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Schleichender Leistungsverlust 325d mit M57-Motor

BMW 3er E91
Themenstarteram 22. Mai 2017 um 0:47

Hallo Schraubergemeinde,

war lange nicht mehr aktiv hier. Nun will ich aber ein Problem schildern, was ich so seit ca. 2 Jahren an meiner Karre beobachte. Ich hab das Gefühl, dass mein Auto die allermeiste Zeit mit etwas weniger Leistung läuft. Das spüre ich am besten, wenn ich im 6. Gang (Handschalter) von 120km/h aus hochbeschleunige. Die Beschleunigung erfolgt zu träge, auch wenn ich ziemlich schnell die 180er Marke erreiche. Aber es kommt, auch wenn sehr selten, vor, dass mich das Auto viel besser in den Sitz drückt. Nur leider sehr sehr selten. Da hab ich den Eindruck, dass da was im System nicht stimmt.

Folgendes Szenario:

Vor 2 oder 3 Wochen brach mir in der Garage beim Starten des Motors die Generatorschraube, an der eine Umlenkrolle befestigt ist (typische E90-Krankheit, kennen sicherlich viele). Seitdem ist das Auto 4 Tage gestanden und wurde nicht bewegt. Nachdem ich die Rolle ersetzt hab, hab ich alle Rollen (Wasserpumpe, Riemenscheibe, beide Umlenkrollen und den Generatorfreilauf) mit Sprühöl geschmiert. Aber nicht auf der Oberfläche, wo der Riemen draufkommt, sondern in die engen Lücken, wo sich die Räder drehen. Am nächsten Tag fuhr ich zur Arbeit und beschleunigte auf der Autobahn von 110km/h oder so hoch und war überrascht, wie viel Drehmoment das Auto auf die Straße brachte. Reifen wurden in der Zwischenzeit nicht gewechselt. Öl war etwa 33.000km und 11 Monate alt.

Tank war noch zu 1/4 mit Ultimate gefüllt und wurde mit normalem Diesel vollgemacht, bevor das Auto in der Garage abgestellt wurde und es am nächsten Tag zum Umlenkrollenschaden kam.

Nun will ich dem mal nachgehen und evtl. einen vorhandenen Fehler, der mir nicht angezeigt wird, beheben.

Meine am nächsten liegende Vermutung geht eigentlich auf die Rollen. Denn wenn ich bergab im 4. Gang ohne Gas runterrolle und die Klimaanlage einschalte, spüre ich eine deutliche Motorbremswirkung. Sobald ich sie ausschalte, rollt das Auto besser. Daher der Verdacht auf die ganzen Rollen da vorne am Motor.

Aktueller km-Stand: 226.900 km

- Klimaanlage immer ausgeschaltet.

- Es ist kein Tuning drauf. Kein xDrive. 250km/h (laut Tacho) werden auch erreicht.

- Verminderte Leistung sowohl vor als auch nach Motorölwechsel inkl. Ölfilter gleich geblieben.

- Der Dieselpartikelfilter (DPF) machte bis heute nie Probleme, auch wenn dieses Symptom irgendwie dazu passt. Fehlerspeicher sagt auch nichts, außer einer Glühkerze und diese kleine unwichtige Zusatzwasserpumpe für Heizung JBBF (Name fällt mir grad nicht ein). Daran sollte es aber nicht liegen.

- Ruckeln tut das Auto auch nicht, weder bei kaltem noch bei warmem Motor.

- Drallklappen hat es von Werk aus keine.

- Luftfilter ist nicht der neueste (ist aber an der Oberfläche sauber)

Meine Verdächtigen wären folgende Teile:

1) Rollenlager vielleicht verschlissen? Keine der Rollen hatte ein Spiel (max. geschätzte 2 Zehntel und alle ließen sich (fast) geräuschlos drehen. Ich hab irgendwie den Eindruck, dass die erhöhte Leistung mit dem Einschmieren zu tun hatte und die Schmierwirkung hat nach 2 Tagen nachgegeben. Da es ein erheblicher Aufwand ist, wieder an die Rollen zu kommen, wollte ich das nicht nochmal machen (vordere Akustikabdeckung muss raus, Elektro-Lüfter muss raus, dafür muss Ladeluftschlauch blöd verdreht werden).

2) Unterdruckpumpe --> erzeugt vllt. nicht genug Unterdruck, was u.A. für die Turbosteuerung benutzt wird.

3) AGR --> evtl. schließt die AGR nicht richtig, so dass immer Abgase in den Einlass kommen. AGR-Rate wurde nie erhöht, was ich aber vielleicht mal tun sollte.

4) Turbo heult zwar bei kaltem Motor, aber kann das wirklich daher kommen? Ladeluftstrecke scheint dicht zu sein.

