Schätzeisen Ölmessstab
Hallo,
ich komm mit meinem Ölmessstab nicht klar.
Ich fahre einen Vorfacelift 1,6 16V, mein Stab hat am unteren Ende diese roten Plastik-Dinger.
Auf jeden Fall kann ich mit diesem Teil den Ölstand so gut wie gar nicht bestimmen: mal ist der Stab knochentrocken, dann erkennt man hin und wieder etwas Öl genau in der Mitte, ein anderes Mal scheine ich viel zu viel Öl drin zu haben.
Ich messe immer bei kaltem Motor (also nach ein paar Stunden Standzeit), aber auch bei betriebswarmem Motor und ein paar Minuten Wartezeit ist es nicht möglich irgendwas zu erkennen.
(Der Wagen steht auch immer auf ebenem Untergrund beim Messen.)
Gibt es bei dem Mistding irgendeinen Trick? Welche Ursachen kann das haben?
Sonst hab ich keinerlei Probleme mit dem Motor, kein Klackern, kein blauer Rauch o.ä., die Öldrucklampe geht auch immer nach dem Anlassen aus.
Ich verliere auch kein Kühlwasser, und es schwimmt auch kein Öl darin.
Schleim hab ich auch keinen am Öldeckel.
Tipps wären toll ;D
Gruß
27 Antworten
Hallo
Also, du erkennst doch beim Messtab also wo man es abließt, also hir rotes plastik, sind doch 2 striche zu erkennen. Der 1. strich heißt zu wenig öl, der obere Strich heißt etwas zu viel öl.
Normalerweiße müsste das öl zwischen den beiden strichen sein. Also ind er mitte.
Wie schaust du dein öl nach?? wenn er ne nacht steht und dann , oder wenn du gefahren bist und dann sofort nachgekuckt??
Normalerweiße nach einer Fahrt den motor abstellen, und ein paar minütchen warten, dass das öl sich absetzt. Aber nur ein paar minuten warten. Dann den ölmesstab herausziehen, und gleich abputzen, wieder hinein, und dann beim 2. mal rausziehen kontrollieren.
Wie ich gehört habe, sollen die 16, 16V mehr die ölspechte sein. Sprich mehr ölverbrauch. Manche gar keinen, manche ein paar liter auf bestimmte KM. Bei ölwechsel mach ich das öl immer so voll, das es fast oder bis zum oberen strich ist. Dann muss ich nicht mehr so viel nachschauen. Und kann beruht fahren. Bei mir frisst die Klima bisschen öl. Aber ich hab immer mein öl in der Garage, wenn was fehlt, dann sofort wieder öl drin.
mfg---Ulluagu
Also der Abstand zwischen Min. und Max. ist laut Anleitung ein Liter, man sollte den Ölverbrauch bzw. die nachzufüllende Menge also ganz gut abschätzen können. In der Anleitung steht auch, dass der Ölstand bei Betriebstemperatur gemessen werden muss, also zwei bis drei Minuten nach dem Abstellen. Das funktioniert bei mir auch wunderbar. Wenn das bei Dir nicht so ist würde ich sagen da ist was nicht in Ordnung. Es kann natürlich sein, dass der Ölstand nach einer längeren Autobahnfahrt mit Vollast abfällt, dann ist das Öl aber dauerhaft wech und muss nachgefüllt werden.
Gruß, Raphi
Re: Schätzeisen Ölmessstab
Zitat:
Original geschrieben von anthraxxx
ich komm mit meinem Ölmessstab nicht klar.
Ich fahre einen Vorfacelift 1,6 16V, mein Stab hat am unteren Ende diese roten Plastik-Dinger.Auf jeden Fall kann ich mit diesem Teil den Ölstand so gut wie gar nicht bestimmen: mal ist der Stab knochentrocken, dann erkennt man hin und wieder etwas Öl genau in der Mitte, ein anderes Mal scheine ich viel zu viel Öl drin zu haben.
Oh ja, grauenhaft, dieses Teil 🙁
Ich kenne diesen Peilstab von unserem Astra F (X16SZR).
Zitat:
Ich messe immer bei kaltem Motor (also nach ein paar Stunden Standzeit), aber auch bei betriebswarmem Motor und ein paar Minuten Wartezeit ist es nicht möglich irgendwas zu erkennen.
(Der Wagen steht auch immer auf ebenem Untergrund beim Messen.)
Die Messung bei kaltem Motor ist die bessere. Allerdings darf der Motor dann auch wirklich ein paar Stunden lang nicht gelaufen sein. (Also NICHT kurz anlassen, aus der Garage fahren --- und dann messen...)
Zitat:
Gibt es bei dem Mistding irgendeinen Trick?
