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Saab 900 GLi mit 115 PS und 1971 cm³ Hubraum

Saab
Themenstarteram 4. Febuar 2019 um 21:40

Hallo Saab-Fahrer und Liebhaber besonders schöner Autos,

ich bin gerade dabei, ein Fotobuch für meinen Vater zu erstellen mit allen Autos und Wohnwagen, die er seit 1964 besessen hat bzw. heute bestitz. Dazu muss ich sagen, dass er kein Sammler ist, sondern es lediglich Zeiten gab, in denen er alle zwei Jahre einen anderen Wagen hatte. Und da kommt natürlich eine interessante "Sammlung" zusammen. Der schnelle Fahrzeugwechsel änderte sich erst, als er den ersten Volvo kaufte. 15 Jahre wurde der Schwede dann gefahren.

Aber kommen wir zurück zum Saab 900. Von 1984 - 1986 parkte in unserem Carport ein silberner, dreitüriger gebrauchter Saab 900 GLi mit Heckspoiler und laut Kaufvertrag 85 kW, 115 PS und 1971 cm³ Hubraum. Zu diesem Motor habe ich im Internet leider keine weiteren Daten gefunden. Nur auf einer Prospektseite gab es einen Hinweis, dass der GLi 115 PS hatte. Kann mir jemand von Euch mehr zu diesem Motor sagen? Ich benötige folgende mit einem ? gekennzeichnete Daten:

Motor: Vierzylinder-Reihenmotor (Otto-Motor)

Hubraum: 1971 cm³

Leistung bei 1/min: 85 kW (115 PS) bei ?

Max. Drehmoment bei 1/min: ? Nm bei ?

0 - 100 km/h: ? s

Höchstgeschwindigkeit: ? km/h

Verbrauch in Liter/100 km: ?

Es wäre wirklich super, wenn die Fragezeichen oben verschwinden würden durch Eure Hilfe. Vielleicht klappt es ja. Auch wenn ich damals erst acht Jahre alt war, kann ich mich noch gut an den Saab erinnern. Einen solchen Wagen hatte sonst so gut wie niemand im näheren Umfeld und wenn uns doch mal einer entgegen kam, wurde der Zeigefinger gehoben und gegrüßt.

Vielen Dank im Voraus

Mit freundlichem Gruß

Lasse

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18 Antworten

Hallo

Hast du schon mla bei Wikipeaida geschaut?

https://de.wikipedia.org/wiki/Saab_900

Viele Grüße

der Michael Mark

Hallo Lasse,

die Daten bei Wikipedia lt. Hinweis von Michael sollten passen.

Meine Vermutung ist: Bei der Ausstellung der Papiere wurde 115 anstatt 118 PS eingetragen.

Solche Fehler passieren immer wieder mal:D

Oder die Ursache liegt evtl. darin, dass das Fzg. Automatik hatte?

Im Prinzip hat Saab seinerzeit den Motor der Baureihe 99 in die 900er übernommen.

Ich hatte von 1979 bis 1985 einen 99er Automatik mit Bosch-K-Jetronic und 110 PS.

Gruss

Jazzer2004

1979 wurde der B-Motor verbaut.

1984 gab es den H-Motor.

Beide Varianten hatten 2 Liter Hubraum und eine Bosch K-Jetronic.

...

In früheren Baujahren des 99er wurde im EMS oder auch LE, ohne G davor, eine Bosch LE-Jetronic eingesetzt. Eine elektronisch geregelte Einspritzanlage, die sich nicht durchsetzen konnte.

Habe selber einen 99er MY 1972 besessen, mit dieser Einspritzanlage. Es war so grottig zu fahren...es ruckelte ohne Ende und konnte kaum eingestellt werden. In der Elektrik-Kiste gab es 3 Potentiometer, die eingestellt werden konnten. Aber sowas von empfindlich, das es NIE wirklich funktionierte. Entweder zu fett oder zu mager...Leerlauf oder Vollgas-Beschleunigung...war nicht Beides zu haben.

Mein 99 EMS mit dieser Anlage war ein ganz spezielles Fahrzeug!!!

Gold-Mettalic...und der erste Eigentümer war der Schauspieler Karl-Heinz Böhm.

Den kennt heute kein Mensch mehr...vielleicht als Kaiser Franz aus den ollen Sissi-Filmen...oder eben als Wohltäter einer Hilfsorganisation für afrikanische Katastrophengebiete.