5) Luftmassenmesser (LMM) vielleicht kaputt? --> Den Test mit Abstecken des LMMs kenn ich zwar, hab ich aber nicht ausprobiert. Kann der Test überhaupt was bringen, wenn ich die volle Leistung erzwingen will?

Die Frage ist: Wie kann ich den Fehler eingrenzen? Hatte jemand schon mal so etwas? Oder woran könnte es am wahrscheinlichsten liegen?

Dazu will ich noch erwähnen, dass das Auto im Winter das erste Mal während der Fahrt mit 50km/h ein sehr kurzes Zucken (vielleicht nur für 2 Zehntel Sekunden) hatte. Nur bei kaltem Motor. Dieses Zucken kenn ich bei einem anderen Auto von der AGR. Da war es richtig kaputt und das Ding zuckelte ständig und ließ sich mit viel Ach und Krach bis 80km/h beschleunigen. Mehr ging nicht. Nach Wechsel der AGR-Einheit war es weg.

Das beste wäre natürlich eine Logfahrt mit Test zu machen, allerdings ist mein Laptop-Akku kaputt und hält keine 10 Minuten mehr :( Carly hab ich nicht, will ich auch nicht. Mit kostenlosen Apps kann ich auch nicht auf das Fahrzeug zugreifen.

Bin für jeden Tipp dankbar :)

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11 Antworten

Hallo,

Ich würde mal die DPF werte und Druck checken. Zudem trotzdem mal die ansaugbrücke und AGR reinigen!! Der ladedrucksteller ist elektronisch, trotzdem mal prüfen ob er leicht geht. Ladeluftweg prüfen. Evtl riss oder Schlauch nicht richtig drauf

Themenstarteram 3. Juni 2017 um 11:36

Ach der alte Dorfbesorger :) danke für deinen Input. Aussagekräftige DPF-Werte usw. kann man ja auch im Stand checken, oder? Denn dann würde ich ein Kabel aus dem Hausfenster ziehen und mein Laptop in diesem Fall noch gebrauchen können. Laptop-Akku ist ja platt, so dass ich keine Logwerte aufzeichnen kann.

Ich würde in dem Zuge auch mal LMM Soll-/Ist checken, Laufunruhe usw.. Das hab ich mal woanders gelesen. Irgendwie kam ich selbst nicht auf die Idee, die Werte Soll/Ist mal zu vergleichen. Wobei ich beim Stöbern über LMM-Fehler eher gelesen hab, dass der Wagen in dem Fall eher zufällig an manchen Drehzahlen einen Schlucker haben soll. Das hat meiner aber nicht (außer im Winter bei kalten Temperaturen, aber da gehe ich von AGR aus).

Hatte wieder den Test gemacht, dass ich erst mit Ultimate vollgetankt hab und nach etwa 800 km, also bei ca. 1/4 Resttankinhalt, mit normalem Diesel. Diesmal brachte es nichts. Es war wohl ein Zufall und dementsprechend nicht kraftstoffabhängig.

Bist du denn sicher, dass der M57-Motor einen elektrischen Ladedrucksteller hat? Dachte immer das wäre pneumatisch. Und von Turboproblemen bei M57-Motoren liest man sehr selten etwas. Dann aber auch nicht in Verbindung mit VTG. Wenn's elektronisch wäre, hätte man wahrscheinlich auch mehr Probleme.

Ladeluftstrecke prüfe ich auch nochmal. Denn Fakt ist, dass ich zum Wechsel meiner Umlenkrolle den Ladeluftschlauch im AGR-Bereich abziehen musste. Danach wieder montiert und dort gleich den Test mit entweichender Luft gemacht. Gar nichts da. Dann zog der Wagen aber auch ganz ordentlich. Vielleicht hat sich da was gelockert. Die Umgebung von diesem Anschlussbereich ist aber auch sauber, dass ich davon ausgehe, dass da nichts entweicht. Dennoch muss ich mal sichergehen, bevor ich mich mit der jetzigen Leistung zufrieden gebe (Teiletausch werde ich nicht machen, zumindest keine teuren Teile wie Turbo).

DPF werte müssen im stand gemessen werden. Vorher Warmfahren. Du hast einen DPF also auch einen elektronischen ladedrucksteller. Die unterdruckgesteuerten gabs nur bei Fahrzeugen ohne dpf. Probleme mit dem Turbo gibts eigentlich nur wenn der DPF verstopft ist. Der wird dann zu heiss und die Welle wird krumm.

Hallo,

ein Tipp von mir: Auch wenn der DPF korrekte Werte im Stand anzeigt, würd ich hier ihn trotzdem selber reinigen. Manchmal regeneriert der DPF zu viel, falls er schon an sein Lebensende gelangt ist und dies führt wiederrum zu einem schlechterem Anzug.