Ich mache es mittlerweile so:
Nimm ein Blatt Küchenpapier, und mache einen "Abdruck" des Peilstabes darauf. Dann rolle den Peilstab seitlich weg. (Wichtig: Die "Höhenposition" des Stabes darf sich nicht verändern!) Dann kannst du am Ölabdruck auf dem Papier im Vergleich zu den Markierungen auf dem Peilstab erkennen, wie der Ölstand ist.
Zitat:
Original geschrieben von ulluagu
Also, du erkennst doch beim Messtab also wo man es abließt, also hir rotes plastik, sind doch 2 striche zu erkennen. Der 1. strich heißt zu wenig öl, der obere Strich heißt etwas zu viel öl.
Jaja...
Das Problem ist aber folgendes: Das Öl hebt sich farblich vom roten Peilstab kaum ab --- und somit ist kaum zu erkennen, wo der Ölstand denn nun genau ist... 🙁
Mit diesem roten Peilstab hat Opel echt voll ins Klo gegriffen, und sie haben das ja auch nach ein paar Jahren wieder geändert (neuere Modelle ab etwa 2000 haben wieder brauchbare Peilstäbe) --- aber wer ein Modell mit ebendiesem roten Peilstab fährt, der muß halt tricksen...
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Zitat:
Original geschrieben von ubc
Jaja...
Das Problem ist aber folgendes: Das Öl hebt sich farblich vom roten Peilstab kaum ab --- und somit ist kaum zu erkennen, wo der Ölstand denn nun genau ist... 🙁
Mit diesem roten Peilstab hat Opel echt voll ins Klo gegriffen, und sie haben das ja auch nach ein paar Jahren wieder geändert (neuere Modelle ab etwa 2000 haben wieder brauchbare Peilstäbe) --- aber wer ein Modell mit ebendiesem roten Peilstab fährt, der muß halt tricksen...
Sorry für meine etwas komische "Erklärung"
Aber ich finde, das ist doch nicht schlecht. Ich kann zu jeder Zeit meinen Ölmesstab ablesen. Auser nachts 😁
Zitat:
Original geschrieben von ulluagu
Ich kann zu jeder Zeit meinen Ölmesstab ablesen. Auser nachts 😁
So sollte es auch sein --- aber bei Opel war das halt nicht immer so.
Wir haben in der Familie drei Opel: Mein 1995er Vectra A (C20NE) hat einen brauchbaren (d.h. gut ablesbaren) Peilstab aus Metall, ebenso der 2004er Vectra C-GTS (Z18XE) meines Vaters --- aber der 1997er Astra F (X16SZR) meiner Mutter hat eben dieses bescheidene rote Plastik-Teil...
Es gibt ja immer mal Dinge bei Opel die wirklich günstig sind, meist irgendwelche kleinen Ersatz- und Einzelteile. Ich würde mal nachfragen, was son Teil kostet. Ich hab einen Messtab aus Metall, der ist super. Auf dem Schrottplatz gibt's sowas sicher auch für 'n Appel und nen Ei.
Ich hab auch den roten Messstab, aber den kann ich prima ablesen, siehe Bild.
Einen motorfremden Messstab vom Schrottplatz würde ich aber nicht benutzen, da kann man ja gleich zum Öldeckel reinschauen und schätzen 😉
Wie lange ist denn der Ölwechsel her? Wenn ich gerade frisch Ölwechsel gemacht hab, kann ich den Stab auch erst nach ca. 1000km zum ersten Mal richtig ablesen. Das liegt wahrscheinlich weniger am Verbrauch (der ist auch seltsam, wenn ich nur Stadtverkehr fahre, brauche ich richtig viel Öl, wenn ich 1000km Autobahn am Stück fahre, brauche ich nahezu 0,0) als an der Ölbeschaffenheit. Wenn das Öl frisch ist, hängt es einfach überall am Stab. Das gleiche gilt, wenn ich mal wieder nachfüllen musste, dann braucht es auch erst eine gewisse Zeit, bis man richtig ablesen kann (und ich habe nicht zuviel aufgefüllt!). Ordentliches Messen ist aber bei mir auch besser bei kaltem Motor möglich, da schaue ich, dass der Ölstand genau zwischen min. und max. liegt, so wie es auf dem Bild von Stan zu sehen ist.
Hi,
danke für die Antworten.
Ich hab den Tipp mit dem Küchenpapier ausprobiert und es klappt einwandfrei.
Es gibt aber auch immer Phasen, da kann ich den Ölstand genau wie auf dem Bild erkennen.
Ich hatte auch schonmal bei meinem FOH nach einem anderen Peilstab aus Metall gefragt, aber er hatte wie stan davon abgeraten.