...

Ich finde die Idee des Sohnes, für seinen alten Vater eine komplette Liste der Fahrzeuge zu erstellen richtig klasse!!!

Mein Sohn hätte da nicht soviel zu tun. Für meine mobilen Jahre sieiht es sehr übersichtlich aus.

Sind nur 8 in 38 Jahren. :D

Themenstarteram 5. Febuar 2019 um 22:11

Hallo,

erstmal vielen Dank für die schnellen Antworten. Die wikipedia-Seite hatte ich auch schon studiert. Mich macht es bloß so stutzig, dass ich auf einer Prospektseite von Saab den Hinweis 115 PS laß und die gleiche Zahl im Kaufvertrag steht. Auch den Hubraum von 1971 cm³ fand ich nirgens außer im Vertrag.

Ein Automatikgetriebe hatte der Wagen übrigens nicht. Dafür aber auch das Phänomen mit dem "Kängurubenzin". Langsam fahren war nicht, dafür lief er aber bei Vollgas allerbest laut Aussage meines Vaters. Um jedoch nicht jedes mal wie ein Fahranfänger bei langsamer Fahrt durch unsere Wohnstraße zu hüpfen, sind wir sogar von Schleswig mit der ganzen Familie (zu fünft, ich hinten in der Mitte, weil der kleinste) nach Hamburg gefahren, um den Wagen bzw. die Einspritzanlage bei einem Experten einstellen zu lassen. Ob es danach besser war, kann ich leider nicht sagen. Für den Tag in Hamburg wurde uns übrigens ein 900 Turbo zur Verfügung gestellt. Schade, das war leider noch weit vor meinem Führerschein.

Ja, über dieses Fotobuch hatte ich schon länger nachgedacht. Und ich muss sagen, dass mir die Arbeit daran sehr viel Freude bereitet, zumal viele Kinheitserinnerungen von mir plötzlich wieder present sind. Leider hat mein Vater seine Autos nie bewust fotografiert. Aber trotzdem ist es mir gelungen, sämtliche Fahrzeuge in unseren Dia-Magazinen wieder zu finden. Bis Ostern soll es fertig sein. Vielleicht klärt sich das letzte Geheimnis des interessantesten und schönsten Wagens des Buches ja noch vollständig auf.

Mit freundlichem Gruß

Lasse

Hallo Lasse...und alle anderen geneigten Leser. :D

Der Unterschied zwischen 115 und 118 PS ist in der Zündanlage begründet.

Die ersten H-Motoren hatten noch eine Kontakt-Zündanlage, die irgendwann für ALLE Modelle durch eine Transistor-Zündanlage ersetzt wurde. DIESE Kleinigkeit brachte beim Saugmotor tatsächlich eine Leistungssteigerung von 3 PS.

Und wenn ich mich nicht wirklich total irre, gab es diese technische Kleinigkeit während der laufenden Baureihe zwischen 1983 und 1984. Darum gab es Fahrzeuge, die fast gleich alt waren, mal mit Zündkontakten und mal mit Transistor-Anlage.

Fahrzeuge mit Kontakt-Zündanlage waren damals SEHR empfindlich. Stimmte der Abstand der Kontakte in der Zündanlage nicht mehr, weil verschlissen und zu eng, dann stimmte auch der Zündzeitpunkt nicht mehr und der Motor ruckelte permanent.

Hat nichts mit der Einspritzanlage zu zun!!! Die war damals eigentlich schon sehr gut und standfest.

Die K-Jetronic hatte nur ein Bauteil, welches für Fehlfunktionen anfällig war. Nämlich die Stau-Klappe im Mengenteiler. Dreck oder Verkrustungen konnten zum Klemmen der Klappe führen. Oder Fehlzündungen, die in den Ansaug schlugen, haben die Scheibe nach unten verbogen. DANN ging auch nix mehr in Sachen Leerlauf.

In meinen jungen Jahren waren solche Fehler in der Werkstatt an der Tagesordnung.

Und es gab keinen OBD-Tester, der solche Fehler angezeigt hat.

Da musste der Mechaniker noch selber gucken, hören, fühlen...manchmal auch 18.000 Volt der Zündanlage erdulden...um eine Diagnose zu stellen.

