Schlechte Rostvorsorge ab Werk: Ökologie und Profitstreben auf Kosten der Käufer?
Hallo zusammen,
es ist immer wieder unerklärlich, weshalb bei so vielen Fahrzeugen
der Marke Mercedes-Benz, insbesondere bei der Baureihe 210, Rost so ein
grosses Problem ist. Wohlgemerkt: Bis heute sind nicht alle Fahrzeuge
in gleichem Maße betroffen.
Die Antwort hat DaimlerChrysler vor Jahren mit einer Stellungnahme
zum Thema Verzinkung, alle Fahrzeugtypen betreffend, geliefert und
dürfte auch hier im Forum nicht unbekannt sein. Auszüge:
"Die Verwendung von Zink als Korrosionsschutz - z. B. bei der Anwendung
von verzinkten Blechen im Fahrzeugbau - ist aus der Sicht der Verfügbarkeit
des Zinks problematisch."
"Deshalb setzen wir im Hause DaimlerChrysler verzinkte Bleche (und auch nur
dann im Kombination mit organischen Schutzschichten) nur dort ein, wo
extreme Korrosionsbeanspruchung, z. B. durch Streusalz erwartet werden
kann."
"Eine vollverzinkte Karosserie ist deshalb aus gesamtökologischer Sicht
mehr als fragwürdig. Durch genaues Überprüfen und Abwägen zwischen
wirtschaftlichen und ökologischen Gesichtspunkten hat sich bei DaimlerChrysler
in allen Produkten eine Mischbauweise (Kombination unterschiedlicher Werkstoffe)
je nach Anforderungsprofil bewährt."
Dieser Rechtfertigungsversuch wird mit den damaligen Produktbeschreibungen
der Stahlindustrie (Salzgitter) besser verständlich. Auszüge:
"Stahlfeinbleche mit schweißbaren organischen Beschichtungen ermöglichen es,
auf aufwendige Prozessschritte wie Hohlraumkonservierungen und Nahtabdichtung
zu verzichten oder in Verbindung mit sekundären Korrosionsschutzmaßnahmen
die Garantiezusage gegen Durchrostung erheblich auszuweiten ...
Folgende Vorteile stehen im Vordergrund:
• Verringerung der Fertigungstiefe der Automobilhersteller durch Entfall von
kostenintensiven und umweltbelastenden Fertigungsschritten.
• Einsparung der kathodischen Tauchlackierung (KTL) für Service- und
Kundendienstteile bei Einsatz von schweißbaren Grundierungen (KTL-Ersatzsystem).
• Ausweitung der Garantiezusage gegen Durchrostung, die von
Karosseriehohlräumen und Blechdoppelungen ausgeht ...
Organisch beschichtete Feinbleche zeigen im Flansch- und Hohlraumbereich einen
deutlich erhöhten Korrosionsschutz und leisten somit einen wichtigen Schutz vor
Durchrostung, da sie auch ohne sekundäre Schutzmaßnahmen die Bildung von
Rotrost verhindern."
Diese Aussagen sind nicht neu, sondern sind wohl nur in Vergessenheit geraten.
Steht den noch glänzenden Fahrzeugen der BR210 eine sorgenfreie Zukunft
bevor?
LG, Walter
Beste Antwort im Thema
Da kann man schön sehen, was herauskommt, wenn man sich zu sehr auf Zusagen von Zulieferern verlässt. Wenn das Marketingsgedöns der Wasserlack-Hersteller ähnlich prophetisch wertvoll war, dann wissen wir, warum unsere Karren heute so stark faulen.
Andererseits kann ich Daimler nicht ganz von Mitverantwortung freisprechen, da auch deutlich nach Bekanntwerden der Rostproblematik noch immer einige Baureihen da und dort teils aggressive Rostprobleme haben. Hier muss die Verantwortung des Generalunternehmers "Fahrzeughersteller" schon eingefordert werden.
