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Rostbehandlung Motorträger Opel Vectra C

Themenstarteram 7. August 2020 um 15:32

Hallöchen, ich hoffe, ich bin im richtigen Forum gelandet.

 

Bei der Inspektion ist mir aufgefallen, dass der Motorträger meines Opels ordentlich rostet. Da ich ihn noch eine Weile fahren möchte, will ich mich dem annehmen.

 

Ich habe dafür Brantho Korrux 3 in 1 und 120er Schleifaufsätze für die Flex besorgt und angegangen, den Rost zu entfernen.

Nach einer Stunde sag das Ergebnis so aus, wie auf den beiden Bildern zu sehen.

 

Dazu habe ich ein paar Fragen:

Muss ich wirklich das Blech komplett blank bekommen? Mir geht es vor allem um diese "Pickelchen", Also Rostpünktchen, die ein bisschen tiefer im Blech sitzen.

Kann ich da mit Rostumwandler beikommen oder muss ich da mechanisch ran?

 

Ich habe nicht erwartet, dass es ein Kinderspiel wird, aber ich dachte, dass ich den Rost leichter abbekomme. Ist eine 120er Körnung zu fein? Oder ratet ihr mir generell zu anderem Werkzeug?

 

Nachdem ich alles entrostet habe, hätte ich den Unterbiden abgekärchert und mit Bremsenreinger gereinigt. Passt das so?

Danke für eure Hilfe. Das Auto muss bis zum Dienstag wieder flott sein ^^'

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20 Antworten

Hol dir CSD-Scheiben und mach damit weiter. Im Moment hast du den Rost nur verschmiert und die Poren zugesetzt, das bringt gar nix.

Die Bilder werden mir nicht angezeigt (Bin ich damit eigentlich alleine?). Jedoch kannst Du Brantho-Korrux 3in1 (und auch andere Sorten von Branth, z.B. "Normal" oder "Rostschutzmennige" und "Nitrofest") auf Restrost auftragen. Branth spricht hier von "lediglich handentrosteten Flächen". Es stimmt, dass man Rost insbesondere mit schnelllaufenden Drahtbürstaufsätzen oft nur scheinbar, aber nicht tasächlich entfernt. Endlich mal ein Satz, in dem "scheinbar" richtig angewendet werden kann. Es sieht dann nämlich wirklich zunächst super aus, aber wenn man mit einem harten Werkzeug (Stechbeitel o.ä.) kratzt oder auf gutes Schleifpapier umstellt, fällt man vom Glauben ab, wie viel rotbrauner Staub plötzlich wieder kommt und dass der Rost, wie der Kollege über mir schon schrieb, nur zugeschmiert war.

Was ist denn " 120er Schleifaufsätze" bei Dir? Sieht aus als wenn Du nur mit Drahtbürste darauf rumgemacht hast.

Ich würde grob mit Fächerschleifscheibe auf Flex den groben Rost wegmachen und dann sandstrahlen. Schau Dir die Gewinde genau an, mit Messing rundbürst reinigen. Wenn die korrodiert sind hast Du später evtl. eine schönes Problem, wenn sie durchdrehen. Da wo defekt Mutter aufschweissen (wenn Platz).

Ich würde da nicht so viel Aufhebends machen. Nochmal mit der CSD Scheibe drauf und dann mit einem Rostumwandler wie Fertan behandeln. Anschließend das Brantho drauf. Weil die ganzen Teile aber schraubbar sind, kannst du die auch gegen Neuteile tauschen und gleich konservieren. Dann überleben die den Rest des Fahrzeuges.

Themenstarteram 7. August 2020 um 21:10

Ich habe auch nicht mehr Die Zeit um riesigen Aufwand zu betreiben (also sandstrahlen)

Ich habe zuerst mit einer Fächerscheibe für die Flex mit 120er Körnung gearbeitet und dann aus Interesse nochmal mit einem Drahtbürstenaufsatz probiert.

 

Die "Gewinde" sind nur Blecheinsätze für die Schrauben, die den Unterbodenschutz halten. Also nix wildes.

 

Wie gesagt, ich wollte mich erstmal probieren und nicht gleich eine Komplettrestauration des Fahrzeuges vornehmen.

 

@ASW29 Und die CSD-Scheiben sind besser als die Fächerscheiben? Warum?

Habe ich oben erklärt. Im Moment kannst du da raufschmieren was du willst, es bringt nix, weil du die Poren dichtgesetzt hast.

Themenstarteram 8. August 2020 um 9:42

Ich hab mir die CSDs und das Fertan mal bestellt. Am Montag geht's weiter.

Wie viele Schichten vom Brantho Korrux empfehlt ihr?

Drei

Egal, wie die Vorgehensweise ist - lohnt sich der Aufwand, denn wie sehen die Stellen aus, an die man zum mechanischen Bearbeiten nicht rankommt?

Zitat:

@Heizerling schrieb am 7. August 2020 um 21:10:18 Uhr:

Ich habe auch nicht mehr Die Zeit um riesigen Aufwand zu betreiben (also sandstrahlen)

Ich habe zuerst mit einer Fächerscheibe für die Flex mit 120er Körnung gearbeitet und dann aus Interesse nochmal mit einem Drahtbürstenaufsatz probiert.

