Reparaturkostenschätzung
Hallo Community,
Reparaturkostenschätzung geht hier wohl besser als im Versicherungsforum.
was denkt Ihr wird bei einem Schadengutachten rauskommen?
Käme es sicher über die Bagatellgrenze von 750€?
Kotflügel Kratzer (30mm) und etwas Lack angeschliffen, Scheinwerfer Kratzer (10mm), Stoßfänger großflächiger beschädigt. Aufprall nur mit Schrittgeschwindigkeit beim Rückwärtsfahren.
M&M
11 Antworten
Ja , bei mir sah es nicht viel schlimmer aus.
Schaden laut Gutachten von der Dekra 1479 € incl. MwSt, Grundlage waren durchschnittliche Werkstattpreise.
Bei VW wird es noch mehr kosten.
Fahr zu einem Gutachter und lass dir ein Gutachten machen.
Du kannst dir den Gutachter selber aussuchen, die Versicherung muss die Kosten tragen.
Zitat:
Original geschrieben von zonki101
Ja , bei mir sah es nicht viel schlimmer aus.
Schaden laut Gutachten von der Dekra 1479 € incl. MwSt, Grundlage waren durchschnittliche Werkstattpreise.
Bei VW wird es noch mehr kosten.
Fahr zu einem Gutachter und lass dir ein Gutachten machen.
Du kannst dir den Gutachter selber aussuchen, die Versicherung muss die Kosten tragen.
Oha - Danke, da lass ich das Gutachten auf jeden Fall machen, auch wenn ich dann fiktiv abrechne und selbst repariere. Ist immer ärgerlich so ein Unfall, aber zumindest wird das kein wirtschaftlicher Totalschaden.
Hast Du die Stoßstange selbst repariert, getauscht, lackiert o.ä.? Bei dem Silber kann ja eigentlich nur ein Profi lackieren und selbst dann wird man es sehen :-(. So ein Mist.
Sind da Pralldämpfer unter der Stoßstange?
Mick
Ja das ist ein Pralldämpfer unter dem Stoßfänger, der hat bei mir eine delle aber das stört mich nicht.
Ich hab auch fiktiv abgerechnet und hab von der Versicherung 1247 € bekommen.
Stoßfänger hab ich einen Gebrauchten gekauft und lackieren lassen, den Kotflügel konnte ich selber wieder in Form ziehen und auch die Kratzer konnte ich rauspolieren.
Hab insgesamt um die 300 € ausgegeben, wobei die Suche nachdem Stoßfänger nicht so einfach war.
Bei den Verwertern in der umgebung gab es keine vorderen und bei Ebay verlangen sie absurde Preise, den ein neuer unlackierter kostet bei VW um die 160 € bei ebay verlangen sie für schlechte gebraucht ab 100€ aufwärts und lackieren musst du die auch noch.
Hatte auch überlegt ein Nachbau Stoßfänger zukaufen, aber die sollen nicht wirklich passen.
Dann bin ich mal gespannt, was bei mir rauskommt. Wird aber wahrscheinlich nicht so viel wie bei Dir, da der Kotflügel zwar verkratzt, aber nur ganz leicht eingedellt ist (wirklich minimalst) - das wird der Gutachter gar nicht sehen, beim 10mm Kratzer im Scheinwerfer hätte ich sogar ein schlechtes Gewissen, wenn er ihn aufschreibt, da ich da gar nichts unternehmen werde - allerdings ist der Schaden ja da. Mal sehen.
Eigenreparatur könnte sogar ohne Neuteile gehen. Ich weiß allerdings nicht, ob der Stoßfänger nicht doch weiter eingedrückt war. Zumindest sah das gegnerische Fahrzeug etwas schlimmer aus. Will vor dem Gutachter nur nicht dran gehen.
Ich entscheide dann nach Gutachterergebnis und Polieren was ich bei fiktiver Abrechnung als dauerhaften Schaden akzeptieren kann und was ich selbst repariere oder reparieren lasse. Vielleich kommt er auch einfach ganz in die Werkstatt.
