ForumReifen & Felgen
  1. Startseite
  2. Forum
  3. Wissen
  4. Reifen & Felgen
  5. Reifendrucksensoren

Reifendrucksensoren

Themenstarteram 18. Mai 2017 um 2:13

Moin',

jetzt habe ich mal eine Frage.

Freitag hole ich meinen (fast) nagelneuen Zafira (EZ 01/17, km 3.900).

Auf dem Wagen sind Alus mit Sommerreifen. Ich habe vor, im Herbst auf Ganzjahresreifen umzurüsten und diese auf die bereits vorhandenen Felgen zu ziehen.

Müssen die eigentlich ja noch taufrischen Sensoren dabei gleich zwingend ersetzt werden ?

Habe noch nie Räder mit Sensoren gehabt und daher keine Ahnung.

Danke im Voraus für eventuelle Antworten.

Ähnliche Themen
167 Antworten

nö, die Elektronik bleibt, nur die Ventile / Service Kits erneuern. Info: http://rdks-wissen.de/.../verwendung_von_rdks-service-kits.pdf

Bei einem so jungen Fahrzeug würde ich selbst darauf verzichten diese zu ersetzen, weil ja praktisch alles neuwertig ist und weder "Verschleiß" noch Alterung zu erwarten sind.

Folglich bliebe es bei einer völlig "normalen" Reifenmontage ohne Mehraufwand und oder -Kosten.

Normalerweise sollten die Sensoren schon einige

Jahre halten, diese sind ja normalerweise batterie-

betrieben.

Ich denke, daß ich die Sensoren, wenn ich in 3 Jahren

neue Sommer- und Winterreifen für unseren dann

5 Jahre alten ZT benötige, vorsorglich tauschen lassen

werde, da dann die Reifen eh von der Felge runter sind.

 

Bei einem Wagen mit EZ 01/17 würde ich mir da die

nächsten Jahre keine Gedanken machen, daß die Sensoren

getauscht werden müssen.

Zitat:

@Silbermopf schrieb am 18. Mai 2017 um 02:13:48 Uhr:

Moin',

jetzt habe ich mal eine Frage.

Freitag hole ich meinen (fast) nagelneuen Zafira (EZ 01/17, km 3.900).

Auf dem Wagen sind Alus mit Sommerreifen. Ich habe vor, im Herbst auf Ganzjahresreifen umzurüsten und diese auf die bereits vorhandenen Felgen zu ziehen.

Müssen die eigentlich ja noch taufrischen Sensoren dabei gleich zwingend ersetzt werden ?

Verbaut sind Schrader-Sensoren,die lt.Schrader 7-10 Jahre bzw. mind. 150.000 km "halten" :)

 

 

am 20. Mai 2017 um 14:38

Beim Tausch der Reifen liest der Monteur normalerweise die Sensoren aus und erhält dann die Infos, ob die Batterien der Sensoren noch okay sind. Wenn die nix mehr sind, müssen die Sensoren getauscht werden.

Wir gehen da immer von 7 Jahren aus, dann kommt eben die zu erwartende Lebensdauer der Reifen ins Spiel, das ist dann individuell von Fall zu Fall verschieden. Ich wechsle keine Sensoren, die noch funktionieren, dann soll der Kunde lieber wiederkommen, wenn es soweit ist, der Austausch ist ja keine große Sache, ist in 5 Minuten erldigt. Und wenn der Kunde den Sensor auf meinen Rat hin weiterverwendet hat, ziehe ich ihn hinterher auch beim Tausch nicht über den Tisch, sondern komme ihm dann, je nachdem, wie lange der Sensor noch gehalten hat, mehr oder weniger weit im Preis für den Austausch entgegen.

Wahrscheinlich sind die bei ebay zu kaufenden gebrauchten Sensoren genau solche, die präventiv getauscht wurden und danach noch eine Weile funktionieren. Wenn man Glück hat, weil zu früh getauscht wurde, halten die noch eine zeitlang.

Was passiert eigentlich, wenn man die Sensoren weglässt?

Dann erfolgt eine Fehlermeldung.

Fehlermeldung: Reifendruckverlust-Symbol blinkt/leuchtet permanent im Kombiinstrument.

Machen viele gern bei Sommer-/Winterrädern bei Winterreifen (mich eingeschlossen), wenn TÜV im Sommer mit den Sommerrädern (wo die Sensoren natürlich verbaut sind) ansteht. Man verliert aber selbst ohne Sensoren nicht die Betriebserlaubnis (da beim TÜV das einen geringen Mangel) darstellt.

