Rettungsgasse für Ignoranten
Gestern hat sich auf der A3 im Bereich Hennef/ Königsforst ein sehr schwerer Lkw- Unfall mit drei beteiligten LKW ereignet.
Ich war mit einer zufällig vorbeifahrenden Polizeistreife die ich kurz vorher überholt hatte, als erstes am Unfallort.
Es bot sich ein schreckliches Bild, der Fahrer des LKW der aufgefahren ist, wurde mit samt seiner völlig kollabierten Kabine fast unereichbar auf rund 2m Höhe eingeklemmt.
Der 29- jährige Fahrer (Name nenne ich mal nicht), hatte Unfallbedingt nur wenig Überlebensraum und war schwerst verletzt.
Ein rankommen fast unmöglich.
Überall zerissenes Metall und überall Motorenöl und Diesel; es qualmte bedenklich und es wurden Feuerlöscher bereit gestellt
Die Polizei organisierte die Rettung und ich kümmerte mich so gut es ging um den Menschen den ich da hilflos vor mir hatte.
Es dauerte rund 30 Minuten, bis die ersten Retter erschienen und trotzdem konnte man dem Fahrer nicht gleich helfen (die Bergung anschließend hat rund 1,5h gedauert).
Ein angeforderter Rettungshubschrauber stand vor Ort, zog aber wieder ab.
Es waren nach und nach etwa 60 Retter vor Ort.
Hinterher erfuhr ich, warum die Hilfe so lange auf sich warten ließ.
Die Autofahrer und Lkw-Fahrer die auf die Unfallstelle ausgelaufen sind, waren nicht in der Lage oder nicht bereit eine funktionierende Rettungsgasse zu bilden.
Retter mussten ihre Fahrzeuge stehen lassen und teilweise 500m mit Ausrüstung zur Unfallstelle laufen.
Eine Anfahrt zur Unfallstelle war erst nach der Vollsperrung der Autobahn und Fahrt aus der Gegenrichtung zur Unfallstelle möglich.
Für den Schwerstverletzten kann jede Minute länger ohne medizinische Versorgung den sicheren Tod bedeuten.
Mein Appell an alle Autofahrer, eine Rettungsgasse tut weder weh noch kostet sie etwas, also machen!
Ich möchte übrigens keine Diskussion von wegen selber schuld, der Fahrer war einen Moment unachtsam und bekommt dafür gerade vermutlich die "Höchststrafe".
Als ich die Unfallstelle verließ, habe ich dem immer noch eingeklemmten Fahrer ein Versprechen gegeben,
ich hoffe ich kann mein Wort halten und wir trinken in vier Wochen ein Bier zusammen.
Traurige und geschockte Grüße vom Armani-Biker
Beste Antwort im Thema
Gestern hat sich auf der A3 im Bereich Hennef/ Königsforst ein sehr schwerer Lkw- Unfall mit drei beteiligten LKW ereignet.
Ich war mit einer zufällig vorbeifahrenden Polizeistreife die ich kurz vorher überholt hatte, als erstes am Unfallort.
Es bot sich ein schreckliches Bild, der Fahrer des LKW der aufgefahren ist, wurde mit samt seiner völlig kollabierten Kabine fast unereichbar auf rund 2m Höhe eingeklemmt.
Der 29- jährige Fahrer (Name nenne ich mal nicht), hatte Unfallbedingt nur wenig Überlebensraum und war schwerst verletzt.
Ein rankommen fast unmöglich.
Überall zerissenes Metall und überall Motorenöl und Diesel; es qualmte bedenklich und es wurden Feuerlöscher bereit gestellt
Die Polizei organisierte die Rettung und ich kümmerte mich so gut es ging um den Menschen den ich da hilflos vor mir hatte.
Es dauerte rund 30 Minuten, bis die ersten Retter erschienen und trotzdem konnte man dem Fahrer nicht gleich helfen (die Bergung anschließend hat rund 1,5h gedauert).
Ein angeforderter Rettungshubschrauber stand vor Ort, zog aber wieder ab.
Es waren nach und nach etwa 60 Retter vor Ort.
Hinterher erfuhr ich, warum die Hilfe so lange auf sich warten ließ.
Die Autofahrer und Lkw-Fahrer die auf die Unfallstelle ausgelaufen sind, waren nicht in der Lage oder nicht bereit eine funktionierende Rettungsgasse zu bilden.
