Sicherheit der Amis
Grüß euch!
Ich interessiere mich schon sehr lange für amerikanische Fahrzeuge und bin natürlich zwangsläufig auch aufs Thema passive Sicherheit gestoßen. Ich muss euch ganz ehrlich sagen, ich war von einigen Crash-Test-Ergebnissen wirklich schockiert. Amerikanische Autos der 80er und 90er Jahre sehen zwar sehr stabil und sicher aus, deren Struktur scheint aber teilweise extrem weich zu sein. Speziell fällt mir das bei SUVs, Trucks und Vans auf.
Einige Beispiele:
Chevy Astro (eine Katastrophe):
http://www.iihs.org/ratings/rating.aspx?id=66
Ford F150 (auch katastrophal):
http://www.iihs.org/ratings/rating.aspx?id=7
Pontiac Trans Sport (siehe oben):
http://www.iihs.org/ratings/rating.aspx?id=67
Dodge Ram 1500 (DITO):
http://www.iihs.org/ratings/rating.aspx?id=6
Chevy Blazer (DITO):
http://www.iihs.org/ratings/rating.aspx?id=54
Wie gibt es denn sowas? Gerade von diesen hohen Wagen erwartet man hohe Sicherheit.
Kümmern dich amerikanische HErsteller weniger um Sicherheit als Deutsche?
Lukas
Beste Antwort im Thema
Zitat:
Original geschrieben von ThePilot
Das ist rein subjektiv was langweilig ist und was nicht,
Das ist richtig, aber ich will mich im Auto wohlfühlen, entspannt reisen und dafür kein telefonbuchdickes Handbuch brauchen.
Das kann ich aber nicht, wenn der Wagen für erwachsen gewordene daddelwütige Kiddies gemacht ist, die zudem ein paarmal zu oft Computerautorennen gespielt haben.
Zitat:
Original geschrieben von ThePilot
Mir persönlich ist aber das Auto nicht so wichtig, es muss mich von A nach B bringen,
Da frage ich mich dann aber schon, was Du hier suchst. Das US-Car-Brett ist für Leute, denen "Fahren" mehr bedeutet als "schnell von A nach B".
Zitat:
Original geschrieben von ThePilot
genug Persönlichkeit habe ich auch ohne ein dickes, auffälliges oder außergewöhnliches Auto.
Unterstellst Du Jedem, der sich mit Einheitsbrei nicht abfinden will, eine schwache Persönlichkeit? Individualismus kostet mehr Geld, aber nur tote Fische schwimmen mit dem Strom.
MfG
DirkB
464 Antworten
@Norske: Fairerweise musst du auch dazu sagen, dass der Jenson FF ein mechanisches ABS hatte und der Airbag bei GM wieder vom Markt genommen wurde. Die pneumatische Steuerung war nicht ausgereift und es gab einige Tote.
Keiner bestreitet das die US-Firmen nicht innovativ waren, allerdings hat in den letzten Jahren der Markt in den Staaten kaum Raum für hohe Preise und damit Innovationen gelassen.
Wobei man auch sagen muss das Night-Vision bereits in den 80igern in den USA zu haben war 😉 richtig durchgesetzt haben sich die meisten Sachen jedoch bei den europäischen Herstellern.
Zitat:
Original geschrieben von norske
Welcher Hersteller hatte als erstes Fahrzeuge mit Airbag im Programm? MEEEP!
Schon wieder falsch! Nicht Mercedes hatte 1980 mit dem W126 das erste Auto mit serienmäßigem Luftsack auf der Strasse sondern GM bereits 1976 in mehreren Buick, Cadillac und Oldsmobile Modellen.
Kleine Korrektur, wenn du erlaubst 🙂:
Gemäss
Wikipediawar der Airbag schon ab 1974 erhältlich.
Sind hier eigentlich auch schon die aktiven, also unfallverhindernden Sicherheitsfeatures zur Sprache gekommen?
Dazu ein kleines Quiz:
1. In welchem Land sind Sidemarkers seit 1968 vorgeschrieben?
2. In welchem Land ist seit 1986 das dritte Bremslicht vorgeschrieben?
Als Volvo Mitte der Neunziger mit Sidemarkers kam und allgemein die dritte Bremsleuchte eingeführt bzw. legalisiert wurde, konnte man als Kenner der wahren Automobilgeschichte einmal mehr nur müde lächeln...🙂
Und was bringen 3. Bremsleuchte und Sidemarks bei einem Unfall? Gegenfrage, welches Land hat bis heute keine Anschnallpflicht?
