Strom abzweigen ohne Kabel durchzuschneiden?

Hallo,
ich stehe gerade etwas auf dem Schlauch. Ich plane von einer Rückleuchte 12V abzugreifen, bin allerdings kein Freund vom Durchtrennen von OEM Kabeln und suche daher nach einer passenden Möglichkeit.

Während meiner Suche stieß ich auf solche Abzweigverbinder. Ich habe solche Dinger noch nie gesehen und kann leider auch keine Videoerklärung auf Youtube dazu finden.

Liege ich richtig, dass ich die zuverbindenen Kabel einlege und dieser Abzweiger nur in den Mantel schneidet und den Kontakt herstellt, ohne dabei die Adern zu durchtrennen, wie es bspw. bei Lüsterklemmen notwendig ist?

Beste Antwort im Thema

Die Leitungsstärken in den PKW werden immer geringer weil man Geld sparen will. Da wird nur verbaut was unbedingt nötig ist. Durchtrenne ich nun noch ein paar Leiter und schließe noch extra Verbraucher an ist das keine gute Kombination für ne dauerhafte problemlose Verbindung. Nach dem Entfernen des Schneidverbinders bleiben beschädigte Leiter zurück.

Wer sowas verwendet ist und bleibt ein Pfuscher für mich. Löten ist kein Hexenwerk und mit Gaslötkolben auch fast überall möglich. Mit etwas üben bekommt das fast jeder Hobbybaster hin. Schneidverbinder bekommt jeder DAU montiert, ob der aber weiß was er tut und was die folgen sind?

Es stehen alle Informationen hier. Jeder soll selber entscheiden was er macht. Bisher ist noch keine Lötverbindung bei mir versagt. Durch Schrumpfschlauch oder Isolierband wird eine Versteifung direkt nach der Lötstelle erreicht, damit verhindert man brechen des Kupfers durch Schwingungen.

Das Argument man will das Originale Kabel nicht beschädigen zieht bei Schneidverbindern nicht, weil man genau das tut.

83 weitere Antworten
83 Antworten

Zitat:

@Provaider schrieb am 11. November 2018 um 14:38:48 Uhr:


Nach dem Entfernen des Schneidverbinders bleiben beschädigte Leiter zurück.

... und wird dann ganz durchgezwickt und nach Großmeisterart verlötet. Aufwand: Fast genau derselbe.

Zitat:

Wer sowas verwendet ist und bleibt ein Pfuscher für mich.

Wer solche Sätze schreibt, ist und bleibt ein Provokateur für mich.

Zitat:

Es stehen alle Informationen hier. Jeder soll selber entscheiden was er macht. Bisher ist noch keine Lötverbindung bei mir versagt.

Ebenso gibt es auch Leute, bei denen noch kein Stromdieb versagt hat. Vielleicht, weil sie die Grenzen dieser Lösung kennen und beachten.

Bei Lötverbindungen sind es im Übrigen nicht die Vibrationen, die sie schädigen, siehe mein Beispiel weiter vorne in diesem Thema. Vielmehr sind es Gewichtsbelastung durch fehlende Zugentlastungen und Herumgebiege von späteren Fehlersuchern an der Stelle, die sich mal eben ein paar Kabel aus dem Weg schaffen wollen.

Dann lerne löten! Ich kann so verlöten, das du die Verbindung nicht zerreißen kannst. Mit Schrumpfschlauch überzogen hält das länger als jeder Stromdieb.

MfG

Genau deswegen kümmert man sich um eine ordentliche Zugentlastung.
Stromdiebe bleiben Pfusch, auch wenn Pfusch manchmal auch über längere Zeiträume funktioniert.

Grüße
Alexander

Stromdieb und den dann verlöten um den orginalen Querschnitt wieder herzutsellen 😁

Total bescheuert würde aber funktionieren wenn die Metallklammern nicht aus dem letzen dreck gefertigt würden wo kein Lötzinn dran haftet.

Ähnliche Themen

Eine Lötverbindung kannst du nicht zerreißen. Da gibt vorher das Kupfer auf.
Kupfer hat die Eigenschaften fest zu werden durch Bewegung. Versetzungsfestigung oder work hardening genannt.

Haben den Stromdiebe eine Zugentlastung?

Das was man also vorher mit dem Stromdieb spart muss man nachher in die Nachsorge investieren? Eine Lötverbindung kann ich abknipsen und einfach neue abisolieren. Die Nachsorge hat man schon mit der Vorsorge erledigt.

