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Schrauben am Auto überhaupt gut & selber machbar?

Themenstarteram 6. Juni 2024 um 20:08

Hallo Leute,

vorneweg, gibt es eigentlich einen allgemeinen Bastler-Thread und könnte ein Mod den nettweise dort hinein transferieren?

Also, falls es doch einigermaßen mit dem Thread hier passt, kurz zu mir & meinem Anliegen:

Ich würde mir gerne ein günstiges Auto kaufen und vieles selber machen. Günstig: 1000-2000€.

Die Überlegung war: Lackschäden & beulen ausbessern, Ersatzteile bestellen & einbauen wenn der Verschleiß zu stark ist oder der Bedarf dafür einfach vorhanden ist, Pflege der Teile usw.

Leider habe ich keine Erfahrung mit dem basteln am Auto, schätze mich aber nicht unbedarft ein ( ich war mal Handwerker und hab auch ein Mindestmaß an Werkzeuge vorhanden, Spezialwerkzeuge fehlen natürlich).

Von daher ist meine Frage, in wie weit das überhaupt als Privatperson Sinnvoll ist, denn als fiktives Beispiel: Ein Motor ausbauen würde ich mir zwar mit Anleitung und Hilfe des Forums hier zutrauen, falls sowas überhaupt ohne Hebebühne geht.

Aber gibt es überhaupt für solche Dinge Anleitungen an denen ich mich orientieren kann und ist es überhaupt in meinem Fall Klug, denn gewisse Dinge wie das Fahrwerk werde ich doch ohne Hebebühne niemals richten können, oder wie machen das andere Bastler? Weiterhin, hat jemand eine pauschale Idee, wie die Ersatzteilsituation für 20 Jahre alte Autos ist?

P.S: 20 Jahre, das war das Jahr 2004, noch gar nicht so lange her :)

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15 Antworten

Also ehrlich, grundsätzliche Arbeiten am Auto als Laie ausführen und dann am öffentlichen heutigen Verkehr teilnehmen, ist grob fahrlässig.

Themenstarteram 6. Juni 2024 um 20:49

Also 1. War es ein fiktives Beispiel, 2. Weißt du gar nicht in wie weit ich gewissenhaft arbeite und das dann abnehmen lasse, 3. Bekommt das Auto TÜV und wird begutachtet und 4., Fahre ich sicher, defensiv, den Straßenregeln befolgend und hatte in mehr als 15 Jahren keinen einzigen Autounfall oder etwas annähernd ähnliches ;-) also falls du dich echauffieren willst, es gibt noch ganz viele andere Threads. Dann bitte dort melden oder abmelden. Danke

Es gibt Mietwerkstätten wo man sich einen Bühnenplatz mieten kann. Mit Glück findet man eine Mietgarage mit Grube. Und was man selbst nicht schafft, dafür muss er dann in die freie Werkstatt. Aber ohne Laptop mit der Fahrzeugsoftware sieht es auch bei Baujahren aus den 90ern etwas schwierig aus.

Ganz klare Sache - es kommt drauf an. Bei gängigen Autos mit einer gewissen Fangemeinde findet man im Internet mehr oder weniger brauchbare Anleitungen für fast jeden Job. Englischkenntnisse setzt das aber mitunter voraus. Mit einem Motortausch solltest du aber auch nicht direkt einsteigen. Mach erstmal einen klassischen großen Service, und was sonst so an kleineren Instandhaltungen anfällt, bevor du über solche Dinge nachdenkst. Dann, am besten mit einem Kollegen, der sich etwas auskennt, ruhig auch mal nen Zahnriemen, Bremsen, Stoßdämpfer - das ist schon etwas fortgeschrittener, aber wenn man mit Ruhe dran geht immer noch ziemlich easy bei den meisten gängigen Kisten. Und dann schaut man weiter… Das Auto sollte (legal) fahrbar sein, sodass man auch mal Erfolgserlebnisse hat, und nicht mit einer unüberschaubaren Baustelle anfängt.