Retter mussten ihre Fahrzeuge stehen lassen und teilweise 500m mit Ausrüstung zur Unfallstelle laufen.
Eine Anfahrt zur Unfallstelle war erst nach der Vollsperrung der Autobahn und Fahrt aus der Gegenrichtung zur Unfallstelle möglich.
Für den Schwerstverletzten kann jede Minute länger ohne medizinische Versorgung den sicheren Tod bedeuten.
Mein Appell an alle Autofahrer, eine Rettungsgasse tut weder weh noch kostet sie etwas, also machen!
Ich möchte übrigens keine Diskussion von wegen selber schuld, der Fahrer war einen Moment unachtsam und bekommt dafür gerade vermutlich die "Höchststrafe".
Als ich die Unfallstelle verließ, habe ich dem immer noch eingeklemmten Fahrer ein Versprechen gegeben,
ich hoffe ich kann mein Wort halten und wir trinken in vier Wochen ein Bier zusammen.
Traurige und geschockte Grüße vom Armani-Biker
132 Antworten
Zitat:
@Bytemaster schrieb am 2. Februar 2019 um 13:21:31 Uhr:
Sämtliche Einsatzfahrzeuge sollten wieder (so wie früher) Kompressorhörner auf dem Dach haben, die hat man wenigstens noch gehört. Aber die heutigen elektrischen Sirenen hört man mehr schlecht als recht.
Auch die Tonfolge wäre verbesserungswürdig. Ein kräftiges "Yelp" würde erheblich besser wahrgenommen als das eintönige "Tatütata".
Zitat:
@Bytemaster schrieb am 2. Februar 2019 um 13:21:31 Uhr:
Zitat:
@Skodadriver0815 schrieb am 2. Februar 2019 um 12:31:39 Uhr:
Was mir in letzter Zeit immer mal wieder aufgefallen ist, wie oft bzw. wie lange Krankenwagen mit Blaulicht nicht Platz gemacht wird, in der Stadt.Was oft aber auch daran liegt, das man sie einfach nicht bemerkt. Mir ist es jetzt in den letzten Jahren selber schon zweimal passiert, das ich den Rettungswagen erst gehört habe, als er fast hinter mir stand. Und ich hatte mein Radio auf ganz normaler Lautstärke, so das man sich auch im Innenraum ganz normal unterhalten konnte. Beim letzten mal meinte auch meine Frau "wo kommt der denn so plötzlich her". Und bei vollem Tageslicht erkennt man dann auch das Blaulicht so gut wie gar nicht.
Sämtliche Einsatzfahrzeuge sollten wieder (so wie früher) Kompressorhörner auf dem Dach haben, die hat man wenigstens noch gehört. Aber die heutigen elektrischen Sirenen hört man mehr schlecht als recht.
liegt aber auch daran, das Viele im Stau und an der Ampel abgelenkt sind durch Handy, Navi, Beifahrer, Popeln, Musik, Dösen... und der Rückspiegel bei Mädels oft nur als Schminkspiegel eingestellt ist....
PS. haben die "Martinshörner" nicht auch einen lauteren Modus für Außerhalb der Ortschaften??
Zudem auch die Lichthupe und Blaulicht im Frontbereich integriert!!
Im Prinzip wissen die meisten doch eh nicht wie sie vernünftig eine Rettungsgasse bilden sollen. Manchmal steht man auch plötzlich schon im Stau drin und dann geht es leider nur noch verzögert eine Rettungsgasse zu bilden..
Also wer außerhalb von Ortschaften erst sehr spät bemerkt, das von hinten ein Fahrzeug mit Blaulicht angefahren kommt, sollte mal über seine rückwärtige Verkehrbeobachtung nachdenken. 😉
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Zitat:
@Schweinesohn schrieb am 2. Februar 2019 um 13:48:07 Uhr:
Im Prinzip wissen die meisten doch eh nicht wie sie vernünftig eine Rettungsgasse bilden sollen.
Wird das Thema denn in der Fahrschule nicht mehr angesprochen? 😕
Zitat:
@Drahkke schrieb am 2. Februar 2019 um 13:58:29 Uhr:
Zitat:
@Schweinesohn schrieb am 2. Februar 2019 um 13:48:07 Uhr:
Im Prinzip wissen die meisten doch eh nicht wie sie vernünftig eine Rettungsgasse bilden sollen.
