Sondergenehmigung um alleine mit 17 zur Ausbildungsstelle zu fahren
hiermit stelle ich einen Antrag für eine Sondergenehmigung für unbegleitetes Fahren mit 17 Jahren.
Meine Situation ist folgende: Ich wohne in Tensfeld, ein Dorf 16 km von Bad Segeberg entfernt und meine Ausbildungsstelle ist in Lübeck bei der Firma Smurfit Kappa Wellpappenwerke Lübeck. Meine Ausbildung beginnt am 01.08.2013.
Ich habe jeden Morgen um 06:00 Uhr Arbeitsbeginn. Der erste Bus aus meinem Dorf fährt um 06:25 Uhr und ist um 06:55 in Bad Segeberg. Selbst wenn ich nach Bad Segeberg kommen würde, fährt der erste Bus nach Lübeck um 05:08 Uhr und kommt um 05:58 Uhr an, sodass ich den Anschlussbus um 05:38 Uhr zur Ausbildungsstelle nicht bekomme.
Meiner Mutter ist es aus beruflichen Gründen nicht möglich mich jeden Morgen nach Lübeck fahren, dazu ist sie alleinerziehend und ausschließlich im Nachtdienst tätig.
Da meine Mutter nur im Nachtdienst arbeitet, kann ich nicht in eine eigene Wohnung ziehen, weil ich einen jüngeren Bruder habe, der nachts eine Aufsichtsperson bzw. einen Ansprechpartner braucht, falls irgendetwas passiert. Außerdem wäre eine neue Wohnung nicht zumutbar nicht finanzierbar, da man die Kaution, Miete und Ersteinrichtung bezahlen muss und folgende Nebenkosten: Hausratversicherung, Nahrung, Rundfunkgebühren, Internet-Flatrate für schulische Zwecke und eine Monatskarte für die tägl. Busfahrten etc.
Mit einem Leichtkraftrad könnte ich nicht zur Firma fahren, da der Weg erstens sehr lang wäre und ich bei schlechten Witterungsverhältnissen, wie z.B. Schnee keine Chance hätte zur Arbeit zu kommen. Außerdem müsste ich dafür extra einen neue Führerscheinausbildung absolvieren die sehr kostspielig ist, sowie die dazugehörige Sicherheitskleidung.
Mit freundlichen Grüßen
Meint ihr diese Grüne reichen?
Wenn nein warum nicht?
Habt ihr vlt. noch Tipps was ich reinschreiben kann ?
Habt ihr noch Gegenargumente, dafür dass ich nicht in eine eigene Wohnung ziehen kann??
Danke im voraus :-)
Beste Antwort im Thema
Wie ich damals von A nach B gekommen bin und was fuer Wetter war hat keine Sau interessiert. Wichtig war das man puenktlich war.
83 Antworten
Ich hab die Begründung nochmal genau gelesen.. das klingt halt nach viel Bequemlichkeit. Machen kann man das und zumutbar ist es auch. Klar nervt das, aber es ist ja ein überschaubarer Zeitraum. (1 Jahr bis er 18 ist..)
Zitat:
@ME1200 schrieb am 12. November 2020 um 08:26:25 Uhr:
Nun in seinem Eingangspost hatt der TE ja schon reichlich Gründe gepostet wieso es für ihn nicht funktionieren soll die Lehrstelle anzutreten. ( Antrittsdatum liegt übrigens in der Vergangenheit, nur mal angemerkt)
Zwischenzeitlich kam ja ein neuer Antragsteller dazu (siehe oben).
Zitat:
@ME1200 schrieb am 12. November 2020 um 08:26:25 Uhr:
Nun in seinem Eingangspost hatt der TE ja schon reichlich Gründe gepostet wieso es für ihn nicht funktionieren soll die Lehrstelle anzutreten. ( Antrittsdatum liegt übrigens in der Vergangenheit, nur mal angemerkt)
Muss es denn unbedingt diese Stelle sein ?
Der Markt ist doch offen und gesucht wird in letzter Zeit wenn ich mich recht erinnere fast überall.
Mal über eine alternative Stelle nachdenken wo es besser zu den angegebenen persönlichen Verhältnissen passen könnte.
