Sind die deutschen Autobahnen noch zu retten?
Auf der Fahrt in den Sommerurlaub hab ich meinen Kindern mal eine sinnvolle Aufgabe gegeben. Sie sollten alle Baustellen zählen die wir aufm Weg nach Italien passieren : das taten sie/wir auch fleißig und kamen zu folgendem Ergebnis
Deutschland: 27 Baustellen auf 685km= Also im Schnitt alle 25km eine
Österreich: 5 Baustellen auf gut 200km= alle 40km eine
Italien: nur 1 Bausteine m auf 200km!!!
Können wir keine Autobahnen mehr bauen oder was? Man meint man fährt in nem Drittwelt Land rum!
Und dafür noch Maut kassieren wollen?!
Weiß nicht ob's nur mir so geht aber ich meine nur noch von einer Baustelle zur nächsten zu fahren. Und kaum ist eine fertig wird die nächste ein paar Meter weiter aufgeschlagen...
Schlimm...
Beste Antwort im Thema
Bevor man sich aufregt sollte man als gebildeter Mensch wissen, das diese Situation jedes Jahr die gleiche ist. Immerhin berichten die Medien jedes Jahr im Sommerloch davon. Die Sommerferien sind die längsten ferien des Jahres. Aufgrund des nicht so starken Berufsverkehrs in den Stoßzeiten lohnt es sich Baustellen einzurichten um die Fahrbahnen zu sanieren. Kleine Autobahnen werden in dieser Zeit sogar komplett gesperrt um innerhalb dieser paar Wochen fertig zu sein. Das gute Wetter sorgt außerdem für das zügige vorankommen der Arbeiten.
Sowas weiß man doch als selbsternannter Verkehrsminister... 😛
103 Antworten
Die A20 im Bereich Mecklenburg-Vorpommern nach S-H war ja leider ein Baupfusch erster Güte.
Was mich allerdings viel mehr aufregt bei Autobahnbaustellen: dass immer mehr Baustellen durchgehend Tempo 60 sind.
Ihr vergesst einfach alle das wir seit Jahren weder eine Marktwirtschaft noch eine soziale Marktwirtschaft mehr haben, sondern eine real existierende Marktwirktschaft. Das heißt: Durch eine von Mitteldeutschen geführte Politik wurde deren Wissen in die soziale Marktwirtschaft übernommen. Wer also gelernt hat immer nur in 4 - Jahres-Plänen zu denken und dem es nur immer um die Erreichung der "Norm" ging; wie soll so jemand wirtschaftlich effektiv und nachhaltig denken und lenken können? Nur unter dem Hintergrund ist das Reden der Kanzlerin über die "Nachhaltigkeit" zu verstehen.
Zitat:
Original geschrieben von Schreckschraubaer
Ihr vergesst einfach alle das wir seit Jahren weder eine Marktwirtschaft noch eine soziale Marktwirtschaft mehr haben, sondern eine real existierende Marktwirktschaft. Das heißt: Durch eine von Mitteldeutschen geführte Politik wurde deren Wissen in die soziale Marktwirtschaft übernommen. Wer also gelernt hat immer nur in 4 - Jahres-Plänen zu denken und dem es nur immer um die Erreichung der "Norm" ging; wie soll so jemand wirtschaftlich effektiv und nachhaltig denken und lenken können? Nur unter dem Hintergrund ist das Reden der Kanzlerin über die "Nachhaltigkeit" zu verstehen.
4-Jahre? Höchstens 2!
Das 1. Jahr darf noch nix unternommen werden, solang können die schlauen Wähler sich den Mist den se uns versprochen haben leider noch merken!
Dann im 2. und halb im 3.Knallen se dann mal rein! Denn da kann sich nämlich keiner mehr wehren!
Und das 4. Jahr wird wieder fleißig um die Wähler geworben...
Tolles System!!!
Zitat:
Original geschrieben von MvM
Der Bund soll eine Autobahn bauen, die 100 Jahre hällt ohne gewartet werden zu müssen.
Der Beton müsste dann aber erst noch erfunden werden - oder hast Du evtl. das Patentrezept?