In dem NASA Dokument ist ganz gut beschrieben wie man es richtig macht.

Zitat:

@Provaider schrieb am 11. November 2018 um 19:09:47 Uhr:


Eine Lötverbindung kannst du nicht zerreißen.

Was soll der Quatsch mit dem Zerreißen? Lötverbindungen brechen einfach in der Litze ab, wenn man sie an der Stelle wegbiegt, z.B. um sich später mal Zugang zu etwas dahinter liegendem zu verschaffen.

Es steht übrigens außer Zweifel, dass sie besser sind, falls gut vor mechanischen Beanspruchungen geschützt.

Aber, dass Stromdiebe generell unzureichend sind, ist einfach nur ein Glaubenssatz. Und damit falsch.

Zitat:

Das was man also vorher mit dem Stromdieb spart muss man nachher in die Nachsorge investieren?

Nein. Meistens muss man gar keine Nachsorge verrichten, wenn man bei der Installation im Rahmen der Vernunft geblieben ist.

Zitat:

Was soll der Quatsch mit dem Zerreißen? Lötverbindungen brechen einfach in der Litze ab, wenn man sie an der Stelle wegbiegt, z.B. um sich später mal Zugang zu etwas dahinter liegendem zu verschaffen.

Warum soll die wegen einmal biegen brechen? Durch die Isolierung(Schrumpfschlauch oder Isolierband) wird der biegeradius begrenzt und von dem Lötpunkt weg verlagert auch die Litze.

Klar Anwenderfehler.

Zitat:

Aber, dass Stromdiebe generell unzureichend sind, ist einfach nur ein Glaubenssatz. Und damit falsch.

Es gibt bessere Lösungen, wie Quetschverbinder, WAGO Klemmen oder Crimplösungen. Oder halt klassisch Löten. Da brauch man kein Werkzeug außer nen Lötkolben, der ist sehr universell. Nicht wie beim Crimpen.

Ich wähle bei meinem Auto die beste Technische Lösung, nicht die schnellste. Wenn du sowas beruflich machst und unter Zeitnot bist wie der Mechaniker der AHK nachrüstet und dem es egal ist was später mit dem Auto passiert, dann ist das was anderes.

Zitat:

@Provaider schrieb am 11. November 2018 um 19:44:29 Uhr:


Warum soll die wegen einmal biegen brechen?

Biegen und Zurückbiegen reicht manchmal schon.

Dann war es kleben und nicht löten!

MfG

Zitat:

@a4kabrio schrieb am 11. November 2018 um 19:48:40 Uhr:



Zitat:

@Provaider schrieb am 11. November 2018 um 19:44:29 Uhr:


Warum soll die wegen einmal biegen brechen?

Biegen und Zurückbiegen reicht manchmal schon.

Anwenderfehler. Siehe oben.

Zitat:

@Johnes schrieb am 11. November 2018 um 19:49:35 Uhr:


Dann war es kleben und nicht löten!

Völliger Unsinn. Passend zum Karnevalsauftakt. An dieser Stelle gebe ich auf.

Zitat:

@a4kabrio schrieb am 11. November 2018 um 19:55:06 Uhr:


... An dieser Stelle gebe ich auf.

Danke 😁

Grüße
Alexander

Zitat:

@a4kabrio schrieb am 11. November 2018 um 19:55:06 Uhr:



Zitat:

@Johnes schrieb am 11. November 2018 um 19:49:35 Uhr:


Dann war es kleben und nicht löten!

Völliger Unsinn. Passend zum Karnevalsauftakt. An dieser Stelle gebe ich auf.

Ich habe sicher mehr Verbindungen gelötet als du je im Leben löten wirst! Ich weiß wovon ich rede.

MfG

Nochmal: Gibt es am Rücklicht keine Kontakte oder weshalb gehst du nicht direkt auf's Rücklicht?

Ansonsten wär noch ne Maßnahme einen Zwischenadapter mit zwei Leitungen zu verbauen.

Danke für die Aufklärung. Dann kann ich mir diese Abzweigverbindungen wohl doch sparen und direkt löten.
Ich wollte es eigentlich umgehen einen Gaslötkolben zu kaufen, auch wenn bspw. der Dremel Versatip 2000-6 für knapp 30€ zu haben ist.

Diese Wago Klemmen sehen auch recht interessant aus.

Ich denke, dass ich diese erst einmal ausprobieren werde und notfalls löten werde. Danke euch 🙂

Deine Antwort
Ähnliche Themen