Das Streben nach Gewinn und Aktienrendite ist verständlich, aber bei aller Sparsamkeit haben wohl die kaufmännischen Entscheidungsträger hier klar die schlechteste Strategie gewählt. Echten Technikern traue ich gar nicht zu, von sich aus solche "Sparversionen" des Karrosseriebaues zu wählen; ein Vollblut-Techniker wird immer die beste Lösung wählen, nicht die gewinnträchtigste.
Wo könnte Mercedes als Aushängeschild der Daimler AG heute stehen, wenn ihnen die blutigen Desaster (Rost, Injektoren) mit A-, B-, C- und E-Klasse erspart geblieben wären! Welchen Ruf könnten Mercedes-Fahrzeuge heute noch haben, wenn 500 Euro pro Fahrzeug nicht in die Aktiendividende sondern in die Haltbarkeit des Fahrzeuges investiert worden wären.
Und was ist der Fall? Ein Redakteur der Wirtschaftswoche heir in Österreich meinte: Mercedes ist die am meisten überschätzte Fahrzeugmarke überhaupt. Na Bumm.
44 Antworten
Da kann man schön sehen, was herauskommt, wenn man sich zu sehr auf Zusagen von Zulieferern verlässt. Wenn das Marketingsgedöns der Wasserlack-Hersteller ähnlich prophetisch wertvoll war, dann wissen wir, warum unsere Karren heute so stark faulen.
Andererseits kann ich Daimler nicht ganz von Mitverantwortung freisprechen, da auch deutlich nach Bekanntwerden der Rostproblematik noch immer einige Baureihen da und dort teils aggressive Rostprobleme haben. Hier muss die Verantwortung des Generalunternehmers "Fahrzeughersteller" schon eingefordert werden.
Das Streben nach Gewinn und Aktienrendite ist verständlich, aber bei aller Sparsamkeit haben wohl die kaufmännischen Entscheidungsträger hier klar die schlechteste Strategie gewählt. Echten Technikern traue ich gar nicht zu, von sich aus solche "Sparversionen" des Karrosseriebaues zu wählen; ein Vollblut-Techniker wird immer die beste Lösung wählen, nicht die gewinnträchtigste.
Wo könnte Mercedes als Aushängeschild der Daimler AG heute stehen, wenn ihnen die blutigen Desaster (Rost, Injektoren) mit A-, B-, C- und E-Klasse erspart geblieben wären! Welchen Ruf könnten Mercedes-Fahrzeuge heute noch haben, wenn 500 Euro pro Fahrzeug nicht in die Aktiendividende sondern in die Haltbarkeit des Fahrzeuges investiert worden wären.
Und was ist der Fall? Ein Redakteur der Wirtschaftswoche heir in Österreich meinte: Mercedes ist die am meisten überschätzte Fahrzeugmarke überhaupt. Na Bumm.
Hallo Gemeinde,
wenn die Herstellungskosten des 210ers 30 % unter denen des 124ers lagen,gibt es dafür einfache
und nachvollziehbare Hinweise (bin Exemplare beider Baureihen als Neuwagen 11,5 bzw.über 13 Jahre
gefahren) :
Beispielhafte Unterschiede bei meinen Fahrzeugen :
Beispiel 1 : Die Kühlermaske
Beim 124er wie aus dem Vollen gefräst,gute Chromqualität,sah nach 11 J. noch aus wie neu
Beim 210er Masse vielleicht noch 1/3,schlechte,dünne Chromschicht,trotz guter Pflege nach wenigen
Jahren kleine Narben
Beispiel 2 : Der Lack
Beim 124er(Bj.1986) keine Steinschlagschäden,kein Karosserie-Rost,keine Kratzer von der Waschanlage
Beim 210er zahlreiche Steinschlagschäden durch zu dünnen Lack;zahlreiche Kratzer,nach 8 J. Rost an
Türen und Heckklappe
Beispiel 3 : Kunststoffverkleidungen im Innenraum
Beim 124er gute Qualität,kein Ausbleichen,keine Risse oder Erweichungen des Materials
Beim210er Trotz regelmäßiger Kunststoff-Pflege abgestumpfte,leicht "schmierige"Oberfläche,z.B.
an den Armauflagen
Diese Beispiele lassen sich fortsetzen...
