sDrive18d Hochdruckupmpe zerspant - Kostenvoranschlag 10.790 Euro

BMW X1 F48

Hallo,

wir haben einen X1 sDrive18d, Baujahr 2017, 130.000 km, hauptsächlich Autobahnbetrieb bei Richtgeschwindigkeit. Dieser ging während der Fahrt aus und blieb liegen.

Die abschleppende Werkstatt diagnostizierte eine defekte Hochdruckpumpe und schlug vor unter Gewährleistungsausschluss die Hochdruckpumpe zu tauschen und das Kraftstoffsystem zu spülen. Kosten 3500 Euro. Laut BMW Reparaturleitfaden sollte jedoch das komplette Kraftstoffsystem getauscht werden. Kosten ca. 6500 Euro (laut Aussage Werkstatt).

Nachdem bei dieser Werkstatt keiner in der Lage war einen Kostenvoranschlag zu erstellen, habe ich meinen Serviceberater bei BMW angerufen. Dieser riet mir unbedingt dazu, die komplette Kraftstoffanlage zu tauschen. Kosten laut mündlicher Aussage 6500 - 7000 Euro. Ich ließ das Fahrzeug darauf hin zu BMW transportieren.

Die Diagnose war wie erwartet: Späne im Tank, Tausch der Kraftstoffanlage von Tank bis Injektoren, Kostenvoranschlag plötzlich 10.790 Euro, obwohl nichts anderes festgestellt wurde als vorab als Worts-Case besprochen.

Ich bin nun ein wenig irritiert. Sowohl die erste Werkstatt sowie der Serviceberater am Telefon und diverse Quellen im Internet besagen, dass eine solche Reparatur rund 6500 Euro kosten soll. Nun sind es plötzlich 4500 Euro mehr.

Nun zu meine Fragen:

1. Sind die Reparaturkosten in Höhe von 10.790 Euro angemessen? Die 7000 Euro hätte ich, wenn auch widerwillig, bezahlt, damit das Auto nun endlich wieder fährt.

2. Gibt es Erfahrungen mit Werkstätten, denen man eine solche Reparatur guten Gewissens anvertrauen kann? Ich habe zwar schon einige gefunden aber natürlich keine Erfahrungswerte. Standort wäre Niederbayern. Ein weiterer Transport wäre aber ja ggf. auch machbar.

Danke bereits im Voraus.

Grüße

Daniel

37 Antworten

In meiner Heimatstadt gibt es momentan einen aktuellen Fall, bei dem bei der Betankung der Tankstelle versehentlich Benzin in den Dieseltank gefüllt wurde. Die Folge war der „Tod“ mehrerer Dieselmotoren. Aufgefallen ist die Verwechselung auch hier erst durch Zufall, nachdem sich bei einer Werkstadt mehrere Halter mit gleichem Schadenbild meldeten.

Eigentlich müsste doch die Tankstelle von sich aus die Betroffenen kontaktieren - sie weiß ja dank Kameraüberwachung genau, welches Kennzeichen wann an welcher Säule getankt hat.

Zitat:

@Xentres schrieb am 15. November 2023 um 13:19:23 Uhr:


...
Wieder ein Grund mehr, nur noch Strom zu tanken 😉

Wenn man einen Honda e am Tesla Supercharger anschließt, muss er danach in die Werkstatt.

https://www.goingelectric.de/forum/viewtopic.php?t=79436

Wer das weiß, ist als Fahrer dem Fehler nicht so ahnungslos ausgesetzt wie an einer falsch befüllten Tankstelle. Also besser an der Tankstelle gleich zu Beginn an der Pistole schnüffeln, ob sie nach Benzin stinkt oder nach Diesel duftet.

Zitat:

@motor_talking schrieb am 15. November 2023 um 15:30:29 Uhr:



Wenn man einen Honda e am Tesla Supercharger anschließt, muss er danach in die Werkstatt.

https://www.goingelectric.de/forum/viewtopic.php?t=79436

Nur nebenbei: das ist nicht nur am Tesla SC, sondern kann mit diesem Meisterwerk der Technik an jeder x-beliebigen Schnellladesäule passieren. Ich würde daher sagen: Finger weg vom Honda 😉

Zitat:

@motor_talking schrieb am 15. November 2023 um 15:30:29 Uhr:


Eigentlich müsste doch die Tankstelle von sich aus die Betroffenen kontaktieren - sie weiß ja dank Kameraüberwachung genau, welches Kennzeichen wann an welcher Säule getankt hat.

Tja, die Tankstelle war subjektiv eher damit beschäftigt, die Sache zu vertuschen oder zumindest zu verschweigen. Geschädigte wurden scheinbar abgewimmelt (was man hört). Die Mineralölfirma war da zugänglicher, möchte aber scheinbar auch keine neue Tankfüllung (das Produkt war ja fehlerhaft) noch einen Nutzungsausfall für das Fahrzeug bezahlen, was bei einem fremdverursachten Schaden eigentlich üblich ist.

Abgesehen davon finde ich es grob, dass man die Kunden mit Schäden die Ursache selber suchen lässt. Eigentlich gehört die Sache in die Zeitung.

Wenn ich überlege, wie lange an der Tankstelle schon vor und auch noch nach unserem Schaden herum repariert wurde, möchte ich nicht wissen, wie viele Schäden es gab und ob da keine Fahrlässigkeit im Raum steht. Jetzt waren Wochen diverse Zapfpistolen außer Betrieb, bevor letzte Woche alles aufgerissen wurde.

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Also die Tankstellen verkaufen auf Rechnung der Betreiber-Firma, ob das nun Esso, Shell oder sonstwer ist. Und eine solcher Gau, kann passieren, darf aber nicht und daher ist die Betreiber-Firma für das Desaster verantwortlich. Jeder mit einer Rechtschutzversicherung oder ohne ist hier im Recht. Und das heißt, für die meist finanzkräftigen Verantwortlichen, sie müssen den Schaden bezahlen. Ohne wenn und aber.

Das Ganze ging auch durch die Presse, habe ich interessiert verfolgt. Dort heißt es, dass die Falschbetankung der Tankstellentanks erst durch Kundenbeschwerden aufgefallen ist und darauf alle Tanks überprüft wurden wobei 2 Tanks falsch befüllt waren, die eventuellen Schäden an Kundenfahrzeugen werden in voller Höhe übernommen.

Meine Meinung, darf nicht passieren, ist aber passiert und wenn die Reparaturabwicklung nun funktioniert naja was sollen sie sonst noch tun?

Zum Thema Schäden hab ich auch noch was, Parkrempler….
Kostenvoranschlag BMW-Autohaus ca. 5.000,—€.

Kein Wunder, dass die Kfz-Versicherung auch immer teurer wird.

Img

Mal bei Youtube nach 'Späne Hochdruckpumpe' suchen. Da gibts auch Alternativen von sehr engagierten Werkstätten (eine besonders) ohne gleich alles zu tauschen. Ist mir bisher allerdings nur mit VAG Fahrzeugen bekannt.

Der aktuelle Zweiliter Diesel hat noch so manche Überraschungen parat. Undichter Dieselvorförderdrucksensor am Stecker (bisher nur im 2er Active Tourer bekannt) oder Risse im Motorblock.

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