Mick
Wenn der Gutachter Teile des Schadens nicht sieht, macht er seine Arbeit schlecht. Dann kannst du ihn aber darauf hinweisen das er etwas übersehen hat, und dass solltest du auch tun. Was nicht im Gutachten steht wird nicht bezahlt.
Ich war gerade bei der Dekra wegen eines Hagelschadens. Ganz erstaunlich wo der man überall noch die winzigsten Dellen gesehen hat. Die meisten wären mir vermutlich erst in einem halben Jahr aufgefallen, wenn überhaupt. Aber so kann alles schön beseitigt werden und die Kiste sieht wieder aus wie vorher.
Gruß
Tom
Ich finde es schon krass, was solche geringfügigen Schäden, bei denen es sich um kaum mehr als Kratzer handelt, für Kosten verursachen. Einen brauchbaren Golf 4 bekommt man heute locker für 4.000 €, eventuell sogar darunter. Ein Drittel dieses Preises nur für ein paar kleine Schrämmchen im Bereich der Stoßstange, die den Fahrbetrieb überhaupt nicht beeinträchtigen?!
Klar nimmt man das Geld mit, wenn man es von Unfallgegner oder Versicherung kriegen kann, aber moralisch könnte ich es vor mir selber nicht verantworten, so eine Reparatur durchführen zu lassen. Da stehen Geldeinsatz und Ergebnis in keinem sinnvollen Verhältnis. Das Auto fährt auch mit Kratzer, und mit dem Geld mache ich lieber irgendwo einen richtig schönen zweiwöchigen Urlaub mit der ganzen Familie!
Die wenigsten werden die Reparatur bei einem so alten Auto vollständig in der Werkstatt durchführen. Die Rechtslage ist aber nunmal so, dass der Verursacher für den Schaden aufzukommen hat. Und das ist auch gut so, schließlich zwinge ich niemanden, mir eine Beule ins Auto zu fahren. Sollen die Leute halt aufpassen, statt am Handy oder an der Beifahrerin rumzudaddeln 😉
Im Übrigen geben sich die Versicherungen ja durchaus Mühe, die Kosten so weit wie möglich zu drücken. Wenn es nach den Versicherungen ginge, wären fiktive Abrechnungen schon längst nicht mehr möglich. Inzwischen wird ja z.B. die MwSt. bei fiktiver Abrechnung nicht mehr ausgezahlt. Das hilft den Versicherern die Kosten zu drücken und macht Schwarzarbeit bei der Reparatur weniger interessant.
Gruß
Tom
Zitat:
Original geschrieben von DeathAndPain
Ich finde es schon krass, was solche geringfügigen Schäden, bei denen es sich um kaum mehr als Kratzer handelt, für Kosten verursachen. Einen brauchbaren Golf 4 bekommt man heute locker für 4.000 €, eventuell sogar darunter. Ein Drittel dieses Preises nur für ein paar kleine Schrämmchen im Bereich der Stoßstange, die den Fahrbetrieb überhaupt nicht beeinträchtigen?!Klar nimmt man das Geld mit, wenn man es von Unfallgegner oder Versicherung kriegen kann, aber moralisch könnte ich es vor mir selber nicht verantworten, so eine Reparatur durchführen zu lassen. Da stehen Geldeinsatz und Ergebnis in keinem sinnvollen Verhältnis. Das Auto fährt auch mit Kratzer, und mit dem Geld mache ich lieber irgendwo einen richtig schönen zweiwöchigen Urlaub mit der ganzen Familie!
Sehe ich genauso. Kein Wunder das Fahrerflucht heutzutage an der Tagesordnung ist. Wegen so paar Kratzer
hängt sich sofort eine ganze Mafia-Bande an den Vorfall und damit an die Versicherung. Der Deutsche Trottel zahlt doch immer fleißig seine Beiträge.
