Sonntagsausflug
Hallo,
letzten Sonntag dachte ich mach mal einen Ausflug mit dem fast neuen GLK.
Nach ca. 100 KM trat ich die Heimreise an.
Als im Display die Meldung kam: Luftdruck prüfen.
Da ich das vor Abfahrt schon machte drückte ich auf ok. und für mich war die Sache erledigt.
Nach ca. 10 km merkte ich ein ganz leichtes ziehen nach rechts, das war ein TOP Zeitpunkt.
Ich war gerade auf der Autobahnauffahrt, da ich dem ganzen dann doch nicht traute bin ich bis ans Ende vom Beschleunigungsstreifen gefahren und habe das Fahrzeug gestoppt.
Das ist ein wirkliches Scheiß Gefühl hier auszusteigen.
Lange Rede kurzer Sinn, vorne Rechts war der Reifen platt, er hat auch nicht wirklich gut ausgesehen.
Urlaubsstimmung war noch gut und ich Testete "MB Contact".
Bei der Anwahl stellte ich fest das das nicht geht, Meldung "Fehler".
Was solls, Handy genommen und versucht anzurufen, aber welche Nummer?
Zur Info:
Diese Nummer befindet sich in der offenen Fahrertür nähe B-Säule.
Habt ihr schon mal versucht auf der Standspur der Autobahn die Fahrertüre zu öffnen?
Ich Dachte jeden Moment die Türe wird von einem LKW mitgenommen.
Irgendwann hats dann doch geklappt.
Kostenlose Nummer Angerufen:
45 Minuten lang Telefonansage: Alle Leitungen sind belegt.
Die Stimmung war nun nicht mehr so gut.
Da ich fast alle MB Händler im Handy habe, habe ich der Reihe nach alle versucht zu erreichen.
Standartansage: Sie rufen Außerhalb unserer Geschäftszeiten an, wir sind ab Montag wieder für sie da.
Nur ein Händler ging ans Telefon.
Hier hatte ich den GLK gekauft.
Als ich ihm mein Problem schilderte wurde mir mitgeteilt ich liege außerhalb von seinem Gebiet und ich soll es mal mit der kostenpflichtigen MB-Hotline probieren.
Ich war nun schon 90 Minuten auf dem Standstreifen.
Nummer gewählt, und siehe da, ein Mensch war am Telefon.
Zur Info:
Die MB Contact Zentrale sitzt in Masstricht und ist für ganz Europa zuständig!!!!!!!!!!!
Hier meldete ich nun mein Problem, der Mitarbeiter wollte sämtliche Daten von mir, Fahrgestellnr, Anschrift, aber nun kommt das beste:
Ich sollte aussteigen und ihm die genaue Bezeichnung von meinem Defekten Reifen mitteilen, die Reifengröße reicht ihm nicht, auch nicht das ich das AMG Paket habe.
Jetzt muße ich auch noch raus aus dem Fahrzeug.
Ergebniss:
Er versucht nun einen Abschleppwagen zu finden, da MB keine mehr unterhält.
Er meldet sich wieder auf meinem Handy.
20 Minuten später der Anruf, es kommt der ADAC und der bringt micht in die nächste Niederlassung.
Das ging dann auch recht flott.
Der Notdienst (wofür auch immer der da ist) hatte schon alle Angaben von Masstricht erhalten und wußte bescheid.
Aber jetzt wirds richtig gut:
Der Reifen ist im System Rot hinterlegt.
Das bedeutet Reifen wird dringend benötigt-ist aber nicht lieferbar!!!!!!!!!!!!!
Ist warte ich nun schon seit Sonntag zuhause (allerdings mit Leihwagen) auf einen Anruf das ich mein Auto (dies befindet sich in ca. 100 KM Entfernung ) abholen kann.
Zur Info:
MB hat auch keine Ersatzfahrzeuge mehr für solche Fälle, diese kommen vom Autoverleih.
Heute Anruf bei MB, ich wollte mal wissen warum der Reifen nach 998 KM Laufleistung platt war,weder ich noch der Abschleppen haben etwas festgestellt.
Aussage Händler: Er hat noch nicht nachgeschaut, da der Neue Reifen nicht da ist und er möchte nicht seine Hebebühne so lange belegen.
Auf die Frage der Kosten wurde mir mitgeteilt Reifenschäden sind nicht abgedeckt.