Heute haben die Jungs in der Werkstatt andere Möglichkeiten, wenn es sich um moderne Autos handelt.

Bei einem 900 von 1983 kriegen sie die Krise und streichen die Segel.

...

Deine Erzählung, wegen Känguru-Benzin im Tank, ist für mich HEUTE ein Zündungsproblem.

Und der Wagen vom Papa hatte eine Kontaktgesteuerte Zündanlage, die am Ende war.

Nach 5000 km waren die Kontakte verschlissen und mussten ersetzt oder zumindest eingestellt werden.

Danach den Zündzeitpunkt neu einstellen und die Kiste läuft wieder wie eine Nähmaschine.

SOWAS gibt es heute nicht mehr!!!

...

Ich lehne mich jetzt ganz weit aus das Fenster und behaupte, daß der 900 aus 1983 stammte, mit 115 PS und eine Kontaktzündanlage hatte. MY1984 beginnt im Jahr 1983 im Sommer. DIESE Kleinigkeit sollte man immer berücksichtigen.

Mich hat die Ruckelei...als Erinnerung von Lasse, der damals KIND war, besonders in diese Richtung getrieben.

Und als Techniker und Mechaniker aus dieser Zeit kommt für mich nur diese Kombination in Frage.

...

...

Wikipedia ist hilfreich. Aber nicht das Lexikon für alles.

Themenstarteram 6. Febuar 2019 um 21:46

Hallo Linear Cyde,

vielen vielen Dank für die tiefgreifende Erklärung. Das klingt alles nachvollziehbar dank deiner guten Erklärungen. Bis jetzt habe ich hinsichtlich des Hubraumes immer nur etwas von 1985 cm³ gelesen. Hast Du auch da eine Ahnung, was es mit den 1971 cm³ auf sich hat?

Mit freundlichem Gruß

Lasse

14 cm³ geteilt durch 4 sind pro Zylinder 3,5 cm³ Unterschied. Ist schon krass, aber leicht zu erklären.

Die Motoren waren allesamt gleich aufgebaut. Sogenannte quadratische Motoren, wo der Zylinderdurchmesser und der Hub gleich ist. In dem Fall rund 85 mm Durchmesser und 85 mm Hub.

Es gibt eine mathematische Formel um den Hubraum zu errechnen.

V=pi x r² x h x 4

Ich komme bei der Berechnung auf knapp 1980 cm³.

Es gab damals eben Motoren, die reine Saug-Motoren waren...aber auch schon Turbo-Motoren.

Die Sauger hatten Kolben mit glatten ebenen Kolbenböden und eine Verdichtung von 9,5 : 1.

Die Turbos hatten Kolben mit einer Mulde und eine Verdichtung von nur 8,0 : 1.

Der Hubraum war also bei den Turbos etwas geringer, die Verdichtung etwas geringer...weil der Lader schließlich mit 0,7 bar, über Atmosphärendruck, quasi mit 1,7 bar tatsächlichem Druck den Motor aufgeblasen hat.

Und damit erreichte man eine Verdichtung von 10 : 1...und dem entsprechend zusätzliche 35 PS.

SAAB war immer führend in der Turbo-Technik mit Benzinmotoren!!!

1978 dachte kein anderer Hersteller daran, Turbos in Benzinern einzubauen. Da stand SAAB sehr allein da und die Lader waren alles andere wie standfest. 40.000km ...maximal 80.000km... und die Dinger waren fix und fertig.

Ausserdem gingen bei den Motoren regelmässig die Zylinderköpfe defekt. Risse und abgerissene oder verbrannte Ventile kamen regelmässig vor. Die Technik war damals lange noch nicht ausgereift und aus heutiger Sicht bestimmt nicht serienreif.

Das änderte sich mit dem H-Motor und später, ab 1984 mit dem 16-Ventilmotor und Ladern mit Wasserkühlung war der Turbo-Motor endlich standfest.

Meine beiden 9000 aero, die ich gefahren habe, sind nie aufgemacht worden!!! (MY1994)

Erste ZK-Dichtung, erster Motor, erster Lader. Mein erster wurde wegen Unfall verschrottet bei knapp 400.000km auf dem Tacho.

Und mein jetziger hat knapp 300.000km auf der Uhr.

Sind die besten SAAB-Motoren aller Zeiten!!!

...............................

...............................