Neben den material-und technisch bedingten Qualitätsunterschieden (z.B. tailored blanks ,andere Blechqualitäten)spielen sicher auch noch rein
quantitative (weniger Lack,dünneres Blech etc.)eine Rolle,dazu kommen noch die Einsparmöglichkeiten
im Produktionsprozeß selbst durch Einsparung von Zwischenschritten und Kontrollprozessen.
Im Ergebnis resultiert eine schlechtere Gesamtqualität,obwohl MB angeblich den Anteil verzinkter
Bleche gegenüber dem 124er von 40 auf 64 % erhöht hatte.Dementsprechend bezog sich die pseudo-
ökologische Argumentation ,die du zitiert hast,Walter,eigentlich auch hauptsächlich auf vollverzinkte
Karosserien wie z.B.beim Konkurrenten AUDI;MB selbst hatte aber dennoch weiter an der Zinkschraube gedreht.
Im Endeffekt ist natürlich alles ,auch vordergründig rein technische Prozesse,nur Ausdrucksform des Prinzips der Profitmaximierung.@AustroDiesel macht zurecht darauf aufmerksam,daß 500.-Teuros in
Werterhaltung statt in Dividende investiert,für MB und seinen Ruf von ungleich größerem Nutzen gewesen wäre.Den Ruf von Qualitätsarbeit zu wahren,ist immer besser,als nur mit großzügigen Kulanzleistungen zu versuchen ,zu retten,was noch zu retten ist.
Gruß
DSD
Zitat:
Original geschrieben von dickschiffsdiesel
Diese Beispiele lassen sich fortsetzen...
Ich bring mal Gegenbeispiele:
Zitat:
Original geschrieben von dickschiffsdiesel
Beispiel 3 : Kunststoffverkleidungen im InnenraumBeim 124er gute Qualität,kein Ausbleichen,keine Risse oder Erweichungen des Materials
Beim210er Trotz regelmäßiger Kunststoff-Pflege abgestumpfte,leicht "schmierige"Oberfläche,z.B.
an den Armauflagen
Der 124er in der Ausstattungsfarbe blau verschleißt und reißt extrem schnell.
Die Sitzwangen des 124ers (auch des 129ers) reißen auf. Hab ich beim 210er noch nie gesehen.
Man erinnere sich an die Sternfahrt der 124er Taxler.
Ich bin froh den 124er gegen einen 210er eingetauscht zu haben. Beides ganz tolle Autos, der 210er halt das Neuere und das spürt man vor allem im positiven Sinn!
Nichts desto trotz ist das Sparen ein politisches und gesellschaftliches Thema. Betriebswirte haben oft keine Ahnung über was sie da entscheiden. Es gibt zwar auch da sehr gute Ansätze wie Simons "hidden champions" zeigt, das ist allerdings die Ausnahme und wird kaum gelehrt. Es wird optimiert, optimiert und nochmal optimiert. Der Kunde will ein billiges Auto, der Aktionär, der primär den Laden finanziert, will eine hohe Dividende.
Ein tolles Beispiel ist doch auch Motortalk. Qualität zählt hier doch absolut nicht. Billig muß es sein. Irgendwie muß es doch gehn. Aufklärung zwecklos.
Ein Prozess der immer weiter und schneller in unserer "geiz ist geil", "ich bin doch nicht blöd" und Spaßgesellschaft voranschreitet. Passt sich der Daimler nicht teilweise an, ist er weg vom Fenster.
Dicke Optik und billiger Preis ist wichtig. Haltbarkeit ist latte, die Karre ist doch eh geleast weil die Jungs nix aufm Kasten haben.