Du hast bemerkt, dass sich gestern ein Neuer mit gleichem Anliegen gemeldet hat?
(Oh, da war jemand schneller...)
Upps, da bin ich durch das Zusammenfassen der vorherigen Seiten beim lesen zu hoch gerutscht.
Also einfach vergessen was ich geschrieben habe zumindest das mit dem Datum.
Der Rest trifft ja trotzdem zu.
Ähnliche Themen
Bei meinem Neffen hat das geklappt, er hat eine Genehmigung bekommen mit 17 den täglichen Arbeitsweg ohne Begleitung zu fahren.
Ansonsten gibt es ja noch einen Ellenator als Alternative. Den darf man bereits mit 16 fahren. Das Teil fährt maximal 90 km/h, also ausreichend für 40 km Landstraße.
Gruß
Uwe
Uwe vielleicht kannst du mal die Bedingungen nennen die dein Neffe hatte um die Genehmigung zu erhalten.
Zitat:
@HighspeedRS schrieb am 12. November 2020 um 21:35:20 Uhr:
Uwe vielleicht kannst du mal die Bedingungen nennen die dein Neffe hatte um die Genehmigung zu erhalten.
Ich kann dazu nicht viel sagen, nur dass der Weg zur Ausbildungsstelle auch etwa 40 km Landstraße war. Wie die Verbindung durch ÖPNV war, bzw. ob es überhaupt eine gab, weiß ich nicht. Ich vermute aber eher, dass es keine Verbindung durch ÖPNV gab, denn mein Neffe musste schon um 7 oder gar früher auf der Ausbildungsstelle erscheinen.
Andererseits, wer erst gar nicht fragt, kann auch keine positive Antwort bekommen und ich habe in meinem Leben schon häufiger eine positive Antwort bekommen, wo ich sie überhaupt nicht erwartet habe.
Gruß
Uwe
antrag 11.11:
lass da mal ein paar erwachsene drüberlesen und streicht unrelevante dinge raus.
beispiel: ob du fußball spielst oder nicht und du dich dabei verletzen könntest interessiert für einen solchen antrag keinen. die verletzung kann doch auch schnell so werden dass du weder autofahren kannst noch deine arbeitstelle besuchen. also lass doch das fußballspielen sein würde bei demjenigen der deinen antrag ließt sofort im kopf klingeln.
das 40km mit dem moped nicht zumutbar sind seh ich genauso.
40km weg sind insgesamt unvernünftig - pedeln zwar einige und manche auch das doppelte aber insgesamt man das ganze wenn es irgendwie geht vermeiden.
iich nehme mal an ledig (heraten geht ja erst ab 18) keine kinder wo ist das problem sich dort im ort ein zimmer zu nehmen. das muss keine voll ausgestattete wohnung sein.
->das kann ein zimmer bei omi xy sein die in ihrem haus/wohnung platz hat weil opa schon im heim ist oder was auch immer.
->das kann eine wg sein die du mit anderen leerlingen gründest
->das kann eine wohnung sein von jemand der auswärts arbeitet und nur am wochenende daheim ist
und was den übergangszeitraum angeht in welchem du das ganze organisierst mußt du dann halt man die 2 stunden mit dem bus klarkommen
neben dem moped gibt es ja kleinstfahrzeuge die ab 16 gefahren werden können oder auch e-bike und pedelec (wobei bei 25er drosselung 40km natürlich ein weiter weg sind....ggf geht es aber in kombination mit einer strecke bus...wobei wir dann natürlich beim sicherem abstellen des rades währen....ggf ein klapprad sofort dafür platz im bus ist ich glaub das wäre machbar)
stell ruhig deinen antrag vielleicht hast du ja "glück". bedenke dabei dass 40km arbeitsweg mit dem auto auch gefährlich sein werden und der unterhalt für ein auto ganz ordentlich geld frist.
würden dich deine eltern beim auto unterstützen dann doch hoffentlich auch beim auswärts wohnen?
in der antragsstellung würde ich bei den hard facts bleiben:
- 2 stunden arbeitsweg. (genaue verbindung mit öffis darlegen morgens und abends)
- 40km strecke einfach (mit einem "moped" nicht zumutbar)
ob das allein reicht keine ahnung. ggf kannst du noch wohnungsknappheit oder hohe mietpreise im ausbildsort/umkreis nachweisen.