SAAB war und ist Flugzeughersteller, mit den Autos erst recht spät begonnen.

Haben sich immer Motoren genommen, die schon vorhanden waren.

Vom 2-Takter angefangen, über den Ford V-4 im 96er, über den 99er mit dem Triumph-4 Zylinder mit 1700 und später 1900 cm³...woraus dann die eigene Weiterentwicklung des B-Motors entstanden ist.

Diese Entwicklung ging dann bis 1998.

Diesel oder 6-Zylinder kamen immer irgendwo anders her. Fiat, GM/Opel oder eben auch aus anderen Regalen.

Der 3.0 Diesel von Isuzu war der Griff ins Klo schlechthin.

...

Die letzten Modelle von SAAB waren baugleich mit Opel Signum und Insignia.

Motoren und Fahrwerk...alles GM/Opel...hatte mit SAAB nichts mehr gemein...ausser dem Marken-Emblem.

-------

Hallo Linear Cycle,

mein 99er war aus 1974 und lief weitestgehend problemlos mit und ohne Anhängsel.

(Ich hatte eine Sondergenehmigung von Saab und tatsächlich meist 1500 kg am Haken...)

Nur eines mochte die Elektronik der Einspritzanlage nicht: Bei flotter Autobahnfahrt und jenseits 30 Grad C

bin ich einige Mal einfach stehen geblieben: Motor aus auf freier Bahn.

Nachdem ich dann ca. 20 Minuten (so meine Erinnerung) mit offener Haube stand, sprang die Kiste wieder an und ich konnte weiterfahren.

Vermutung der Werkstatt war seinerzeit: Kalte Lötstelle im der Elektronik der Einspritzanlage.

Näher auf den Grund wurde der Sache nciht gegangen, da solche Fahrzustände bei mir selten vorkamen.

Gruss

Jazzer2004

@jazzer2004

Lass uns alten Säcke in Nostalgie schwärmen und wieder jung werden. :D...solche Technologie kennt heute kaum noch ein Mechaniker. Oder sie müssen einen extra Kurs belegen in Fachrichtung Oldtimer. Dann kriegen sie sowas auch noch mal um die Ohren.

1979 Jahre nach Christi Geburt kam ich in die Lehre, als zarter Jüngling von gerade mal 17 Jahren, knapp 65 Kilo schwer. Das wog damals schon der vorhandenee Wagenheber in der Werkstatt. :D

Der damalige Stand der Technik bei SAAB waren überwiegend Vergasermotoren, K-Jetronic im EMS und GLE und im Turbo ebenfalls.

Damit war SAAB den Marken Mercedes und BMW sogar überlegen!

Selbst VW kam mit dem Golf GTI erst später auf den Markt.

Und eine Kontaktlose Zündanlage im Turbo...war eine fortschritliche Entwicklung, die man bei diesen deutschen Marken noch suchen musste. Selbst ein 280SE hatte nur eine Zündanlage mit Unterbrecherkontakten.

SOWAS kennt heute kaum noch ein Mechaniker!...und die Jungs heute bekommen es nicht mehr beigebracht.

Für mich war die LE-Jetronic auch eine Herausforderung!!! Es gab keine Hersteller-Informationen über die Einstellmöglichkeiten, 3 Räder in der Kiste, auf einer Koffer-großen Platine. Und keine Sau wusste, welches Rad wofür ist. Learning by doing...war damals schon eine Sache, die einen weiterbrachte, wenn man keine Ahnung hat. Hinzu kam noch eine Zündanlage, die reichlich anfällig war. Defekte Kerzenstecker und Zündkabel waren an der Tagesordnung. Ausserdem war die Qualität der Zündkerzen nicht besonders pralle. Die fielen auch schon mal gerne ohne besonderen Grund aus und sorgten für Ruckelei, Zündaussetzer und auch für Löcher in den Kolbenböden.

DEIN Problem wird eher keine kalte Lötstelle gewesen sein, sondern Dampfblasenbildung in den Spritleitungen.

War ein bekanntes Problem ohne Lösungsvorschlag...ausser abkühlen lassen und weiterfahren.

Sah man damals nicht so verkniffen. HEUTE würde der Kunde einen Negeraufstand anzetteln und mit dem ANWALT drohen...so ändern sich die Zeiten und auch die Mentalität der Kunden.

