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SL 55 - glaube verloren

Themenstarteram 16. Mai 2005 um 16:04

Nach fast 2 Jahren mit meinem SL habe ich heute endgültig den glauben an die Qualität des Fahrzeuges verloren. Im August 2003 begann die Geschichte unseres Zusammenlebens mit kleineren Problemen an der Technik, die aber in meinen Augen bei so einem komplexen Artikel durchaus vorkommen können(Aussenspiegel rechts nicht einstellbar, Lufteinblasepumpe 3x defekt). Im Sommer 2004 musste ich einmal eine Vollbremsung ausführen, die an sich auch gelang nur danach wurde im Display der Ausfall der SBC-Bremse und des ESP-Systems gemeldet. Um dieses nachzuvollziehen betätigte ich das Gaspedal einmal kurz voll, das ESP griff nicht ein und die Hinterräder drehten durch. Das sorfortige betätigen der Bremse brachte das Fahrzeug zum stehen(SBC-ebenfalls ohne funktion) Ich schaltete darauf hin den Motor ab und wollte ihn erneut starten was im Display die Meldung "Schlüssel nicht erkannt" zu folge hatte(Schlüssel im Zündschloss). Das Fahrzeug wurde nun zu DC geschleppt und dort repariert. Nach drei Tagen konnte ich das Fahrzeug wieder abholen und mir wurde mitgeteilt das einige Steuergeräte defekt waren und jetzt aber wieder alles bestens sei. Nunja frohen Mutes und mit glauben an die Technik verließ ich den Hof der Niederlassung die Fahrt endete jedoch vorzeitig nach dem ersten Bremsen auf der Autobahn, mit den schon bekannten Symtomen. Das Fahrzeug wurde erneut eingeschleppt und sollte instandgesetzt werden, nach einer ersten Kontaktaufnahme meinerseits wurde mir mitgeteilt das man jetzt auf eine Aussage oder Information aus dem Werk warten würde. Nach ca.6 Wochen erhielt ich mein Fahrzeug zurück und der Fehler soll an einer nicht einwandfreien Lötstelle im Sicherungskasten gelegen haben. Doch nun war leider der Sommer fast zuende und mein interesse an dem Auto reduzierte sich auf bewegungsfahrten um ein versagen der Batterie zu verhindern....

Mit den ersten Sonnenstrahlen 2005 erwachte mein Interesse wieder, ich hatte auch richtig Spaß mit dem Auto bis auf die schon normalen kleinigkeiten: der Hanschuhkasten ließ sich nicht mehr öffnen.

Ich entschloß mich daraufhin das Auto bei Mercedes einzutauschen (März05) dieses Angebot ruinierte meinen Tag jedoch vollends €55000 zzgl. Mwst vorbehaltlich einer Werkstattdurchsicht. Werksneupreis im August2003 €119000 zzgl. Mwst, eintauschen ging nun nicht wirklich da ich auf einen solchen Werverlust nicht vorbereitet war. Heute habe ich das Auto dann nocheinmal nutzen wollen(erste Fahrt seit März) und versuchte das Dach zu öffnen was auch bis zu dem Punkt funktionierte wo der Kofferraumdeckel senkrecht steht, jetzt ging nichtsmehr. Motor an Motor aus, Fahrzeug verriegeln entriegeln doch nichts ging. Die telefonische Kontaktaufnahme mit Mercedes war gerade erledigt als ein Passant mir sagte" rüttel mal an dem Dach das hat mein Alfa auch immer" gesagt getan. Das Dach funktionierte wirklich wieder nach ein paar versuchen. Nun noch den Notdienst anrufen und absagen. Die Angst das Dach zu öffnen bleibt, das ungute Gefühl ob die Bremse arbeitet auch und ob man die Fahrzeugpapiere aus dem Handschuhkasten bekommt steht in den S T E R N E N. Nun wüsste ich gerne ob es ähnliche Erfahrungen gibt und wo man ein solches Fahrzeug am besten veräußern kann da mir das Mercedesangebot immernoch unverschämt erscheint....

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24 Antworten

ohje :/

Mein Beileid, die zunehmende Elektronik und Komplexität in den Fahrzeugen macht diese leider auch immer anfälliger, und das gute daran ist dass es meistens gleich ein Liegenbleiber ist :(

Die Hersteller sollten ihren Fokus wieder mehr auf die Technik und Qualität legen und den Elektronikbilligschrott von Bosch, Siemens und Co. aus den Fahrzeugen draussen lassen. SBC Bremse, Kurvenlicht, Drive by wire usw. wozu braucht man den Schrott eigentlich? 100 Jahre gings doch auch ganz gut ohne den Kram.

Das Angebot von Mercedes nach 1,5 Jahren ist unverschämt anders kann man das nicht bezeichnen.