Ich könnte mit meinem Beitrag noch Seiten füllen, aber ich halte hier mal an...
Walters Beitrag kann ich leider nicht nachvollziehen, mir fehlen detailliertere Kenntnisse in Werkstoffkunde.
Hallo,
es gibt noch einen anderen wichtigen Hinweis zur Rostproblematik bei der 210er Baureihe: Daimler Chrysler/Mercedes Benz hat Mitte der 90er Jahre in ganz großem Umfang billigen Stahl aus Südafrika eingekauft. Sicherlich nicht um der Stahlbranche in Südafrika einen Gefallen zu tun. Eher den Aktionären.
Aber das ist nur ein Teilaspekt der Rostproblematik. Aber ein wichtiger.
VW hatte zu der Zeit auch ein massives Qualitätsproblem in allen
Bereichen. Schuld war ein Herr Gomez??? ., komme nicht auf den Namen. In allen Bereichen der Automobilbranche wütete zu der Zeit der Sparkasper. Immer zu Lasten der Käufer.
Mercedes hatte versucht das Thema totzuschweigen und viel Geld
für Kulanzen etc. ausgegeben. Andere Hersteller hatten ein sehr viel besseres und offensichtlich effektiveres Krisenmanagement.
Gruß
beerbiker
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Da fällt mir gerade wieder ein Schwank vom Beginn meiner Autofahrerkarriere ein:
Audi war recht stolz auf die vollverzinkten Audi 80 und Audi 100 Ende der 80er-Jahre und war eifrig damit. FIAT konnte es nicht lassen und warb für den neuen Tipo mit dem Slogan "60% verzinkt ist 40% intelligenter als 100% verzinkt."
Das ließ Audi so nicht auf sich sitzen und schlug zurück: "100% verzinkt ist 40% besser als 60% verzinkt."
Und wisst ihr was? Die hatten Recht bei Audi. 😉
Abseits davon habe ich noch ein Argument gefunden, das zeigen könnte, das nicht nur Gewinnmaximierung bei der Rostmisere der 2000er-Jahrgänge schuld ist: Die restliche Technik des Fahrzeuges ist doch überzeugend robust und locker für die halbe Million Kilometer gut.
Nur die "fortschrittlichen" Neuerungen brachten Unheil: das angeblich "wartungsfreie" Automatikgetriebe, die hochfesten Stähle und der umweltfreundliche Wasserlack.
An sich alles interessante Ansätze, leider wurden die Auswirkungen wohl zuwenig bedacht. Einer eher konservativen Automarke wie Mercedes hätte es gut gestanden, da etwas vorsichtiger zu agieren und die andere diese Fehler machen zu lassen.
Na ja, was soll's.
Um es klar und deutlich zu sagen:
Die seitens MB genannten Umweltaspekte halte ich für dümmlich vorgeschoben.
Wer das glaubt, ist selbst schuld.
Geldsparen hieß die Devise. Verkauft sich vermeintlich besser, wenn man mal wieder die liebe Umwelt als Argumentationskrücke vorschiebt.
Zitat:
Original geschrieben von Austro-Diesel
Nur die "fortschrittlichen" Neuerungen brachten Unheil: das angeblich "wartungsfreie" Automatikgetriebe, die hochfesten Stähle und der umweltfreundliche Wasserlack.
Automatik: Wartungsfrei kam ja grundsätzlich dem Kunden zugute. Bis die Ausfälle anfingen. Dann schwenkte man um und fing an das Öl zu wechseln. Eine Langzeigerfahrung halt.
Stahlverarbeitung: Vollklotzen kann jeder, aber damit ist das Gewicht zu hoch, was wiederum auf einen höheren Verbrauch niederschlägt. Die Art der Verarbeitung war doch innovativ. Man sparte Gewicht, was einerseits weniger Kosten verursachte und den Spritverbrauch der Flotte senkte.