So würd ich das auch machen.

Derzeit hab ich aber noch ein passives System.

Gibs nix womit man das komplett abschalten kann?

am 22. Mai 2017 um 0:51

mein Gott.....

Euch nerven

- Gurtpiepser

- Warnanzeigen für die Vmax z.B. mit Winterreifen

- ....

- ein RDK-System

Zum Einen sind das Systeme, die Leben retten können, und nicht nur Euere, sondern unter Umständen auch die vielere anderer Menschen. Die Ingenieure verbessern die Sachen laufend, um Autofahren sicherer zu machen, und Ihr macht euch Gedanken, wie man das wieder lahmlegt... Und wenn es nur daran liegt, 100-200 EUR zu spraren, dann aber bei den Extras irgendwelchen Furzkram für 1000 EUR dazunehmen...

Irgendwie krank, oder?

Ich hab nie danach gefragt. Was soll die Zwangsbeglückung also? Achja, Geld aus den Taschen ziehen. Mein Fehler.

Und Sicherheit ist sowieso das Pseudototschlagargument für quasi eh alles.

am 22. Mai 2017 um 10:14

Die sogenannte Zwangsbeglückung hat ihre Ursachen in Erkenntnissen, die man aus diversen Unfällen in der Vergangennheit gewonnen hat. Es ist einfach so, dass man viele schwere Unfälle auf falschen Reifendruck, der dann zu Platzern mit fatalen Folgen geführt hat, zurückführen konnte.

Was glaubst du, wie oft man als Reifenmonteur einen Reifen von der Felge nimmt, der kurz davor war, sich aufzulösen, weil er mit falschem Druck gefahren wurde und sich das Innenleben teilweise in Granulat aufgelöst hat?

Es gibt andere Bereiche, wo ich das "Geld aus der Tasche ziehen"-Argument sicherlich unterschreiben würde, aber gerade in diesem Bereich, wo die eigene Sicherheit und die der anderen Verkehrsteilnehmer entscheidend verbessert wird, sollte man nicht in diese Kategorie einordnen. Weiter ist es eine Tatsache, dass kaum jemand seinen Reifendruck regelmäßig prüft (beim Tanken z.B. wäre ein guter Moment, das zu tun), so dass es mich eigentlich wundert, dass diese "Zwangsbeglückung" so lange auf sich warten ließ. Ich habe die ersten RDKS schon vor ca. 20 Jahren kennengelernt als ich versehentlich einen Sensor beim Montieren gekillt habe und so an das Thema herangeführt wurde. Seitdem haben wir diese Entwicklung begleitet und haben in der Folge einige Nachrüstsysteme verbaut (Smartire), weil wir den Sicherheitsaspekt sahen, den die Sache hat. Ich fand es daher schade, dass die Gesetzgeber mit diesem Zwang noch 20 Jahre gewartet haben.

Leider gibt es aber immer noch viele Werkstätten, die sich dem Thema immer noch so gut wie möglich verschließen und den Kunden in der Meinung der "Zwangsbeglückung" bestärken, obwohl es gerade deren Aufgabe wäre, die Sinnhaftigkeit der Sache rüberzubringen. Ich habe vor einiger Zeit in unseren neuen Shop Sensoren und Equipment aufgenommen und kriege regelmäßig von meinen Kunden gesagt, dass sie die Sensoren für ihren Reifenmonteur besorgen, der die einbauen soll, worüber ich echt nur den Kopf schütteln kann. Weiter kaufen einige Händler bei uns ein, die ihre Kunden richtig beraten und ihnen auch die möglichen Folgen vor Augen führen, wenn der Druck nicht passt.

Und nun überleg mal, du wachst im Krankenhaus auf und man erzählt dir, du hattest einen Unfall, weil ein Reifen kaputt war und dir fällt spontan das Lichlein ein, das dich seit Monaten anblinkt, weil die Sensoren nur in dem anderen Satz verbaut waren.... Google einfach mal nach Unfällen wegen falschem Reifendruck.

Unfassbar für mich, wie man das Thema so behandel kann. JEDER Unfall, der durch dieses System vermieden werden kann, ist es allemal wert. Ich habe schon viel Blödsinn erlebt, was der Gesetzgeber im Kraftfahrbereich auf den Weg gebracht hat, RDKS gehört für mich definitiv nicht dazu und ich hoffe, dass eines Tages der TÜV hier mehr tun kann als nur einen leichten Mangel zu bescheinigen.