Zitat:
Original geschrieben von MvM
Aber hauptsache, man hat seinen Senf dazu gegeben.
Den Ball gebe ich sehr gerne an dich zurück. 🙂
Ähnliche Themen
Zitat:
Original geschrieben von einTraumtaenzer
Der Beton müsste dann aber erst noch erfunden werden - oder hast Du evtl. das Patentrezept?Zitat:
Original geschrieben von MvM
Der Bund soll eine Autobahn bauen, die 100 Jahre hällt ohne gewartet werden zu müssen.
Die alten Autobahnen in der DDR waren Klasse, stahlharter Beton und alle 20 Meter eine Dehnungsfuge, rums, rums, rums, rums......rums, ich kann mich nicht erinnern das da so viele Baustellen waren.
Aber dann kamen die Westautos und die Fahrwerke waren überfordert.....🙂
Das lag aber weniger an den Westautos an sich - eher an den Geschwindigkeiten. Für mehr als Tempo 100 waren die Panzerstraßen nun mal nicht ausgelegt.
Bei uns im Westen gab es solche Pisten auch, die wurden sehr gerne als Zufahrtswege zu Kasernen verwendet.
Da hab ich aber lieber Flüsterasphalt und hin und wieder mal eine Baustelle.
Dass sich der gemeine deutsche Urlaubs-Gelegenheits-Autobahnfahrer darüber aufregt, dass natürlich wieder mal alle Autobahnen mit Baustellen übersät sind, wenn ER nun gerade gedenkt, seine Urlaubsreise anzutreten, ist ja eigentlich auch normal.
Wenn man regelmäßig Radio hört, bekommt man eigentlich mit, wenn es in der Region irgend welche größeren Baustellen gibt.
So schlimm, wie einige hier schreiben, sind unsere Autobahnen nun wirklich nicht.
Zitat:
Original geschrieben von F-X5
4-Jahre? Höchstens 2!Zitat:
Original geschrieben von Schreckschraubaer
Ihr vergesst einfach alle das wir seit Jahren weder eine Marktwirtschaft noch eine soziale Marktwirtschaft mehr haben, sondern eine real existierende Marktwirktschaft. Das heißt: Durch eine von Mitteldeutschen geführte Politik wurde deren Wissen in die soziale Marktwirtschaft übernommen. Wer also gelernt hat immer nur in 4 - Jahres-Plänen zu denken und dem es nur immer um die Erreichung der "Norm" ging; wie soll so jemand wirtschaftlich effektiv und nachhaltig denken und lenken können? Nur unter dem Hintergrund ist das Reden der Kanzlerin über die "Nachhaltigkeit" zu verstehen.
Das 1. Jahr darf noch nix unternommen werden, solang können die schlauen Wähler sich den Mist den se uns versprochen haben leider noch merken!
Aktuell ists ja umgedreht:
Man hat sich (angeblich) des Themas angenommen, führt die Maut ein und will sich sodann des Themas "Infrastruktur" wieder mehr widmen als es die letzten Jahrzehnte wohl der Fall war.
Fakt ist ja auch, dass diese Dinge zunehmend in der Wahrnehmung & Diskussion stattfinden. Es bleibt also abzuwarten, ob, wann, was davon umgesetzt wird.
Wird dir aber nichts nützen, denn ggF bedeutet das sicher nicht weniger Baustellen.
Zitat:
Original geschrieben von F-X5
Dann im 2. und halb im 3.Knallen se dann mal rein! Denn da kann sich nämlich keiner mehr wehren
Wieso sich im 2. & 3. Jahr "keiner mehr wehren kann", im ersten hingegen schon, das erschliesst sich mir allerdings nicht.
Zitat:
Original geschrieben von Brunolp12
Aktuell ists ja umgedreht:Zitat:
Original geschrieben von F-X5
4-Jahre? Höchstens 2!
Das 1. Jahr darf noch nix unternommen werden, solang können die schlauen Wähler sich den Mist den se uns versprochen haben leider noch merken!
Man hat sich (angeblich) des Themas angenommen, führt die Maut ein und will sich sodann des Themas "Infrastruktur" wieder mehr widmen als es die letzten Jahrzehnte wohl der Fall war.