Wasserlack: Ich kenne das Lackieren aus den 80ern. Da bekam man schon Lungenkrebs vom Zuschauen.
Zitat:
Original geschrieben von Austro-Diesel
An sich alles interessante Ansätze, leider wurden die Auswirkungen wohl zuwenig bedacht. Einer eher konservativen Automarke wie Mercedes hätte es gut gestanden, da etwas vorsichtiger zu agieren und die andere diese Fehler machen zu lassen.
Einerseits erwartet man von Mercedes, dass der Hersteller innovativ ist und mit Entwicklungen immer die Nase vorn hat. Nur wer vorne die Pace läuft, stolpert auch auf frischen Pfaden. Wenn das natürlich passiert, wird gleich immer die konservative Karte gespielt (früher war alles besser).
Das Blatt hat immer zwei Seiten. Den Spagat bekommt man nicht immer hin.
Hallo zusammen,
für mich als technikinteressierter Amateur mußte es ausser dem immer
wieder erwähnten kantenflüchtigen Wasserlackaufbau für die grosse
Rostproblematik, die sich (noch nicht) bei allen Fahrzeugen der Baureihe 210
abzeichnet, weitere Ursachen geben und habe nach Belegen dafür gesucht.
Insbesondere hat mich interessiert, welche Umstände Mercedes-
Konstrukteure dazu veranlasst haben könnten, auf gute Korrosionsschutz-
konzepte ganz und gar zu verzichten. Beim 210er gibt es keine
Konservierungsmaßnahmen, die ab Werk möglich gewesen wären.
Warum?
Die Entwicklungsphase der BR210 wie die der BR202 (C-Klasse ab 1993)
fiel in schwierige Zeiten. Wirtschaftlicher Abschwung und mehr als bei
der Konkurenz rückläufige Produktionszahlen zwangen dazu,
das Steuer herumzureissen: Kürzere Entwicklungszeiten, eine auf spätere
Kosten ausgerichete Entwicklungsarbeit (!), kürzere Modell-Laufzeiten
und Preis-Margen-Würdigkeit.
Technisch ergab sich eine Möglichkeit, die nackte Blechoberfläche mit einer
flüssigen organischen Zinkverbindung am Ende eines Produktionsprozesses beim
Stahlhersteller zu beschichten. Üblicherweise wurden elektrolytisch verzinkte
Bleche damit geschützt.
Doch damit nicht genug. Um die propagierten Vorteile auszuschöpfen, hat man
eben auch noch auf eine vollständige Hohlraumkonservierung verzichtet und
die Nahtabdichtungen auf ein Mindestmaß reduziert.
So bitter es auch klingen mag, vor diesem Hintergrund sollte man sorgfältig
prüfen, ob es Sinn macht, bei einem 210er, der blechseitig bereits stark gammelt,
mehr als bis zur letzten Haltbarkeit von Motor und Getriebe in die Restaurierung der
Karosserie zu investieren.
LG, Walter
Hallo Gemeinde,
hallo Walter,
Das Witzige ist ja nicht nur,daß es in der gleichen Baureihe und im gleichen Baujahr ,sondern auch am
gleichen Auto einen völlig unterschiedlichen Rostbefall gibt ! Bei meinem Auto trat Karosserie-Rost
ausschließlich an allen Türen,den Schwellerabdeckungen und , ganz gering ,im Schloßbereich der Heckklappe auf ,an der Motorhaube und dem gesamten übrigen Karosserie-Körper dagegen nach über 13 Jahren bisher auch nicht der kleinste Rostpickel !-und das völlig ohne zusätzliche Rostschutzmaß-
nahmen meinerseits !
Wie war das denn bei dir,Walter ?Wo rostete deiner,und as hast du dagegen gemacht ?
Gruß
DSD
Die Wasserlackproblematik fing aber schon beim 124er an. Also kein reines 210er Problem.