HEUTE ist nicht alles besser...nur anders schlecht.

Und früher waren wir auch mit weniger zufrieden.

Sollte man vielleicht auch mal drüber nachdenken...bevor man demnächst in der Werkstatt wieder ein Faß aufmacht.

Themenstarteram 8. Febuar 2019 um 21:34

Hallo Linear Cycle,

damit hast Du für mich die Sache mit dem Hubraum auch geklärt. Vielen vielen Dank dafür. Wenn mein Vater wüsste, was ich für sein Fotobuch alles in Erfahrung bringe. Ich werde ihm auf jeden Fall, nachdem er das Buch erhalten hat, dieses Forum zeigen.

Hinsichtlich der Eigenschaften als Zugfahrzeug hat unser 900er sich auf einer Tour nach Holland auch beweisen müssen. Es war unser erster Sommerurlaub im Wohnwagen. Es war ein Hobby 520T Prestige. Man könnte unser damaliges Gespann auch so bezeichnen: Vorne skandinavisches Design und hinten gelsenkirchener Barock! Unterschiedlichere Stilrichtungen konnte es einfach nicht geben.

Auf dem Rückweg von Holland ist uns der kurze Radstand des Saab, der lange hintere Überhang, Seitenwind, drei LKW auf dem rechten von drei Fahrstreifen und der Feste Willen meines Vaters, die LKW zu überholen, fast zum Verhängnis geworden. Wir hatten die LKW gerade geschafft, der Tacho zeigte gut über 100 km/h an, als der Wohnwagen am Haken sich unangenehm bemerkbar machte. Das Gespann kam gehörig ins Pendeln und wir benötigten alle drei Fahrstreifen. Ich sehe meien Vater noch aus dem Blickwinkel von hinten rechts, wie er das Lenkrad mit seinen starken Händen fast zerdrückte bei dem Versuch, das Gespann wieder einzufangen. An dieser Stammtischparole, ein Gespann durch Gasgeben gerade zu ziehen, war also nichts dran, wie wir im warsten Sinne des Wortes erfahren mussten. Auch wenn der Saab allles Gab und Vaters rechter Fuß fast am vorderen Nummernschild war, war es unsere Mutti, die laut "bremsen!!!" brüllte und durch diesen Befehl die Situation entschärfte. Im richtigen Moment stieg Papi auf die Bremse und die Fuhre kam wieder zur Ruhe. Was haben wir geschwitzt nach diesem Erlebnis. Solche Erlebnisses brennen sich für immer ein. Dank dieser Erfahrung kam bis heute jedes Gespann heil wieder zu Hause an. Ein Bild von unserem schwedisch-deutschem Gespann möchte ich Euch nicht vorenthalten.

Mit freundlichem Gruß

Lasse (der Kleine in Bildmitte ;))

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Hallo Lasse

Hobby-Wohnwagen mit rustikaler Eichen-Optik...hatte ich auch mal am Haken. Allerdings ein etwas jüngeres Modell und von meinen Schwiegereltern. Davor einen 9000 CDi, Modelljahr 1989.

Und in Frankreich wollte der Hobby auch mehrfach vom Haken...schneller wie 85 km/h wollte der Caravan nicht laufen. Lag an der unglücklichen Gewichtsverteilung des Caravan. Leer hatte die Kiste schon 100kg Stützlast, die dann durch Gepäck im hinteren Teil ausgeglichen werden musste. Der Wohnwagen war also nicht nur innen häßlich wie die Nacht, man konnte ihn kaum sicher bewegen.

Nach ein paar Jahren haben wir ihn gegen einen Knaus eingetauscht, moderner Stil, und läuft prima hinterher.

Hab die Kiste heute noch!!!...nur die Zugfahrzeuge wurden gegen stärkere 9000er-Modelle ausgetauscht.

Ich wünsche Dir viel Erfolg und gutes Gelingen Deines Vorhabens, einen Bild-Band zu erstellen.

Hoffentlich findest Du zu den anderen Modellen und Marken ebenso viel Informationen in den Foren.

Grüße, Chris

@Linear Cycle,

hab ich auf die späten Tag noch die Ursache meiner Stehenbleiber erfahren.

Sehr nett und amüsant!

@ Lasse

viel Freude beim weiteren Album erstellen.

