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Hohlraumschutz und späteres Schweißen

Themenstarteram 28. Oktober 2020 um 1:28

Hallo,

ich bin derzeit am überlegen bezüglich Hohlraumschutz - Wachs gegen Fett.

Ich persönlich bevorzuge eher Fett in Hohlräumen und Wachs an zugänglichen Stellen, an denen später mal gearbeitet werden soll.

Nun ist mir bei der Überlegung ein Gedanke gekommen - ich wollte Seilfett in den Hohlräumen verwenden. Was ist aber, wenn später mal geschweißt werden muss?

Teilweise bekommt man das Fett ja nicht mehr ordentlich aus den Hohlräumen raus.

Was ist in Bezug auf Entflammbarkeit / Brennbarkeit zu beachten? Fett könnte in so einer Situation gefährlich werden. Aber auch Wachs erreicht bzw. überschreitet seinen Flammpunkt deutich beim schweißen.

Wie sind da eure Erfahrungen?

 

Danke,

LG

Alex

Beste Antwort im Thema

Schweißen aufgrund von Korrosion sollte nicht wieder notwendig werden, gut versiegelt vorausgesetzt..

Nach Unfallschaden wird's dann eventuell doch nötig. Nach austrennen defekter Bleche kann man reinigen. Einzig beim spotten wirds problematisch. In dem Falle muss Mann die Hohlräume mit Ei er zweiten Gasflasche mit dem entsprechenden Schweißgas fluten.

Wird dann etwas teurer, aber bei weitem nicht so teuer wie Schweißarbeiten wegen Korrosion.

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Schweißen aufgrund von Korrosion sollte nicht wieder notwendig werden, gut versiegelt vorausgesetzt..

Nach Unfallschaden wird's dann eventuell doch nötig. Nach austrennen defekter Bleche kann man reinigen. Einzig beim spotten wirds problematisch. In dem Falle muss Mann die Hohlräume mit Ei er zweiten Gasflasche mit dem entsprechenden Schweißgas fluten.

Wird dann etwas teurer, aber bei weitem nicht so teuer wie Schweißarbeiten wegen Korrosion.

Muss mit Schutzgas geflutet werden, dann gehts.

CO2 vom Getränkeverleih geht auch.

Zitat:

@alex_at schrieb am 28. Oktober 2020 um 01:28:56 Uhr:

Aber auch Wachs erreicht bzw. überschreitet seinen Flammpunkt deutich beim schweißen.

Wie sind da eure Erfahrungen?

Richtig, Wachs ist auch nicht unproblematisch. Mir ist Wachs vor mehr als 30 Jahren mal beim Schweißen in Brand geraten. Der Wagen hatte leichte Schräglage, das Wachs lief dann brennend durch den Träger davon. Das waren unvergesslich spannende Momente, noch dazu in der Garage meiner Eltern. :D

Habe es rechtzeitig gelöscht bekommen.

Mike Sanders Korrosionsschutzfett ist chemisch eng mit dem Zeug verwandt, aus dem Kerzenwachs gemacht wird. Brennt also auch gut. Habe vor anstehenden Arbeiten bisher immer großzügig rundum entfettet, mit Bremsenreiniger. Außerdem sollte man Löschmittel bereitstellen.

Randbemerkung: Fest angeklebtes Polstermaterial hinter der Rücksitzbank ist mir beim Rausflexen auch schon mal in Brand geraten, ist aber ähnlich lange her. Einige Funken sind hinter die Alufolie geflogen, mit der ich eigentlich ein Feuer verhindern wollte.

Themenstarteram 28. Oktober 2020 um 14:03

@tazio1935 von deinem Unglück habe ich beim googlen nach der Problematik gelesen .... ich meine, es war in einem Rostschutzforum...

Ich hab das Seilfett, dass ich bestellt hatte, erstmal wieder storniert. Bei einem Saisonfahrzeug ohne Winterbetrieb werde ich mir nochmal überlegen, ob ich wirklich alles fluten muss.

Am Motorrad habe ich mit Winter, Salz, Korrosion gute Erfahrungen mit ACF-50 gemacht. Das ist im Bedarfsfall glaube ich einfacher zu entfernen als Fett oder Wachs.

Gut, dass mir die Problematik rechtzeitig eingefallen ist - richtig ist zwar, dass Schweißen dank Fett und Wachs nicht mehr notwendig sein sollte - aber wir wissen ja, dass diese Rechnung in der Praxis nicht immer aufgeht.

Zitat:

@alex_at schrieb am 28. Oktober 2020 um 14:03:18 Uhr:

von deinem Unglück habe ich beim googlen nach der Problematik gelesen .... ich meine, es war in einem Rostschutzforum...

Das passt. Werde ich vermutlich ebenfalls gewesen sein, habe dort viel geschrieben. Vielleicht stand dazu noch ein Link zu einem Artikel aus der Auto Bild, in dem das Thema Brandgefahr + Fett mal genauer abgehandelt wurde.

Wobei mich nicht wirklich überrascht hat, dass das Wachs in Brand geraten könnte. Was zum Löschen hatte ich schon bereitgestellt.

Gewundert hat mich dagegen, wie schnell dieses Dämmmaterial hinter der Rücksitzbank beim Flexen in Brand geriet. Das sah so ähnlich aus wie das Zeug, das auch für Fußmatten benutzt wird. Sisal oder Kokosfaser oder so. Brannte wie Zunder, damals beim alten Passat. Waren gar nicht viele Funken für nötig. Inzwischen nimmt man vermutlich schwerer entflammbares Material dafür.

Was schweißt ihr auch an Wolfsburger Massenware herum, sowas presst man und ist glücklich das es weg ist ;-)

Käfer war auch immer lustig. Vorne schweißt man die Endspitzen und hinten fängt die Karre an zu kokeln. :eek:

Zitat:

@Frankyboy379 schrieb am 29. Oktober 2020 um 11:10:34 Uhr:

Was schweißt ihr auch an Wolfsburger Massenware herum, sowas presst man und ist glücklich das es weg ist ;-)

Das war in der schweren Zeit nach dem Krieg, als es noch nichts Richtiges gab. Also Mitte der 1980er. :D

Die Erstserien-Passat rosteten schneller, als man schweißen konnte. Der Toyota Corolla war zu der Zeit aber auch nicht besser, wie ich aus eigener leidvoller Erfahrung sagen kann.

Zitat:

@Go}][{esZorN schrieb am 29. Oktober 2020 um 11:17:17 Uhr:

Käfer war auch immer lustig. Vorne schweißt man die Endspitzen und hinten fängt die Karre an zu kokeln.

Haha, was für ein Zufall, dass Du das erwähnst. Ein früherer Klassenkamerad von mir, der in unserer Siedlung ein paar Häuser weiter wohnte, hat nämlich seinen Käfer damals abgefackelt. Kann aber nicht mehr sagen, was die genaue Ursache war. Der Wagen stand zum Glück im Freien, es gab also keine Kollateralschäden. In der Kleinstadt mit Freiwilliger Feuerwehr kam für den Käfer aber jede Hilfe zu spät.

 

 

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