...

Da war ich schon fertig (Hinterachse eines 188 HGT).

30-40 min, Kärcher mit Sandstrahlerweiterung, geht ruck zuck. Vor allem auch die ganzen Kleinteile und vor allem die Ecken. Garten und ich sahen aus wie auf einem Schlachtfeld, aber was soll's bei dem Wetter ;-)

Zitat:

@Heizerling schrieb am 8. August 2020 um 09:42:55 Uhr:

Wie viele Schichten vom Brantho Korrux empfehlt ihr?

Normalerweise drei, wie schon geschrieben wurde. Eine Alternative ist es, zweimal satt BK 3in1 und als Abschluss ein- bis zweimal eine glänzende Sorte aufzutragen, die stärker schmutzabweisend ist, also z.B. Branth's Kristallglasur oder einen passenden S-Glasur-Farbton. Wer ganz viel Bock hat, kann auch 2-Komponenten-Lack von Branth nehmen, ist aber natürlich weniger komfortabel anzuwenden. Dagegen spricht auch, dass man dann halt zwei Sorten anstatt einer kaufen und zwei Werkzeugsätze (Pinsel/Rolle) benutzen muss.

@kraeMit

Du kannst an der Vorderachse aber nicht einfach den großen Sandsturm starten. Von Atemschutz mal abgesehen, musst du vorher den Motor schützen, weil das Zeugs überall hinkommt.

@Heizerling

Zum Bild 1 in Deinem Ausgangsbeitrag:

Das ist ein Stadium, bei dem erstmal die oberen, festsitzenden Rostschichten abgeklopft werden müssen. Und zwar bis auf die unterste, gesunde Schicht. Sonst hat alles weitere Vorgehen keinen Sinn. Es geht vor allem um die Roststellen an der Schweißnaht.

Zum Weggklopfen der Rostschichten am besten einen Schraubenzieher mit durchgehender Klinge nehmen, zum Beispiel aus der orangen Schraubmeißel-Serie von Wera.

Erst dann mit einer CSD-Scheibe den Restrost abschleifen. Für den gezielten Einsatz an kleineren Stellen kann man auch einen Dremel(-Klon) mit Korund-Schleifmitteln nehmen.

Damit kann man einen Entrostungsgrad erreichen, bei dem sich Rostumwandler (Fertan = vertan) erübrigt. Das erste Bild unten zeigt den Zustand, den man erreichen sollte, um darauf Rostschutzlack aufzutragen.

Wenn man geringen (!) Restrost zusätzlich chemisch bekämpfen will: Entrosten mit Essigessenz vom Discounter. Zewa-Küchenkrepp damit tränken, auf die Roststellen packen und mit Klarsichtfolie vor dem Austrocknen schützen. Einige Stunden einwirken lassen, dann mit Seifenlauge (Vollwaschmittel oder Waschsoda) und Zahnbürste abschrubben, mit klarem Wasser nachspülen. Nach dem Trocknen (Heißluftpistole) zügig lackieren.

Auf dem zweiten Foto von heute Vormittag sieht man den ersten Anstrich mit BranthoKorrux Nitrofest. Es trocknet wesentlich schneller als 3in1. Als Zwischen- und Deckschicht wird 3in1 in DB703 Eisenglimmer-Anthrazit draufkommen. Rotbraune Grundierung besitzt Eisenoxid als Rostschutzpigmemt, die 3in1-Variante DB703 verwendet Eisenglimmer (Hämatit). Die Eisenglimmer-Varianten von 3in1 bieten eine bessere Rostschutzwirkung als die Standardsorten.

Außerdem ergibt sich aus rotbraunem Primer und anthrazitfarbener Deckschicht ein Farbkontrast, der sofort sichtbar macht, wo noch der Zwischen-/Deckanstrich fehlt. Man sieht später auch, wo die Deckschicht eventuell beschädigt ist.

Anbei noch zwei Bilder von 2015: Einmal die entrostete und dann die lackierte Hinterachsaufnahme. Zu sehen ist 3in1. Bei weniger gründlich entrosteten Stellen ließ sich der Rost bald wieder blicken. Aber an der Stelle tut sich seit 5 Jahren nichts mehr. An anderen Stellen, die 2011 ebenso gründlich entrostet und mindestens dreimal mit 3in1 in DB703 gestrichen wurden, herrscht seit 9 Jahren ebenfalls Ruhe.

 

 

 

Stoßdämpferdom entrostet W124
Stoßdämpferdom mit Nitrofest W124
Hinterachsaufnahme entrostet W124
+1

Zitat:

@Go}][{esZorN schrieb am 8. August 2020 um 12:33:24 Uhr:

@kraeMit

Du kannst an der Vorderachse aber nicht einfach den großen Sandsturm starten. Von Atemschutz mal abgesehen, musst du vorher den Motor schützen, weil das Zeugs überall hinkommt.

Latürlich. Ich hab natürlich meine Hinterachse ausgebaut und mit dem vorderen Achsträger mache ich es genauso. Macht sonst keinen Sinn.

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