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Schweller schweißen für TÜV

Themenstarteram 16. August 2020 um 14:11

Hi,

An die Schweißprofis:

Darf man laut TÜV den Schweller bei einem Polo 6R (Bj.2010) über ganze Länge teilerneuern?

Der Polo ein paar Rostlöcher die nur in der unteren Hälfte des Schwellers sind. Die obere Seite inkl. der kleinen Schräge ist sauber (auch an der Innenseite).

Deshalb wurde ich gerne den Schweller über der ganzen länge an der kleinen Schräge abschneiden, die Kante mit der Absetzzange absetzen und das original Reparaturblech überlappend über Lochpunkt schweißen, schleifen, spachteln, schleifen, Unterbodenschutz, und Dosenlack drüber... (PS: Restwert ohne diese Rostlöcher unter €1000, da Unfallfahrzeug und diverse Lackschäden)

Vorteil wäre weniger Arbeit (Türen ausbauen, Türgummis, verkleidung und Teppich entfernen, genauere Lackier- und Spachtelarbeit,...) und da die Trennstelle direkt an einer Kantung ist, düfte das leicht gerade halte zu sein. Ausserdem werde ich den Steinschlaganstrich bis über die Kante ziehen. Es soll nicht schön aussehen. nur TÜV konform sein.

Oder ist da nur ein Austausch des ganzen Schwellers zulässig?

PS: Auto soll nur über diesen TÜV danach geht er in den export oder in die Presse.

Siehe Bilder

Danke

Schweller Trennstelle (Musterbild)
Lochfraß (Mein Polo 6R)
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32 Antworten

Einmal grau und einmal blau? Wie soll man das denn verstehen?

Zitat:

@wuzi0086 schrieb am 16. August 2020 um 14:11:31 Uhr:

 

Vorteil wäre weniger Arbeit (Türen ausbauen, Türgummis, verkleidung und Teppich entfernen, mehr Lackierarbeit,...) und da die Trennstelle direkt an einer Kantung ist, düfte das leicht gerade halte zu sein.

Oder ist da nur ein Austausch des ganzen Schwellers zulässig?

Siehe Bilder

Danke

Das was du machen möchtest ergibt sogar mehr Arbeit.

Mehr schweissen, mehr spachteln.....

Du kannst auch einfach das Blech über das Alte braten. Wichtig ist nur das es richtig fest ist. Dann sollte man es aber sehr gut versiegeln weil es zwischen dem Blechen natürlich besser rostet.

Aber wenn es nur ein oder zweimal TÜV geht ist das ein gangbarer weg.

Ob du einen Teilersatz oder komplett machst ist deine Sache.

Das ein 6R nach zehn Jahren so schlimm aussieht? Das können andere besser.

Themenstarteram 16. August 2020 um 16:45

Zitat:

@Provaider schrieb am 16. August 2020 um 15:58:27 Uhr:

Du kannst auch einfach das Blech über das Alte braten. Wichtig ist nur das es richtig fest ist. Dann sollte man es aber sehr gut versiegeln weil es zwischen dem Blechen natürlich besser rostet.

Aber wenn es nur ein oder zweimal TÜV geht ist das ein gangbarer weg.

Ob du einen Teilersatz oder komplett machst ist deine Sache.

Das ein 6R nach zehn Jahren so schlimm aussieht? Das können andere besser.

Der andere Schweller ist auch schon an einer Stelle etwas knusprig. hat der Tüv aber nicht gemerkt.

Wundert mich auch... Die Abflüsse waren alle frei. KA wieso das Wasser da so angreifen konnte.

Drüberbraten werde ich es nicht. Werde den Schweller am Auto schon an der schrägen Kante absetzen und alle 2 cm über Loch schweißen und unten wieder an den originalen Schweißpunkten anschweißen.

Wenn der TÜV schon gemeckert hat dann aber nicht versiegeln. Nach dem Schweißen direkt zum Nachuntersuchung. Wenn die bestanden ist kannst es hübsch machen.

... ich bin mir nicht sicher, ob der Polo 2010 "schon" tailored blanks an den Schwellern verwendet.