Wird das Thema denn in der Fahrschule nicht mehr angesprochen? 😕
Nicht mehr oder noch nich?
??
Wir reden gerade von sich Stau bilden und nicht von Rettungsfahrzeugen
Zitat:
@Rainer_EHST schrieb am 2. Februar 2019 um 13:55:16 Uhr:
Also wer außerhalb von Ortschaften erst sehr spät bemerkt, das von hinten ein Fahrzeug mit Blaulicht angefahren kommt, sollte mal über seine rückwärtige Verkehrbeobachtung nachdenken. 😉
Was erzählst du mir das? 😉
Zitat:
@Mosel-Manfred schrieb am 2. Februar 2019 um 13:34:12 Uhr:
PS. haben die "Martinshörner" nicht auch einen lauteren Modus für Außerhalb der Ortschaften??
Zitat:
@HighspeedRS schrieb am 2. Februar 2019 um 13:16:02 Uhr:
Zitat:
@Geisslein schrieb am 2. Februar 2019 um 13:05:20 Uhr:
Wo sich dann die Motorradfahrer reinquetschen, welche die Rettungsgasse dazu missbrauchen um vorwärts zu kommen.
Auf der BAB wird wohl 1 Motorrad auf 50000 Autos kommen🙄
Egal, auch die haben zu warten. Und kommt nicht mit dem Argument der Klamotten 🙄
Den durchschlängel Thread gibt's schon.
Wer das wieder ansprechen will,kann ihn ja hochschieben
Gruß M
@geisslein und deshalb sollte man lieber keinen Platz zum Vordermann lassen?
Abgesehen davon ist das streng genommen gar nicht erforderlich, wenn sich alle schon vor dem Stillstand am linken bzw. rechten Fahrbahnrand orientieren.
Ja ,so eine Rettungsgasse ist für manche Autofahrer geistig eine riesige Herausforderung ! Der eine weis nicht wo rechts ist ,der andere nicht wo links ist ,da wird dann vor dem Notarztwagen rumgegurkt! Wertvolle Zeit geht verloren!
Und genau diese ,ja diese VOLLIDIOTEN sind die ersten ,die rumjammern ,wenn die eigene Familie oder selber durch ein Unfall auf einen Notarztwagen warten ! ! !
Und für ganz verblödete Autofahrer : unsere LKWs (Kranwagen) mit gelben Leuchten auf dem Dach ,das sind die ,die den Schrott von der Strasse holen ,damit es für Euch weiter geht ! Keine Angst ,wir wollen euch nicht einfach überholen , wir müssen nur an die Pannen oder Unfallstelle !
Zitat:
@Taxidiesel schrieb am 2. Februar 2019 um 16:04:38 Uhr:
@geisslein und deshalb sollte man lieber keinen Platz zum Vordermann lassen?Abgesehen davon ist das streng genommen gar nicht erforderlich, wenn sich alle schon vor dem Stillstand am linken bzw. rechten Fahrbahnrand orientieren.
Platz lassen bestimmt schon, aber sicher nicht dazu, damit sich die ungeduldigen Motorradfahrer reindrücken.
Rettungsgasse ist Rettungsgasse und nicht zum Vorwärtskommen der Kräder gedacht.
Den Rest deiner Frage hast Du dir im zweiten Abschnitt selbst beantwortet
...ganz ehrlich in einem kritischen Fall, wie ihn der TE beschreibt wäre ich für eine Regelung, dass die anrückenden Rettungskräfte die Meldung "Feuer frei durch die vorhandene oder nicht vorhandene Rettungsgasse ohne Rücksicht auf Blechschäden & Verluste" bekommen.
Und das ganze müßte per Gesetz so geregelt werden, dass jeder für seine Schäden selbst haftet... wer keine Rettungsgasse bildet und den Rettungkräften keine freie Bahn verschafft soll damit leben müssen, dass er für daraus entstehende Schäden selbst bezahlt.
In diesem Fall hätte z.B. von den Polizisten per Funk eine entsprechende Lagemeldung erfolgen können sobald sie den Ernst der Lage erkannt haben. Oder wenn keine entsprechend ausgerüsteten Organisationen vorhanden sind könnte die Lagemeldung von den Ersthelfern über den Notruf an die anrückenden Kräfte weitergegeben werden.
Wetten, so eine Regelung würde ganz schnell für freie Rettungsgassen sorgen.