Lesen bildet. Ich habe von unfallverhindernden Features geschrieben. Der beste Crash ist doch der, der gar nicht stattfindet....
Anschnallen liegt im Verantwortungsbereich des Fahrers. Es ist ja nicht so, dass die Autos in Amerika keine Gurten hätten und man sich nicht Anschnallen könnte...
Ausserdem dürften nur noch die wenigsten Staaten keine Anschnallpflicht haben. Die "Buckle up, it's the law"-Schlider sind mir vom letzten USA-Urlaub jedenfalls noch gut in Erinnerung.
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@ThePilot: Hät da auch mal eine Frage: In welchem Land hat man jahrelang Fahrzeuge nur dann mit Seitenaufprallauschutz ausgerüstet, wenn diese in die USA exportiert wurden (außer Porsche, lohnte sich nicht wegen der geringen Stückzahlen noch Fahrzeuge ohne zu bauen).
Und nein, leider habe ich keine Quelle mehr dazu. War aber in einer dt. Zeitschrift nachzulesen (o.k. ist ca. 20 Jahre her).
mfg
PS: die USA sind nicht ein Land
Was sind die USA dann? Ich mein langsam wirds lächerlich! Zwischen einer modernen Konstruktion aus Europa und einer modernen Konstruktion aus den USA oder Japan wird kein gravierender Unterschied sein. Es gibt auf beiden Seiten ausreißer, aber es gitb hier eine gewisse Gruppe die ihr liebstes Objekt in den Himmel lobt und jeder Gegenbeweis wird versucht vom Tisch zu wischen!
Naja, also ich für meinen Teil versuche immer, Fakten auf den Tisch zu legen, welche dann jegliche Diskussion zum Erliegen bringen 😉.
Ich stimme Dir zu, dass es Gruppen gibt, die "ihr liebstes Objekt" tatsächlich in den Himmel loben.
Diese Gruppen gibt es aber auf beiden Seiten, und die andere Seite ist in der Regel diejenige, welche, ob nun uninformiert, ignorant und/oder hirngewaschen durch deutsches Marketing, die Meinung vertritt, 'ihr' Objekt sei der Weisheit letzter Schluss und sowieso seien alle sicherheitsrelevanten Features von deutschen Ingenieuren entwickelt worden.
Was aber schlichtweg FALSCH ist (hier kommt wieder mein Fakten-Fetischismus zum Zuge), Norske hat schon praktisch alles Wichtige hierzu erwähnt.
Zitat:
Original geschrieben von ThePilot
@Norske: Fairerweise musst du auch dazu sagen, dass der Jenson FF ein mechanisches ABS hatte und der Airbag bei GM wieder vom Markt genommen wurde. Die pneumatische Steuerung war nicht ausgereift und es gab einige Tote.
Keiner bestreitet das die US-Firmen nicht innovativ waren, allerdings hat in den letzten Jahren der Markt in den Staaten kaum Raum für hohe Preise und damit Innovationen gelassen.
Wobei man auch sagen muss das Night-Vision bereits in den 80igern in den USA zu haben war 😉 richtig durchgesetzt haben sich die meisten Sachen jedoch bei den europäischen Herstellern.
Ja, und Jensen war auch ein britischer Hersteller und Lincoln setzte das ABS beim Mk III nur an der Hinterachse ein. Der GM Airbag funktionierte mit einem anderen System wie der von Mercedes entwickelte und konnte sich nicht durchsetzen. Dass die Tode durch den Airbag verursacht wurden ist aber afaik nicht erwiesen.
Preston Tucker baute nur 51 Autos und der Sicherheitsgurt wurde erstmals als 4-Punkt-Gurt von Gustave-Désiré Leveau im Jahre 1903 in Frankreich patentiert. All das ist mir durchaus bekannt. Mir ist ausserdem bekannt, dass ein Euro-NCAP Testsieger noch lange nicht den IIHS Crash-Test mit Bravour besteht, weil hier andere Normen angesetzt werden. Daher sind die Fahrzeuge entsprechend der Märkte auch anders konstruiert. Was nützt es beispielsweise Ford, den Mustang so zu bauen, das er den NCAP-Test mit 5 Sternen besteht, er im IIHS Test aber schlechter abschneidet, wenn nicht geplant ist, das Auto offiziell in Europa zu verkaufen? Und warum wohl gibt es keine Renault Niederlassung in den Staaten?