Dann gibt es vom Hersteller ganz klare Vorgaben, was und wo getauscht / repariert werden darf.

der "Stevie"

EDIT: Also der Innenschweller ist auf jeden Fall aus Stählen mit 3 unterschiedlichen Festigkeiten gefertigt.

(Quelle: Selbststudienprogramm 444)

Es ist generell so das Reparaturen an tragenden Teilen nach Vorgabe des Herstellers zu erfolgen haben.

Die oben beschriebene Methode wird der TÜV aber vermutlich absegnen wenn es ordentlich gemacht ist.

Ein durchgehende Schweißnaht auf Stoß müsste er ablehnen.

Das Außenblech ist meist nur für dich Optik zuständig und das kein Wasser rein läuft. Am Reperaturblech merkt man sehr schnelle wie stabil das Material ist.

Zitat:

@Provaider schrieb am 17. August 2020 um 10:00:40 Uhr:

Das Außenblech ist meist nur für dich Optik zuständig und das kein Wasser rein läuft. Am Reperaturblech merkt man sehr schnelle wie stabil das Material ist.

Aha, das erzähl mal dem TÜV - Onkel...der wird begeistert sein.

Der Schweller ist ein Kastenträger, meist mit senkrechtem Innenblech. Alle Bleche zusammen ergeben die geforderte Stabilität. Im empfehle einen Crashkurs in Festigkeitslehre

Ich kann dich beruhigen Festigkeitslehre habe ich schon lange hinter mir gelassen. Das Konzept vom FTM und Leichtbaut mit Formfaktor ist mir bewusst. Die Frage war aber ob in der Außenhaut Sonderformen wie TB vorkommen und mir ist keiner bekannt der so etwas macht. Da kommt immer noch das gute alte Blech zum Einsatz, das übrigens immer dünner wird. Es gibt Autos da musst du aufpassen die Haube nicht zuzudrücken sonder zufallen lassen, sonst kannst du Dellen verursachen.

Wir lassen jetzt mal die Exoten außen vor die Alu, Magnesium oder Komposit an bestimmten Stellen verbauen. Das ist immer noch ein Kleinwagen.

Themenstarteram 17. August 2020 um 16:02

Als Blech kommt ein zurechtgeschnittener Zubehörschweller rein. der müsste von der Festigkeit gleichwertig sein. überlappend Lochgeschweißt müsste der gesamte Schwellerbereich wieder die gleiche Festigkeit haben, auch wenn die Hitze an den punkten das Gefüge verändert.

Die Auswirkung bei einem Crash sind aber nicht vorrauszusehen... was aber auch schon unkalkulierbar wird wenn der schweller nur angerostet ist....

Zitat:

@wuzi0086 schrieb am 17. August 2020 um 16:02:39 Uhr:

 

Die Auswirkung bei einem Crash sind aber nicht vorrauszusehen... was aber auch schon unkalkulierbar wird wenn der schweller nur angerostet ist....

Das kann ich dir beantworten, bei einem Crash wird der Außenschweller (egal ob Original oder Zubehör und geschweißt) eingedrückt bis es zu den hochfesten Stählen geht die dich in der Fahrgastzelle schützen.

 

Zitat:

@Provaider schrieb am 17. August 2020 um 15:12:33 Uhr:

Ich kann dich beruhigen Festigkeitslehre habe ich schon lange hinter mir gelassen. Das Konzept vom FTM und Leichtbaut mit Formfaktor ist mir bewusst. Die Frage war aber ob in der Außenhaut Sonderformen wie TB vorkommen und mir ist keiner bekannt der so etwas macht.

... in der AUßenhaut ist das bestimmt kein hochfester Stahl, aber an den Schweißstellen - egal ob MIG/MAG/WIG/.... - wird es evtl. zu einer Versprödung kommen.

Ich will hier nicht irgendwelche Ängste vor den Göttern in weiß schüren, aber bevor man sich da dran setzt, sollte man ggf. ERWIN fragen.

der "Stevie"

Themenstarteram 7. September 2020 um 7:31

Habs so eingeschweißt und TÜV hats abgenommen. schaut jetzt auch gut aus nach dem spachteln

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