Smart Roadster: Bremstrommeln tauschen, rostschützen

Smart Roadster-Coupé 452

Hallo Roadster- und sonstige Schuhlöffel-Enthusiasten,

heute mal ein Gutserl für euch: neue verzinkte Bremstrommeln.

Bevor wir zum Wesentlichen kommen:

Verschleiß der Bremsbeläge hinten besichtigen - also, auf die Tricks, um durch irgendwelche Bohrlöcher die verbliebene Belagstärke zu ermitteln, würde ich verzichten.

Rauf auf die Hebebühne mit der Kiste, Felge runter, Trommel runter - und einfach schauen.

Falls die Trommel sich kaum runterhebeln lässt, weil eingelaufen und sich rundum ein Rand neben der "Lauffläche" gebildet hat, hinter dem sich die Bremsbacke eingegraben hat: Klarer Fall für Neuteile!

Bei mir war's etwas anders: Äußerlich total verrottete Trommeln, an den Rändern bröckelte das Meterial...
Aber funktioniert hat noch alles.

Dennoch: Mit so'n Schrott wollte ich nicht mehr unterwegs sein.

Also neue Trommeln, Bremsbacken, Bremszylinder und Zubehör (Zugfedern und sonst. Kleinkram) beschafft (alles Ate). Die Handbremsseile jedoch nicht.

Die Trommeln wurden zuerst beschafft und dem Galvanik-Meister übergeben. Nach Beratung wurde sich für sog. Gelb-Verzinkung entschieden. Das ist die haltbarste Machart, beständig gegen Verrostung und Hitzeentwicklung. Der Guß-Stahl der Trommel erhält dadurch als Nebeneffekt einen leichten Goldschimmer.

Der Bereich, auf dem die Beläge angreifen wird einfach mit Klebeband abgedeckt. Eine Fünfminuten-Angelegenheit, die die Werkstatt selber erledigt. Und dann ab ins Galvanik-Bad.

Die berüchtigte Wasserstoff-Versprödung des Stahls entfällt, weil der Wasserstoff bald wieder heraus-diffundiert, so die Aussage der Werkstatt. Das Ganze sei ein beliebtes und verbreitetes Verfahren bei Veteranenbesitzern. Die betr. Werkstatt besteht seit Jahrzehnten (Familienbetrieb) und ist szeneweit bekannt.

Jetzt muss man sehen, ob das Zeugs hält, was versprochen wurde....
Wer (Langzeit-)Erfahrung mit sowas hat, ruhig mal kommentieren.

Lasst mir etwas Zeit, dann reiche ich ein paar Bilder nach.

Nach der Montage ging es durch die Waschanlage mit Unterbodenwäsche. Bisher zeigt sich kein Flugrost und nix. Alles glänzt wie neu in der Dauer- Sonne.

Die alten Trommeln sind wohl so alt, wie das Auto selbst (über zwei Jahrzehnte).....

16 Antworten

Meine Trommel vom 42 hatte ich entrüstet und dann mit Rostschutzgrundierung angebraten. Die hat nie mehr von aussen gekostet. Sah nur komisch aus in dem dunklen Rot.

Ich habe die von meinem ForTwo Cabrio entrostet und mit Hammerite in schwarz mit Pinsel gestrichen. Ich habe mich eigentlich drauf eingerichtet, das spätestens alle zwei Jahre machen zu müssen.
Das hält seit 14 Jahren ohne jegliche Nachbehandlung und sieht immer noch sehr gut aus! 😁

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