Zitat:
Wie lange ist denn der Ölwechsel her? Wenn ich gerade frisch Ölwechsel gemacht hab, kann ich den Stab auch erst nach ca. 1000km zum ersten Mal richtig ablesen.
Der Wechsel steht demnächst an.
Guter Hinweis, sonst wäre das wohl mein nächster Thread im Forum gewesen.
Danke nochmal,
Gruß
Zitat:
Original geschrieben von stan23
Ich hab auch den roten Messstab, aber den kann ich prima ablesen, siehe Bild.
Einen motorfremden Messstab vom Schrottplatz würde ich aber nicht benutzen, da kann man ja gleich zum Öldeckel reinschauen und schätzen 😉
Sehr lustig🙂Davon hat doch niemand geredet. Wenn Du einen Messstab vom selben Modell nimmst sollte das doch gehen, kannst doch zur Not beim FOH nachfragen oder eben die beiden Messstäbe nebeneinander halten. Wenn der eine Länger ist, dann passt's natürlich nicht. Ist doch logisch das man da keinen vom V6 nimmt, wenn man nen 1,6er hat.
Re: Re: Schätzeisen Ölmessstab
Zitat:
Original geschrieben von ubc
Die Messung bei kaltem Motor ist die bessere. Allerdings darf der Motor dann auch wirklich ein paar Stunden lang nicht gelaufen sein.
Je nachdem, ob der Wagen vor dem Abstellen betriebswarm war oder nicht, hast Du mehr oder weniger Öl in der Ölwanne. Das Öl bei einem kalt abgestellten Auto ist einfach zu viskos um wieder vollständig zurück in die Ölwanne fliessen zu können.
Ein weiterer Aspekt ist der, dass das Ölvolumen von der Öltemperatur abhängt. Ist der Motor betriebswarm, so messe ich Sommer wie Winter das Öl bei einer Temperatur von z.B 80 °C.
Stellst Du den Wagen über Nacht ab und misst am Morgen, dann hast Du je nach Jahreszeit ganz unterschiedliche Öltemperaturen und damit auch Ölvolumen. Das Beste ist, das Ölvolumen bei der Temperatur zu messen, bei der das Öl auch arbeitet - im betriebswarmen Zustand. Abgesehen davon, dass man damit gut jahreszeitlichen Temperaturschwankungen aus dem Weg geht, ist die Skalierung auf dem Ölpeilstab für die Messung im betriebswarmen Motor ausgelegt. Misst Du damit im kalten Motor, bekommst Du je nach Öltemperatur einen mehr oder wenig gravierend niedrigeren Ölstand angezeigt, als eigentlich im betriebswarmen Zustand angezeigt werden würde. Das sollte dann bei der Beurteilung des Ölstandes berücksichtigt werden.
Schwierigkeiten beim Messen lassen sich übrigens auch dadurch umgehen, wenn man den Ölmesstab vorher einmal rauszieht und abwischt 😉 😁
Viele Grüße
Marco
Zitat:
Das Öl bei einem kalt abgestellten Auto ist einfach zu viskos um wieder vollständig zurück in die Ölwanne fliessen zu können.
Richtig, das Auto darf natürlich nicht kalt aus der Garage gefahren werden und dann abgestellt werden und 10min später nach dem Öl geschaut werden. Erst muss der Motor warm gewesen sein.
Danach spricht aber meiner Meinung nach nichts dagegen, auch bei kaltem Motor zu messen. Bei mir macht das auf dem Ölstab nicht viel aus. Und selbst wenn man ETWAS (also nicht mehr als 100ml) zuviel auffüllt, tut das dem Motor auch nichts, da wird auch mit Toleranzen gearbeitet. Bei jedem Ölwechsel hat man etwas zuviel Öl drin.
Der Idealbereich ist sowieso nicht bei max. sondern genau zwischen min. und max. Selbst wenn der Ölstand mal etwas unter min. fällt, reicht das Öl in der Regel aus, um den Motor normal zu betreiben. Normalerweise müssten schon 2 Liter reichen, damit der Motor keinen Schaden nimmt. Ist allerdings auch nicht Sinn der Sache.
Da muss man sich gar nicht so groß den Kopf machen, hauptsache es ist nicht viel zu wenig drin und nicht viel zu viel. Wie gesagt, Idealbereich auf dem Ölstab zwischen min. und max. Egal ob der Motor kalt ist oder warm.
@ Marco
Was du zu Öltemperatur und -volumen schreibst, ist natürlich richtig.
Allerdings spielt das in der Praxis keine nennenswerte Rolle, d.h. das Meßergebnis wird sich kaum unterscheiden.
Da ist das Risiko wesentlich größer, bei warmem Motor einen falschen Ölstand abzulesen, weil noch nicht alles Öl in die Wanne zurückgeflossen ist.