Als 17 jähriger darf man die 45er Mopedautos unbegleitet fahren. Der 0,4 Liter Dieselmotor verbraucht gerade mal 2,5 Liter auf 100 Km, hat ein Dach und Heizung.
Mit einer Navi (Einstellung: Autobahn vermeiden) kommt man damit durch ganz Europa. Also auch zur Arbeit.
Die kosten nicht mehr als ein halbwegs zuverlässiges (richtiges) Auto und sind extrem wertstabil.
Schon allein aus dem Grund würde ich so ein Wunsch, ein PKW ohne Begleitung zu fahren, ablehnen.
Zitat:
@munition76 schrieb am 13. November 2020 um 03:17:52 Uhr:
Als 17 jähriger darf man die 45er Mopedautos unbegleitet fahren. Der 0,4 Liter Dieselmotor verbraucht gerade mal 2,5 Liter auf 100 Km, hat ein Dach und Heizung.Mit einer Navi (Einstellung: Autobahn vermeiden) kommt man damit durch ganz Europa. Also auch zur Arbeit.
Die kosten nicht mehr als ein halbwegs zuverlässiges (richtiges) Auto und sind extrem wertstabil.
Schon allein aus dem Grund würde ich so ein Wunsch, ein PKW ohne Begleitung zu fahren, ablehnen.
Solche Kfz sind "fahrende Unfallmagnete"! Würde ich meinem Kind definitiv nicht kaufen!!!
Ich würde auch die Möglichkeit einer Fahrgemeinschaft per Zeitungssuche prüfen.
Beteiligung an den Spritkosten und alles schick.
Nen 45er Roller ist genügsam und man kann damit ohne Probleme Strecken bis 50km einen Weg fahren.
Macht auch viel Spass.
Versuchen kannst du es ja trotzdem.
Da findet man auch nen weg..
Wie ich oben schrieb, ich bin den Winter durch auch überwiegend mit dem Roller gefahren, solang kein Eis und Schnee war.
Man muss nur wollen. Manchmal ist es umständlich und nervt, aber das schadet nicht wenn man das auch Mal lernt.
Zitat:
@Marcelschadt schrieb am 11. November 2020 um 14:26:46 Uhr:
Ich habe jeden Morgen um 08:30 Uhr Arbeitsbeginn. Der erste Bus fährt bei mir um 05:46 Uhr aus Hövelriege und von da aus müsste ich zu meiner Firma 4 mal umsteigen, was eine Fahrzeit von 2 Stunden in Anspruch nehmen würde, wenn alles glatt läuft.
Interessant bei der Frage könnte sein, wie zuverlässig die Anschlüsse sind. Wenn es zwar eine Verbindung gibt, die aber so unzuverlässig ist, sodass der Verlust der Ausbildungsstelle wegen der häufigen Verspätungen droht, sieht die ganze Sache anders aus, als wenn die Verbindung im Normalfall super klappt. Beim Problem der Verspätungen könnte auch ein Schreiben des Arbeitgebers helfen.
Kann beim Arbeitsbeginn gedreht werden? Wenn du formal früher da sein müsstest, wird es schwerer die Verbindung als zumutbar zu bewerten. Gibt es immer mal Sondereinsätze, wo der Weg schwierig ist.
Was für eine Ausbildung machst du? Das könnte auch interessant sein. Bei einer rustikalen Ausbildung im Handwerksbetrieb wäre sicher der Roller eher zumutbar, als wenn zum Beruf ein hübsches und gepflegtes Auftreten mit direktem Kundenkontakt unabdingbar sind, es aber im Betrieb keine Möglichkeiten des Umziehens oder Waschens gibt.
Der Brief könnte bestimmt glaubhafter formuliert werden, wenn du praktische Erfahrungen, statt müsste und könnte, schildern würdest.
8:30 Arbeitsbeginn klingt nicht nach Handwerk 😉 Gute Azubis sind heutzutage Mangelware, das stärkt die Position gegenüber dem Arbeitgeber. Vielleicht lässt sich der auf Sonderzahlungen für Übernachtung vor Ort oder ähnliches ein.