Das Fahrzeug ist 12 Tage alt und hat keine tausend Kilometer Laufleistung!!!!!!!!!!
Meine Stimmung ist jetzt auf dem Höhepunkt, freue mich schon wenn ich den GLK abhole.
Da werden erst mal die HAARE geföhnt.
Bin so richtig angepisst von Mercedes...........
Gruss Ralf
Beste Antwort im Thema
... ich fasse mal zusammen:
<Ironie-Modus ein> 😁
Es ist natürlich ein Unding von Mercedes, dass der Reifen gerade auf der Autobahnauffahrt kaputt ging. Bei BMW wäre dies sicherlich bei wesentlich günstigeren 230 km/h auf der linken Spur passiert, bei Audi mitten im Elbtunnel.
Unmöglich ist auch die Platzierung der Notfallnummer in der offenen Fahrertür der B-Säule. Hier hätte Mercedes daran denken müssen, dass ein Reifen auf dem Beschleunigungsstreifen der BAB platzt und die Nummer jederzeit sichtbar im Sichtfeld des Fahres auf der Windschutzscheibe anbringen müssen.
Unmöglich auch, dass die Notfallnummer besetzt war. Hier müßte sich Mercedes ein Beispiel an anderen Autoherstellern nehmen und für jedes verkaufte Fahrzeug (mit einer potentiellen Panne) einen eigenen Callcenter-Mitarbeiter vorhalten. Dies würde überdies Millionen Arbeitsplätze schaffen.
Sämtliche MB-Händler anzurufen war in diesem Fall auch sicherlich die richtige Idee; ich hätte der besseren Übersichtlichkeit in Aachen angefangen und Zwickau aufgehört. Irgendeiner muß sich doch für ein liegengebliebenes Fahrzeug der Marke auf irgendeinem Beschleunigungsstreifen in Deutschland interessieren.
Dass die MB Contact Zentrale in Maastricht sitzt, ist ja wohl die allergrößte Sauerei. Was verstehen Holländer schon von Autos? Wenn es um einen liegengebliebenen Wohnwagen ginge ...
Ebenso unverständlich, weshalb dort die Daten vom Fahrzeug angegeben werden müssen (hallo Datenschutz!). Reicht nicht die Info, dass ich auf der Autobahnauffahrt mit EINEM MERCEDES eine Panne habe? Die wollen die Angaben doch nur an unseriöse 'Datenaufkäufer' weiterverscherbeln ...
Hammer auch, dass Mercedes nicht sagen konnte, wieso der Reifen nach nur 998 km kaputt gegangen ist. Das müssen DIE doch wissen, schließlich haben DIE den Reifen doch verbaut. ICH bin doch nur damit gefahren, wie und wo auch immer ...
Dass Reifenschäden von der Garantie nicht umfaßt sind, ist ebenfalls skandalös. Auch dies kann die Konkurrenz besser. Dort werden Verschleißteile (wie Reifen pp.) bis zu einer Laufleistung von 999 km immer anstandslos ersetzt.
<Ironie-Modus aus>😎
Eines kann ich ganz ohne Ironie bestens nachvollziehen: Den Ärger, nach noch nichteinmal 1.000 km mit einem neuen Mercedes liegengeblieben zu sein, aus welchen Gründen auch immer. Manchmal hat man jedoch einfach 'Pech' (Shit happens) und es ist einfach nicht gerecht, jemand anderes für SEIN PERSÖNLICHES Pech verantwortlich zu machen.
PS: Ich habe im übrigen bei den wenigen Male, die ich den Mercedes-Notfall-Dienst in Anspruch nehmen mußte, nur allerbeste Erfahrungen gemacht (Freundlichkeit, Leihwagen, Kulanz etc.) Aber das war eben MEIN PERSÖNLICHES Glück ... 😎
24 Antworten
Hallo,
das war nicht so wie es vermutet wird, bei einem Platten zieht der Wagen normalerweise voll nach rechts, man merkt es am Lenkrad.
Bei mir war es fast nicht warnehmbar, wäre ich nicht auf der Autobahn gefahren hätte ich nicht angehalten.
Das Tirefit hätte nichts gebracht, der Reifen ist bestimmt schon 10 Km platt gewesen.
Auf nachfrage beim Abschlepper und Mercedes wurde mir mitgeteilt:
Das liegt am Stabilitätsprogramm und am kleinen Querschnitt vom Reifen.