Ich denke auch, Du solltest mal mit einem Anwalt besprechen, wie man da vorgehen kann.

Daß das Auto von Anfang an nicht in Ordnung war, dürfte ja belegt sein, und so "billig" kann sich m.E. der Verkäufer da nicht aus der Affäre mogeln.

Eventuell hat es aber auch noch nicht genug Nachbesserungen zu den einzelnen Kritikpunkten gegeben, um eine Wandlung durchsetzen zu können.

In dem Fall würde ich sie sich an dem Auto dumm und dämlich reparieren lassen, bis sie ihn freiwillig zurücknehmen oder -wäre ja auch möglich- tatsächlich alle Mängel weg sind.

Vielleicht macht er Dir dann ja auch wieder Spaß ?

So daneben gelegen haben kannst Du ja eigentlich nicht mit Deiner Wahl. ;)

 

MfG ZBb5e8

Das riecht nach Rückabwicklung... ;)

Schau doch einfach mal in andere Posts vom R230 - dann siehst Du das Du nicht alleine bist!

Jedoch habe ich und das betone ich immer wieder gerne auf´s neue, noch keinerlei Probleme mit meinem SL55 AMG Vollausst., EZ.03/03, ca. 25000km gehabt - außer die Rückrufaktion(en) - sonst funktioniert wirklich alles und vor allem tadellos und ich freuen mich jedesmal auf´s neue mit dem Fahrzeug zu fahren (kpmpl. Umbau incl. Fahrwerk, Felgen, von AMG modif. Abgasanlage - bollert richtig).

Gruss und viel Spass allen SL Fahrern

Ohne auch nur den Ansatz einer Rechtsberatung machen zu wollen:

Aktuell scheint kein direkter Mangel vorzuliegen. Für einen solchen müßte DC erst die Chance zur Behebung bekommen, wie beim SBC geschehen. Erst dann (nach ERFOLGLOSEM Versuch der Behebung) kann es an die Wandlung UND die Berechnung für die Nutzung gehen.

Details bitte trotzdem mit dem Anwalt klären und den NÄCHSTEN Fehler versuchen konsequent zu nutzen (und nicht wackeln, wie beim Alfa).

Hi Ollilit !

Schade das Du mit diesem (meinem Traum) Wagen so viel Pech hast und er für Dich sozusagen zu Albtraum geworden ist!

Glaube mir, wenn ich es finanziell könnte würde ich Dich liebend gerne umgehend von dieser Deiner Last befreien.

:D

Abwarten der Sommer kommt noch und vielleicht gibt's auch 'nen Mechanikus der den BUG in Deinem Auto endlich findet.

;)

Viele Grüße

KRAUSEKAULI

schau ob du ihn privat loswirst, mercedes will denn nimmer weil sie dann ja wieder 1 jahr garantie geben müssen ;)

Zitat:

Original geschrieben von ThaFUBU

schau ob du ihn privat loswirst, mercedes will denn nimmer weil sie dann ja wieder 1 jahr garantie geben müssen ;)

jo, würd ich auch sagen.

der wertverlust der angesprochen wurde erscheint mir aber ganz normal bei so einem auto..

wäre ich ein Kunde von DC der denen über 100.000€ innen Allertwertesten schiebt würde ich nach diesem Fall wohl den Wagen zurückgeben und zu einem anderen Hersteller wechseln. Kunden die solche Summen zahlen sollte man nicht mit a-klasse fahrern gleichstellen. btw eben SL55 AMG bei mir vorbeifahren hören und gesehen... geiler geiler sound. aber nix gegen den f360 stradale der hier immer siene runden fährt ;)

Hallo ,

sehr betrüblich dieser Fall . Qualität ( so wie ich sie verstehe ) hat wohl nicht unbedingt mit dem Kaufpreis zu tun . Habe diese Erfahrung leider sowohl bei Mercedes als auch Porsche machen müssen . Traurig für Deutsche Produkte und deren Serviceleistungen . Trotzdem nicht Verzagen , es kommt bestimmt auch wieder ein Fahrzeug , mit dem Du voll zufrieden bist . Am ärgerlichsten find ich aber dann noch die Ignoranz und Arroganz einiger dieser Markenwerkstätten im Umgang mit dem Kunden , der doch relativ viel Geld dort auf den Tisch gelegt hat !