Zum WoWa Bild: Jetzt denkst du dir noch eine Achse und 1,5 Meter dazu und den Brenner mit der elenden ersten Steigung von Innsbruck bis zur Europabrücke, dann weißt Du was mein 99er leisten musste.

Über die Bremsübungen talwärts schweigt der Gentleman.

Aber tatsächlich lief die Hütte auf der Ebene 110 km/h.

Gruss

Jazzer2004

Gespann fahren hat was in sich...nämlich Spannung!!!

Und ich bin dabei selten stehen geblieben. Aber auf der Route Napoleon in Frankreich bin ich freiwillig angehalten.

Das Wasser kochte und es roch nach verbranntem Gummi.

225PS unter der Haube...aber 6 Kilometer Steigung von 18% wollte der 9000er nicht im 2 Gang fahren.

Ich war ehrlich beleidigt...sowas fand ich damals nicht gut. Und heute wäre ich noch viel enttäuschter!

Aber es war Nacht, keine Sau hat mich gesehen, daher konnte ich es ganz gut aushalten.

Hatte schon mit einem Zylinderkopfschaden gerechnet...aber die Kiste leif normal durch.

SOWAS prägt sich auch ein.

Diese Route fahre ich im Leben nicht mehr mit einem Caravan hinten dran!

Wahnsinn!!!

Wer sowas plant...muß bescheuert sein.

Oder jung und unbedarft. Ich war damals alles.

Themenstarteram 14. Febuar 2019 um 22:07

Hallo Chris, hallo Jazzer2004,

erstmal zum Fotobuch - zu den 16 anderen Modellen habe ich tatsächlich so gut wie alle Daten zusammentragen können. Teilweise aus Papis Autoakte, die ich heimlich von "zu Hause" mitgenommen habe und bei mir nun unauffällig im Regal an nicht sichtbarer Stelle vorübergehend stehen habe und dann natürlich aus dem Internet und Prospekten, die ich als Kind und Jugendlicher in meinem Zimmer deponiert und archiviert hatte. Dieses Archiv gibt es zum Glück noch auf dem Dachboden bei meinen Eltern. Die Saab-Prospekte waren allerdings zu neu (Schrägschnauzer ;)) und konnten nicht herangezogen werden und die älteren hatte ich damals zerschnitten, um mein Kinderzimmer anständig zu dekorieren. Die Reste landeten damals dann im Altpapier.

Zum Gespann - noch im Herbst des selben Jahres wurde nach der Campingsaison ein Schlingerdämpfer (Westfalia SSK) am Hobby nachgerüstet. 1986 gab es allerdings wieder einen neuen Wagen, einen Opel Rekord E2 2,2i mit auch 115 PS. Es ging nun nach Norwegen und der Hobby folgte jetzt unauffällig dank des Schlingerdämpfers. Die Straßen waren für ein Wohnwagengespann in Norwegen abenteurerlich, steil, schmal und kurvenreich. Aber die 115 PS machten auch im Rekord eine gute Figur. Mein Onkel hingegen musste in seinem MB 240 D mit 72 PS zurecht kommen. Aber auch das ging. In diesem Urlaub feierte ich dann meinen zehnten Geburtstag und durfte mir in einem Spielzeuggeschäft in Bergen etwas schönes aussuchen. Und was soll ich Euch sagen - es wurde ein Modellauto von Stahlberg, heute Emek, und zwar ein perlmutmetallicfarbener Saab 900 Turbo mit vollem Spoilerpaket und weinroter Innenausstattung. Genau so einen habe ich Jahrzehnte später in Trollhättan im Saabmuseum in ganzer Größe im Maßstab 1 : 1 betrachten dürfen. Was bin ich froh, dass ich mit meiner Frau dieses Museum besucht habe. Da standen sie alle versammelt. Ein Jammer, was GM da nur angerichtet hatte, wenn man an den Untergang der Marke denkt. Unser Saab sollte übrigens beim nächsten Besitzer nicht alt werden. Durch einen Kabelbrand brannte er in einer Werkstatt ab. Das war es dann.

Es bereitet mir übrigens viel Freude, Eure Berichte zu lesen. Und bei jedem Saab aber insbesondere beim 900er (I) der mir irgendwo begegnet wird mir nach wie vor warm ums Herz und bedauere es, dass ich nie selbst einen fahren konnte.

Gruß Lasse

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