Also nicht unbedingt nur an die elektronischen Programme verlassen, ich würde selber Hand anlegen und den DPF mit hochdruckreiniger durchwaschen und einen Reset machen, er sollte danach wesentlich besser fahren.

Auch LMM und AGR abklemmen und schauen, ob das Problem weg ist. Eventuell ist es ja der LMM!

Ladedrucksteller kann auch sein, aber dies ist dann wiederrum der DPF schuld.

Slawa

Themenstarteram 4. Juni 2017 um 2:20

Beim Ladedrucksteller müsste doch ein Fehler im Fehlerspeicher kommen, oder?

Die Vorschläge werde ich alle bei Gelegenheit umsetzen (bis auf DPF-Reinigung) und auch Rückmeldung geben.

Aber wenn der DPF mal runter ist, wird er mit Hammer und Meißel gereinigt :D

Hey, nein, der Ladedrucksteller muss nicht immer im FS stehen, manchmal steht er, manchmal eben nicht. Das ist aber schade, dass du an den DPF nicht ran willst, denn er ist meistens die ursache von.

Themenstarteram 4. Juni 2017 um 13:33

Also natürlich, wenn das alles nichts hilft, kommt der DPF schon noch dran. Meine Aussage war auf die Reinigung bezogen :) hab mal gelesen, dass man bei solch einer Hochdruckreinigung eher den DPF kaputt macht. Wenn dann würde ich eher mit Druckluft von hinten auspusten. Wird aber ohne Erhitzung des DPFs vermutlich kaum was bringen. Ein Versuch wäre es trotzdem wert. Außerdem hab ich die nötigen Werkzeuge (Kompressor) nicht. Und in einer Hobbywerkstatt kann ich das nur schlecht durchsetzen :D

Mit Hochdruckreiniger einfach auswaschen, das gibt guten reinigungseffekt. Druckluft bringt nichts, der motor druckt schon genug abgase da durch.

Themenstarteram 4. Juni 2017 um 13:52

Also mit Druckluft meinte ich von hinten, also von der Auspuffseite her gesehen und nicht von der Turboladerseite. Würde das auch nichts bringen?

Auch mit dem Hochdruckreiniger würde man doch von der Auspuffseite her Wasser reindrücken, oder hab ich es falsch verstanden? :)

Denn andersherum würde man nur den Ruß wegwaschen können, aber nicht die Asche, da die Asche ja nicht Richtung Auspuff weiterdringt.

Kann sein, dass ich die einen oder anderen Experimente mit dem DPF veranstalte, wie diese Waschaktion. Denn so recht will ich ihn nicht raushauen, da man anschließend das Fahrzeug zum Tuner fahren muss für DPF Off. Dann ist die Motorsoftware nicht mehr original. Und was macht der Nachbesitzer im Ostland oder Afrika, wenn das Steuergerät kaputt ist und dieses ersetzt wird? Dann ist das DPF-Programm wieder drauf und wirft nur noch Fehler aus, da kein DPF drin ist, was man aber nicht sehen kann (wegen TÜV muss man den Inhalt rausklopfen und nicht einfach den DPF durch ein Rohr ersetzen).

Diese Zubehör-DPFs für 300 € scheinen ja nichts zu taugen, laut Erfahrungen. Aber ganz ehrlich, 2000 € für ein DPF?

Professionelle Reinigung soll angeblich auch kaum was bringen. Fahrzeug macht schnell wieder Mucken. Daher ist die Idee mit der Reinigung mit Wasser gar nicht mal so schlecht :)

Wie ich geschrieben habe, ausbauen, waschen von vorne und von hinten bis klare Wasser rauskommt, einbauen, und DPF Reset machen und dann läuft er wieder gute 100 tkm, sofern eben die Thermostate und die Drosselklappe nicht defekt sind. 300 Euro DPF taugen nichts, lass bloß die Finger davon. Naja, ausbauen würd ich ihn nicht unbedingt, denn du atmest ungefilterte Abgase ein, ob das Gesund ist, wage ich zu bezweifeln. Und wegen TÜV kommst du sowieso durch, auch ohne DPF. Vorher Warm fahren, dann klappt das ganz sicher, das haben auch tausende vor dir schon gemacht.

Themenstarteram 4. Juni 2017 um 14:24

Diesen Tipp nehm ich mal ans Herz :) also wenn es weitere 100 tkm hält, dann reicht es mir. Mehr als 400 tkm will ich mit dem jetzigen Auto auch nicht fahren. Das dauert auch mind. noch 4 Jahre und danach wird es für 700-1000 € verkauft :)

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