Grüße

hallo ollilit,

deine satirische art der berichterstattung hat mich sehr zum lachen gebracht, wobei es eher zum weinen ist!

wohin ist der qualitätsstandard von mercedes gesunken und kein ende in sicht.

die verantwortlichen ruhen sich immer noch auf dem vergangenen ruhm aus, ohne zu verstehen, daß es bereits fünf vor zwölf ist. verkaufen würde ich aber trotzdem nicht, denn der wertverlust wäre einfach zu hoch.

eher jeden weiteren fehler schriftlich dokumentieren und anmahnen. außerdem würde ich mich an die oberste beschwerdestelle - sitzt glaube ich in berlin, wenn ich mich nicht irre, wenden und immer

wieder probleme dort los werden...

habe im bekanntenkreis schon öfter gehört, daß dann auf einmal die kulanz wesentlich größer geschrieben wird.

schöne grüße

vom bernhard

der mit dem alten e-klasse-coupe

ps: gott sei dank haben sie damals noch wertarbeit abgeliefert und ich noch ein teil fahre, daß die sprichwörtliche mercedes-ehre hält!

Hallo an alle.

Ich sehe natürlich , dass dieses Thema schon alt ist.

Aber ich bin trotzdem erschüttert.

Wie kann man so mit Kunden umgehen.

Aber ich kenne das auch selber , in Bezug auf einen 560SEC.

Kulanz nach 2 Jahren und 40.000 Km abgelehnt.

Ich war im vorigen Jahr bei DB , weil meine Tochter sich einen gekauft hatte.

Dort stand ein SLK ( 10 monate alt , Vorführfahrzeug mit 5.000 Km ) der sehr gut aussah.

Neupreis laut Verkäufer ca. 46.000 €.

Haben wollten sie 22.000 €.

Wenn ich als potentieller Kunde einen Verlust von 24.000€ nach 10 Monaten sehe , würde ich fluchtartig verschwinden.

Qualität:

Ja, die gab es mal bei Mercedes.

Ich habe noch einen W108 , 280 SE Automatik , Bj. 1971 , den ich vor 25 Jahren gemacht habe.

An der Technik ( ca. 300.000 Km ) war ncihts zu machen.

Lediglich die Innen- und Aussenschweller und die unteren Partien der Türen waren von Rost befallen.

Er sieht heute noch wie neu aus und alles funktioniert einwandfrei.

Ein Gutachter ermittelte 28.000 € als derzeitigen Wert.

Gekostet hat er damals 18.000 DM.

M.E. begann die Qualität nachzulassen , als der 190-er offeriert wurde.

Und als ich früher mal angesprochen hatte , ich wolle einen Opel Kapitän in Zahlung geben , hat man nur müde gelächelt.

Heute steht bei denen aller möglicher Schrott rum.

So ändern sich die Zeiten !

Netter Gruss

Zitat:

@tr_driver schrieb am 1. Dezember 2019 um 12:27:52 Uhr:

Ich war im vorigen Jahr bei DB , weil meine Tochter sich einen gekauft hatte.

Dort stand ein SLK ( 10 monate alt , Vorführfahrzeug mit 5.000 Km ) der sehr gut aussah.

Neupreis laut Verkäufer ca. 46.000 €.

Haben wollten sie 22.000 €.

Wenn ich als potentieller Kunde einen Verlust von 24.000€ nach 10 Monaten sehe , würde ich fluchtartig verschwinden.

Lustigerweise war der Mercedes SLK von Anfang bis Mitte der 2000er Jahre noch das wertstabilste Auto in ganz Deutschland. Mittlerweile kann ein Dacia diesen Titel für sich verbuchen. Wie die Zeiten sich doch ändern :rolleyes: .

Dass die Qualität in den letzten 50 Jahren abgenommen hat, weiß man doch.

Man kann auch keinen W108 mit den heutigen Fahrzeugen vergleichen. Alleine die Materialien etc. sind komplett anders. Sicherheitsstandards müssen eingehalten werden etc.

Damals machte man das Auto so steif wie nur möglich, weil man dachte, dass es dann umso sicherer ist. Das hat sich aber nicht bewahrheitet.

Boa, ich kanns nicht mehr hören: "Früher waren die Autos besser".

Jedes 60er / 70er / 80er Jahre Auto rostet dir unterm hintern weg - auch Mercedes. Früher waren die Serviceintervalle 10 TKM, Ölwechsel 5 TKM, der AMS Dauertest ging noch in den 80ern über nur 50 TKM. Warum wohl? Die Haltedauer war oft nur 5 Jahre und nach 100 TKM galt ein Auto als "durch". Heute kaufe ich ohne Bedenken einen gebrauchten mit der Laufleistung.

Der ADAC bot vor den Ferien eine "Urlaubsdurchsicht" an und man führ mit einem Ersatzkeilriemen, Ölkanister, Kühlwasserkanister, Schlauchschellen, Gaffatape und Werkzeug im Kofferraum nach Italien.

Auch möchte ich kein Fahrzeug mehr im Alltag ohne die heutigen Komfort- und Sicherheitsausstattungen - vor allem nicht (kaufkraftbereinigt) zum gleichen Preis. Vom Verbrauch eines 75 PS Mittelklassewagens von 12 Liter ganz zu schweigen.

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