Mit Unterstellböcken (oder mit etwas Einfallsreichtum auch ohne: https://img.motor-talk.de/Kh5K2e_zuTD-wi4K.10.jpg) und günstigem Werkzeug für den Hausgebrauch kommt man schon ziemlich weit, der limitierende Faktor ist viel eher der Amateurschrauber, der noch nicht weiß, wie man am besten mit einer festen Schraube umgehen muss, oder was man tut, wenn sie dann doch abgerissen is.

Tl;dr - klein anfangen, hochtasten, keine Berührungsängste haben…

Themenstarteram 6. Juni 2024 um 21:03

Danke euch, so hab ich mir das erhofft :) also dann werde ich mir ein Auto aus den nuller Jahren kaufen, das es bei der Elektronik Scheitert habe ich mir fast schon gedacht. Ich werde mir Mal ein paar Modelle raussuchen und dann einfach weiter in die Materie einsteigen :)

Vor der Elektronik muss man auch keine Angst haben, zumindest bei Autos die nicht für kapitale Elektronikprobleme bekannt sind. Im Gegenteil, ein 10€-Bluetooth-OBD-Dongle und eine Gratisapp können beim Diagnostizieren und Probleme wirklich verstehen extrem hilfreich sein. Wer das nicht will, findet auch noch genug weitgehende Offline-Kisten aus den 90ern…

Ich rede mal von mir, habe mit 18 den Schein gemacht und habe damals auch ein Auto für 1000 DM gekauft.

Mein Schwiegervater war Automechaniker, habe ihn immer über die Schulter geschaut, bei einer Reparatur.

Habe mir selber Bücher über mein gekauftes Auto gekauft und habe so manches selbst repariert.

Da war der TÜV fällig und habe die Plakette bekommen. Wenn man Interesse hat und das Werkzeug dazu, geht manches wie von selbst.

Ich fahre einen Jetta II; der wird im Oktober 37. An dem Auto kann man ALLES selber machen.

Mangels Hebebühne verwende ich zwei Hubwagen, die sich ca. 80cm hoch pumpen lassen.

Zum Ausbau des Motors habe ich einen Stapler zur Verfügung. Ein einfacher Motorkran kostet jedoch auch nur etwa 150.-

Beim Jetta ist der Motorausbau auch ganz ohne Hebegerät möglich, den kann man mit einem Rollbrett nach vorne herausziehen.

So ein Auto darf man aber nur haben, wenn man selber schraubt, und Spaß daran hat, denn IRGANDWAS ist immer.

DoMi

Zitat:

@robser schrieb am 6. Juni 2024 um 22:49:59 Uhr:

also falls du dich echauffieren willst, es gibt noch ganz viele andere Threads. Dann bitte dort melden oder abmelden. Danke

Wieso muss man eigentlich immer so bockig reagieren, wenn einem die Antwort nicht passt?

Du schreibst in einem öffentlichen Forum und du frägst nach der Meinung anderer und die bekommst du.

So vergrault man die anderen und irgendwann wird dir dann keiner mehr antworten.

Naja, ich finde die Elektronik einen Segen. Allerdings würde ich mir dann für das angschaffte Auto ein "gute" Gerät besorgen. Es gibt inoffizielle Laptops mit der Herstellersoftware als teuerste aber beste Möglichkeit. Ich habe z.b. die mittelprächtige Lösung von Icarsoft für überschaubare 169€ den MB VII, OBD kann der alles, und eben Mercedes, Smart die Gesamtelektronik auslesen.

Mein Wagen sprang z.b. mal nicht an, da war es der Nockenwellensensor, festgestellt durch auslesen. Ein weiteres mal, 9 Monate später war es der Kurbelwellensensor. Nichts suchen, auslesen, Teil besorgen, einbauen, Fehler löschen und Karre läuft. Da einen alten halb elektronischen Vergaser einstellen? Nein danke.

Parktronic läuft nicht? Also ich krieche nicht ums Auto und versuche zu hören, welcher Sensor es sein KÖNNTE. Ich lese aus und tausche den Sensor, der als defekt angezeigt wird.