Trotzdem wehre ich mich gegen derartige Deppenvorurteile wie das durch den User Chief Joseph hier vorgebrachte.
Für mich zeugen solche Sätze entweder von grenzenloser Dummheit oder enormer Arroganz, die sicher auch durch die entsprechende Fach-Journaille geschürt wird.
Nochmals: Der deutsche Automobilbau ist nicht die Krönung und war es auch nie. Alle, ausnahmslos alle Hersteller kochen mit Wasser und wie schlecht deutsche Autos sein können belegen u.a. die Auto-Bild-Dauertests des VW Touran, VW Passat, VW Polo und VW Fox, erstaunlicherweise alles Autos, die sich trotz der viel zu hohen Preise hier immer noch verkaufen wie blöde.
Zitat:
Original geschrieben von ArmuS
Kleine Korrektur, wenn du erlaubst 🙂:
Gemäss Wikipedia war der Airbag schon ab 1974 erhältlich.
Sind hier eigentlich auch schon die aktiven, also unfallverhindernden Sicherheitsfeatures zur Sprache gekommen?
Dazu ein kleines Quiz:
1. In welchem Land sind Sidemarkers seit 1968 vorgeschrieben?
2. In welchem Land ist seit 1986 das dritte Bremslicht vorgeschrieben?
Als Volvo Mitte der Neunziger mit Sidemarkers kam und allgemein die dritte Bremsleuchte eingeführt bzw. legalisiert wurde, konnte man als Kenner der wahren Automobilgeschichte einmal mehr nur müde lächeln...
In den '80ern konnten in Deutschland zur "Steigerung der Verkehrssicherheit" zusätzliche Bremsleuchten angebracht werden. Laut StVZO mussten diese allerdings bei mehrspurigen Fahrzeugen paarweise montiert werden. Dies geschah i.d.R. in der Heckscheibe, so das der Fahrer des folgenden Autos das Bremslicht genau in Augenhöhe vor der Nase hatte. Wenn Du nachts hinter so einem Auto herfahren musstest und der Fahrer z.B. auf einer dunklen Landstrasse jede noch so leichte Kurve anbremste, warst Du nach recht kurzer Zeit übelst geblendet…
Während meiner Wehrdienstzeit hätte ich einige Fahrer solcher mit "Rentnerkerzen" ausgestatteten Autos kaltlächelnd töten können…
Grüsse
Norske
Soweit ich weiß, wurde der Airbag in den USA wieder vom Markt genommen, weil diese Ausstattung keiner wollte.
Nach dem Motto: "seh ich nicht, merk ich nicht - was soll ich damit?"
ABS war anfangs ziemlich spürbar beim Bremsen, was die meisten Fahrer verängstigt oder zumindest im Komfort beeinträchtigt hatte.
Deshalb kam es wieder raus.
Erstmal ein freundliche Hallo an Alle Kontrahenten. 😁
Zitat:
Original geschrieben von ArmuS
Lesen bildet. Ich habe von unfallverhindernden Features geschrieben. Der beste Crash ist doch der, der gar nicht stattfindet....
Das dritte Bremslicht hat die Anzahl der Auffahrunfälle in den USA dramatisch verringert (30%?)
Zitat:
Anschnallen liegt im Verantwortungsbereich des Fahrers. Es ist ja nicht so, dass die Autos in Amerika keine Gurten hätten und man sich nicht Anschnallen könnte...
Ausserdem dürften nur noch die wenigsten Staaten keine Anschnallpflicht haben. Die "Buckle up, it's the law"-Schilder sind mir vom letzten USA-Urlaub jedenfalls noch gut in Erinnerung.
"Click it or Ticket" 😁
Zitat:
Man kann sich die Welt auch so zurecht biegen das sie passt 😁
Sagt Jemand der auf Teufel komm raus am biegen ist. 😉 😁
Zitat:
die USA sind nicht ein Land
Korrekt, es sind 50. 🙂
Wieviele es in Europa sind habe ich momentan vergessen, kommt wohl darauf an ob man Bayern separat zählt oder nicht. 😉
Zitat:
Was sind die USA dann? Ich mein langsam wirds lächerlich! Zwischen einer modernen Konstruktion aus Europa und einer modernen Konstruktion aus den USA oder Japan wird kein gravierender Unterschied sein. Es gibt auf beiden Seiten ausreißer, aber es gitb hier eine gewisse Gruppe die ihr liebstes Objekt in den Himmel lobt und jeder Gegenbeweis wird versucht vom Tisch zu wischen!