Fakt ist ja auch, dass diese Dinge zunehmend in der Wahrnehmung & Diskussion stattfinden. Es bleibt also abzuwarten, ob, wann, was davon umgesetzt wird.
Wird dir aber nichts nützen, denn ggF bedeutet das sicher nicht weniger Baustellen.
Zitat:
Original geschrieben von Brunolp12
Wieso sich im 2. & 3. Jahr "keiner mehr wehren kann", im ersten hingegen schon, das erschliesst sich mir allerdings nicht.Zitat:
Original geschrieben von F-X5
Dann im 2. und halb im 3.Knallen se dann mal rein! Denn da kann sich nämlich keiner mehr wehren
Hab ich doch schon erklärt! Im ersten Jahr können sich die Wähler noch erinnern wen se gewählt haben! Ab dem zweiten wird's mit dem Gedächtnis schon was schwerer😉
Zitat:
Original geschrieben von F-X5
Hab ich doch schon erklärt!Zitat:
Original geschrieben von Brunolp12
Wieso sich im 2. & 3. Jahr "keiner mehr wehren kann", im ersten hingegen schon, das erschliesst sich mir allerdings nicht
Hast du nicht.
Zitat:
Original geschrieben von F-X5
Im ersten Jahr können sich die Wähler noch erinnern wen se gewählt haben! Ab dem zweiten wird's mit dem Gedächtnis schon was schwerer
Aha. Und das schliesst Möglichkeiten zu Diskussion und "sich wehren" natürlich aus, wenn einige sich täuschen lassen (weil sie es offenbar wollen) ... Is klar
Toll war es die letzten Wochen auf der A92, von Deggendorf Richtung München zwischen "Dreieck Flughafen (Freising)" und Kreuz Neufahrn.
Sind vielleicht 5 km, war eine alte Betonplattenautobahn.
1. Streich (schon vor zwei/drei/vier Monaten):
Bei Nässe noch 60 km/h zulässig, auf allen drei Spuren. Auch wenn´s nur genieselt hat. Bei Trockenheit unbegrenzt.
2. Streich (vor ein/zwei Monaten):
Bei Nässe wie gehabt, 60 km/h, aber Komplettsperrung der rechten Spur von Dreien.
Der Clou: Wir stellen rechts neben die Autobahn eine Leuchttafel, die die Sperrung der rechten Spur - BEI NÄSSE (in Worten) - anzeigt. Natürlich sind dann alle tschechischen und polnischen LKW (WTF? B-E-I-N-Ä-S-S-E) auch bei trockenem Wetter schön mittig gefahren.
3. Streich (die letzten Wochen):
Erneuerung der Farbahn(decke?), jeweils eine Spur, ABER angefangen hat man LINKS!
Teilweise hieß das dann beide linken Spuren gesperrt (zum Glück abends und nachts) und rechts durfte man theoretisch* bei Nässe gar nicht fahren.
Na gut, inzwischen sind wegen Rollsplitt immerhin 80 km/h freigegeben, außer im hinteren Teil, da fehlten gestern noch die Fahrbahnmarkierungen und deshalb waren nur 60 km/h erlaubt, was dann auch einige (offenbar) merkbefreite dazu bewegte mit 45 km/h über die Autobahn zu schleichen.
Heute? Vermutlich 80 km/h die ganzen 5 km, bin gespannt.
Immerhin war das Auffrischen (einfach mal Asphalt drüber?) der Spuren in einer Woche erledigt.
Ich frage mich nur wie man es auf dieser (halbwegs wichtigen) Strecke so weit kommen lassen kann, dass man mal eben die Autobahn dermaßen runterfährt, dass man eine Spur bei Nässe komplett sperren muss und bei Regen noch wahnwitzige 60 km/h zulässt (über Monate hinweg).
Zumindest blieben die blowups dieses Jahr aus, offenbar hat man da auch schon mit Trennfugen reagiert.
*Wie das in der Praxis aussah, weiß ich leider nicht. Hätte mich aber nicht gewundert, wenn man die Autobahn dann komplett sperrt. Vor drei/vier Monaten fuhren alle bei Regen rechts mit 120 km/h und schneller und am nächsten Tag wären sogar 60 km/h unverantwortlich gewesen... das ist so deutsches Bürokratentum.