Der Vorteil allerdings war das er deswegen verm. nicht von der Felge rutschte.
Ist quasie auf dem Gummi gerollt.
Gruss Ralf
Hallo,
und genau das ist ein Argument für den (recht teuren) Kauf eines Notrades (MB-Name Komplettrad ET-Nr. A 204 400 98 00). Tirefit ist zwar gut, aber nicht immer hilfreich.
Und ein Notrad orig. MB für € 260,- ist allemal sinnvoller, als Kosten für schnell gekauften Neureifen am WE, Ärger, Handykosten unterwegs und...und...und. Außerdem ist der Platz im Kofferraum ja vorhanden.
Zitat:
Original geschrieben von Okyman
ich muss nun nochmal nachhaken......
wenn der Wagen nach rechts zieht, ist doch der rechte Reifen platt, oder? (habe es im Text nicht gefunden)
Hat der GLK nicht zumindest den Tire- Fit an Bord?
Gerade rechts kann man doch noch einigermaßen werken und den Kompressor anschließen. Wäre evtl. sogar am Ende des Beschleunigungsstreifen stehen geblieben (breiter? mehr Platz?)
und das Warndreieck in die Kurve gestellt. Zumindest gut sichtbar, so wie es sein soll.
Die Sicherheitsweste hast Du noch vergessen (oder trägt ein MB-Fahrer so etwas nicht?) mehr kann ich zu diesem Sonntagsausflug nicht beitragen als 😕
Onkel Ludwig: ein grosses Lob für Deine gute Antwort. Ich habe beim Lesen dasselbe gefühlt, hätte es aber nicht so gut ausdrücken können.
Zitat:
Original geschrieben von SLK-GLK
Onkel Ludwig: ein grosses Lob für Deine gute Antwort. Ich habe beim Lesen dasselbe gefühlt, hätte es aber nicht so gut ausdrücken können.
... lieben Dank 🙄.
Ich kann den Frust der Betroffenen schon verstehen. Man gibt sehr viel Geld für ein schönes Auto aus, kauft (wegen der Zuverlässigkeit) vielleicht lieber ein Neu- als ein Gebrauchtfahrzeug, und was ist??? Nach kurzer Zeit steht man mit einer Panne am Straßenrand und ärgert sich - berechtigterweise - grün und blau.
Was mich immer nur stört ist dieses Gemecker über MERCEDES, als wenn die Pannenanfälligkeit ein Alleinstellungsmerkmal dieser Marke sei. Die Leute sollte mal in andere Foren schauen oder sich im Bekannten- und Freundeskreis umhören. Mein Schwager fährt bspw. VW (Passat TDI, 45T €). Er ist in den vergangenen 3 Jahren 18 Mal liegen geblieben (kein Witz, eigentlich ein Fall für die BLÖD-Zeitung), der Service bei VW ist bekanntermaßen legendär (unfreundlich), bei Opel habe ich in jungen Jahren selbst schon ähnliche Erfahrungen mit einem Corsa machen dürfen. Die BMW meines Schwiegervaters (immerhin top-gepflegte 8 Zylinder) schafften es regelmäßig nicht, ein Jahr pannenfrei zu überstehen. Mal ging das Schiebedach nicht zu, der Wagen fuhr hupend und mit Lichthupe oder sprang gar nicht mehr an, der Motor war völlig hinüber, ein Reifen platzte 😁 etc. Alles Dinge, die total ärgerlich sind, sicherlich aber nicht der Regelfall, die es rechtfertigen, die gesamte Marke nieder zu machen.
Ich bin mit insgesamt 6 neuen Mercedes innerhalb von 14 Jahren gerade 2x liegen geblieben, obwohl ich mit jedem Fahrzeug 130-150Tkm zurückgelegt habe, also insgesamt über 700.000km. Einmal war bei einer C-Klasse im Winter die Batterie alle. Mir wurde über die Service-Nr. die örtliche Mercedes-Werkstatt vermittelt, innerhalb von 15 Minuten kam jemand und baute eine neue Batterie ein, für die ich nie eine Rechnung bekam. Ein anderes Mal platzte bei meiner E-Klasse auf der Fahrt in den Urlaub ein Kühlerschlauch. In der NL Ingolstadt wurde ich sodann (wie eigentlich immer und überall) sehr freundlich und kompetent bedient. Man fuhr mich (mit meiner Frau) kostenlos in die Innenstadt, reparierte das Fahrzeug und holte uns nach 2 Stunden wieder in der City ab. Anschließend konnten wir unsere Urlaubsfahrt fortsetzen.
