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Sondergenehmigung um alleine mit 17 zur Ausbildungsstelle zu fahren

Themenstarteram 4. Juni 2013 um 23:52

hiermit stelle ich einen Antrag für eine Sondergenehmigung für unbegleitetes Fahren mit 17 Jahren.

Meine Situation ist folgende: Ich wohne in Tensfeld, ein Dorf 16 km von Bad Segeberg entfernt und meine Ausbildungsstelle ist in Lübeck bei der Firma Smurfit Kappa Wellpappenwerke Lübeck. Meine Ausbildung beginnt am 01.08.2013.

Ich habe jeden Morgen um 06:00 Uhr Arbeitsbeginn. Der erste Bus aus meinem Dorf fährt um 06:25 Uhr und ist um 06:55 in Bad Segeberg. Selbst wenn ich nach Bad Segeberg kommen würde, fährt der erste Bus nach Lübeck um 05:08 Uhr und kommt um 05:58 Uhr an, sodass ich den Anschlussbus um 05:38 Uhr zur Ausbildungsstelle nicht bekomme.

Meiner Mutter ist es aus beruflichen Gründen nicht möglich mich jeden Morgen nach Lübeck fahren, dazu ist sie alleinerziehend und ausschließlich im Nachtdienst tätig.

Da meine Mutter nur im Nachtdienst arbeitet, kann ich nicht in eine eigene Wohnung ziehen, weil ich einen jüngeren Bruder habe, der nachts eine Aufsichtsperson bzw. einen Ansprechpartner braucht, falls irgendetwas passiert. Außerdem wäre eine neue Wohnung nicht zumutbar nicht finanzierbar, da man die Kaution, Miete und Ersteinrichtung bezahlen muss und folgende Nebenkosten: Hausratversicherung, Nahrung, Rundfunkgebühren, Internet-Flatrate für schulische Zwecke und eine Monatskarte für die tägl. Busfahrten etc.

Mit einem Leichtkraftrad könnte ich nicht zur Firma fahren, da der Weg erstens sehr lang wäre und ich bei schlechten Witterungsverhältnissen, wie z.B. Schnee keine Chance hätte zur Arbeit zu kommen. Außerdem müsste ich dafür extra einen neue Führerscheinausbildung absolvieren die sehr kostspielig ist, sowie die dazugehörige Sicherheitskleidung.

Mit freundlichen Grüßen

Meint ihr diese Grüne reichen?

Wenn nein warum nicht?

Habt ihr vlt. noch Tipps was ich reinschreiben kann ?

Habt ihr noch Gegenargumente, dafür dass ich nicht in eine eigene Wohnung ziehen kann??

Danke im voraus :-)

Beste Antwort im Thema

Wie ich damals von A nach B gekommen bin und was fuer Wetter war hat keine Sau interessiert. Wichtig war das man puenktlich war.

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Zitat:

@birscherl schrieb am 13. November 2020 um 12:44:10 Uhr:

Vielleicht lässt sich der auf Sonderzahlungen für Übernachtung vor Ort oder ähnliches ein.

Für 'nen "guten" Azubi??

Gruß Metalhead

Ja. Es sind zehntausende Lehrstellen unbesetzt, weil qualifizierte Azubis fehlen. Das ist ein großer Kostenfaktor für die Betriebe.

Zitat:

@metalhead79 schrieb am 13. November 2020 um 13:12:09 Uhr:

Zitat:

@birscherl schrieb am 13. November 2020 um 12:44:10 Uhr:

Vielleicht lässt sich der auf Sonderzahlungen für Übernachtung vor Ort oder ähnliches ein.

Für 'nen "guten" Azubi??

Gruß Metalhead

Siehe, was sich manche Betriebe einfallen lassen, um Azubis zu finden: https://www.nwzonline.de/.../...hrerschein-zahlt_a_50,2,181142775.html

Es brauchen ja auch nicht unbedingt Sonderzahlungen sein. Ein Betrieb, der vor Ort gut vernetzt ist, kann vielleicht eine günstige Übernachtungsmöglichkeit außerhalb des freien Wohnungsmarkt vermitteln.

Bei mir im Betrieb wäre sogar möglich im Notfall in einem Raum unterm Dach zu wohnen. Ein Kollege hat das sogar für 3Monate gemacht, bis er eine passende Wohnung gefunden hatte.

Zitat:

@birscherl schrieb am 13. November 2020 um 13:26:27 Uhr:

Ja. Es sind zehntausende Lehrstellen unbesetzt, weil qualifizierte Azubis fehlen. Das ist ein großer Kostenfaktor für die Betriebe.

Das Wort qualifiziert bitte streichen! Heutige Azubis haben riesige Defizite durch die vorherige Schulausbildung.

Das darf der Betrieb / Gewerbeschule erstmal nachholen, wenn überhaupt ... meistens brechen die vorher ab :(.