Zitat:

@cdfcool schrieb am 22. Mai 2017 um 00:51:30 Uhr:

[...]

Zum Einen sind das Systeme, die Leben retten können, und nicht nur Euere, sondern unter Umständen auch die vielere anderer Menschen. Die Ingenieure verbessern die Sachen laufend, um Autofahren sicherer zu machen, und Ihr macht euch Gedanken, wie man das wieder lahmlegt...

[...]

Das Dumme ist, dass man als Autofahrer bzw. Neuwagen-Käufer gar nicht gefragt wird, ob man diese Systeme überhaupt möchte bzw. akzeptiert.

Es wird einfach als EU-Richtlinie beschlossen (z.B. RDKS, E-Call etc.) und schon heißt es für den Autofahrer: "Friss oder stirb!"

Auf RDKS habe ich keinen Bock, da es nur unnötig Aufwand bereitet und natürlich die Kosten für den Autofahrer erhöht, gerade bei häufig zu erneuernden Verschleißteilen wie den Reifen.

Nur deshalb kommt man ja auf Ideen, wie bei den Winterrädern bewusst auf RDKS-Sensoren zu verzichten, wenn das Fahrzeug stets im Sommer mit RDKS-Sommerrädern zur HU vorgeführt werden muss.

Da ich stets alle 2 Wochen (da bin ich penibel) den Luftdruck meiner Räder kontrolliere und entsprechend anpasse (reduziert Reifenverschleiß und spart zudem Kraftstoff), lohnt sich RDKS für mich gar nicht... und wenn ein Reifen während der Luft verliert, merke ich das schon beim Lenken, dass etwas nicht stimmt.

Thema Unfall: Da ein funktionsuntüchtiges RDKS bei der HU einen geringen Mangel darstellt und die Betriebserlaubnis dadurch nicht erlischt, dürfte es bei einem Unfall auch keine Probleme mit der Versicherung geben, denn den Luftdruck kann man auch nach einem Unfall ohne RDKS messen und entsprechend vermerken, das dieser nicht die Unfallursache war.

am 22. Mai 2017 um 10:57

Ja, das merkst du vielleicht und du prüfst auch deinen Druck regelmäßig... DU, aber auch jeder andere?

Und würdest du eine Wette mit mir eingehen, dass es viele Konstellationen gibt, bei denen du es nicht bemerkst, wenn der Reifendruck nicht stimmt? Ich kann dir sagen, dass auch du es zu 80% NICHT bemerkst, wenn der Druck nicht stimmt, bzw. erst dann, wenn du kurz davor bist, den Reifen zu zerstören.

Ein RDKS macht für Jeden Sinn, es warnt dich schon bei 0,3 bis 0,5 bar Druckveränderung zuverlässig, da merkst du noch gar nichts davon. Es ehrt dich, dass du alle 2 Wochen den Druck prüfst (wenn das jeder täte, würde man den Sinn eines RDKS tatsächlich anders sehen können), aber dazwischen liegen eben 13 Tage, an denen auch bei dir der Luftdruck nicht stimmen könnte....

Wenn sich der Luftverlust auf der Autobahn (da lenkt man nicht so sehr) an der Hinterachse einstellt und du mit 200 angeflogen kommst und wegen eines LKW mal eben 120 km/h wegbremsen musst, dann ist es definitiv zu spät, genau in dem Moment zu bemerken, dass da etwas mit dem Luftdruck nicht gestimmt hat, und wenn es nun blöderweise am Tag 1 nach der Luftdruckprüfung war, stellst du dann fest, dass das zwar eine gute Angewohnheit ist, aber das verlorene Schräubchen an der Autobahnauffahrt eben jeden Tag genau dort liegen kann, wo dein penibel geprüfter Reifen drübergerollt ist...

Wenn jemand die Sache mit dem zweiten Radsatz und dort verbauten Sensoren als Geldschneiderei ansieht, empfehle ich, Ganzjahresreifen zu nehmen, dann stellt sich das Problem nicht, ob man damit glücklich wird, steht dann auf einem anderen Blatt.

Und wie würdest du über jemanden denken, der seine Reifen nicht regelmäßig kontrolliert hat und genau deswegen einen Unfall hat, bei dem du dummerweise dessen Flugbahn gekreuzt hast?

Deine Antwort
Ähnliche Themen