Andere mögen weniger guter Erfahrungen gemacht haben; ich kann mit meiner persönlichen Mercedes-Bilanz (durchschnittlich alle 350.000 km eine Panne) sehr gut leben (und fahren) ... 😁
Die Ursache für das "Gemecker" ist doch schlicht und ergreifend das uns (d.h. heisst bei allen Marken) vorgegaukelt wird, dass man mit den vorhandenen Notsystemen weiterkommt oder wenn nicht, einem mit Mobilitätsservice geholfen wird. Beides ist NICHT der Fall gewesen und da ist der TE zu recht sauer.
Das hat natürlich auch etwas mit dem Premium-Anspruch der Marke und Werbesprüchen wie "aber doch nicht mit einem Mercedes" oder "Das Beste oder Nichts" zu tun. Lehne ich mich aus dem Fenster, laufe ich Gefahr herauszufallen.
Bemerkungen wie "Fa. xyz macht es auch nicht besser" sind sinnlos - das ist die Simplex-Denke, dass es ausreicht, Einäugiger unter den Einäugigen zu sein.
Amen
Also, ich finde, man muß das auch immer mal bisschen sportlich sehen. Ich fahr nun wirklich schon lange Jahre ausschließlich Benz, und natürlich hatten die auch schon mal paar Havarien größerer oder kleinerer Art: Was fällt mir spontan ein? Luftmassenmesser, Injektoren, Keilriemen, BAS/ESP-Kontrollen, Kühlwasserverlust, na ja, alles nichts Dickes. Nun ja, und wenn man liegenbleibt, versucht die betreffende Werkstatt natürlich, den Weg des geringsten Widerstandes zu gehen. Zuerst fragen sie in der Regel nach, ob man selbst noch mit dem Wagen fahren kann. Dann fragen sie meist, ob man noch weiter muss. Dann fragen sie gern, ob man unbedingt ein Fahrzeug braucht.
Ich habe mir also angewöhnt, auf keinen Fall selbst auf eigenen Rädern in die Werkstatt zu rollen, selbst wenn der Stern schon in Sichtweite ist und ich eine Panne habe, fahr ich keinen Meter mehr selbst, sondern lasse mich abschleppen. Und dann sage ich der Hotline gleich, daß ich unbedingt mobil gehalten werden muß und sofort einen Ersatzwagen brauche. Man darf sich auf keine Diskussionen einlassen, MB hat eine Mobilitätsgarantie, und die muß man einfordern.
Ich hatte bisher immer einen Wagen bekommen, und zwar keinen kleinen, notfalls hat MB für mich kostenlos schon bei Sixt gemietet.
Wer sich also abwimmeln läßt, ist imho selbst schuld.
Grüße der Gardiner
Ich finde "Onkel Ludwig",s langen Bericht wie aus der Seele gesprochen.
Aber einiges vom Bericht des Eröffners kann ich nachvollziehen und selbst erlebt.
Gut, Maastrich könnte auch klein Kleckersdorf sein, ist mir egal.
Klar, müssen die alle Daten haben. Waren zu mir auch freundlich.
Aber den Zettel mit der Holline an der li. Wagentür fand ich auch in der Aufregung nicht. Da kann man DB keinen Vorwurf machen. Mann kann die Notfallnummer sich ja im Handschuhfach, Brieftasche und mehr notieren.
Bin seit ewigen Zeiten im ADAC und verlasse ich nicht auf DB. Mit dem ADAC nur gute Erfahrungen! Bin Mit-Glied.
Habe Plus, Reiserücktritt, Reiserückflug im Krankheitsfalle.
Ach noch was: wenn , wie im geschildertem Fall eine relevante Warnleuchte aufflammt, fahre ich doch nicht noch auf die Autobahn!!!
Gruß
Siegi
Hallo,
die Warnleuchte hat ca. 15 Kilometer vorher aufgeleuchtet.
Da war kein Schaden feststellbar.
Auch bei der Fahrt anschließend war nichts bemerkbar.
Glaubt hier jemand das ich mit einen 60tsd. Euro Auto das gerade ein paar Tage alt ist, mit wissendlich platten Reifen zum Spaß auf die Autobahn auffahre?
Wie seit ihr denn drauf?
Gruss Ralf