Jahrelang bei Lieferanten erlebt, welche erfolglos im technischen Bereich ausgebildet haben.

Einer hat es 3x ausprobiert.... teilweise zuviel krank, null Motivation, Handy auf Klo war / ist wichtiger gewesen!

Heutige Azubis wollen sich nicht dreckig machen, am besten im Anzug mit Firmenwagen und Firmenhandy arbeiten gehen.

Zitat:

@Clio.0815 schrieb am 13. November 2020 um 13:52:09 Uhr:

Zitat:

@birscherl schrieb am 13. November 2020 um 13:26:27 Uhr:

Ja. Es sind zehntausende Lehrstellen unbesetzt, weil qualifizierte Azubis fehlen. Das ist ein großer Kostenfaktor für die Betriebe.

Das Wort qualifiziert bitte streichen! Heutige Azubis haben riesige Defizite durch die vorherige Schulausbildung.

Wieso? Es steht doch da, dass die qualifizierten Azubis Mangelware sind. Das schließt aber nicht aus, dass es dazwischen nicht doch richtig gute junge Leute gibt.

Deshalb hat ein Azubi, der motiviert, pfiffig und fleißig ist, gute Chancen ein offenes Ohr im Betrieb zu finden, wenn der Arbeitsweg schwieriger als gedacht ist. Ein Azubi, wo alle die Hände überm Kopf zusammenschlagen, wird wohl im Regen stehen gelassen.

Zitat:

@Clio.0815 schrieb am 13. November 2020 um 13:52:09 Uhr:

Zitat:

@birscherl schrieb am 13. November 2020 um 13:26:27 Uhr:

Ja. Es sind zehntausende Lehrstellen unbesetzt, weil qualifizierte Azubis fehlen. Das ist ein großer Kostenfaktor für die Betriebe.

Das Wort qualifiziert bitte streichen! …

Nein, genau auf dieses "qualifiziert" kommt es ja an! Bewerber sind genügend da, aber eben zu viele Nullen.

Zitat:

@Clio.0815 schrieb am 13. November 2020 um 13:52:09 Uhr:

Heutige Azubis wollen sich nicht dreckig machen, am besten im Anzug mit Firmenwagen und Firmenhandy arbeiten gehen.

Das sind die Nullen, richtig. Es gibt schon noch lernwillige, "erwachsene" Azubis, die auch was reißen, aber eben viel zu wenige. Wenn ein Betrieb solch einen guten Azubi hat, wird er ihn versuchen zu halten …

Man kann es halt versuchen mit der Sondergenehmigung, aber in dem Fall schätze ich das schlecht ein weil es Möglichkeiten gibt, zur Ausbildung zu kommen. Aber ein Versuch kostet ne Briefmarke.

 

Zum Thema Azubis, ja was mir auffällt ist das es ganz oft krasse Unterschiede sind.

Du hast manchmal Azubis die sind besser als viele mit Ausbildung, und es gibt vollpfosten wo man denkt wir haben die es alleine hier her geschafft.

Was fehlt sind die durchschnittlichen Leute die dann auch im Beruf bleiben wollen. Es muss auch Indianer geben und nicht nur Häuptlinge.

 

Man muss aber auch mal ehrlich sein und mal denken wie man selbst war, da war bestimmt der ein oder andere Patzer dabei wo die anderen dachten „oh mein Gott, was für ne Pflaume“.....

Die Jungs lernen noch, und man selbst lernt auch nie aus. Und jede Generation hat gedacht, wer soll meine Rente bloß bezahlen wenn das die Zukunft ist....

Jungs, Jungs :) .... als ehemaliger Hauptschüler war zum Ende keine Zeit für die Winkelfunktionen mehr.

Gleich in der ersten Wochen in der Berufsschule war das mit das erste was verlangt wurde.

Durfte zuhause den Käse mir selber beibringen und siehe da es hat nach ein paar Tagen funktioniert.

Nach 3,5 Jahren waren die meisten Hauptschüler gleich gut oder schlecht wie z. Bsp. Realschüler :).

Danach die ersten Jahre als Industriemechaniker geknechtet, Zivi, 2 oder 3 Bildungsweg mit Ziel Realschulabschluss erledigt. In den nächsten Jahren noch 2 Fachweiterbildungen besucht ...

Und hoffe das reicht zur Rente :). Ständiges anpassen und sich mit Lehrgängen auf aktuellem Stand zu bleiben klappt in den meisten Firmen :).

Wenn ich mitkriege was heute in der 1. Und 2. Klasse gelernt wird .... da bleibt viel an den Eltern mithängen.

Gerade ich, der 2 Rechtschreibreformen nicht mitgemscht hat, muss den Stoff verstehen ... wenn Junior Hausis macht.

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