn wirklich nichts dran ist.

Dekra, Service und Gasprüfung neu; in diesem Rahmen auch endlich die Rückrufaktion der Gastanks durchgeführt (sind also keine 4 Wochen alt).

Genau das "sollte" ist der Punkt - wenn dummerweise nämlich nicht, kostet's mein Geld und meine Nerven...

Es gibt halt leider nicht so viele gebrauchte Erdgas-Maxis in dieser Preis- und Laufleistungsklasse; entweder viel billiger mit mehr als 300.000km oder aber als quasi neue "Christbäume". Erstere will ich nicht, und letztere sind einfach zu teuer für mich.

VG

Martin

Also ich wäre da nicht so pessimistisch - bei der Dekra arbeiten zwar auch nur Menschen, aber ein klein wenig verstehen die schon was von ihrem Job. Aber wie immer im Leben: ein Restrisiko bleibt natürlich immer bei einem Gebrauchtfahrzeug. Dass die das verkaufen, könnte auch vielleicht was mit Abschreibung oder Leasing oder allgemeinen internen Regelungen zu tun haben.

Vielleicht hat der Motor wegen überwiegend Kurzstreckenbetrieb zwar nicht die ideale Biographie, dafür dürfte der Rest des Fahrzeuges bei 65 Mille dann in einem um so besseren Zustand sein. Ne Ferndignose kann ich da natürlich auch nicht vornehmen.

Themenstarteram 12. Oktober 2018 um 0:37

Hiho,

da ich es selbst nicht mag, wenn Threads irgendwann "mittendrin" aufhören, hier mal ein Update:

Der Wagen war ja nicht mehr zugelassen, deshalb habe ich Dekra und Schein in Kopie für eine Kurzzeitzulassung bekommen. Und weil ich vor 20 Jahren mal als Aushilfe im VW-Autohaus angefangen hatte (und dort auch tatsächlich 10 Jahre lang war), bin ich heute dort einfach mal vorbeigefahren und habe einen alten Kollegen im Teiledienst besucht :-)

Die Achse zu vermessen ist zwar möglich aber sinnlos, da man an der starren Hinterachse des Caddy eh nichts einstellen kann. Der Grund könnten ganz banale abgenutze Gummiauflagen der Achsen sein (Pfennigsache), defekte Stoßdämpfer (2x 150,- plus Einbau) oder aber im schlimmsten Fall defekte Achslager (2x 200,- plus Einbau). Hm.

Mit der Fahrgestellnummer kann man übrigens ganz toll die wirklich komplett bei VW durchgeführte Scheckheft-Historie sehen :-) Klickt man sich durch alle 54 Einträge durch, merkt man, dass das Auto wirklich gut gewartet wurde - selbst Kleinigkeiten wurden bei VW gemacht (neue Fussmatten; Radio eingebaut; ...). Naja, und eben auch einmal die komplette rechte Seite vom Kotflügel über die Tür (mit Ein- und Ausbau), Spiegel, nochwas hinten, Rahmen richten und die ganze Seite neu lackieren; und ich wollte eigentlich einen unfallfreien Wagen...

Okay, bei VW gemacht, also sicher nicht unfachmännisch. Ich bin dann für das folgende Telephonat [bevor ich am SA erstmal 150km einfach hingefahren wäre] mal davon ausgegangen, dass der jetzige Verkäufer das tatsächlich nicht wusste (...) und habe ihm gesagt, dass ich es mir trotzdem überlegen würde, aber mir unter diesen Umständen der Wagen das natürlich nicht mehr wert sei. Er war zwar bereit, mir etwas entgegen zu kommen, allerdings nur halb so weit wie ich mir vorgestellt hatte. Damit hat sich dieser Kauf jetzt also erledigt. Schade, aber besser als ein teures Erwachen in ein paar Monaten.

Euch nochmals danke für Eure Beiträge!

VG

Martin

am 12. Oktober 2018 um 19:43

Da haben wir es doch, ein Unfallwagen mit sicherlich nicht mehr so astreiner Achsgeometrie. Eine Karosserie zu richten, das können nur wirkliche Spezialisten. Bei VW gibt es soetwas nicht. Vielleicht in einer Karosseriewerkstatt die Autos über 200.000,00 Marktwert reparieren, z. B. Porsche GT3. Stichwort: Richtbank.

Habe einen Touran und einen Caddy, bei beiden laufen die Reifen auf der Vorderachse außen etwas schneller ab als innen. Bei meinem Passat war es auch so. So isses.

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