Naja, wenn ich mein geliebtes Thüringen mit Vermont vergleiche ist Thüringen immerhin 2 Autowerke voraus (Opel und Multicar). Was natürlich nicht heisst das alles Habenswerte in Thüringen erfunden wurde...
Zitat:
Diese Gruppen gibt es aber auf beiden Seiten, und die andere Seite ist in der Regel diejenige, welche, ob nun uninformiert, ignorant und/oder hirngewaschen durch deutsches Marketing, die Meinung vertritt, 'ihr' Objekt sei der Weisheit letzter Schluss und sowieso seien alle sicherheitsrelevanten Features von deutschen Ingenieuren entwickelt worden.
Was aber schlichtweg FALSCH ist (hier kommt wieder mein Fakten-Fetischismus zum Zuge), Norske hat schon praktisch alles Wichtige hierzu erwähnt.
Zustimm. 🙂
Ich habe mich durch alle 23 Seiten des Threads gekömpft um ja nix zu verpassen. 😰
Wie üblich fängt es mit einer (IMO) einfachen Frage an und degeneriert sehr schnell in das Lieblingsthema vieler Deutschen: "Die Hassliebe zu allen Dingen Amerikanisch". Das bin ich ja nun schon gewöhnt: Alle Ami's sind doof und rückständig", solche Personen gibt es bei uns durchaus aber dabei unterscheidet sich die USA wohl kaum von anderen Ländern (ausser Thüringen, da wohnen nur schlaue sofern sie nicht aus anderen Stammesgebieten des 4ten Reiches zugezogen sind 😛 )
Ich finde den kulturellen Unterschied fascinierend. Kaum ein Deutscher kann zugeben das andere Völker auch schon mal was Nützliches in ihrem Leben gemacht haben. Umso erstaunlicher wenn man bedenkt das Automobilgeschichte bei 5 Nationen geschrieben wurde, 6 wenn man Japan nach dem Kriege rechnet. Zeige ich einem Ami das das Sicherheits Dingsbums in seinem Chevy in Schweden erfunden wurde akzeptiert er das einfach und sagt anerkennend: "Tolle Ingenöre die Schweden". Ist er vom Hinterland fragt er mich höchstens ob Schweden bei Minnesota liegt?
Probier ich das mit einem Deutschen kommt ein Stundenlanges Argument warum dem nicht so sein kann... 🙄
Sicherheit:
Da führen viel Wege nach Rom. Sicherheit wird und wurd in den USA zu jeder Zeit genau so ernst genommen wie in Deutschland (Europa) aber oft sind sowohl die Prioritäten als auch die Lösungen anders. Manchmal (sehr oft) sind die Ami's vorne, manchmal eben nicht. Seit den 60ern meistens vorne aber das interessiert die Bild Zeitung wenig.
Beispiele:
Windschutzscheiben (geklebt in den USA) Krümelglass in D.
USA: mitfahren auf dem Traktor verboten, Deutschland: Beifahrersitz auf dem Kotflügel muss vorhanden sein nach DIN xxxxx. Aber Deutsche Bauern hatten auch keine Autos die Bauersfrau fuhr NSU Quickly wenn sie wohlhabend war.... Meiner Frau ihre Oma fuhr zu der Zeit Willys Jeep Wagoneer (Allrad Kombi) die hatte keine Ahnung was ne Quickly war. 😉
Wer hatte was zuerst?
GM bot bestimmte Sachen gegen Aufpreis an, sie fielen auf die MT Forumsmitglieder rein die nach Sicherheit schreien aber sie nicht bezahlen wollen wenns drauf ankommt! Resultat? Mangels Interesse wieder abgeschafft bis der Gesetzgeber es Pflicht machte. Also da sind sich Amis und Deutsche doch sehr ähnlich? Das beweisst aber auch das Technik die sich nicht am Markt durchsetzt nicht schlecht ist, die Kunden sind nur nicht bereit es zu bezahlen. Also dann sollte man doch mal aufhören immer die Autowerke (GM) anzugreifen weil sie "den Kunden nur billigen Schrott andrehen".
Die bauen einfach was die Kunden kaufen...
Fortschritt:
VW und Ford würden Heute noch den Käfer und die Tin Lizzy verkaufen wenn die Kunden das wollten.