Noch ein Beispiel die Alarmanlage ging unmotiviert und nicht nachvolliziehbar los. Durchs Auslesen konnte ich feststellen, was den Alarm auslöste. Ein defekter Schalter an einem Fach im Innenraum! Da häte ich mir ohne Auslesewerkzeug nie selber helfen können. Der meldete fröhlich offen, zu, offen, zu, ...

Ganz ehrlich ermöglicht mir die gescholtene Elektronik als Laie, die Karre am Laufen zu halten. Ok, mein Papa ist KFZ-Mechaniker, dem habe ich immer zugeschaut. Der könnte mir auch heute noch attestieren, aber der hat seinen Ruhestand verdient und soll nichts schweres machen.

Ich habe einen Stellplatz am eigenen Haus, da lässt sich natürlich gut schrauben. Dann gibts Hobbywerkstätten. Aber zb. bei Fahrwerksteilen, wo Speziealwerkzeug z.b. zum Aus-/Einpressen benötigt wird, gehe ich auch in die Werkstatt und sage mir für 30 Euro Ersparniss, mache ich mir nicht die Finger dreckig. Weil das Werkzeug kaufen, um es in 12 Jahren noch mal zu benutzen...

Wenn man technisches Verständnis hat, kann man so einiges selber richten. Videos helfen auch, nur da muss man dann durch die eigenen Kenntnisse erkennen können, wer ein Dummschwätzer ist. Es hilft aber insbesondere wenn man Arbeitsanweisungen hat, sich das im bewegten Bild anzusehen. Oder dann zu entscheiden, nee ist mir zu hoch, lasse es machen...

Wenn man sich eine ca. 20 Jahre alte Karre für 1-2K kauft, ist selber machen/basteln doch schon Pflicht.

Wer bitte bringt so ein Auto in eine Werkstatt wenn nicht absolut erforderlich?

Filterwechsel, Ölwechsel, Reifen umstecken, Reparaturen nach Anleitungen (auch Youtube) hilft da oft, da ist vieles möglich zum selber machen.

Gutes Werkzeug uns Interesse an der Arbeit vorausgesetzt.

Wir haben zwar keine alten Fahrzeuge in der Familie und machen trotzdem so gut wie alles selber, auch weil das Vertrauen in die heutige Arbeitsqualität der Werkstatten uns abhanden gekommen ist.

Das ist geanu so ein Punkt, hört sich arrogant an, aber wenn ich es selber mache, kann ich es in aller Ruhe perfekt machen. Zum Beispiel hatte ich die Batterie im Motoraum gewechselt. Die Werkstatt hätte sicher keine Zeit gehabt da alles zu säubern... Wenn ich Räder wechsel, mache ich die Radkästen sauber, Kunsstoffpflege auf die Radhausschalen, Bremsanlage säubern, Auflageflächen säubern, Radnabe einschmieren, Räder mit exaktem Drehmoment festziehen, nicht mit dem Schlagschrauber...

Weiter steigt mir keiner mit dreckigen Werkstattschuhen ins Auto, keine dreckigen Hände am Lenkrad usw. Mein Auto ist hellgrau innen.

Genau das sind auch meine Beweggründe. Wenn ich etwas mache weiß ich was gemacht wurde.

Und wenn ich selber mal Mist verzapfe ist das auch i.O.

Wir haben aber heute so viele Möglichkeiten. Früher gabs das Buch: Jetzt helfe ich mir selbst oder so ähnlich für verschiedene Fahrzeuge.

Heute gibt es die Foren, weiterhin Literatur, Videos, manche machen sich die Mühe und stellen bebilderte eigene Arbeitsanweisungen ein, Fehlercodes auslesen, inoffizielle Reparturanleitungen orignial vom Hersteller... Wer keine 2 linken Daumen hat...

Mein Cousin rief mal an, der hat null Plan, sein Auto qualmt, ob er noch weiterfahren kann. Meine bessere Hälfte war zuerst dran und konterte, solange er noch sehen kann, kann man fahren... Also ein gewisses technisches Verständnis sollte schon vorhanden sein. Der hätte den Scherz als Freibrief genommen.

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