Wenn ich mir überlege, was ich an meinem Auto alles an Kratzern und Beulchen habe... Beulchen sind alles Hagelschäden (die man aber nur sieht, wenn man genau hinschaut), Kratzer vorwiegend mutwillige Schäden (mit Schlüssel oder ähnlichem rübergegangen), größtenteils noch aus Vorbesitzerzeiten. Das interessiert mich aber relativ wenig, denn Spaß habe ich beim Fahren, und da sitze ich im Auto und sehe den Lack nur andeutungsweise.
Wenn ich das alles reparieren lassen würde, damit der Lack wieder rumdum perfekt aussieht, dann würde ich sicherlich einen Betrag bezahlen, für den ich locker ein neues Auto bekomme. Insofern muss ich gestehen, dass ich die Perfektionisten unter den Autobesitzern immer etwas belächle, wie sie ihren Wagen cleanen und Drittanbieter-Nebelscheinwerfer anbringen und so. Ok, wenn das Hobby ist und man das alles selber machen kann, ist das in Ordnung, denn so hat halt jeder was, womit er gerne seine Zeit verbringt. Aber in der Werkstatt darf man in dieser Richtung in meinen Augen gar nichts machen lassen. Ein Auto ist ein Gebrauchsgegenstand. Das hat irgendwann Abnutzungserscheinungen, und irgendwann schrammelt da auch mal eine Frau beim Ausparken gegen und haut ab.
Ich habe mir von meinem Meister einen Lackstift in der richtigen Farbe empfehlen lassen, um die Kratzer versiegeln zu können, damit das da nicht rostet und die Substanz nicht kaputtgeht. Sieht nicht sonderlich schön aus, aber selten, und dadurch fährt der Wagen weder langsamer noch sonstwie schlechter. Tausende Euros nur für die Optik verbrennen... da hole ich mir lieber einen geileren Motor, da habe ich - beim Fahren! - wesentlich mehr von!
So sah es bei mir aus.
Die SRA hat bis auf die fehlende Kappe nichts abbekommen.
Ich hab das Geld gerne genommen und wie gesagt den Schaden selber repariert.
Dafür sind Versicherungen ja da und die versuchen mit allen Tricks dir so wenig wie möglich zuzahlen.
Mir haben sie auch geschrieben das ihre Partnerwerkstatt die Rep. 180 € billiger machen würde und haben die Abrechnung gleich um den Betrag gekürzt.
Hab ihnen dann geschrieben das mich das nicht interessiert und den Differenzbetrag eingefordert, den sie dann auch bezahlt haben.
Versicherungen sind keine Wohlfahrtsunternehmen und wenn die können zahlen sie so wenig wie möglich, an deinen Beiträgen ändert das allerdings nichts.
Die neuste Masche der Versicherungen ist auf Grundlage des eingereichten Gutachtens ein eigenes Gutachten zu erstellen, welches bei Teilen, Stundensätzen und Wertverlust immer etwas billiger ist und mitunter Teile der Arbeiten (z.B. Beilackieren benachbarter Bauteile zur Vermeidung von Farbunterschieden) für nicht notwendig erklärt. So hat sich für die Versicherung die Summe schon mal um die ersten 20 % reduziert.
Das Gemeine: auch wenn das erste Gutachten richtig ist müsste man ein Gericht bemühen und die Differenz einklagen. In der Praxis wird einem dabei aber kein Anwalt helfen, da er nur nach Streitwert abrechnen kann. Der Streitwert, z.B. bei einer 1500 € Reparatur 300 € ist allerdings so gering, das es sich für ihn nicht lohnt.
Trauriges Fazit, auch bei eindeutiger Schuldfrage müsste immer von Anfang an ein Anwalt eingeschaltet werden, denn dann kann er auf Grundlage der kompletten Summe als Streitwert abrechnen und wird eher bereit sein berechtigte Ansprüche durchzusetzen.
Traurig, denn wenn es jeder so macht steigen alle Schadenssummen und somit auch die Versicherungsbeiträge für alle, aber Nachhaltigkeit und Vernunft spielt bei Banken und Versicherungen ohnehin keine Rolle (mehr).