Irgendwie wird hier ein grosser Tralala um den Leiterrahmen gemacht. DKW, VW (Zentralrohr) Citroen, Lloyd (Zentralrohr) und andere hatten das sehr lange.
LKW auf tragender Karosserie basis (Unibody sind schwer zu bauen).
Chevy haben schon seit 67 Unibody aber Full Size US Cars haben oft "Hilfsrahmen" (sub frame, Aux frame, partial frame) man kann den 5 liter V8 ja nicht mit Gummibändern am Scheibenwischer hängen?
Was oft wie ein Rahmen aussieht ist nicht unbedingt einer (im Sinne von Selbsttragend)
Erster Selbstragender Wagen in D: Opel Olympia Kadett 1936 (GM)
Warum scheiden Pickups oft so schlecht ab in Crash Tests? Teilweise wegen der Leiterrahmen.
Dazu muss man wissen das "Light Trucks" von den strengen Regeln für PKW ausgenommen sind. Das wird sich aber eventuell ändern. Also gehören Pickups garnicht in eine Diskussion von "Amischlitten" weil sie keine sind. Sicherer als in einem Bulli (T1, T2, T3) fühle ich mich in einem Ford F150 allemal. Auch ein Ford Transit mag (muss aber nicht) sicherer gewesen sein als ein Bulli.
Alle Ami Motoren kommen in die Fahrgastzelle? Stimmt auch nur bedingt, die Sache ist so konstruiert das sie eigentlich mit Hilfe des Getriebetunnels nach Hinten UND Unten gleiten. Selbst mein 71er Opel Ascona hatte eingebaute Schwachpunkte und eine kollapsierende Lenksäule, GM wird US Kunden mindestens nicht weniger gegeben haben.
Die Dynamik von Fahrzeugen die mit verschiedenen Gewichten, Geschwindigkeiten und Winkeln(!) aufeinanderprallen wurde hier ja schon ausreichend erläutert.
Das teilweise zu nichte machen von Sicherheit durch elektronische Helferlein ja auch, dazu war eine Studie von US Versicherungen sehr interessant die zeigte das Fahrzeuge mit ABS mehr Schaden erzeugten als Fahrzeuge ohne. Die Oma im Oldsmobile 88 führ quitschvernügt ohne Beulen im Schneesturm mit 28,7 km/h nach Hause während die 80km/h fahrenden SUV alle im Graben liegen....
Ich denke das Fahrzeuge einer gewissen Epoche ähnliche Sicherheitsmerkmale aufweisen, besonders wenn man sie nach Grösse sortiert, mit dem modernsten können sie wohl nicht mithalten. Eigentlich egal wo sie gebaut wurden. Weil wir schon bei Grösse sind, ein Opel Rekord oder ein 17M oder ein Mercedes 190 von 1959 waren alles Fahrzeuge der oberen Mittelklasse in D. Heute wiegt jeder Golf mehr und hat mehr PS, selbst der Adenauer Mercedes hätte Schierigkeiten mit der heutigen "unteren Mittelkasse" mit zu halten...
Damit kommen wir zum berühmten Spritvervauch der Amischlitten, so hoch war der auch nicht wenn mit Europäern gleicher Leistung und Grösse verglichen. Mein 81er Town Car hat etwa 13 Liter gebraucht auf dem Weg zur Arbeit (41 miles = 31 Autobahn, 7 Landstrasse, 3 Stadt) das war mit 90km/h (war damals Gesetz) Mehr wie 72mph (115km/h) fahre ich auch heute nicht, da schwimme ich im Verkehr mit den LKW und brauche mich nicht aufregen (und keine Strafzettel). Also im Verkehrsverhalten gibt es schon Unterschiede zwischen D und USA.
Statistiken:
Das ist so ein Thema.... da kommen wir so schnell nicht wieder nach Hause. 😰
pro Einwohner liegt D und die USA etwa gleich. Pro Million Passagier Kilometer sind es aber wesentlich weniger Tote in den USA (etwa halb). Ein grosser Teil der Toten sind immer noch Halbstarke die Freitag Nacht besoffen von der Disco nach Hause rasen. Da hilft nur was New Jersey Gesetz machen will: Alkoholfahnen-Sonde die die Zündung verriegelt. Da werden sich aber Alle wieder freuen... und wie so viele Sicherheitsvorkehrungen hat es wenig mit dem Auto zu tun sondern dem Fahrer.