Die 1. Mopf des 124er gilt als rostunanfälliger als die zweite Mopf.
IMO waren die Wasserlacke gesetzlich vorgeschrieben und auch andere Hersteller mussten die nehmen.
Da bin ich aber nicht ganz sicher.
Grüße
Bei meinem könnte ich sagen: Wo rostet er nicht? 😎
Außer der Beifahrertür ist jedes Blechteil mehr oder weniger schon gegen Rost behandelt worden. Erstaunlich ist die Tatsache, dass alles, was vom Lackierer behandelt wurde, noch heute rostfrei ist!
Auch wenn einzelne Lackierer meinten "das hat keinen Sinn, das Blech ist schlecht, der Rost ist da drinnen", so stimmt das zumindest nur bedingt. Ich denke, der größte Mangel liegt ganz einfach in der Lackierung (Schichtstärke, Farbschicht-Elastizität) und ihrem Umfeld (Vorbereitung, Entgratung).
leider ist es wirklich mangelnde Qualität, im Fahrerfußraum ist bei meinem der Anschluß für das Anlasserkabel weggerostet, beim beheben des Problems mußte ich feststellen das unter der Fußmatte kein Blech mehr existierte.... nebenbei fahren wir noch einen w124 da ist die Verarbeitung noch top, ein rostender Kotflügel und sonst nichts, auch ist der Fahrersitz noch nicht durchgescheuert,obwohl die Laufleistung weit höher ist....
Trotzdem wil ich keine andere Marke fahren und hoffe (vermutlich vergebens) das eines Tages wieder die Techniker und nicht die Kaufleute bei einem Mercedes entscheiden!
Hallo zusammen,
mein Interesse nach den wirklichen Ursachen für die mehr oder weniger
heftig auftretende Rostproblematik zu fragen und zu suchen, ist weniger
meinem Auto geschuldet, sondern vielmehr den leidtragenden Haltern/Usern
hier im Forum. Es ist unfaßbar, wie ein Hersteller mit einem bewußt
mangelhaft aufgezogenen Karosseriebau ohne Rostvorsorge seine eigene
in Jahrzehnten erworbene Reputation aufs Spiel setzt.
Zitat:
Original geschrieben von dickschiffsdiesel
Wie war das denn bei dir,Walter ?Wo rostete deiner,und as hast du dagegen gemacht ?
ja, mein lieber DSD, ich wünschte, meine 136 PS würden auch so "wohllautend brummen", 😉
nein, mein Auto kennt nach 14 Jahren und rund 60.000 zum Jahreswechsel noch
keine Roststelle. Ich habe vor 1 Stunde noch einmal nachgeschaut und u. a.
das Sitzkissen der Rücksitzbank hochgehoben und das Bodenblech im Bereich
der Batterie sowie die Reserveradmulde kontrolliert usw.
Vor einem Jahr hatte ich 600 € investiert: Hohlräume, Unterboden, Türinnenräume,
Türfalze u.v.a.m. wurden mit Wachs konserviert. Ich hoffe, dieser Zustand bleibt
noch lange Zeit so erhalten, wenn es anders kommen sollte, würde es mich
allerdings nicht wundern.
Die hier wieder geschilderten Erkenntnisse mit der BR 210 u. a.
von dir, tempi, Austro-Diesel, kutjub, thoelz, frucht, beerbiker, hotw
lassen, wenn auch in Zukunft, leider nichts anderes erwarten.
Zitat:
Original geschrieben von kutjub
IMO waren die Wasserlacke gesetzlich vorgeschrieben und auch andere Hersteller mussten die nehmen.
Ja, es gibt eine EU-Richtlinie bzw. Bundes-Immissionsschutzverordnung, die die
Emission von Lösemitteln begrenzt. Die Lackhersteller und grossen Verarbeiter
waren gezwungen, auf Wasserlacke umzustellen, um die Richtwerte
(1% der eingesetzen Lösemittel) einzuhalten.
LG, Walter