Zitat:
Original geschrieben von einTraumtaenzer
Der Beton müsste dann aber erst noch erfunden werden - oder hast Du evtl. das Patentrezept?Zitat:
Original geschrieben von MvM
Der Bund soll eine Autobahn bauen, die 100 Jahre hällt ohne gewartet werden zu müssen.
Ich meinte, das auf Wunsch der Autofahrer der Fahrbahnbelag so lange halten muss, damit es mal nix zu Mäckern gibt. Aus diesem grund habe ich den Ball an die Nörgler zurückgespielt, damit sie mir nicht mit einem Problem auf die Nerven kennen, das jeder kennt, sondern mit einer Lösung / einem Lösungsvorschlag des Problems.
Wie soll das gemacht werden? Fliegen wir weltweit milionen Gastarbeiter und technisches Gerät ein. Ein Jahr wird deutschlandweit die rechte Fahrbahn gewartet. Im nächstem Jahr die rechte Fahrbahn des Gegenverkehrs. Im dritten Jahr der Mittelstreifen. Dann 20 Jahre Baustellenfreie fahrt, bis es von vorne anfängt???
Soll dies nur eine Nörgeldiskussion ohne Hand und Fuß sein, dann schreibt es bitte. Werde mich dann auch auslassen, das Baustellen doof sind, und die Bauarbeiter gefälligst im Sommer mit nacktem Oberkörper umherlaufen sollen, damit wir Frauen auch mal was zu gucken haben.
Auf der Rücktour haben wir das Spiel "Such den Bauarbeiter" gespielt!
An einem ganz normalen Werktag haben wir in D ganze 5 Stück von dieser bedrohten Spezies auf den gefühlt 100 von Kilometern abgesperrten Bahnen rum stehen gesehn!
Der Knaller kam als meine kleine Tochter fragte: wie sieht denn son Bauarbeiter aus Papa?
Ich hab mir fast in die Bux gemacht vor Lachen...😁😁😁
Bei mir am Arbeitsweg ist zur Zeit eine 6 km Autobahn Baustelle. Da ich täglich dort durch muss, kann ich den Fortgang der Arbeiten gut beobachten (aber auch dort sieht man auf den kompletten 6 km keine geschlossenen Reihen von Arbeitern, sondern auf 5,5 km sieht man natürlich niemanden. Aber das ist kein Problem). Auf einer Internetseite der Behörde findet man Erklärungen, was dort warum getan wird. Am Anfang der Baustelle steht ein großes Schild mit Beginn und geplantem Endtermin der Arbeit.
Ich kann auch sehen, dass solche Projekte relativ aufwändig sind (allein die Verkehrsführung durch die Baustelle).
Zitat:
Original geschrieben von F-X5
Auf der Rücktour haben wir das Spiel "Such den Bauarbeiter" gespielt!
An einem ganz normalen Werktag haben wir in D ganze 5 Stück ...
Bei Arbeiten an Brücken bspw sind die Tätigkeiten von der Fahrbahn aus nicht unbedingt erkennbar.
Übrigens passiert es dabei durchaus, dass durch Kraftfahrer, die sich nicht ans Tempolimit halten, die begonnenen Reparaturen (bspw Schweissnähte) zunichte gemacht werden und sich die Arbeit verzögert.
Kleines Beispiel von Geldverschwendung:
Lärmschutztunnel (z.B. A3 bei Aschaffenburg, A1 Köln) , kosten zig Millionen nur die Logik (Kosten/Nutzen) solcher hat sich mir noch nicht erschlossen.
Bei jedem dieser Meisterwerke wird man zusätzlich auf 80/100kmh runtergebremst? Wieso?
Das vorher freies Fahren für Anwohner nicht schön war ist mir klar, nur wenn man den Millionen Quatsch mit den Tunneln gelassen und einfach nur ein rigeros überwachtes nächtliches TL eingeführt hätte wäre es doch gut...
Weil eingebremst wird man jetzt auch.