Wurde ja auch schon erwähnt das der Rückgang von Toten von vielen Faktoren ausserhalb des Autos beeinflusst wird, Knautschzonen, Gürtel, Airbags, ist eigentlich nur da wenn alle Vernunft versagt (egal wem seine)
Das sicherste Auto der USA (wenn schon nicht der Welt) ist der Lincoln Town Car, weniger Menschen sterben in einem Lincoln als in jedem anderen Wagen auf US Strassen. Komischerweise passt das nicht mit der vor etwa 10 Seiten verlinkten Fars Statistik zusammen die mir etwas verkunstelt erscheint (verbogen?)
Wieviel Sicherheit jeder braucht muss er selber wissen. Ich fahre alte Autos gerne und bin mir des Risikos bewusst. Dazu brauche ich keine Hilfe vom Staat. Das es sicherer ist glaube ich nicht.
Aber da bei mir neue Amischlitten billiger sind wie Euro Kleinwagen habe ich ja die Wahl und 7 Händler um die Ecke. 😉 😁
PS: es erscheint mir das einige hier Schwierigkeiten haben Knautschzonen, Fahrgastzellen, Gewicht und Dynamik auseinander zu halten...
Geniesst Eure alten Amischlitten und tankt Aral = 😁 "Nimm Dir Zeit und nicht das Leben". 🙂
Gruss, Pete 🙂
Ich bin eher durch zufall auf den Thread gekommen, ich kann von einem Unfall zwischen einem Ami ( Es war ein Cadillac Fleetwood ich glaube 1975) und einem VW Golf V berichten.
Auch wenn der Cadillac viel mehr Masse mit sich bringt, so war das Ergebnis dennoch anders als Gedacht. Die Beiden Fahrzeuge sind bei ungefähr ~ 60km/h seitlich versetzt frontal zusammengeprallt.
Die Frau im Golf hatte einen gebrochen Arm und angeknackste Rippen, der Mann im Caddilac wurde mit dem Rettungshubschrauber wegtransportiert und hatte laut aussage des Feuerwehrkollegen schwere innere Verletzungen.
Der Golf war äußerlich total demoliert, die Fahrgastzelle jedoch intakt. Der caddilac hatte außerlich deutlich weniger schäden als man wenn man den Golf betrachtet vermuten würde, jedoch gab die ganze konstruktion des wagens trotz des gewichtsvorteils stark nach.
Fatal war dabei die Instabile fahrgastzelle im vergleich zum vorderwagen sodass das Fahrzeug seitlich einknickte und den Fahrer einklemmte.
Ein halbwegs moderner Kompaktwagen dürfte konstruktionsbedingt, auch wenn er den Gewichtsnachteil hat, doch deutlich sicherer als eine 2 to. Schwere alte amerikanische Limousine.
Das ist aber auch recht logisch, wenn die Struktur vom Auto nicht mitmacht bringt dir auch der Gewichtsvorteil wenig - auch deshalb weil ein großer Teil der Masse hinter einem ist und in den Rücken fällt.
Gegenbeispiel: Vor ca. 5 Jahren gab es in Österreich einen Unfall zwischen einer S-Klasse und einem Corsa. In der S-Klasse saß ein Mann, im Corsa saßen 4 die gerade von der Nachtschicht heimkamen. Frontalcrash. Corsa: Alle 4 tot, S-Klasse: Fahrerflucht MIT DEM AUTO
Ein schwereres Auto ist also schlussendlich nur ein Vorteil wenn es auf dem Stand der Zeit ist und auch eine Solide Konstruktion hat, wobei sich auch das falsch verstehen lässt - wird man von einem 50 Jahre alten LKW gerammt wird man wahrscheindlich auch schlecht dabei aussteigen aber das ist dann was anderes
Gibt außerdem ein Video zu dem Thema in dem ein Volvo 940 gegen einen Renault Modus fährt
http://www.youtube.com/watch?v=qBDyeWofcLY
Recht logisch wer gewinnt, Renault brauchte einfach ein Beispiel dafür wie toll sie sind 😉
Und LKW gegen Auto - wo Masse sehr wohl einen großen Teil außmacht
Also ich hätte erwartet, daß ich auf dem Video irgendetwas von dem Motor des Volvo sehe. So wie es dessen Vorderteil zusammenfaltet, wo schiebt es den denn hin?
MfG
DirkB